News Apples Kampf gegen die Pressefreiheit

Tommy

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Fu Manchu

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Was haben denn Firmengeheimnisse und Firmeninterna mit freier Rede und Pressefreiheit zu tun?

Da versucht eine Firma ihre Innovationen zu schützen bis sie selber denkt das es an der Zeit ist an die Öffentlichkeit zu gehen und irgendwelche Spinner wollen das nicht wahrhaben. Gab es nicht mal sowas wie Firmenspionage? Dadurch sind schon Unternehmen pleite gegangen oder haben Milliarden verloren. Siehe Frankreichs kleine Lauschaktion beim ICE-Verkauf nach Asien.

Es gibt Wissen in Unternehmend as vor der Konkurrenz geschützt werden muss, vor allem in einer Zeit in der manche Kopien schneller auf dem Markt sind als Originale.

Ich werde auch morgen zu BMW und Mercedes gehen und will deren geheime Prototypen sehen, dann gehe ich zu Intel und zwinge sie mir alle Dual Core Prozessor Infos zu geben. Ach ja, das Millitär hat bestimmt interessante Sachen versteckt - da wollen wir doch gleich mal die Pressefreiheit etwas strapazieren.
 

mumrik

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Stimme meinem Vorredner zu. Finde die Überschrift unglücklich gewählt.
 

Winterday

Commander
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So sehe ich das auch. Ein Presseausweis kann kein Freibrief für Spionage sein. Und Apple hat ebenso Rechte :)

Und obwohl durch die Medien zahlreiche Ungereimtheiten diverser Unternehmen an die Öffentlichkeit geraten sind, kann das ebensowenig eine Berechtigung zur Spionage sein. An geheime Unternehmensdaten kommt man nicht einfach so heran. Hierfür dürfte wohl oftmals das Übertreten von Gesetzen erforderlich sein, wenn sich kein Informant bereit erklärt 'auszupacken'.
 

MAC_Ferrari

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Es geht ja nicht um Werkspionage, sondern um mögliche Gerüchte bezüglich Produkeankündigungen. So wie CB und andere Inet Newsseiten ja auch über zukünftige Prozis, Ram Grakas diverser Hersteller berichten! ;-) :-)
 

pilli

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Hier geht es darum, dass Journalisten ihre Quellen aufdecken sollen und das ist ein wichtiger Bestandteil der Pressefreiheit, da kein Informant mehr brisante Informationen weitergibt, wenn er mit der Nennung seines Namens zu rechnen hat...
 

mrmoe

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ich finds sch*** was apple da macht... is doch normales tagesgeschäft, vor allem in der Computerbranche, und dort noch lange nicht so tragisch wie in der automobilbranche. aber auch dort werden die sog. erlkönige abgelichtet ;)

drum finde ich apple reagiert eindeutig über, weil es nur um die ankündigung vom mini
 

MountWalker

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Es geht hier immer auch um Presse-Freiheit, Firmengeheimnisse können für die breite Öffentlichkeit Wichtigkeit erlangen, siehe ->Enron

Hier mal die ersten Funde einer Suchmaschine im Deutschsprachigen:
http://www.zeit.de/archiv/2002/07/200207_enron_haupttext.xml
http://www.wsws.org/de/2002/jan2002/enro-j22.shtml
http://www.wsws.org/de/2001/dez2001/enro-d20.shtml

Natürlich hat die Pressefreiheit Nachteile, wenn wir sie aber an einer Seite einschränken könnten wir damit gleichzeitig die Fähigkeit einschränken Skandale aufzudecken.
Was das Aufdecken von Quellen bewirken kann haben wir eindrucksvoll bei einem britischen Geheimdienstmitarbeiter gesehen, nicht immer endet es mit dem Freitod, es gibt auch Menschen die diesen Druck ertragen wie Mordechai Vanunu in Israel.
 
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NoBa

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Wenn die Eierköpfe von Apple nicht besser auf Ihre Firmengeheimnisse aufpassen können sind sie doch selber schuld. Ausserdem gib es hier auch nicht um das ausspionieren von Firmengeheimnissen. Sondern es geht hier in wirklichkeit darum, zu verhindern das bestimmte Internetseiten Informationen über Apple Produkte verbreiten. Also mit anderen Worten Apple will nur den Internetseiten erlauben Informationen zu verbreiten, die eine Lizenz haben. Es geht auch darum zu verhindern das Kritisch über Apple Produkte berichtet wird. Also berichten dürfen nur Seiten, die Apple freundlich sind. Kritik ist unerwünscht. Das ist aber nicht nur bei Apple so. Das ist eine Subtile Form der Zensur.

mfg
 

The_Jackal

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Ich sehe das wie pilli . Es kann nicht sein, dass man alles totschweigt und so Skandale, Betrügereien und so etwas nicht aufgedeckt wird :(

Ich würde ja verstehen, wenn es einen Fall von Betriebsspionage ginge, aber es geht um Verhältnisse bei den Firmen, das Klima, ob die Leute da schlecht behandelt werden, Presseankündigungen oder neue Produkte ect.

Wer be Apple oder einer anderen Firma will denn seinen Job verlieren? Und je größer der Skandal, desto gefährlicher für den Informaten. Es würde Todesfälle auf mysteriöseste Arten geben oder den Leuten wird das restliche Leben zur Hölle gemacht und sie sind ruiniert und das wollt ihr ja wohl auch net?
 

Jujjine

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Von wegen Firmenspionage! Wer hat bei Firmenspionage den Nutzen? Ein Konkurrent.
Das hier betrifft Pressefreiheit, denn der Nutznießer ist die Gemeinschaft, was in keinem Fall schädlich ist.

Es gibt so viele Faktoren wie Design, das Image der Firma, Werbegestalltung,das Interface und die Preisgestalltung, sodass durch Informationen der Wettbewerb gestärkt wird, was für den Kunden optimal ist. Das Unternehmen hat daruch Verluste, die anderen mehr Gewinne - der Verbraucher hat Vorteile, dem Arbeiter kanns egal sein, wo er angestellt ist.

Damit sich die Konkurrenz nicht ganz untätig bleibt (und keine Innovation herrscht) gibts ja Patente (obwohl diese nur kurz gültig sein müssten, damit sich die Firmen nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen können).
 

Ruben

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Die Pressefreiheit ist etwas feines, wenn ich nicht 100%ig weiß, aus was für motiven Apple handelt!
 

Willüüü

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Ich finde es einfach richtig, solche Sachen gehören aufgedeckt und nicht verschwiegen. Es geht auch andere Leute von außerhalb etwas an.

Gruß

Willüüü
 

NinjaKid

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@Jujjine ... wenn Sie den nächsten Feiertag streichen, weil das Bruttoinlandsprodukt nicht passt gegenüber einem Japan zum Beispiel ... die 58 Stunden in der Woche bei Niedriglohn arbeiten ... DANN DENK ICH AN DICH UND DEINE ÜBERAUS DURCHDACHTE AUSSAGE!

Leute wie Du vergessen, dass bei vielen technischen Errungenschaften enorme Entwicklungskosten voraus gehen und dafür gibts dann Patente, eben dass solche Firmen die Möglichkeit haben die Kosten wieder rein zu bekommen - denn nur wer was Leistet soll auch etwas davon haben können! Warscheinlich bist Du jedoch einer von den Schnorrern, der das Neueste immer ganz billig haben will - oder wenn geht gleich umsonst.

Aber bei der nächsten Harz4 erzählst dann den Leuten, dass es eh wurscht ist wo sie arbeiten oder woher sie ihr Geld bekommen können .. sagst Ihnen halt, sie sollen alle ins Ausland gehen ... DU GENIE!!!

Ich weiss zwar jetzt nicht worum es genau bei Apple geht, jedoch kann Meinungsfreiheit auch etwas sehr gefährliches sein und nicht gerade wenige Reporter sind bereit, unter dem Mantel Meinungsfreiheit, über Leichen zu gehen nur um auf der Karriereleiter die nächste Sprosse zu bekommen!

Ich selbst bin nicht für die Beschneidung der Meinungsfreiheit, allerdings sollte man sehr darauf achten, dass sich diese Meinungsfreiheit, die sich manche bilden wollen, auch auf der Seite der Legalität befindet!
 
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Fu Manchu

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Zitat von Willüüü:
Ich finde es einfach richtig, solche Sachen gehören aufgedeckt und nicht verschwiegen. Es geht auch andere Leute von außerhalb etwas an.

Gruß

Willüüü
Dich möchte ich sehen wenn du hunderttausende (oder Millionen) Euro in die Forschung und Entwicklung steckts und dann siehst das alle Ergebnisse plötzlich offen und für jeden Nachbaubar sind und du kein Geld mehr verdienst. Das müssen nicht unbedingt technische Sachen sein, auch Desings oder Ideen können Geld bringen.
Dann gehe mal nach Hause, gekündigt oder pleite (falls du Unternehmer bist), und erkläre deiner Frau/Mann, deinen Kindern und deiner Bank die Lage - mal sehen wer am meisten Verständnis aufbringt.

PS: Und Skandale oder Ungereimtheiten aufzudecken ist etwas ganz anderes als technische Details oder Designstudien offenzulegen. Bilanzfälschungen oder Kündigungen, Diebstahl oder Betrug aufzudecken fällt unter die Pressefreiheit, hier sollten Journalisten geschützt sein, aber nicht bei Ideen und Techniken die der Firma Geld bringen.
 
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TanteHorst

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wenn dieses urteil durchkommt, werden die mächtigen firmenbosse nicht mehr aufzuhalten sein
man könnte somit jeden informanten, der betriebsschädliche geschäftspolitik publik machen will, unterdrücken
man müsste als informant so riskieren, seinen job, seinen ruf und evtl. sogar sein leben zu verlieren (bei wirklich wichtigen staatsdingen nicht auszuschliessen), da man ja vom gericht dazu verpflichtet werden könnte seine quelle offen zu legen

das kanns nicht sein und das wäre verdammt arm für amerika, wenn man "helden" braucht, um skandale aufzudecken, weil die mächtigen auch noch von den gerichten gedeckt werden
 

Fu Manchu

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Zitat von TanteHorst:
wenn dieses urteil durchkommt, werden die mächtigen firmenbosse nicht mehr aufzuhalten sein
man könnte somit jeden informanten, der betriebsschädliche geschäftspolitik publik machen will, unterdrücken
man müsste als informant so riskieren, seinen job, seinen ruf und evtl. sogar sein leben zu verlieren (bei wirklich wichtigen staatsdingen nicht auszuschliessen), da man ja vom gericht dazu verpflichtet werden könnte seine quelle offen zu legen

das kanns nicht sein und das wäre verdammt arm für amerika, wenn man "helden" braucht, um skandale aufzudecken, weil die mächtigen auch noch von den gerichten gedeckt werden
Noch mal für dich: Apple ist gegen Leute vorgegangen die wirtschaftliche Geheimnisse verraten haben, die über Produkte und Innovationen gesprochen haben, die für die Firma eine Existenzgrundlage darstellen, mit denen Apple Geld verdienen muss, mit denen sie ihre Leute bezahlen muss usw.
Es geht hier nicht um krumme Geschäfte oder Betrug, es geht um Forschungsergebnisse und eigene Arbeit, die man schützen möchte.
Geht es allerdings um Betrug oder andere krumme Geschäfte dann muss die Pressefreiheit zum Zuge kommen. Diesen Unterschied solltest du dir noch einmal genau vor Augen halten. :evillol:
 
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