Ankündigung zur Mietminderung gerechtfertigt?

qhil

Captain
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Apr. 2011
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Hallo Leute,

ich wohne zusammen mit meiner Partnerin in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit ungefähr 15 Parteien zur Miete. In diesem Haus wohnt auch der "Hausmeister", welche sich hier meiner, sowie der Meinung von anderen Parteien, zuviel rausnimmt. Beispielsweise ist er teilweise nach 22 Uhr, auch unter der Woche, laut, blockiert vor dem Haus vermietete Parkplätze und zapft Strom für seine privaten Bedürfnisse aus dem Keller. Die Lautstärke ist das kleinste Problem. Die Blockierung von Parkplätzen nervt einfach nur, weil er meint, er könne seine Schubkarre, seinen Rasenmäher oder sonstiges Gelumpe temoprär darauf abstellen. Wenn man ihn dazu anspricht, dann wird nur rumgemault.
Der Punkt der mich und andere Mieter aber am meisten stört, ist, dass er Strom aus dem Keller abzweigt, welcher logischerweise in die Nebenkosten fallen und von allen Parteien getragen werden. Zum Beispiel betreibt er damit einen Fernseher in seiner Garage (!) oder das Radio beim privaten Grillen damit. Und das geht meiner Meinung nach überhaupt nicht, daher hatte ich vor den Vermieter anzusprechen. Dummerweise ist dieser ein extrem gutherziger Mensch, der sich auch schnell einlullen und ausnutzen lässt - sprich sein Gespräch mit dem Hausmeister wird zu nichts führen, haben sie bislang auch nicht (es hat sich bereits eine andere Vermieterin beschwert).
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich mit Mietminderung drohen kann - oder ob es sogar noch andere bessere Wege gibt, das zu unterbinden - abgesehen vom Ausziehen :). Ich bin nämlich nicht bereit dem Hausmeister, der zudem noch eine große Fresse hat und sich verhält wie der Sheriff vom Dienst, seinen Verbrauch zu bezahlen, damit er genug Geld für seinen Alkohol hat. Sorry für die harten Wort, aber so ist es nun mal und es nervt!

Viele Grüße und Danke,
qhil

P.S.: Ich bin übrigens kein Mensch, der mit Kanonen auf Spatzen schießt oder Ärger sucht / machen will. Nur summiert es sich - und irgendwie geht es auch um's Prinzip.
 
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Zum Beispiel betreibt er damit einen Fernseher in seiner Garage (!) oder das Radio beim privaten Grillen damit.
Niemand hier kennt natürlich die Vorgeschichte, aber ist das nicht ein wenig kleinlich?
Die übrigen Mieter werden sich wohl auch im Keller Strom organisieren, wenn gegrillt wird, oder?
Das Radio wird im Vergleich zu Aufzug(??), Heizung(??) und Gangbeleuchtung einfach nicht ins Gewicht fallen.

Mietminderung ist übrigens hier sicherlich nicht rechtens. (oder schränkt dich der Hausmeister innerhalb deiner vier Wände irgendwie ein)
Übergib dem Vermieter eine von mehr als 10 Parteien unterschriebene "Missstandsliste". Mit ein paar konkreten Forderungen fallen dem Vermieter die Verhandlungen mit dem Angestellten sicherlich auch leichter.

Ich kenn die örtlichen Gegebenheiten nicht: Parkplätze verstellen ist so eine Sache. Vermeidbar - ja/nein?
 
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Führ eine Mängelliste mit Datum/Uhrzeit. Geht mit ca. 3 Mietern zum Vermieter und übergibt die dem, dabei würde ich eine Lösung ausarbeiten mit der alle zufrieden sind. Evtl. eine letzte Mahnung gegebüber dem Hausmeister. Dabei würde ich noch nicht mit der Mietkürzung drohen. Diese und andere mögliche Schritte würde ich erst nach dem Scheitern der von mir vorgeschlagenen Verhandlungen empfehlen.
 
@Xyn
Mietkürzungen? Als Mieter kannst du keinerlei Personalentscheidungen (Hausmeister, Winterdienst, Putzdienst, Wartungsdienste,...) erpressen/fordern/durchsetzen. Das ist alles Sache der Eigentümerversammlung (=hier Hausbesitzer) oder einer eventuell vorhandenen Hausverwaltung.
Aber in der Regel liegt dem Vermieter etwas an einem tüchtigen Hausmeister und zufriedenen Mietern.

Wer zahlt schafft wohl doch nicht immer an.;)
 
Bitte lese genau meinen Beitrag und verstehe diesen. Ich habe nur einen Tipp gegeben wie ich bei solch einem Fall vorgehen würde. Eine Mietkürzung ist bei Mängeln möglich, daher auch dieser Vorschlag.
 
Hi,

Mietkürzung sehe ich hier auch nicht als Möglichkeit. Du könntest höchstens die Nebenkostenabrechnung beanstanden bzw. genau Prüfen. Denn die sollte ja durch den gezogenen Strom höher ausfallen als nötig.

Ansonsten halte ich die Vorschläge mit "Missstandsliste" und "Mängelliste" am sinvollsten und dann in ner großen Gruppe zum Vermieter.

Und wenn das auch nix bringt und du die Kanonen auspacken willst: Bei jeder Ruhestörung, nach 22 Uhr, Polizei bzw. Ordnungsamt rufen und bei jedem blokierten Parkplatz(als Nutzungsberechtigter) Knölchen schreiben lassen bzw. Abschleppen lassen. (Wobei ich mir vorstellen kann das das ganze dann auch in einen klein Krieg ausartet, also sehr gut überlegen)


MFG Master of Noobs
 
Danke erst mal für die Antworten.

@Sherman123 & Xyn:
Sicherlich ist das kleinlich, keine Frage. Nur möchte ich noch anmerken, dass der Fernseher immer läuft, wenn er in der Garage ist - und das sind ~8 Stunden am Tag. Andere Mieter benutzen keinen Strom fürs Grillen oder Ähnliches. Es ist so, dass seine Wohnung im Erdgeschoss ist und er den "Hinterhof" für sich nutzt.

Die Mietminderung ist mit nur als erstes eingefallen, daher die Frage. Die Idee mit der Mängelliste hört sich aber sehr gut an. Danke für die Input! Der Typ wohnt erst rund 2 Jahre hier und alte Nebenkostenabrechnungen zeigen auf, dass der Verbrauch seit dem deutlich gestiegen ist, obwohl die Parteien nahezu gleich geblieben sind (das kann ich leider nicht mit Sicherheit sagen, da bedarf es Recherche). Einen Aufzug gibt es auch, das stimmt.
Weiterhin ist das kein Hausmeister, wie man es erwartet. Ich bin der Meinung, dass er unter anderem für die Instandhaltung von Kleinigkeiten oder Rasenmähen etc. verantwortlich ist. Natürlich würden kleine Mängel durch den Vermieter bezahlen werden. Nun ist es aber so, dass er sogar noch Geld von der Mietern verlangt, obwohl er vom Vermieter bezahl wird. Ja ich weiß, man muss hier differenzieren.

@Master of Noobs: Stichwort Kleinkrieg: Die Befürchtung habe ich leider auch :( Bezüglich der Ruhestörung kann ich gern noch ein Auge zudrücken, da es nicht Überhand nimmt. Aber stell dir vor, dass um 23:00 Uhr jemand in seiner Garage vor deinem Haus, auf dessen Seite auch das Schlafzimmerfenster liegt, Kicker (Tischfussball) spielt. Das ist schon recht laut, aber sei es drum, dadurch entstehen mir keine zusätzlichen, vermeidbaren Kosten.
 
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1. Weißt du oder vermutest du nur, daß der Stromverbrauch der Garagen auf die Mietparteien umgerechnet wird?
2. Ev. hängen die Stromanschlüsse der Garagen ja an einen gesonderten Zahler, je Garage?

Zu 1. ist die Umlage auf alle Mietparteien nicht rechtens -> den Vermieter ansprechen und den Mangel zur Geltung bringen. Bei 2. ist ja alles ok.
Zu 1. Sollte mit dem Vermieter keine Lösung möglich sein (ich wäre auch nicht bereit für andere mein sauer verdientes Geld zu "spenden", ich bin ja schließlich net Moses), bleibt nur der Weg zum Mieterschutzbund/-verein oder Rechtsanwalt (wenn eine Rechtsschutzversicherung für Mietrecht vorhanden), sonst ist es immer gut, dem Mieterschutzbund/-verein beizutreten, da diese die Rechte der Vermieter erst übernehmen, wenn man mind. 1/4-Jahr schon Mitglied ist (selbiges bei Rechtsschutzversicherungen).
Eine Unterschriftenpedition würde ich deshalb nicht machen (da ich, wenn keine Einigung mit Vermieter, ich das letztendlich zivilrechtlich ausfechten würde, nur höchtens, was den ruhestörenden Lärm betrifft, dazu solltest du aber Tagebuch über einen "längeren"/gewissen Zeitraum führen u. Zeugen sind auch immer gut (da wäre dann auch eine Petition sinnvoll), man sollte natürlich auch keine "Mimose" sein und nicht sinnlos nörgeln, weil man nen "Wichtigtuer" ist (gibt's viele von, selber auch kennengelernt, der hatte von meinem Schwager [ohne Zeugen] "zufällig" nen "dickes Auge" bekommen, da er ihn auch noch bewußt und absichtlich provozierte, was nat. nicht empfehlenswert ist, aber das waren schon gänzlich and., schon sehr extreme Umstände, Psychoterror innerhalb einer Teilraumwohnung, was fast ins "extremste" eskaliert wäre u. anderer Wohnraum zur Ausweichmöglichkeit war auf diesem "Gebiet" nicht vorhanden, rechtliche Schritte brachten keinen Erfolg, sondern richteten sich gegen den Geschädigten selber, da er "gewisse Beziehungen" pflegte).

Bei den blockierten Parkflächen kann eigentlich nur der Mieter der Parkfläche (Ordnungsamt bis 22.00Uhr, danach Polizei) etwas unternehmen. Bist du nicht der Mieter, dürfte es dir (wäre mir dann auch) dann relativ schnurz sein, was auf den anderen Parkflächen passiert!
 
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@White_Eagle: Ich weiß genau, dass der Strom nicht zur Garage gehört, weil seine Garage nicht vom Hausvermieter vermietet wird. Die Garage gehört zum gegenüberliegenden Haus und hat nichts mit unserem Wohnhaus zu tun. Er benutzt eine Kabeltrommel, um seine elektrischen Geräte in der Garage mit Strom zu versorgen, vom Keller unseres Wohngebäudes aus. Ich habe vorn extra nochmal geschaut, wo die Kabeltrommel hinführt. Direkt beim Kellereingang (Hintereingang) ist neben der Tür eine Steckdose. Dort war die Trommel angeschlossen - sprich nicht einmal in einem privaten Kellerraum oder so. Und selbst wenn er den TV nicht dort angeschlossen hätte, würde es nichts ändern. Fakt ist, dass er den Strom aus dem Keller bezieht, welcher über die Nebenkosten abgerechnet wird.

Zum Thema Parkplatz: Unser Parkplatz ist quasi vor seinem Garageneingang, halt um eine Parklücke versetzt. Direkt vor seiner Garage parkt sein Auto. Vermutlich nimmt er sich daher auch unseren angemieteten Parkplatz, um öfter mal was abzustellen. Natürlich nie sein Auto, aber halt so Kleinigkeiten wie eine Schubkarre. Wie gesagt, es ist nur nervig, weil man ihm den Scheiss immer hinterher räumen muss, wenn man nach hause kommt und parken will. Aber viel mehr stört mich die Sache mit dem Strom.
 
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Dann erkundige dich beim Mieterschutzverein über deine rechtlichen Möglichkeiten,
nach einem klärendem Gespräch mit dem Vermieter!
Solltest du nicht schon mind. 1/4-Jahr Mitglied im Verein sein, kann dieser von dir, für die Beratung, einen "Obolus" verlangen.
Die Stromnutzung zu Lasten der and. Mieter ist nicht rechtens!
Etwas and. wäre ein gemeinsamer "Partykeller", Freizeitbereich, -fläche od. vergleichbares zur gemeinsamen Nutzung der Hausgemeinschaft/aller Mieter.
 
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Natürlich. Mit dem Vermieter werde ich eh vorher sprechen, der ist meine erste Anlaufstelle. Im Normalfall hat er sich auch darum zu können, selbst wenn es nur die Abrechnung betrifft.
Danke für den Tipp mit dem Mieterschutzverein.

Edit: Ganz ehrlich, wer benutzt eine Steckdose so exzessiv am Hintereingang im Flur des Kellers? Wohl niemand, zumal niemand etwas auf dem Hinterhof des Hauses "zu suchen" hat - sprich es ist kein Wäscheplatz oder Ähnliches vorhanden.
 
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Ev. guck auch noch mal in den Mietvertrag, ob zu der Nutzung dieser Steckdose irgend was schriftlich niedergeschrieben wurde.
Eine obige Nutzung, wie du beschrieben, ist aber nicht legal, da dies nicht zu der notwendigen Nutzung der Arbeitsaufgabe dieses Hausmeisters gehört/benötigt wird, sondern dessen rein private Nutzung betrifft.
 
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Nachdem der BGH unlängst entschieden hat, dass eine unberechtigte Mietminderung mit unberechtigter Einbehaltung von Teilen der Miete einen außerordentlichen Kündigungsgrund darstellt, sollten solche Fragen nicht in einem Laienforum gestellt werden.

Es gibt Mietervereine, die in diesen Fällen beraten dürfen und natürlich den Rechtsanwalt.
 
Vielleicht ist hier eine pragmatischere Lösung angebracht: Der Hausmeister soll bei der Steckdose ein Strommessgerät anhängen: http://www.amazon.de/Inspector-Stro...=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1343554793&sr=1-1
Vermutlich hat er ohnehin keine andere Möglichkeit den Strom bis in die Garage zu verlängern. (allerdings kommt bei 8h*350d doch ein schöner Fernsehstromverbrauch raus)

Bei solch einer Mängelliste heißt es allerdings auch "Aufpassen". Wenn man 10 Mieter fragt, erhält man schnell 25 Ärgernis-Punkte. Konzentriere dich auf ein paar wenige Schlüsselärgernisse. Dir gehts ja nur um den Parkplatz und den Stromverbrauch, oder? (und persönliches (Freundlichkeit, Grüßverhalten:p,Hygiene) hat auf so einer vielen Parteien unterschriebenen Liste ohnehin nix verloren)
 
Ok, ich werde nächste Woche mal mit dem Vermieter sprechen. Vielen Dank für eure Antworten. :)
 
Ok aber mal ganz ehrlich.. selbst wenn er den Fernseher wirklich 8h nonstop laufen lässt, reden wir über ein paar Euro... im JAHR!
 
Beim erschleichen von Leistungen geht's da eher weniger um den tatsächlichen Wert.
Wenn das Verhältnis im Haus gut wäre, würde dieser Thread vermutlich gar nicht hier im Forum sein.
 
Sherman123 schrieb:
Niemand hier kennt natürlich die Vorgeschichte, aber ist das nicht ein wenig kleinlich?

Ich weiss ja nicht welcher Fernseher da in der Garage läuft, aber wahrscheinlich ist es kein moderner LED Flatscreen, sondern eher die 100-200 Watt Schleuder. Das sind bei 8Stunden am Tag, kommt noch das Radio dazu und weiss nicht was, etwa so 100-200€ im Jahr Stromkosten. Sehr wage aber immernoch viel.

Das findest du also kleinlich soso

Der braucht möglicherweise auch Strom für seine Arbeit in der Garage oder Rasenmähen usw. Oder wie? Ob der da die Verlängerung je an seine Privatsteckdose steckt ist auch zweifelhaft. Oder ist in der Garage kein Strom? Wie kommts
 
Ja, aber 150/15 Parteien = 10€ / Partei und Jahr. wobei Cestus natürlich nicht unrecht hat mit seiner Aussage
 
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