Du missverstehst, was die EU-Regulation in diesem Fall schützen will: Die freie Wahl des Verbrauchers und die mögliche Konkurrenz am digitalen Markt. Es geht nicht um IT-Security, um Hintertüren oder das Abgreifen von Daten. Apple ist schlicht angehalten, sich nicht als Monopolist aufzuführen (was sie innerhalb ihres eigenen Ökosystems übrigens sind, Android hin, Android her). Tun sie das doch, haben sie Nachteile. Anderen Firmen würde es genauso gehen.
Im Übrigen spricht viel dafür, dass Apple früher oder später einknicken wird. Auch früher gab es hier im Angesicht von EU-Regulierungen zahlreiche Zugeständnisse. Auf USB-C hat man etwa auch nicht dem Rest der Welt zuliebe umgesattelt. Und sehr kürzlich hat man anderen Smartwatch-Anbietern seine Schnittstelle zum Weiterleiten von iOS-Benachrichtigungen zur Verfügung gestellt. Garmin und Amazfit entwickeln ihre Implementierungen bereits fleißig. Hier fällt dann eine weitere Apple-Exklusivität weg.
Aus der EU zurückziehen wird sich Apple indes nie. Die Region trägt gut ein Viertel zum Konzernumsatz bei. Ersetzen lässt sich das so leicht nicht, zumal Europa in dieser Hinsicht sogar eine Wachstumsregion für den Konzern ist. Apple ist auf die verkauften Einheiten angewiesen, denn im Gegensatz zu Google oder Microsoft ist Hardware das Kerngeschäft des Konzerns, was Skalierung schwieriger macht. Jedes nicht verkaufte iPhone zieht große finanzielle Konsequenzen für sie nach sich, denn wer kein iPhone nutzt, braucht auch die ganzen Services, die hintendran hängen, nicht. Da brauchst du also keine Ängste bei dir zu schüren