Anleitung zur Schalldämmung/Hallreduzierung

Dr. Klenk

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Tagchen Leute.

Mein Projekt zum Jahreswechsel ist die Umgestaltung meines Hobbyzimmers. Dreieinhalb Meter langer Schreibtisch, Vernetzung, Licht, Kabelmanagement. Wird geil. Jedenfalls habe ich mir vorgenommen die Bude in dem Atemzug gleich akkustisch etwas aufzuwerten.

Nur leider finde ich nirgends gute Anhaltspunkte, die einfach erklären, wie viel und welche Akkustikelemente Sinn machen. Zumindest ohne Raumakkustik zu studieren. Und darüber hinaus scheinen speziell Schaumstoffmatten in Noppen- oder Pyramidenform extrem teuer geworden zu sein, seitdem ich das letzte Mal danach gesucht habe.

Der Raum wird zur Fotoentwicklung (hier ist die Akkustik beim Musikhören entscheidend) aber auch zur Video- und Tonproduktion genutzt. Alles allerdings wirklich als reines Hobby. Ich baue kein schalltotes Studio, sondern eine Bude, in der ich meine kreative Macke ausleben kann... ;-)

Maße sind übrigens 4,5x3,5 Meter und eine Dachschräge, die von 2,5 bis 5 Meter Deckenhöhe reicht. Wohlgemerkt mit Galerie-Empore und vielen Schränken und Regalen. Trittschall ist weniger ein Problem und allgemein braucht es nicht wirklich Bassabsorber.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mir geht es nur um ein paar Denkanstöße, um der Bude geschickt den groben Hall zu rauben. Auch wenn es nicht mal viel ist.

Wer sich das nur vorstellen kann, wenn er drinsteht, darf gern rumkommen. Bier ist kalt. :-D
 

KnolleJupp

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Der Kabelbinder

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Noppen-/Pyramidenschaumstoff ist eigentlich eher ein Gimmick. Ähnlich, wie sich Eierkartons an die Wände zu pappen.

Wer die Raumakustik substanziell verbessern (dämpfen) möchte, sollte gleich zu Breitbandabsorbern greifen.
Kann man sich mit Mineralwolle und ein wenig Sperrholz auch zu überschaubaren Preisen selbst zusammenbasteln. Anleitungen findet man zu Hauf im Netz. Recording.de ist eine gute Anlaufstelle.
 

Dr. Klenk

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Ich danke euch!

Lesestoff, Links, Anhaltspunkte... Genau, was ich gesucht habe! :-)
 

Der Kabelbinder

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Da hast du wohl recht! :lol:

YT.png


Besser wäre im Übrigen ein Beispiel mit Breitbandabsorbern, die das gesamte Spektrum (oder zumindest den Großteil davon) abdecken. Mit Massen von dünnen Schaumstoffplatten killt man sich nur die Höhen. Der Großteil der Mitten und vor allem der Bass bleiben dabei unberührt.

Lässt sich auch sehr leicht kalkulieren:
http://www.acousticmodelling.com/porous.php
 
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Am breitbandigsten wirken Schaumstoffabsorber m.W., wenn sie mit Wandabstand montiert werden, also z.B. 10 cm dicke Platten (ohne Pyramiden), und dahinter 10 cm Luft bis zur Wand.
 

Der Kabelbinder

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Die Absorptionsleistung skaliert proportional mit der Schallschnelle. Daher sollten Absorber genau dort platziert werden, wo die Schallschnelle am höchsten ist, was in der Regel 1/4 der Wellenlänge als Wantabstand entspricht. Direkt an der Wand ist die Schallschnelle zu gering, weshalb dort auch weniger Schall gedämpft wird.

Mit den verlinkten Tool kann man auch den Wandabstand simulieren.
 
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