Es werden also 3 Punkte aufgeführt.
Punkt 1 ist dabei recht traditionell: Nicht gebrauchte Kerne werden komplett abgeschaltet, d.h. die komplette Stromzufuhr wird gekappt (kein Stand-by).
Punkt 2 ist quasi die Erklärung für den neuartigen Modulansatz, wenig benutzte Einheiten werden gemeinsam benutzt, im Bulldozer Falle, das Front-End mit den x86 -> µOp Decodern sowie die FPU und der L2 Cache. Als kleiner Nebeneffekt kann man es sich auch leisten dort etwas großzügiger zu sein, da sich die Transistoren in dem Fall ja für 2 Kerne rechnen.
Punkt 3 ist am Interessantesten, dort wird erklärt dass Bulldozer ein sehr feines Clock Gating hat. Das bedeutet, das immer nur die Transistoren in Betrieb sind, die auch wirklich gebraucht werden. Spannung liegt zwar immer an, aber feines Clockgating kann trotzdem sehr viel nützen. Das Resultat der Bemühungen illustriert AMD in folgendem Bildchen:
In jedem Fall also weniger aktivgeschaltete Transistoren bei gleicher Auslastung. Zuletzt wurde ein Ähnlicher Ansatz beim PWRficient Prozessor genützt.
Wie Bulldozer war diese CPU ein komplettes Neudesign. Es bestach durch exzellente Stromverbrauchswerte bei guter Spannung, nur leider wechselte Apple kurz zuvor den Prozessorhersteller von POWER zu Intel, weswegen die CPU kein großer Erfolg wurde.
Als Fazit kann man erst einmal festhalten, dass Bulldozer kein Schluckspecht in Sachen Stromverbrauch werden sollte, und falls doch - dann wird die Energie in Leistung umgewandelt. Hoffen wir einmal, dass das wirklich so kommt und Bulldozer somit eine bessere Zukuft bevorsteht als Intels Itaniumchip Poulson aus der ersten Meldung.