Hallo zusammen,
wollte nochmals Rückmeldung geben was es nun endgültig geworden ist, warum es einzelne Änderungen gab und wie sich der Zusammenbau und die Installation samt "Tuning" gestaltet haben.
Vorneweg ein großes Danke an alle die sich beteiligt haben!
Ich hoffe keiner meiner Helfer fühlt sich aufgrund der Änderungen vor den Kopf gestoßen, so hat mich Euer wertvoller Input erst hierher geführt. Ein letzter langer Text dann ist es geschafft

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Ursprünglich war folgende Konfiguration vorgesehen:
http://geizhals.de/?cat=WL-724029
Geworden ist es dann folgendes:
http://geizhals.de/?cat=WL-724028
Da ich im Bestellprozess fleißig die Suchfunktion des Forums und des WWW genutzt habe, vornehmlich um im Vorfeld von den Erfahrungen und Problemen anderer zu erfahren und um mir evtl. eigene Probleme als "Erstbaunovize" ersparen zu können, wurden folgende Komponenten von mir nachträglich geändert.
1. Gehäuse:
das Fractal Design R5 wurde zum günstigeren und wohl weniger "brandgefährlichen" Nanoxia Deep Silence 3 (wie von RAM80 vorgeschlagen).
2. Mainboard:
das 3-Phasen C232-Gigabyteboard mit wechselnden Kritiken (v.a. RAM Kompatibilitäten und PSU-Zickereien) wurde zum (zu) teuren C236-MSIboard mit durchgängig guten Testberichten und etwas besserer Ausstattung (leider ohne DP-Port, sonst wäre es wohl der Xeon E3-1245 v5 geworden und die GPU hätte ich eingespart).
3. Netzteil:
da ich von Problemen beim Betrieb von v.a. Serverboards mit neueren Netzteilen welche ATX Formfaktor haben gelesen habe und die Lösung des Problems der Einsatz älterer Netzteile mit EPS Unterstützung war habe ich das 400er Bequiet das bereits großzügig dimensioniert war (meine Maxleistungsaufnahme dürfte bei ca. 260-300 Watt liegen) durch das XFX XTS 460 ersetzt.
Grund für diese Änderung war, dass bei Bequiet erst das 500er StraightPower auch EPS unterstützt jedoch keinen nativen 8-poligen CPU Stecker hat und erst in der Dark Power Serie mit noch größerer Leistungsreserve selbiger ebenso wie ein 8-poliger Stecker vorhanden wäre. Außerdem schien das XFX (wohl eine Seasonic-PSU in anderem Gewand) qualitativ sehr gut, modular aufgebaut und damit wohl für einen Anfänger ohne Erfahrung im Kabelmanagement einfacher zu handeln und dafür preislich ein guter Mittelweg (zw. Straight und Dark Power)zu sein.
4. GPU:
da ich alle Komponenten für den Rechner trotz des etwas höheren Preises bei Alternate bestellen wollte, die von grünerbert vorgeschlagene EVGA Karte dort nicht gelistet ist und außerdem die AMD Karte nicht bei der VGA Kompatibilitätsliste des Mainboards aufgeführt ist habe ich die Gigabyte Karte gewählt. Das Modell scheint zuverlässig zu sein, für meine Zwecke ausreichend dimensioniert und sich ohne Extrakabel über den PCIe-Anschluß mit Strom zu versorgen. Kurz eine mögliche Fehlerquelle weniger beim Zusammenbau.
5. Monitor:
wie von v_ossi vorgeschlagen auch ein neuer Monitor der als DaisyChain betrieben werden kann und was soll ich sagen knackiger Unterschied zur vorherigen Bildquelle.
Insgesamt ein (momentaner) preislicher Unterschied von ca. 50 € zur Ursprungsendkonfiguration wg. des "ungeplanten" Monitors mit kleinerer SSD welche momentan aber mehr als ausreicht. Ob diese Zusammenstellung den Mehrpreis rechtfertigt, müssen Kompetentere entscheiden.
Zusammenbau:
(primär als Erfahrungsbericht für "Neulinge" wie mich gedacht)
Hardware:
An alle "Neubauer" der Hardwarezusammenbau ist dank umfänglicher Anleitungen und eigener Recherchevorbereitung wirklich gut machbar und sollte für jeden möglich sein.
Barfuß, mit zitternden Händen ständig die Heizung berührend ging es los nachdem alle Komponenten vorhanden waren. Das Gehäuse war im Bereich des I/O Panels, trotz unversehrter Verpackung, leicht nach innen verbogen. Da ich nicht bereits hier scheitern wollte genügte ein beherztes "gegendrücken" und die erste Hürde war übersprungen. Überaschenderweise ist beim Einbau einiger Komponenten (RAM-Riegel, CPU-"fixieren", Stromstecker) doch mehr Kraft erforderlich als man annehmen sollte.
VORSICHT: die Bauteile müssen natürlich "richtig rum" eingesetzt werden, lieber sich mehrmals der korrekten Anordnung versichern als einmal mit Kraft und danach Tränen in den Augen.
Mehr Werkzeug als ein Schraubendreher war bei mir nicht erforderlich. Alles mit Bedacht und Gefühl einschrauben und lieber mehrfach korrigieren und nachziehen als beim ersten Mal mit Schmackes auf Anschlag. Hin und wieder leicht fummelig v.a. beim Befestigen des Mainboards an der Gehäuserückwand aber gut umsetzbar.
Nach dem Komponenteneinbau die Verkabelung derselbigen. Ich kann nur jedem empfehlen das Mainboardhandbuch zur Hand zu nehmen und Schritt für Schritt vorzugehen. So habe ich nach Installation des CPU-Kühlers und des "Lüfterverbindens" mit dem Mainboard die Komponenten des Frontpanels wie Audio und USB Anschlüsse angeschlossen und versucht für eine erste Ordnung zu sorgen. Bei mir zeigen die Beschriftungen der Anschlüsse zur Boardmitte und nicht zum Rand, ließen sich jedoch nicht anders aufstecken daher gehe ich davon aus, dass sie richtig angebracht sind.
Im Anschluss daran habe ich mich an die Stromanschlüsse gemacht. Da bei meinem Netzteil sowohl die Kabel als auch das Anschlusspanel beschriftet sind, habe ich die rausgesucht welche ich benötige und die anderen Kabel beiseite gelegt.
Darauf folgte der erste Anschalttest. Monitor verbunden, PS/2 Maus eingesteckt, Netzschalter umgelegt und Startknopf gedrückt.
Ergebnis: Stille!
Positiv: keine Funken, keine fliegenden Sicherungen
Negativ: Stille
Folglich Rechner von der Steckdose getrennt (wichtig!) und alle Kabel nochmals kontrolliert. Ergebnis der Fehlersuche: der 24 polige Hauptstecker bedarf durchaus etwas Kraft zum bündigen schließen mit dem Mainboard und ! der korrespondierende Anschluß an die PSU muss nicht nur mit dem 20 poligen Stecker verbunden werden sondern auch mit dem 6 poligen (erklärt sich eigentlich von selbst ist auch so auf der PSU als "MB" angegeben nur naja "ist heute mein erster Tag").
Nachdem das erledigt war neuer Versuch und Überraschung Lüfter laufen, Bild erscheint, keine Funken, keine fliegenden Sicherungen. Hardwarezusammenbau erfolgreich Erleichterung, Zufriedenheit und ein wenig Stolz machen sich breit.
Software:
Da ein Teil meiner genutzten Software noch Windows 7 benötigt und die USB Ports während der Installation aufgrund von Beschränkungen seitens Intel nicht funktionieren habe ich mit einer alten PS/2 Tastatur und Maus aus dem Fundus arbeiten müssen und in meinem Fall aufgrund der vorhandenen Mainboard-Anschlüsse auch können, sodass die Windowsinstallation problemlos vonstatten ging und ich nicht auf "aufwendigere" Maßnahmen wie z.B. die vorherige Treiberintegration in ein Bootmedium angewiesen war.
Hat mir die Arbeit erleichtert und wäre im Fall der Fälle eine Empfehlung meinerseits sich für 8-10€ eine PS/2 Maus zu gönnen. Die BIOS Version meines Boards war bereits die neueste und die Einstellungen die SSD betreffend (AHCI Modus) ebenfalls voreingestellt so dass hier kein Zutun meinerseits mehr von Nöten war. Auch wurde die CPU Temperatur im BIOS mit 33° Celsius angegeben daher glaube ich, dass der Kühler korrekt eingebaut wurde und die Wärmeleitpaste am richtigen Ort "arbeitet". Nach Installation von Windows habe ich im Bootmenu die SSD an Punkt 1 verschoben und das DVD Laufwerk auf Pkt.2 genauso wie ich sie an den SATA Ports angeschlossen habe.
Danach das (vermeintliche?) "Feintuning" der SSD nach Liste so habe ich:
- die "Wiederherstellungskopie" deaktiviert
- Windows Search deaktiviert
- kontrolliert dass der TRIM Befehl auf 0 steht
- den Energiesparmodus geändert
- Hibernate auf off eingestellt
- die Defragmentierung ausgestellt bzw. kontrolliert dass sie ausgestellt ist
- Prefetch und Superfetch von 3 auf 0 geändert
Anzumerken ist, dass ich nachdem ich die Liste abgearbeitet habe gelesen habe, dass das Umstellen von Prefetch und Superfetch eigentlich unnötig wäre ebenso das Deaktivieren von Windows Search. Falls hier Fehler meinerseits vorliegen gerne Rückmeldung.
Fazit:
Die Komponentenkonfiguration, der Zusammenbau und die Softwareinstallation weit weniger problematisch als im ersten Moment, dank Eurer Hilfe, erwartet und m.M.n. für jeden zu bewältigen. Die Bootdauer zum Windowsdesktop dauert ca. 15 Sekunden, das Herunterfahren ca. 20 Sek.. Die Lüfter drehen sich, keinerlei Warnlampen oder Fehlermeldungen. Bisher funktioniert alles, läuft schnell und trifft die Erwartungen.
Zeit einen neuen Rechner zu konfigurieren und zusammenzubauen

. Vielen Dank nochmals.