Ist fast wie ne Marketingfolie formuliertSunnyvale schrieb:So kann man sich die Fakten natürlich auch hinbiegen....
Die Core-Architektur hat (in 32bit) sauschnelle, effiziente Kerne kombiniert mit -nunja- prähistorischer Speicheranbindung. Und wie kompensiert man sowas? Genau, mit riesigen Caches und 'nem eigenen Compiler, der gleich vorab alles optimal in die Caches lädt. Im Consumer Bereich funktioniert das prächtig, hängt ja eh nur 1 Sockel am FSB und mehr als "2.5 Kerne" werden im Normalbetrieb unter Single-Thread Ballerspielchen nicht gebraucht. Je weniger Kerne schuften, desto geringer eben die FSB-Limitierung. Im Server-Bereich knickt Intel damit ein, von Scalierung kann man ab 16 Rechenkernen pro Borard eigentlich schon gar nicht mehr sprechen. Ohne Snoop-Filter im Chipsatz hättens Ihre Hexa-Cores gar nicht rausbringen brauchen.
Nein, der Prefetcher und Cache egalisieren die Speicheranbindung und erlauben dem Core2 im Desktop-Bereich einen Effizienzvorteil ggü. den K8 und K10, welche offensichtlich einfach öfter auf Zugriffe warten müssen, während der Core2 die Daten schon vorliegen hat. Das ist der ganze Witz bei der Geschichte - L2-Cache ist nunmal rattenschnell ggü. einem RAM-Zugriff, auch mit IMC. Von der rohen Rechenleistung schenken sich Core2 und K10 nicht viel pro Kern, mit leichten int-Vorteilen beim Core2 und fp-Vorteilen beim K10.
Natürlich gibts die: Die SPEC-Suite, die zeigt dann auch die reelle theoretische Leistung des K10 bzw. Core2. Die bestätigen genau das: Core2 ist schneller in int und K10 schneller in fp. Die SPEC ist nicht so anfällig auf den L2-Cache wie eine durchschnittliche Desktop-App, weil hier perfekte Compiler zum Tragen kommen. Je "unperfekter" desto mehr ist man mit einem schnellen riesen-L2 klar im Vorteil (na ja, so klar nun auch wieder nicht, da ja quasi Takt/Leistungsgleichheit ohne C&Q bei den meisten Apps herrscht).Wenn denn die K10-Kerne sooo schnell sind, müßte es doch eine Anwenung oder wenigstens Benchmarks geben, die vollständig im L2-Cache geladen so richtig rocken. Kenn ich nicht.
Eher ist es so, dass bei DB-Apps der IMC zum Tragen kommt, weil die Effektivität des aufgrund des grösseren Datendurchsatzes auch in der CPU selber besser ist als beim Core2. Die Abstände sind sogar sehr krass, Intel braucht einen 3 GHz Xeon um 2,3GHz Barcelonas zu schlagen. Das kommt dadurch zustande, dass die IPC der Kerne zwar gleichwertig ist, aber der K10 auf Datendurchsatz optimiert ist.AMD hatte immer dann die Nase vorn, wenn alle Kerne gefordert sind und Speicherbandbreite der limitierende Faktor ist, Datenbanken und im FloatingPoint Bereich. Deshalb können die da auch 12 MB L3 draufpacken, viel wird sich nicht ändern solange die Kerne rumtrödeln.
Ich will mir kein Intel System zulegen, hab auch den K5 überstanden aber ein bezahlbarer Core2-Rechner ist derzeit die vernünftigste Entscheidung.
Im Januar wissen wir mehr...
Ich frag mich, wer sich das hier zurechtbiegt. Wenn mehr als 10% Leistungsunterschied im Durchschnitt bei mehr als 90% der Apps zwischen Core2 Quad und K10 herrschen würde würd ich ja nichts sagen, aber das ist ganz offensichtlich nicht der Fall (immer Taktgleichheit und deaktivertes C&Q vorausgesetzt und ausgenommen klar Intel-optimierter Benches wie Cinebench). Die Vorsprünge, die sich der Core2 erarbeiten kann, sind klar Cache-dominiert.
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