Archivierung von Fernsehmaterial

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reaper2k11

Gast
Ich wollte mal fragen, ob sich jemand mit den Medien und Co auskennt.
Diese produzieren ja täglich mehrere Terabyte (?) an Filmdaten. Hatte mal von einem Kameramann gehört, dass allein seine Kamera zwei Speichersticks mit je 500GB hätte. Wie sieht das bei den ganzen Medien und vorallem bei Fußballspielen (UEFA) aus. Hier fallen ja Daten aus 10+ Kameras und mehr an, alles in Rohform, zum teil auch bei Slomos mit 100 Bildern/s und mehr.

Werden die Daten dann erstmal bearbeitet und komprimiert und dann jeweils in ein Storage eingespielt? Oder sogar ROH und Bearbeitetes? Und vorallem - was in etwa schätzt ihr, was so an Terabytes/Exabytes pro Tag anfallen?
Das muss man ja erstmal verwalten können.

Oder einen Schritt weiter -> Filmstudios. Gibt ja solche RED Kameras oder Spezialkamersa, welche sogar in 4K oder höher auflösen. Soweit ich weiß wird in den Kinos 2K abgespielt. Das müssen doch unwahrscheinlich große Datenberge sein. Wie verwaltet man das? Hängt dahinter eine Datenbank dahinter?
 
Könnte mir vorstellen, dass zu Archivierungszwecken große Band-Systeme verwendet werden. Auf irgendwelche Rohaufnahmen in Hollywood muss man ja auch nicht andauernd zugreifen. http://de.wikipedia.org/wiki/Tape-Library
 
Ich denke dass die viele Storage-Systeme nutzen mit Rohmaterial, bearbeitet und (un-)geschnitten drauf...
Vielleicht Bandlaufwerke, vielleicht auch HDDs wegen Platz.
 
Weiß man was so die höchste derzeit kaufbare Kapazität pro Band ist?
So ein Silo ist ja echt Wahnsinn.
 
reaper2k11 schrieb:
Werden die Daten dann erstmal bearbeitet und komprimiert und dann jeweils in ein Storage eingespielt? Oder sogar ROH und Bearbeitetes?

Also komprimiert archivieren wäre totaler Blödsinn. Man kauft sich doch nicht erst teure Kamerasysteme, die möglichst wenig komprimieren (bis hin zu RAW) und komprimiert dann fürs Archiv.

Rohmaterial aus der Kamera (bzw. der Live-Regie) wird eigentlich immer möglichst im Original-Format archiviert, unter Umständen in einem intermediate Format wie ProRes oder DNxHD (dann aber eher mit höherer Datenrate, als das Original aus der Kamera).

Ich glaube, die großen Studios und Produktionsfirmen/TV Sender archivieren das ganz einfach so, wie man auch sonst im professionellen Umfeld Daten archiviert: auf RAID-Systemen mit Backups und dazu noch ein Backup auf Band.

Bei meiner Arbeit mache ich für Kamerarohmaterial und Berichte-Archiv ein dreifaches HDD-Backup. Zwei HDDs werden ganz sicher verwahrt, mit einer darf gearbeitet werden. Die Daten werden grundsätzlich jahresmäßig in Ordner abgelegt, in Unterordner mit dem genauen Datum (Jahr_Monat_Tag). So findet man eigentlich alles relativ einfach wieder.
 
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