AW: Amoklauf m baden-württembergischen Winnenden
Es gibt keinen Grund, der gegen ein Waffenverbot spricht. Außer persönlichen, und die sind irrelevant.
Das kann ich ohne Probleme umdrehen:
Es gibt keinen Grund FÜR ein Waffenverbot, ausser persönliche Abneigungen, unverständnis und Emotionalisierung. Die sind ebenfalls irrelevant.
Der unterschied ist aber eben nach wie vor: Es ist am einfachsten jemanden bestimmten mit einer Knarre zu erledigen.
Ohne jeden Zweifel.
Ich verstehe aber nicht, warum eine theoretische Gefahr höher bewertet wird als real existierende Gefahren die tatsächlich hunderte Menschenleben im Jahr kosten.
Besonders, wo Legalwaffenbesitzer zu den gesetzestreuesten Menschen gehören und damit auch Vertrauen genießen sollten.
(betrunken zu fuß von der Bar nach Hause laufen und dabei über die Straße rennen kann die Zuverlässigkeit und damit die Waffen kosten. Dem Normalbürger droht vielleicht ein Eintrag in Flensburg, wenn er es arg übertrieben hat. Genau wie jede Strafe >60 Tagessätze)
Ich habe mal einige Zeit in einem Dorf gelebt, in dem praktisch in jedem Haushalt mindestens eine Querflinte oder ein Drilling und eine Kurzwaffe für Fangschüsse vorhanden war. (Die Bauern waren praktisch ausnahmslos Jäger)
Ich kann nicht behaupten, dass ich mich unsicherer gefühlt hätte als hier in der Stadt,
und ich halte die Behauptung, von diesen Leuten würde eine latente Gefahr für die restliche Bevölkerung ausgehen, einfach nur für lächerlich . . .
Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach irgendwo in der Mitte. Einfach hirnlos verbieten hat noch nie geholfen. Würde man im anderen Extrem jeden Menschen der BRD mit ner Knarre ausstatten, die er überall dabeihaben darf, sähe die Statistik aber wieder ganz anders aus.
Ja, die Mitte.
Die Mitte ist eigentlich eine strenge Regelung unter vielen Auflagen, wie sie jetzt der Fall ist.
Zum Dabeihaben: Ich glaube, um das Führen ging es hier gar nicht, oder? Das ist hierzulande sowieso praktisch unmöglich, von einigen Personen- und Objektschützern mal abgesehen. Mit der Regelung kann ich auch gut leben.
(Im Gegensatz zu dem Verbot vom Führen von Einhandmessern seit letztem April. Das ist wirklich lächerlich . . .)
Ok, diesen nennenswerten Missbrauch hätten wir gerade wieder erfahren.
Es sind "nur" min. 10 Menschen einfach gekillt worden.
Einfach so, einfach irgendwo....
Nochmal, und wieder mit dem Hinweis, dass der Vorfall absolut tragisch und entsetzlich ist: die 16 Menschen sind kein nennenswerter Missbrauch, nicht bei 10 Mio. Waffen auf 83 Mio. Bürger.
Es geht nicht um die Tragik der Einzelschicksale.
waren weder die Waffen noch die Munition ordnungsgemäß weggeschlossen.
Das ist natürlich eine Schweinerei.
Dabei bekommt man heute nicht einmal eine Besitztkarte ohne den Nachweis der vorgeschriebenen Tresore . . .
Das so ein Verhalten inakzeptabel ist, steht ausser Frage.
Da muss ich aber dagegen halten. Nach meinem Wissen ist in der Schweiz jedes Militärgewehr verboten.
Die bekommen z.T. eine SIG 550 und versiegelte Munition mit nach Hause.
Darf man aber nicht mit Privatbesitz verwechseln, der ist anders geregelt.
In sage mal das es in Deutschland nicht länger als 5min dauert bis die Polizei da ist wenn es ein richtiger Notfall ist
Am Wochenende auf dem Land durchaus 30min+, habe ich selbst erlebt.
Bewaffnung zur Selbstverteidigung ist trotzdem keine gute Idee und in Deutschland auch i.d.R. kein legitimer Grund, an eine Feuerwaffe zu kommen.
Ausgenommen sind davon übrigens Mitglieder der Landtage und des Bundestages, die wegen besonderer Gefährung sogar einen Waffenschein, also eine Erlaubnis zum Führen, bekommen können.
Gruß,
David