Alleskönner gesucht - mit Videoschnitt FHD/4K

kneischi

Cadet 1st Year
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Servus,

da es leider den MultimediaPC-Leitfaden nicht mehr gibt, hier meine Frage nach der Zusammenstellung eines Allround PCs mit Schwerpunkt Videoschnitt und bisschen Gaming (nicht High End).

Ausgangslage: Bisher alles über Thinkpad T420s mit 2x24" FHD erledigt, läuft auch super soweit. Nachdem ich mir jetzt ne ActionCam mit 4K30fps und 1080p/120fps geholt habe, ist das Teil natürlich viel zu schwach, um etwas zu schneiden bzw. bearbeiten.
Der neue PC muss nicht die Turbomaschine sein, soll einfach flüssig und ruhig laufen und dabei einigermaßen zukunftssicher sein (paar Jahre + Aufrüstmöglichkeit).
Gaming wird mit der Zeit eher unwichtiger.

2. Preisspanne?
Was möchtest du höchstens ausgeben? Vergiss nicht, einen kleinen Puffer für Versand einzuplanen.
1000€, gerne deutlich weniger

3. Verwendungszweck?
HomeOffice, Videoschnitt (Hobby), Gaming (mid range), Silent soweit wie möglich

3.2. Spiele
mittel, FHD
Welche Spiele nutzt du vorrangig (~2 Beispiele)?
LOL, CS, Klassiker

3.3. Bild-/Musik-/Videobearbeitung + CAD-Anwendungen
Hobby-Bearbeiter, noch keine/minimale Erfahrung

4. Was ist bereits vorhanden?
nichts, Kabel evtl., 3TB externe HDD

4.2. Peripherie
Erst mal nichts, später 1x 4k Monitor in ~30"

5. Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
ca. 5 Jahre

6. Besondere Anforderungen und Wünsche?
Leise, mind. 2 Monitore, WLAN

7. Zusammenbau/PC-Kauf?
PC-Zusammenbau Erfahrung vorhanden. Muss aber nicht mehr sein...


Wäre über Vorschläge dankbar! Gerne auch andere passende Zusammenstellungen.

MfG Valentin
 
Welche Software benutzt du? Insbesondere hinsichtlich GPU Beschleunigung wichtig, aber auch unter dem Apsekt, ob viele Kerne oder viel Takt mehr bringen.

Ansonsten so ins Blaue rein: Ein Ryzen 5, M2 PCI SSD für schnellen Cache und 16GB RAM. Je nachdem, ob deine Software die GPU nutzt: Auch noch eine Mittelklasse Grafikkarte dazu.

Grundsätzlich gilt aber vor allem bei 4k: Viel hilft viel. 4k bringt auch High-End Maschienen gut ins Schwitzen, jedes bisschen Leistung wird hier also auch tatsächlich gute Dienste leisten.
 
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Zusatzfragen: Welches Schnittprogramm nutzt du? Profitiert das von CUDA oder ähnlichen techniken? kann es Proxyschnitt? 4K Schnitt ist nämlich sehr hardwarelastig, mit einem 1000€ PC kannst du damit zumindest echtzeit-Schnitt vergessen. Und rendern ohne CUDA dauert auch mit Mehrkernern recht lange.

Und traust du dir Übertakten zu? Dann reicht nämlich ein 1700 ohne X.

Mal in den Raum geworfen:
Ryzen 1700 - 315€
MSI X370 Gaming plus - 130€ (günstiger, die B350 Varianten für ~100€ je nachdem, was der Händler da hat.)
be quiet Pure base 600 - 70€
Gigabyte GTX 1060 - 250€
Corsair Vengeance DDR4 16GB - 140€
Samsung Evo 850 250GB - 90€
Thermalright Macho - 45€
be quiet! Straight Power 400 - 70€

~ 1.080 - 1.120€

ne M.2 PCIe SSD ist auch ne Möglichkeit, kostet aber einen Tick mehr.
 
Bisher noch keine, nur mit MovieMaker rumgespielt.

Habe bisher kaum Erfahrung, Videos werden vorerst in FHD gefilmt, da eh kein 4K Anzeigegerät/TV vorhanden.
Übertakten ist kein Problem, habe ich schon mit nem alten E8400 gemacht. Das Ding sollte nur nicht von Beginn an am Limit sein.
 
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Dann würde ich mich mal mit 4K Schnittprogrammen auseinander setzen. Da ist die Hardwareanforderung - wie Autokiller ganz richtig schreibt - sehr vom Programm abhängig. Mein Tip wäre: Eines mit Proxyschnitt-Fähigkeiten besorgen. Premiere Pro kann das, kostet aber monatliches Abo. Vegas Pro 14 kostet 435€.

Ich selbst schneide FullHD mit Movie Studio 13, das kostet 80 Flocken und kann 4K - aber keinen Proxyschnitt.
 
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Mit Resolve und DNxHR brauchst du nur eine halbwegs schnelle SSD und 4GB Grafikram. Da braucht man nicht so viel Leistung für 4k und man kann auch vieles live machen, sogar ohne zu skalieren. Resolve ist kostenlos (wenn man auf ein paar Kleinigkeiten verzichten kann)
Würde daher einen solchen Rechner empfehlen: https://geizhals.de/?cat=WL-809040

Bei Bedarf auf 32GB Ram aufrüsten, wenn die RAM Preise wieder niedrig sind. HDD hinzufügen, wenn kein NAS oder Festplatte zuhause ist.
 
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Würde auch erstmal kostenlose Programme probieren. Anwendung wäre Bike / Urlaubsfilme zusammenbasteln.
 
Resolve ist allerdings auch nicht gerade das einsteigerfreundlichste Programm... und hexen kann Resolve auch nicht, 4k frisst nunmal Systemleistung.
 
Wie ist denn der Unterschied zwischen der 1050/4GB und 1060/6GB zu bewerten? Und wieso ist der RAM inzwischen eigentlich so teuer :o meine 8GB gabs für ~45€

Ich werde erst mal mit 1080p arbeiten. 4K vielleicht in 1-2 Jahren, wenn Monitor und TV folgen. Würde dann eher zu der zweiten Zusammenstellung tendieren und notfalls aufrüsten... NAS (DS 216 o.ä.) als Datengrab und Cloud ist in Planung. Würde aber dann nicht direkt darauf speichern zu arbeiten, oder reicht da der Durchsatz?

Danke schonmal für die super Hilfe!
 
Nein, zum direkt drauf arbeiten reicht es eher nicht. Deshalb hatte ich oben ja eine schnelle SSD als Cache fürs aktuelle Projekt empfohlen.

Es gibt durchaus Setups, bei denen sowas geht, LinusTechTips benutzt sowas z.B. und die arbeiten mit mehreren Leuten parallel an 4k Streams auf einem Server. Aber die Kiste hat dann auch ein SSD Raid und mehrere 10Gbit Netzwerk Ports.

Mit einem normalen 1Gbit Port bist du halt auf 100MB/s beschränkt (sofern das NAS das überhaupt schafft) - und damit deutlich langsamer als sogar mechanische HDDs. Und das merkt man dann deutlich.
 
Vielleicht mal einige Gedanken zu dem, was Autokiller und djducky gepostet haben
1. Natürlich ist ein Schnitt von 4k-Material in Echtzeit möglich und selbstverständlich auch auf einem 1k€-Rechner.
@Qarrr hat doch schon den richtigen Weg dafür aufgezeigt mit seinem Vorschlag, intermediate codecs wie z.B. DNxHR zu nutzen. Welches NLE du dann für Schnitt/encoding nutzt, ist erstmal völlig nebensächlich.
2. Ein NLE muss kein Proxy-editing 'können' das geht mit jedwedem Editingprogramm. Was Adobe, Edius, Resolve und auch Movie Studio 13 machen, ist dir einen Großteil der dafür nötigen Arbeiten abnehmen, insbesondere so unangenehme Dinge wie die Einhaltung der Namenskonventionen und die Änderung der Ordnernamen. Wundert mich ein wenig, dass djducky die Funktion nicht kennt, obwohl er doch MS13 benutzt.
3. Natürlich kann Resolve 'hexen' weil dort die Arbeit mit Intermediates bis fast zur Perfektion getrieben worden ist.
4. @Autokiller677
Kannst du bitte mal etwas zu den Datenströmen der einzelnen encoder berichten? Oder besser noch, einfach mal einige codecs nennen, die nicht auf ein NAS encodieren können? Die Datenströme sind so winzig, außer ganz wenigen Hochleistungscodecs wie ProRes 422HQ oder DNxHR HQ geht das encoding auf externe Platten oder ein NAS immer und mit nur ganz wenigen Ausnahmen.
Also, Eingangsfootage auf eine SSD, Ausgangsfootage bei den meisten codecs völlig egal, wo das liegt. Deshalb ist auch das encoding auf eine SSD (nicht von einer SSD) völliger Blödsinn.
5. Grafikkarte.... grundsätzlich benötigst du für zwei Anwendungsfälle eine wirklich potente Graka, einmal dann wenn das Eingangsmaterial höher auflösend als das Ausgangsmaterial ist oder wenn das Eingangsmaterial niedrig- bis unkomprimiert ist.
Zweitens für die Berechnung der Vorschauen. Wenns dein Budget hergibt, nimm eine GTX1060 oder RX580.

Also- keine Angst, die 4k-Möglichkeiten deiner Kamera ausgiebig zu nutzen, auch wenn du auf dem Monitor derzeit nur 1080p darstellen kannst.
 
@JB1994:
Aufs NAS schreiben ist kein Problem, aber so wie ich @kneischi verstanden hab war die Frage, ob er eben das Ausgangsmaterial da lagern kann, also direkt Kamera -> NAS und dann vom Netzlaufwerk arbeiten. Und da wirds dann besonders beim Bewegen durch die Timeline ruckeln. Für Video habe ich so einen Workflow gar nicht erst probiert, nur für Fotos mal - und das machte schon bei 12MP (=10MB / Bild) keinen Spaß mehr vom NAS zu arbeiten. Lange Ladezeiten, schnelles "zappen" durch die Bilder nicht möglich etc., hier machen einem vorallem großen Zugriffszeiten zu schaffen (Netzwerk + vergleichsweise langsame NAS Platten).

Das Endergebnis direkt aufs NAS schreiben geht natürlich solang man nicht gerade in Rohdaten wegspeichert.
 
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Sorry Autokiller677, dann hatte ich das komplett missverstanden. Mir ging es nur um den Zielort und der spielt nunmal bei den wenigsten codecs irgendeine Rolle. Das Rohfootage von einem NAS aus zu bearbeiten wär ja mal eine tolle Idee, das geht natürlich überhaupt nicht.
 
Ja, das habe ich etwas missverständlich formuliert.

Andere Richtung:
Hab beim Stöbern in diversen Threads von ES Xeons gelesen, die teilweise sehr günstig (weil illegal?!) zu haben sind.
Xeon war mir immer nur als mega teure Server CPU ein Begriff.

Ist das noch ne Option und hat da jemand Erfahrung mit? Leistungsmäßig ja sicherlich der overkill schlechthin :freaky:
 
Natürlich kannst du überlegen, für das Geld so etwas wie eine gebrauchte HP Z420 zu kaufen. Die bekommst du auch locker in deinem Budget aufgerüstet was SSD und u.U. Graka angeht. Weiterer Vorteil wäre die RAM-Ausstattung, die die Teile mitbringen. Oft sind da 32GB RAM oder mehr verbaut. Lass dich allerdings bitte nicht von den Doppel-Xeon-Angeboten blenden, die sind fürs encoding eher nachteilig.
 
JB1994 schrieb:
Wundert mich ein wenig, dass djducky die Funktion nicht kennt, obwohl er doch MS13 benutzt.

Ich schneide kein 4K und musste mich damit deshalb nicht beschäftigen. Jedenfalls würde mich jetzt mal interessieren, wie du die Umrechnungszeit in die Intermediate Codecs einschätzt...
 
Einfach mal in MS13 im media browser Rechtsclick auf einen Videofile, ist ganz nett umgesetzt mit der proxy-Generierung.
Umrechnungszeit für Intermediates? Das ist der Grund, warum mir der Vorschlag von @Qarrr so gut gefallen hat. Mit schnellen standalone-convertern wie V4 von HD Cinematics? Je nach Rechner von 4k AVCHD zu DNxHR so um 1.2 bis 2xVideolaufzeit.
Vorteil: kein sichtbarer Qualitätsverlust, das Format lässt sich auch auf Mittelklasserechnern schneiden wie Butter
Nachteil: du plusterst die Dateigrößen natürlich extrem auf
 
Dabke, ich werde mir das selbst mal ansehen.
 
H264 kann Resolve, das neue glaube ich auch h265, selbst in dnxhr umwandeln. Dass dauert im Gegensatz zum Rendering am Ende nicht lange.

Ein allen xeon würde ich nicht kaufen. Die CPUs Leben lange, aber Boards gehen gern mal kaputt. Außerdem ist der AMD ryzen 7 ziemlich flott bei der Umwandlung. Bei der Grafikkarte reicht die 1050ti, weil wahrscheinlich nur Farbkorrekturen vorgenommen werden, was kaum Last erzeugt und somit die CPU Leistung wichtiger ist.
 
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