Na ja, ein weiterer "typischer Pfeiffer" halt, wie er im Buche steht: Deutschlands "Spielekiller Nr. 1" hat sich schon seit Jahren den Kampf gegen Computerspiele(r) auf seine Institutsfahnen geschrieben und sein Institut ist eng verbandelt mit der Nds. Landesregierung - dessen Innenminister Schünemann war der größte Bundesgenosse des fr. bayerischen Innenministers Beckstein, der schon vor 2 Jahren Besitzer von Spielen wie Doom 3 etc. für bis zu 1 Jahr in den Knast schicken wollte (kein Scherz, Gesetzentwurf kann im www nachgelesen werden und kommt evtl. wieder auf die Agenda, nach Winnenden!). Wie der Herr, so's Gescherr...
Die Methode ist alt - anstatt die Ursachen sozialer Misstände zu analysieren, werden die Symptome bekämpft - , nur die Feindbilder ändern sich, je nachdem, was gerade am besten in die Ideologie passt: Doom 3, Half Life (bzw. CS, wobei fraglich erscheint, ob Herr Pf. weiß, wie beide zusammenhängen
) oder auch GTA sind stets populäre "Buhmänner" bei Jugendgewalt, für Suchtprobleme muss dann eher WoW herhalten.
Keine Frage: Es gibt Spielesucht und -süchtige, ebenso wie es Fettsucht, Magersucht, Sexsucht, Nikotin- und Alkoholabhängigkeit gibt! Wenn ein Minderjähriger ein Computerspiel missbräuchlich verwendet und damit seiner Sozialisation schadet, muss aber immer auch nach Defiziten im sozialen Umfeld gesucht werden, die diese Sucht begünstigten und ermöglichen! Nicht das Spiel macht süchtig, sondern die Umwelt, in der der Süchtige lebt: denn wäre diese ausreichend intakt, gäbe es keine Anreize für ihn, unkontrolliert in die virtuellen Scheinwelten abzutauchen! Wenn die Erwachsenen (und ich bin selbst einer!) die Welt interessant genug für Jugendliche gestalten würden, damit diese sich dort engagieren und verwirklichen können, werden sie es (bis auf wenige pathologische Fälle) nicht mehr nötig haben, der Realität den Rücken zu kehren und sich ihr durch Rückzug in Phantasiewelten zu verweigern!
Aber diese Wahrheiten sind zu unbequem und könnten auch (Steuer-)Geld kosten, einfacher und wohlfeiler ist es daher, wieder einmal auf die Spieleindustrie als Verursacher alles Bösen unter der Sonne einzudreschen - in Anlehnung an eine gute Krimi-Reihe könnte man auch sagen: "Banal - die Methode Pfeiffer"!
LG N.
Die Methode ist alt - anstatt die Ursachen sozialer Misstände zu analysieren, werden die Symptome bekämpft - , nur die Feindbilder ändern sich, je nachdem, was gerade am besten in die Ideologie passt: Doom 3, Half Life (bzw. CS, wobei fraglich erscheint, ob Herr Pf. weiß, wie beide zusammenhängen
Keine Frage: Es gibt Spielesucht und -süchtige, ebenso wie es Fettsucht, Magersucht, Sexsucht, Nikotin- und Alkoholabhängigkeit gibt! Wenn ein Minderjähriger ein Computerspiel missbräuchlich verwendet und damit seiner Sozialisation schadet, muss aber immer auch nach Defiziten im sozialen Umfeld gesucht werden, die diese Sucht begünstigten und ermöglichen! Nicht das Spiel macht süchtig, sondern die Umwelt, in der der Süchtige lebt: denn wäre diese ausreichend intakt, gäbe es keine Anreize für ihn, unkontrolliert in die virtuellen Scheinwelten abzutauchen! Wenn die Erwachsenen (und ich bin selbst einer!) die Welt interessant genug für Jugendliche gestalten würden, damit diese sich dort engagieren und verwirklichen können, werden sie es (bis auf wenige pathologische Fälle) nicht mehr nötig haben, der Realität den Rücken zu kehren und sich ihr durch Rückzug in Phantasiewelten zu verweigern!
Aber diese Wahrheiten sind zu unbequem und könnten auch (Steuer-)Geld kosten, einfacher und wohlfeiler ist es daher, wieder einmal auf die Spieleindustrie als Verursacher alles Bösen unter der Sonne einzudreschen - in Anlehnung an eine gute Krimi-Reihe könnte man auch sagen: "Banal - die Methode Pfeiffer"!
LG N.
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