@ Topic:
Ich habe bei meinem DarkBase Pro900 einen 420er im Deckel und einen 360er in der Front, nach einigem Rumprobieren bin ich auf folgende Konfig gekommen: Alle Lüfter nach innen, push durch die Radis.
Folgendes waren dazu meine Gedanken:
Ich habe es auch lieber, wenn der Staub an den definierten Stellen (Staubfiltern) hängen bleibt.
Alle Lüfter können Frischluft ansaugen
Das Gehäuse hat hinten ein Waben-Lochblech, da kann dann der Druckausgleich mit der Umgebung stattfinden, zudem bläst dort noch der Gehäuselüfter raus.
Bislang bin ich zufrieden, Wasser (35°C max) und Gehäusetemperaturen (27°C max) sind ok, die Lüfter bei knappen 500 rpm, ist also auch angenehm leise.
Zu der Nebendiskussion:
Natürlich erzeugen Lüfter einen Über/Unterdruck.
Die Luft wird an den "Schaufeln" des Lüfter komprimiert (da is der Überdruck) und kann aufgrund der Geometrie nur in eine Richtung entweichen, sagen wir mal nach vorne. Dadurch "fehlt" hinter dem Lüfter Luft und da ist dann der Unterdruck.
Damit kann man jetzt folgendes machen: Man kann den Lüfter gaaaaaanz schnell drehen und bekommt somit gaaaanz viel Über/Unterdruck, damit kann man beispielsweise den Fußboden saugen (wenn man einen Schlauch an die Unterdruckseite bastelt).
Man kann den Lüfter auch ganz langsam drehen und bekommt damit nur wenig Über/Unterdruck, das kann man nehmen um... hmmm... seinen PC zu kühlen. Da hat man dann einen "Luftstrom" (was nichts anderes ist als Luft die sich von Überdruck zu Unterdruck bewegt) oder sowas wie "Sog" (Tadaaa... Luft die sich von einem Überdruckgebiet, z.B. ein Zimmer in ein Unterdruckgebiet (Unmittelbar bevor es in den Lüfter geht) bewegt).
Nur weil ein Lüfter weniger Leistung hat als ein Staubsauger ist die Physik keine andere. Über/Unterdruck ist es auch schon bei einer Druckdifferenz von 0,0000000000001 bar...
(Teschnich unterscheidet man hier nur zwischen Lüfter, Gebläse und Verdichter)
Und mit ausreichend guter Messtechnik kann man dann sehr wohl einen Druckunterschied zwischen Gehäuse und Umgebung feststellen.
Auch eine WaKü Pumpe erzeugt einen Druck. Sie kann einen Maixmaldruck erzeugen ,der der Einfachheit halber mittels der Förderhöhe quantifiziert wird.
Im Betrieb wird der aber nicht benötigt, da das Wasser nur im Kreis gepumpt werden muss. Dazu ist Energie nötig. Und zwar genau so viel, wie das Wasser auf seinem Weg an kinetischer Energie verliert. Denn es muss ja durch Schläuche, Radiatoren/Kühler usw. da treten dann Wandreibung und Verwirbelungen auf. D.h. ein Teil der kinetischen Energie wird durch innere/Wandreibung vernichtet. Um den Volumenstrom (der übrigens KEINE Einheit für den Druck ist) aufrecht zu erhalten muss also Energie zugeführt werden. Und das macht die Pumpe. In Form von Druck, der auch hier gering ist. Nur weil die Schläuche nicht platzen wenn man sie verstopft heißt das nicht, dass kein Druck da ist...
Stichworte für den Interessierten Leser wären, Bernoulligleichung (mit Verlusten) und Kontinuitätsgleichung.
Das mag jetzt nur wenig zum Thema beigetragen haben, aber das musste mal gesagt sein.