News Amiga 1000: Vor 40 Jahren brach das Zeit­alter der 16 Bit endgültig an

Ich weiß noch, wie mir mein Grundschullehrer (!) damals in den Ohren lag, dass Computer ja so teuer waren und jetzt auf einmal alles anders wird und es endlich für jedermann ein Gerät gibt, dass er sich leisten kann. Da fiel auch oft das Wort "Amiga". Im Nachhinein finde ich es schade, damit auch wirklich nur in der Schule gespielt zu haben und zu Hause direkt mit dem Pentium eingestiegen zu sein.
 
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Hatten zuerst einen Amiga 500, dann den 500 Plus, danach hatten wir den 2000 und 600. War eine schöne Zeit, leider wurden beide Systeme 1994 verkauft um jeweils einen PC zu kaufen. Mit dem heutigen Wissen hätte wir diesen Schritt nie getan.
 
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mischaef schrieb:
Ich frage mich nach wie vor, wie man bei den Spielen einen Joystick kaputt machen konnte...gerade einen Competition.
Ich hab etliche Quickshots verschlissen, die waren preislich wie technisch billig. Keine Microschalter, alles dünne Blechfedern... Ich hatte erst spät einen Competition, der war in allen Belangen deutlich stabiler und hat gehalten bis zum Verkauf. Aber mir lag die Form einfach nicht gut in der Hand und ich fand die Bewegungen etwas steif, daher mochte ich den Quickshot trotzdem irgendwie mehr.
 
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mischaef schrieb:
1500m Lauf und am Ende den Dash/Sprint 😂
Hab damit die Atari 2600 Joysticks (am C64) geschrottet... Der Stick selbst ist bei mir 2x gebrochen. Beim ersten Mal hätte ich mir dabei fast die komplette Hand aufgeschlitzt. Hat geschmerzt wie Sau, paar Tropfen Blut, aber war knapp an einem größeren Unfall dran.

Beim Competition Pro hatte man dauernd defekte Schalter, die man dann austauschen musste. 🙄
 
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Bezüglich der Diskussion ob der 68000 ein 16 oder ein 32Bit Prozessor ist,
in diesem Artikel hat sich 1983 ein Motorola Mitarbeiter zu dem Thema geäußert:

https://archive.org/details/byte-magazine-1983-04/page/n70/mode/1up

Hier u.a das Fazit
IMG_0671.jpeg

Die Instruction Set Architektur des 68K ist definitiv 32Bit, nur die Implementierung im 68000 und 68010 ist überwiegend 16 Bit breit (ALUs, weite Teile der internen Datenpfade, externer Bus).
Anfang der 80er Jahre konnte man noch kein vollständiges 32Bit Design auf einem Chip integrieren, daher wird der 68000 zusammen mit den ungefähr zeitgleich erschienenen 8086 und Zilog Z8000 zur Generation der 16Bit CPUs gezählt, auch wenn er definitiv leistungsfähiger war, als die beiden Mitbewerber.
 
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Ich denke, heute erinnert sich niemand mehr an "MagicMenu" und "Diavolo Backup", richtig?

Der MC68000 war schon ein geiler Prozessor. So viel besser als alles, was Intel zu der Zeit lieferte...

Seufz. Der Amiga 1000 (gekauft 1987) hat letztlich mein Leben in die Bahnen gelenkt, die ich bis heute befahre.

Und Bard's Tale II war das erste gekaufte(!) eigene Spiel. Werd ich auch nie vergessen.
 
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Schöne Zeit, als es noch relevant war, auf welcher Hardware man welches OS laufen hat lassen. Schade, dass Commodore den Zug verpasst hatte .. was 85/86 noch überragend war (multitasking fähiges OS, fantastisches Chipset) hat Anfang der 90er nicht mehr so gut funktioniert. Trotz AGA und dem angekündigtem Nachfolger hat Commodore mit dem Amiga leider kein Land mehr gesehen - was wäre, wenn wir heute neben Win / *nix / MacosX noch AmigaOS hätten? Ich würde nicht weinen ..
Dabei wollte ich damals sogar mit einem A1200 / Zorro3 / 040 Escom noch eine Chance geben. :)
 
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MountWalker schrieb:
Scheinbar gabs da später mehr Variationen und der Name ist eine Mehrdeutigkeitstretmine, aber die ersten 68000er, also die im Amiga1000, waren 16b.

Der 68000 hatte tatsaechlich eine 16-bit-ALU, genauso wie der Pentium 4 Willamette (und Northwood). Das macht beide nach heutigen Verstaendnis nicht zu 16-bit-Prozessoren (und die erste Nova nicht zu einem 4-bit-Prozessor), genauso wenig der 16-bit-Datenbus. Entsprechend sind auch der 8088 und 68008 sind keine 8-Bit-Prozessoren und aktuelle Desktop-Prozessoren keine 128-bit-Prozessoren. Nach heutigen Verstaendnis hat der 68000 eine 32-bit-Architektur.
 
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DonChiChi schrieb:
habe bei Allkauf gekauft.
Witzig, meinen heutigen A1200 habe ich mir damals auch dort geholt (z.T. vom vorherigem Erlös meines A2000 inkl. 1084 besorgt, den ich zur Konfirmation bekam und später mit internem Zweitlaufwerk nachgerüstet hatte).

Bei mir ging der Sprung wirklich vom Atari 2600VCS auf den Amiga 2000, auch weil mein Bruder einen Amstrad/Schneider CPC 464 hatte und ein Freund einen C-64 (die 8bit Heimcomputer Ära dann schon etwas abgedeckt wurde), und nachdem letzterer dann auf einen A500 umgestiegen war, war für mich auch klar, dass es kein Atari ST sondern ein Amiga werden würde.

Die damaligen Splitscreen- oder Multiplayer(-Rundenwechsel)-Spielduelle mit Schulfreunden bleiben bis heute (in die PC Ära) für mich unerreicht (was Spielspaß angeht), egal ob bspw. in Speedball, Ports of Call, Worms, Battle Squadron, Kaiser, International Karate+, Lotus Esprit Turbo Challenge 1-3, Historyline 1914-1918, The Chaos Engine, Full Metal Planete, Xtreme Racing, Laser Squad, North & South, Oil Imperium, Super Cars 2, Gravity Force, und besonders Steel Empire.
 
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Der Amiga war technisch seiner Zeit damals meilenweit voraus. Echtes Multitasking, eine grafische Benutzeroberfläche. Dazu die Spezialchips, die dem Amiga überhaupt erst seine damaligen fantastischen Eigenschaften ermöglichten.

Es gab damals zwar schon den PC mit DOS. Aber zu der Zeit konnte der PC technisch dem Amiga nicht ansatzweise das Wasser reichen. Der Amiga hatte damals trotz seiner enormen Möglichkeiten zwei Hauptprobleme. Ein Marketing für den Amiga fand quasi nicht statt und der Preis war einfach viel zu hoch.

Der deutlich abgespeckte Amiga 500 für den Heimanwender war dann letztlich nichts anderes als ein Amiga zum Spielen. Das jedoch konnte er hervorragend. "Defender of the Crown" war damals grafisch auf dem Amiga eine einzigste Augenweide. Spielerisch aber der C64 Fassung deutlich unterlegen. Solange es nicht in Diskettenorgien ausartete (das geniale Monkey Island mit über 10 Disketten). Ja, es gab für den Amiga 500 auch Festplatten. Aber die waren damals abartig teuer. Gegen die explosionsartig ansteigende Leistungsfähigkeit von PC Hardware hatte der Amiga letzlich aber keinerlei Chancen.

Ich hatte, bzw. hab immer noch 2 Amiga 500 im Keller stehen. Einen Amiga 500 und einen Amiga 500+. Beide sind nicht zu 100% hardwarekompatibel. Es gab einige wenige Games, die liefen auf dem Amiga 500+ nicht mehr. Beide Amigas sind jedoch mit Sicherheit nicht mehr funktionsfähig. Ebenso wie die Disketten nach mehr als 30 Jahren wohl auch das Zeitliche geegnet haben dürften. Unvergessen auch die "Guru Meditation" als BSOD des Amiga.
 

Amiga 1000: Vor 40 Jahren brach das Zeitalter der 16 Bit endgültig an​


ich weiss nicht aber ich finde die Überschrift doch irreführend


Auszug Wikipedia Motorola 68000
https://de.wikipedia.org/wiki/Motorola_68000


Der Motorola 68000 ist ein 1979 eingeführter CISC-Prozessor aus der 68000er-Familie von Motorola (später Freescale, heute NXP). Er besitzt intern 32-Bit-Register, einen mit 32 Bit adressierten linearen Adressraum, davon 24 Bit extern verfügbar, acht 32-Bit-Datenregister, neun 32-Bit-Adressregister, ein 16-Bit-Statusregister sowie einen 16-Bit-Datenbus...................


Ich finde das der 68000er das 32bit Zeitalter eingeführt hat.

LG
 
Novocain schrieb:
Vor kurzem hat jemand Commodore incl aller Marken Rechte abgekauft und bringt nen "neuen" C64 auf den Markt ein "neuer" Amiga ist daher denke ich nicht ausgeschlossen, wenn alles gut läuft versteht sich, vieles ist da noch im Aufbau...
Dazu habe ich gerade erst gelesen, dass er zwar den Namen hat, aber nicht die Recht für ROMs und OS:

https://www.digisaurier.de/hat-wirk...s-haben-wir-als-fans-von-c64-und-amiga-davon/

Auch bzgl. Amiga gibt es da Interesse Artikel (die hatten gravierenden Anteil an der Markteinführung damals), aber alles rel. weitschweifig erzählt. Nichrs für mal kurz zwischendurch.

Muffknutscher schrieb:
F/A 18 Interceptor
Unter der Golden Gate Bridge durch hat Spaß gemacht und ich habe es sogar geschafft mit der F 16 auf dem Flugzeugträger zu landen, obwohl die keinen Fanghaken hatte. :cool_alt:
 
mae schrieb:
Nach heutigen Verstaendnis hat der 68000 eine 32-bit-Architektur.

held2000 schrieb:
Ich finde das der 68000er das 32bit Zeitalter eingeführt hat.

In der Lesart der 80er Jahre wurde der 68000 der Generation der 16 Bit Prozessoren zugeordnet, auch von Motorola selbst.

Erst der 68020 wird der 32 Bit Generation zugeordnet.

„Historisch“ hatte der Amiga nur im Heimcomputer Markt Bedeutung, da hat war zusammen mit dem Atari ST, der Nachfolger der 8 Bit Computer. Wegen des Preisvorteils wurden aber die 8Bit Systeme so schnell nicht verdrängt.

Falls man sowas wie ein 32 Bit Zeitalter definieren möchte, gehört für mich da vor allem auch ein virtueller 32 Bit Adressraum und eine paged MMU dazu, sowie natürlich ein Betriebsystem, dass dieses auch unterstützt.

Atari und Amiga sind soweit garnicht gekommen. Im PC Bereich hat es letztendlich bis Windows XP gedauert, bis es wirklich beim Durchschnittsanwender ankam. Insofern hat das 32 Bit Zeitalter sehr lange Geburtswehen gehabt.

mae schrieb:
Der 68000 hatte tatsaechlich eine 16-bit-ALU, genauso wie der Pentium 4 Willamette (und Northwood). Das macht beide nach heutigen Verstaendnis nicht zu 16-bit-Prozessoren (und die erste Nova nicht zu einem 4-bit-Prozessor), genauso wenig der 16-bit-Datenbus.
Da vergleichst Du schon sehr unterschiedliche Dinge.
  • Bei den Minicomputern (z.B. Nova), wurde hardwaremäßig extrem gespart, da gab es teilweise auch bitserielle ALUs
  • Bei den Pentium 4 waren Teile der Pipeline „double pumped“ (also arbeiten mit dem doppelten Takt), dadurch kann die Pipeline trotzdem eine 32Bit Operation je „Standard“ Takt ausführen.
  • Beim 68000 war hingegen der interne Datenpfad größtenteils 16 Bit breit, daher musste er 32 Bit Operationen in zwei Takten machen.
Die Frage ob eine CPU ein 8, 16 oder 32 Bit Prozessor ist, war aber ein typischer Diskussionspunkt der 80er Jahre, damals waren die Prozessoren ja z.B. ohne Caches direkt an den Speicher angebunden, dadurch war sowas wie der 8 Bit Bus bei 8088 und 68008 eine deutlich spürbare Bremse.
Es gab ja auch alle möglichen „hybriden“ Designs z.B. den 65816 als 16 Bit Erweiterung des 6502.

Heute sind solche Diskussionen überholt, CPU haben intern sehr unterschiedlich breite Datenpfade (z.B. zwischen den Caches), und auch unterschiedlich breite Operationen (z.B. AVX). Viele mobil/embedded SoC binden DRAM nur mit 16 Bit an, aber niemand würde deswegen auf die Idee kommen, diese Chips deswegen als 16Bit CPU zu bezeichnen.
Heute ist tatsächlich nur die ISA relevant. Aus dieser Perspektive würde man heute einen 68000 als 32 Bit CPU bezeichnen, aber bei einem Artikel über die historische Bedeutung des Amiga muss man ihn im zeitgenössischen Kontext sehen.
 
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Den 500 hatten sicherlich viele gehabt und wer erinnert sich nicht an die Stundenlangen Civ Runden oder Railroad Tycoon und von die Siedler ganz zu schweigen....

Später hatte ich noch ein A1200 mit eine M-Tech 030 Turbokarte mit 8 MB Fastram und ein CD32.

Heute habe ich keinen Amiga mehr und nutze hauptsächlich Winuae. Dieser Emuliert nahezu jeden Amiga zu 99,9% wenn nicht sogar 100%.

Was ich noch habe sind ca 70 Originale Amiga Spiele :)
 
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Ich hatte einen A500 und später A1200 - den auch noch bis 1998 primär im Betrieb. War eine schöne Zeit.
Die ersten Amiga-Spiele damals; wie mein Cousin aufgeregt anrief und von einem Mann erzählte, der immer lacht, wenn er Deine Glasscheibe zerschießt -> Shuffle Puck Cafe. Meine Kinnlade, die auf dem Boden rollte, als ich zum ersten Mal das Intro von Another World gesehen habe. 50 Mal an der 5.Mission von Wing Commander scheitern. Mein erstes Point&Click-Adventure: Monkey Island 2, und ich habe schon allein eine Woche gebraucht, bis ich scheiß Schaufel hatte. Das erste Mal Pinnball Dreams spielen. Die herumfliegenden Gedärme in "Gloom" sehen und denken "Darf man SOWAS überhaupt zeigen?".
Und nebenbei das ganze andere Zeug, was man gemacht hat. Mit dem Protracker hunderte Lieder geschrieben. Mit PPaint lustige Trickfilmchen gebastelt. Professionell aussehende Video Titel Einblendungen für ein Schulvideo erstellt.
Mit dem Amiga konnte man alles machen, und dann hat man damit auch alles gemacht.
 
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Hab noch den Amiga 2000A (und 2000B), den ich 2008, nach gut 20 Jahren das letzte Mal in Betrieb nahm, um zu schauen, was noch geht. Die Daten auf der HDD (Seagate ST-277R - 65MB) waren noch drauf. Hatte ich auf eine leere Partition kopiert (zum Auffrischen). Ist aber auch schon wieder 17 Jahre her

Unvorstellbar, dass ich die Partitionstabelle und das Setup (wann, was, wo startet) selbst schreiben musste

Meine Games waren „Carrier Command, Wings“ und eins von dem ich den Titel nicht mehr weiß. Man musste Rohstoffe auf der Erde abbauen, Raumschiffe bauen und andere Planeten besiedeln

btw:
Weiß jmd, wie aufwändig es ist, die Daten als Backup auf moderne Medien zu migrieren?
 
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Ich habe nur zwei laufen.

Amiga 2000
Phase 5 Blizzard 2060
2MB Chip Ram Erweiterung
128MB RAM
ZZ9000 und ZZ9000AX
ZuluSCSI

Amiga 4000
Phase 5 Cyberstrom MK II @60 mit SCSI-Adapter
128MB RAM
CD-Brenner.
ZuluSCSI
ZZ9000
Perlude Z2 mit Decoder für mp3.
 
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Der Amiga war ein 16 Bit Prozessor mit aber ein paar 32 Bit Register. Durch die paar Register wird daraus keine reine 32 Bit CPU, es war immer ein Zwitter. Ich habe auf der Kiste Assembler programmiert, da waren die 8 32-Bit Datenregister und 8 32-Bit Adressregister cool, aber man hatte immer das Problem, wenn man die Registerwerte in Speicher ablegen wollte. Auch weil vom Adressraum nur 24Bit verfügbar waren. Ein lustiger Mix zwischen 16/24 und 32Bit. Der Assembler Befehlssatz war auch rein 16 Bit.

Aber Assemblerprogrammierung hat richtig Spaß gemacht. Ich habe damit auf dem C64 angefangen. Da war alles linear und absolut und dann kam der Amiga mit seiner relative Speicheradressierung und der riesen Befehlssatz... Mega... Auf dem PC habe ich nie angefangen Assembler zu programmieren, weil es Anfang der neunziger ein Rückschritt im Vergleich zum 68000er Assembler war.

Meinen Amiga 500 habe ich 1988 zur Konfirmation bekommen und habe Tage und Nächte vor der Kiste verbracht.
 
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