<NeoN> schrieb:
Jep und demnach müsste Licht auch Überlichtgeschwindigkeit erreichen können, wenn es unabhängig von der Bewegung des Messkörpers immer die selbe Auftreffgeschwindkeit hat.
Nein, das Licht bewegt sich maximal mit Lichtgeschwindigkeit (daher der Name

).
Stehst du auf der Erde und misst die Geschwindigkeit kommst du genauso auf die Lichtgeschwindigkeit wie wenn du dich schnell auf die Sonne zu bewegst.
Daraus dürfte in der Tat folgen, dass du das Licht eines Schiffes nicht sehen kannst, bevor es bei dir es, wenn es ebenfalls mit Lichtgeschwindigkeit sich bewegen würde.
Paradoxerweise folgt daraus aber auch, dass für das Schiff selbst du vom Scheinwerfer erleuchtet wirst, denn das Licht bewegt sich ja auch für die Besetzung des Schiffes mit Lichtgeschwindigkeit, dann also mit Lichtgeschwindigkeit releativ zum Schiff, es kommt also bei dir an.
Dieses scheinbar äußerst unlogische Verhalten ist ja der Ausgangspunkt der Relativitätstheorie(n), die ich allerdings auch nicht weiter erklären kann
Dass es paradox klingt, liegt einfach daran, dass die Wahrnehmung die wir haben auf der Simulation beruht, die das Gehirn uns liefert. Und diese ist einzig an Alltagserfahrungen angepasst, was anderes war während der Evolution nie gefordert.
Wie subjektiv allerdings schon das Thema "Zeit" in der Biologie ist, zeigen unterschiedliche Lebensformen.
Eine Fliege nimmt im selben Zeitraum viel mehr Informationen wahr, ihr kommt alles total langsam vor. Für sie ist dies aber normale Geschwindigkeit. Für uns ist die normale Geschwindigkeit eine andere, doch kann die Informationsverarbeitung auch beim Menschen in Schrecksekunden erhöht werden, was in einer ganz anderen Zeitwahrnehmung resultiert: einer viel langsameren.
Alleine das zeigt, dass Wahrnehmung nur eine Simulation ist. Somit lässt sich vieles überhaupt nicht logisch greifen, es passt einfach nicht ins Muster, das das Gehirn einem erstellt und nachdem wir wahrnehmen.
Im Schlaf vergeht die Zeit auch nicht schneller! Nur weil in dieser Zeit keine Informationen aufgenommen werden, scheint sie unendlich kurz zu sein!
Nur durch Taktgeber lässt sich die Zeit überhaupt einteilen, sonst ist sie nicht fassbar. Seien es nun Äußere (Uhren) oder der Innere (was er nun auch sein mag).
Man kann es sich nun so vorstellen, dass Äußerer und Innerer quasi in einem bestimmten Verhältnis zueinander ticken, eine Sekunde kommt einem im vollwachen Zustand immer gleich lang vor. Eine komplett andere Einteilung ergäbe sich nun aber, wenn der Innere Taktgeber plötzlich anders tickt. Man würde es nicht merken, solange man es nicht mit einem Äußeren abgleicht (leerer Raum, keine Geräusche). Und auch nur dann fällt es auf, wenn man Erfahrungswerte hat.
War der innere Taktgeber vorher in einem anderen Verhältnis zum Taktgeber beispielsweise einer Uhr, so fällt es auf. Sie kommt einem plötzlich langsamer/schneller vor. Doch es gibt keine Referenz zu unserem inneren Taktgeber als Zeitgefühl - er ist festgelegt und in der Wahrnehmung als "normal" anerkannt. Doch eigentlich total beliebig. Ist er jetzt eigentlich schnell oder langsam?
Er könnte doch auch so ausgelegt sein, dass das Zeitgefühl einer Umrundung der Erde um die Sonne der Empfindung einer jetzigen Sekunde entspricht. Es wäre normal gewesen für uns.
Den Grund, warum es genau diese Einteilung geworden ist, wie sie jetzt ist, vermute ich mal in der "Haltbarkeit" des von der Evolution erzeugten Gebildes. Die Zeitwahrnehmung ist an den Körper angepasst. Eine derart schnelle Wahrnehmung (langsame Verarbeitung) hätte zur Folge gehabt, dass man gefühlte 70 Sekunden lebt und nicht wirklich viel erreicht.
Eine langsamere Wahrnehmung (schnellere Verarbeitung) ist vll einfach mit den Mitteln die entstanden sind nicht möglich gewesen. Doch wäre es doch der Traum der Menschheit: Man lebt plötzlich 10.000 Jahre. Ok, erstmal muss man sich dran gewöhnen, dass interessante Vorgänge langweilig werden. Wenn ein Blatt eines Baumes etliche Minuten zum Fallen braucht, sucht man sich andere Dinge zum Beobachten, die bisher viel zu schnell gingen. Das wird dann der neue Wahrnehmungshorizont und spätestens die nächste Generation, die die alte Wahrnehmung nicht kennt, würde diese Wahrnehmung als normal ansehen, wie wir unsere heutige.
Hat jetzt eig nichts mehr mit dem Thema zu tun, verdeutlicht aber, wie eingeschränkt doch die Wahrnehmung ist. So wirkt die "Wahrheit" wohl total unglaubwürdig und unrealistisch! Wobei, eigentlich nicht. Sie wird immer unfassbar bleiben für uns. Dafür ist das Gehirn nicht auslegt.