AKWs reaktivieren sinnvoll?

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Linuxfreakgraz schrieb:
die Deutsche Photovoltaik Branche wurde von der Politik in Stich gelassen und ist großteils eingegangen, es hilft nix der beste zu sein wenn die Aufträge ausbleiben.
Ja und wo wäre nun der Hinderungsgrund die Branche mit Geld zuzuscheißen? Es ist lediglich eine politische Entscheidung, kein Strukturelles Problem.
 
andi_sco schrieb:
War nicht gewollt
Was nicht war, muss sich nicht mit der Zukunft decken. Wenn man in Zugzwang kommt, weil Winnie Puh der Meinung ist, alle PV Module für sich zu behalten, dann ändern sich die Umstände.
 
Ab 20xx sollten wir ja eh unabhängiger werden, wenn es nach der EU geht. Nur blöd, wenn man vorher alle niederwirtschaftet.
 
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Die Entwicklung bei den Erneuerbaren sehen aktuell sehr gut aus:

https://www.irena.org/News/pressrel...-Annual-Growth-in-Renewable-Power-Capacity-DE

https://www.irena.org/Publications/2025/Mar/Renewable-capacity-statistics-2025

Ist zwar immer noch etwas zu wenig, um die zuletzt in Dubai vereinbarten Ziele zu erreichen, aber nur knapp. Wenn der Trend so anhält, wie in den letzten Jahren, werden fossile und atomare Anteile an der Stromerzeugung sehr wahrscheinlich schlicht stagnieren oder stetig abnehmen. Fällt schwer, angesichts der extrem hohen Kosten unter wirtschaftlichen Aspekten an den Zubau weiterer Atomkraftwerke etwas Sinnhaftes zu finden.

Es sei denn, man folgt einer leider in Mode geratenen "Make it great again"-Doktrin. Make it like the 60ies.
 
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https://www.br.de/nachrichten/bayer...soeder-gibt-seinen-atomkraft-plan-auf,UhxLRTo

Oder mit anderen Worten: Die Fakten zur Reaktivierung der AKW haben sich nicht geändert. Markus musste sie nur von jemand anderen hören als den Grünen.

Damit ist das populistisch ausgeschlachtete Thema vom Tisch. Zumindest so lange wie die CSU in Regierungsveranwortung steht.
 
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Ehrlicherweise hat er es so begründet, dass seine Pläne mit der SPD nicht umsetzbar waren und es in 2029 betriebswirtschaftlich zu spät sein wird.
 
Rhetorik halt und sinngemäß "Es ist eigentlich auch heute schon betriebswirtschaftlicher Käse" bezogen auf AKW-Neubauten.
 
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Warum soll es bei der Atomkraft auch anders laufen, wie bei den Schulden.

ThomasK_7 schrieb:
Ehrlicherweise hat er es so begründet, dass seine Pläne mit der SPD nicht umsetzbar waren und es in 2029 betriebswirtschaftlich zu spät sein wird.
Es war auch schon vor 1 Jahr völliger Käse. Nur saß er da noch wild schäumend in der Opposition und musste seinen Worten keine Taten folgen lassen. Anstatt den Grünen, wird der schwarze Peter jetzt dankbar an die SPD weitergereicht und er steht weiterhin "sauber" da. "Ich hab ja so doll gewollt. Aber zuerst haben die bösen Grünen und jetzt die SPD alles blockiert." :p
 
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---Daniel--- schrieb:
Im Prinzip ist das ein klassischer Business Case aber mit vermutlich sehr ausführlichem Baumdiagramm etc., bei dem, wie gesagt, ggf. auch rauskommen könnte, dass es überhaupt keinen Unterschied macht. Aber mich wunderte es eben, dass da größtenteils in der Debatte ideologisch oder mit irgendwelchen Ankern statt mit realistischen Zahlen argumentiert wurde (wobei diese Problematik ja auch im Video von Kassenwart verdeutlicht wird). Dann wäre für jeden klar, was mit Wahrscheinlichkeit x am Ende bei rauskommen würde und ob das überhaupt den Strompreis (durchschnittlich vermutlich eh nicht) oder zumindest die Spitzen signifikant beeinflusst. Das würde vermutlich viele ideologisch aufgeheizte Diskussionen abkürzen, aber so weiß eben kaum jemand etwas konkretes. Im Unternehmen würde man so eher keine Entscheidungen treffen.
Solange das Versicherungsprivileg für AKWs (Jede Pommesbude ist besser versichert als AKW) existiert kann man bei AKWs nicht ernsthaft von einem belastbaren "Business Case" reden.
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DerOlf schrieb:
Was will man machen? ... "selbst Schuld" sagen, wäre ungerecht ... fühlt sich aber garnicht schlecht an.
Die sollten die Nord-Süd Trassen fertig machen, und damit gleich zwei Probleme lösen. Strom für Bayern und weniger notwendige Abschaltungen bei EE-Anlagen im Norden.
Und bis die Trassen fertig sind bekommt der Süden eine eigene Gebotszone für Strom.
Solange es das nicht gibt sozialisiert Bayern die Kosten für seine Unwilligkeit seine Infrastruktur zu modernisieren über die Kosten für den Redispatch.

BTW : Autobahnen in Bayern verschönern natürlich die bayrische Landschaft.
BTW II : In Bayern sind noch Teile der Reichssammelschiene die damals vom Föhrer gebaut wurde in Betrieb.
Ergänzung ()

---Daniel--- schrieb:
Da ich mich mit dem Thema vorher nicht so beschäftigt hatte und davon ausging, dass die Abschaltung der letzten AKWs durchdacht war, bin ich nun insbes. vor dem Hintergrund der Einheitspreisbildung nach dem Merit-Order-Prinzip doch etwas stutzig geworden.
Über Merit-Order sollte man nur diskutieren wenn man auch den Anteil des Stroms benennt welcher über Merit-Order gehandelt wird.
Ansonsten gibt es hier interessante Texte zu Merit-Order:

https://dirkspecht.de/tag/energiekrise/
https://dirkspecht.de/tag/energiepolitik/
https://dirkspecht.de/tag/energiewende/
 
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Kuhprah schrieb:
Hab auch schon einiges verursacht. Wenn ich bei uns im AKW im Lager gucke was da rum steht, dann ist dort mehr Abfall aus Spitälern und Forschungsstätten als vom Kraftwerk selber das dort zwischengelagert wird.
Oder wollen auf einmal alle auf Röntgenbilder und so weiter verzichten? Wäre für Atomgegner eigentlich nur konsequent... den Strom draus will man nicht haben, aber wenn man sich was bricht wäre es dann doch nicht so schlimm? Manch einer würde das Phänomen ne Doppelmoral nennen.
Ich hoffe das du nicht wirklich in einem AKW arbeitest wenn du nicht weist das die Strahlung zum Röntgen in einer Röntgenröhre erzeugt wird.
Ergänzung ()

---Daniel--- schrieb:
Und wir gehen natürlich davon aus, dass wir quasi 1 Million Jahre lang keine günstigeren Raumschiffe / andere Technologien haben und uns nicht anderes übrig bleibt als den Atommüll auf der Erde für 1 Mio Jahre einzulagern -> das ist mMn eine sehr naive Annahme.
Währenddessen haben wir für den EE Einstieg damit gerechnet, dass die EE zukünftig günstiger werden - beim Endlager rechnet man das aber kurioserweise nicht mit ein.
Es ist ziemlich naiv bei dem Endlagerproblem nicht die Möglichkeit eines Zusammenbruch der Zivilisation mit ein zu kalkulieren.
 
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Vigilant schrieb:
Wenn der Trend so anhält, wie in den letzten Jahren, werden fossile und atomare Anteile an der Stromerzeugung sehr wahrscheinlich schlicht stagnieren oder stetig abnehmen
Von der Einspeisung ja von dem Nutzen und den Kosten erstmal nicht mehr wirklich.
Dir Fixkosten der Fossilen Energien sind schon mehrheitlich Preisbestimmend und deren Einsatz wird noch Jahrzehnte bei knapp 20% der Jahres Energie (best case) aber 100% Bedarfslast liegen.

Klar Gasturbinen sind preiswerter bei niedriger Auslastung. Wird aber soannend was passiert :d
 
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---Daniel--- schrieb:
Ja und für einige energieintensive Betriebe auch nicht:
Anhang anzeigen 1590730
Und solche Meldungen können natürlich auch teils Politikum sein, aber das ist eben auch nicht gut für potentielle Investoren etc. https://www.berliner-zeitung.de/wir...mmer-substanz-der-industrie-bedroht-li.262725
Anhang anzeigen 1590729

Die Aussagen vom BDI ebenfalls nicht:
Anhang anzeigen 1590731
Ergänzung ()
Das die [WZ]a[gr]enknechte von der BZ nicht erwähnen das dieser Betrieb seine unternehmerische Freiheit dazu genutzt hat seinen Strom zum Börsenkurs anstatt zu Festpreisen zu kaufen und damit auch von negativen Strompreisen profitiert wundert mich bei diesem Käseblatt und dessen Mission überhaupt nicht.
Ergänzung ()

ThomasK_7 schrieb:
So lange es die Politik/Wirtschaft nicht schafft, wenigstens die Über-Nacht-Speicher für die Photovoltaik zu installieren, so lange wird sich am täglich nächtlichen Grundlastbedarf in unserem Land nichts ändern und somit werden auch weiterhin jede Menge Kohlekraftwerke ständig am Netz sein, auch wenn man sie tagsüber gar nicht bräuchte und wir ein Problem mit diesem Kohlestrom haben (CO2, Stromüberschuss).

Daran wird sich meiner Meinung nach auch durch die geplanten privaten Großbatteriespeicher nichts ändern, denn die funktionieren wirtschaftlich nur, wenn es ein deutliches Preisgefälle von Einspeicher- zu Ausspeicherpreis gibt. Die werden z. Bsp. um 2 Uhr nachts gar keinen Strom ausspeichern wollen, weil sie dann in Konkurrenz zum Grundlaststrom aus Kohle (und theoretisch AKW) stünden, und systembedingt nicht billiger sind/sein können.
Die Batteriespeicher der Netzbetreiber werden in absehbarer Zeit (1-2 Jahre) lediglich gebaut, um die Netze vor dem Zusammenbruch zu schützen, nicht um Strom für die ganze Nacht zu liefern.
Ein ROI von 5 Jahren ist nicht attraktiv?

https://www.pv-magazine-australia.com/2024/11/23/bess-are-becoming-more-attractive/

Um das Umspannwerk in Ragow laufen schon Provinzpossen der Bauern wegen der Flächen wo man Akkus aufstellen kann. (Leider wurden die Berichte darüber bereits depubliziert)
 
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---Daniel--- schrieb:
Jep, die Grafik fand ich diesbezüglich doch erschreckend, kein Wunder, dass Atomkraft im Ausland teilweise so positiv gesehen wird.
Anhang anzeigen 1591005

Ist Atomkraft nicht paradoxerweise teils in Umweltfonds mit drin oder soll da reinkommen? Das ist dann wieder so eine typische Rechnung ohne Endlager.
Das Thema CO2 Emissionen von AKWs ist eben nicht so einfach, hier eine Betrachtung des Teilaspektes Urangewinnung:

https://wua-wien.at/images/stories/...nergiebilanz-nuklearindustrie-kurzfassung.pdf

Weitere CO2 Emissionen durch Bau, Logistik, Aufbereitung, Verarbeitung, Havarien, Entsorgung, Rückbau, etc. kommen On Top dazu.
 
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Derweil haben wir in absehbarer Zeit weiterhin keine Lösung für unseren Atommüll.

Wird Schacht "Konrad" nie in Betrieb gehen?
"... Etwa vier Milliarden Euro, zum Teil Steuergelder, sind bisher in den Schacht geflossen, dies seit mehr als 50 Jahren, gegen größte Widerstände."

Zu glauben das Endlagerung in Zukunft einfacher und günstiger wird ist nicht naiv sondern einfach nur dämlich. Finnland zum Beispiel ist das erste Land mit einem Endlager. Und was passiert dort wenn das Lager voll ist ? Es wird für immer verschlossen und keiner wird sich jemals wieder darum kümmern. Wie soll die Sicherheit für etwas garantiert werden das gar nicht mehr zugänglich ist oder von dem man überhaupt noch weis das es existiert ?
 
Kassenwart schrieb:
Es wird für immer verschlossen und keiner wird sich jemals wieder darum kümmern. Wie soll die Sicherheit für etwas garantiert werden das gar nicht mehr zugänglich ist oder von dem man überhaupt noch weis das es existiert ?
Das ist die beste Sicherung die man haben kann.
Geh davon aus das eine mögliche Spezies die so tief buddeln kann neugierig sein wird, und wenn es etwas gibt was man nicht versteht wird diese Spezies dort buddeln. Die Pyramiden in Ägypten sind das besten Beispiel für so ein Verhalten.

Ansonsten ist ein Kraton wie in Finnland eine geologisch recht stabile Formation.
 
foofoobar schrieb:
Freiheit dazu genutzt hat seinen Strom zum Börsenkurs anstatt zu Festpreisen zu kaufen
Betriebswirtschafltich ist das der Standart.

Du glaubst ja gar nicht wie hoch die Fixpreise wären, wenn das Untertnehmerische Risiko von den Betrieben auf die VBN bzw die Stromhändler über geben wird.
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
Ein ROI von 5 Jahren ist nicht attraktiv?
Da man die Kosten davor absichtlich bzw offenes Auges um 100% gesteigert hat hat zur Folge das der ROI von Alternativen sinkt.

Ob das jedoch das Ziel von Enticklung und Fortschritt sein soll :D

Wüsste nur nicht was bspw ner Stahlhütte eine PV anlage bringen sollte. Die müssten ja Quadratkilometer an PV gebaut werden die nur 10% der Zeit Energie liefern. Ziemlihc hohe Kosten, damit man 80% der Zeit entweder die Produktion reduziert oder weiterhin Strom einkaufen muss. Zumal PV nur dann Strom liefert, wenn dieser an der Börse eh spottbillig ist.
Ergänzung ()

Kassenwart schrieb:
Zu glauben das Endlagerung in Zukunft einfacher und günstiger wird ist nicht naiv sondern einfach nur dämlich.
Liegt aber halt nicht an der technischen Lösung sonder nur an der Gesellschaft und der Politik!

Preiswerte Lösungen gibt es schon seit Jahrzenhten.
 
HtOW schrieb:
Betriebswirtschaftlich ist das der Standard.

Du glaubst ja gar nicht wie hoch die Fixpreise wären, wenn das unternehmerische Risiko von den Betrieben auf die VBN bzw die Stromhändler über geben wird.
Ein Unternehmen kann sich auch für PPAs entscheiden.
HtOW schrieb:
Da man die Kosten davor absichtlich bzw offenes Auges um 100% gesteigert hat hat zur Folge das der ROI von Alternativen sinkt.
Kannst du das konkreter beschreiben, ich verstehe nicht worauf du hinaus willst bzw. worauf du dich beziehst.
Ergänzung ()

ThomasK_7 schrieb:
Speicherkosten entfallen bei AKW
Nein, falsch.
 
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foofoobar schrieb:
Tolle bunte Grafik eines (!) Marktanalysebüros.
Mehr gleichlautende aktuelle Meldungen echter Marktteilnehmer und ich wäre geneigt, einem ROI von 5 für Deutschland Glauben zu schenken.
Ob Frankreich mit einem ROI von 8 laut dieser Tabelle realistisch ist?

Leider werden diese Zahlen von allen Branchenteilnehmern anscheinend als großes Betriebsgeheimnis behandelt. Wenn ein ROI von 5 für Deutschland zutreffen würde, dann wären die großen Marktteilnehmer (Vattenfall, RWE, EON usw.) doch blöd, nicht selber für weitere 20% Rendite das mitzunehmen. Es sei denn, ohne Speicher machen sie mit ihren hohen Spitzenpreisen mehr als diese 20%.
Diese kommerziellen Batteriespeicher kosten doch auch je kWh deutlich mehr wie die 0815-Konsumer-Batterien, sind also deutlich teurer in der Anschaffung.

edit: betreffs letzter Satz Post #159
Zeige mir ein Land, welches Batterie-Speicher für seine AKW gebaut hat/plant!
Die AKW dienen überall als Grundversorgung, da muss nichts in Batterien gespeichert werden.
Genau das ist doch der Vorteil von AKW!
Die vorhandenen Speicher dienen doch lediglich der Netzglättung, aber nicht der ganzen über-Nacht-Reserve (oder noch länger).
 
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