Auf der Suche nach der passenden Kamera oder: Durchblick verloren

Stimmt, wenn man sich damit beschäftigt, ist da so ein stetiges Wachsen der Auswahl. Ich habe auch mit dem günstigsten Body angefangen, nun aber einen besseren. Wobei mir Canon gefällt und ich wohl dabei bleiben werde.

Ich schließe mich poons an, nimm eine günstige und ein paar gute Objektive.
 
Eigentlich wollte ich genau das vermeiden. Ich ärgere mich heute darüber, dass ich nicht in eine DSLR investiert habe und mir statt dessen die FZ8 geholt habe. Da hätte ich lieber noch ein wenig drauf gelegt und länger meinen Spaß daran gehabt. Was ich damit sagen möchte ist: Wenn ich für etwas Aufpreis ein Gerät bekomme, dass besser zu meinen Ansprüchen passt, dann investiere ich lieber mehr Geld, statt zwei mal etwas zu kaufen. Unterm Strich gibt man so nur mehr Geld aus.

Ich habe mir die 1000/1100er-Modelle nochmal genauer angesehen. Von der manuellen Reinigung könnte ich noch absehen. Auch die Foto-Auflösung wäre jetzt kein No-go. Aber was letzten Endes sehr negativ wirkt, ist die geringe Video-Auflösung. Ich filme auch recht häufig und da sehe ich jetzt so einen Punkt, der mich im Laufe der Zeit dazu bewegen wird, eine größere Kamera zu kaufen.

Daher würde ich sagen, dass die Modelle Canon 550 und 600 die Modelle sind, die am besten zu mir passen.
Zunächst würde ich mich jedoch gerne auf den Body festlegen und im Anschluss mit euch etwas in die Objektivkaufberatung einsteigen.

Wo liegen die wesentlichen Unterschiede der beiden Kameras?
 
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Gut, dass ist deine Entscheidung. Ich habe auch nach einem Jahr meine 1000D abgegeben, weil ich mehr wollte, nur als Beispiel.

Hier ist einmal von der Canon-Seite der Vergleich, aber ich bin mir sicher den hast du schon durchgeschaut.

Die 500D hat weniger TTL Messsensoren für die Belichtungsmessung. Die Suchervergrößerung (eigentlich Verkleinerung) ist bei der 600D minimal kleiner. Die 500D hat minimal weniger Bildpunkte am LCD, die 600D ein schwenkbares.
Die 600D hat eine verstellbare Rauschkorrektur für High-ISO, bei den anderen kannst du diese nur ein/aus schalten. Außerdem hat die 600D noch einige Kreativprogramme fürs Fotografieren (SW, Sepia, weichzeichnen etc.). Der Bufferspeicher die 500D ist minimal langsamer in Serienbildmodus, dafür schafft sie mehr Fotos. Die 600D bietet mehr Fotoformate als die anderen (Seitenverhältnisse und Auflösungen) und du kannst Ordner mit der Kamera auf der SD-Karte erstellen.
Der 500D fehlt der externe Mikrofoneingang und diese hat eine anderen Akku.

Das fiel mir auf die schnelle nun auf. Da du dir nun auf diese Body beschränkst, würde ich den 550D nehmen, es sei denn du willst das schwenkbare LCD. Ansonsten hat die 600D für mich zu wenig mehr, was den Aufpreis rechtfertigen würde.
 
Im Grunde würde ich zur 600 tendieren, da das Display für mich persönlich schon einen großen Mehrwert darstellt. Beispielsweise auf Konzerten, Sportveranstaltungen, Aufnahmen im Liegen, ...
Was mich allerdings etwas vom Kauf abhält ist die Fokussierung im Videomodus. Wenn ich es richtig verstan´den habe, fokussiert die 550 automatisch, während die 600 immer wieder manuell anvisiert werden muss. Ist das so korrekt? Wie äußert sich dies und warum ist das so?
 
Auf was für Konzerte gehst du denn, dass man da ne DSLR ohne Presseausweis mitnehmen kann? ;-)
 
Keine EOS fokussiert im Videomodus automatisch! Die 600D ist eine 550D mit drehbarem Display.
 
Die EOS kann man im Videomode per Knopfdruck fokussieren lassen, einen nachführenden AF findest du nur bei Sony und Nikon, afaik.

... nobody expects the spanish inquisition!!
 
Gutes Argument, formulieren wir "Konzerte" um in "öffentliche Veranstaltungen mit großen Menschenasammlungen". :-)

Also ganz sicher, dass die 600 im Vergleich zur 550 ausschließlich das drehbare Display als Mehrwert mitbringt?
 
Du kannst an der 600D die stärke der Rauschreduzierung einstellen und Objektivvignettierungen entfernen lassen (nur bei Objektiven, die im Speicher der Kamera hinterlegt wurden!). Zusätzlich kannst du an der 600D das Seitenverhältnis des Bildes einstellen, der Sensor hat aber trotzdem 3:2 wie überall. Auch eine Bildbewertung mit den bekannten Sternchen ist möglich. Die 600D ist ein wenig gewachsen, ich vermute wegen des Displays, ist aber nicht nennenswert schwerer (~50g lt. Canon).
Achja, einen größeren Unterschied gibts noch: die 600D kann mit EyeFi-Karten umgehen.

Ansonsten fällt mir nichts mehr auf.
 
Ich kenn mich bei Canon leider so gut wie gar nicht aus, aber ich glaube nicht, dass Canon bei der 600D nur das Display schwenkbar gemacht hat im Vergleich zur 550D... oder sind die tatsächlich so dreist? :-)
 
Na, ich kann auch nur die Canon-Page wiedergeben.

Aber sie waren fast so dreist, denn ich denke am Elektronikdesign und Prozessor wird sich nicht viel getan haben.
 
Irgendwas muss die 600D (im Vergleich zur 550D) doch besser können, schliesslich soll die Akku-Laufzeit (CIPA) von knapp 550 auf 440 Bilder ohne LiveView gesunken sein...
 
Hm, mir fällt nichts großartig auf. Ich könnte mir nur vorstellen, dass irgendeine Elektronik mehr Rechenleistung benötigt oder ein Prozessor höher getaktet wurde. Vielleicht sind es auch die CCFLs/LEDs, die hinter dem Display sind.

Trotzdem finde ich die Akkulaufzeit gering.

Naja, einen Vorteil der 600D habe ich noch gefunden: sie kann remote-fähige Speedlites fernauslösen, wie die 7D oder 60D.
 
Das sind ja schon einige Gründe, die eher für die 600 sprechen. Kein Kabelsalat mehr, Bilder von der Kamera aufs Fernsehen streamen, Fernauslöser, schwenkbares Display. Das wäre mir der Aufpreis im Grunde schon wert. Einziges Manko ist der hohe Akkuverbrauch. Gibt es für Canon Akkus mit höherer Kapazität?

Und nun zum zweiten Punkt meines Anliegens: Wie soll ich bei der Objektivwahl vorgehen? Ich denke, am Anfang wäre ein Rundum-Objektiv sinnvoll, mit dem ich möglichst tief in die Materie einsteigen kann und sobald ich an die Grenzen stoße, kann ich dann in Weitwinkel oder Zoom/Makro-Objektive investieren. Oder würdet ihr mir zu einer anderen Vorgehensweise raten? Wie darf ich die Qualität des Kitobjektivs im Vergleich zu anderen Objektiven einstufen?
 
Knapp 450 Bilder lt. CIPA ist zwar nicht besonders viel, aber heisst trotzdem nicht dass du nur am Laden bist. Kauf dir einfach nen Ersatzakku für alle Fälle dazu und fertig.
Objektivmäßig vielleicht erstmal mit dem Kit bissl rumprobieren, bevor du unnötig für Brennweiten Geld ausgibst, die du effektiv ganz selten nutzt.

... nobody expects the spanish inquisition!!
 
Der Akku müsste 7,4Wh haben (1080mAh bei 7,4V), was nicht wenig ist. Es gibt aber Ersatzakkus die nit so teuer sind.

Ansonsten stimme ich poons voll zu.
Herumprobieren muss ja nicht 1 Jahr heißen, aber man bekommt bald ein Gefühl, welche Brennweite welchen Bildausschnitt bedeutet. Und kann entsprechend den Anforderungen Objektive kaufen.
 
Gibt es für einen geringen Aufpreis ein Objektiv, welches deutlich besser als das Kitobjektiv ist? Mir wäre es nämlich lieber, direkt was halbwegs Vernünftiges zu haben. Kann ja dieselben Werte wie das Kitobjektiv haben. Aber was ich bislang mit dem Kitobjektiv gesehen habe, konnte mich nicht so recht überzeugen.
 
Hm, da kenn ich mich garnicht aus.

Was um einiges besser sein sollte (aber auch teurer) ist vom Tamron das AF SP 17-50 f2.8
Allerdings ist es ein Objektiv eines Drittherstellers.
 
Von wem das Objektiv letzten Endes ist, spielt für mich keine Rolle. Entscheidend idt die Qualität.
Von der 600er gibt es verschiedene Ausführungen. Unter anderem auch ein Kit mit zwei Objektiven.

Wofür würdet ihr euch entscheiden? Lieber nur den Body und separate Objektive oder kann ich vorerst auch mit dem Kit glücklich werden? Ich kann leider mit den Bezeichnungen der beiden beiliegenden Objektive wenig anfangen. Was bedeuten denn diese Angaben? gehe ich recht in der Annahme, dass es sich bei den beiden Objektiven je um ein Zoom/Makro- und ein Weitwinkelobjektiv handelt?
 
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Also, ich fang mal an:

Von Canon gibt es zwei Sorten von Objektiven, EF und EF-S (und och Spezialobjektive wie das MP-E, TS-E). Die EF-Objektive sind Vollformat(VF)-tauglich und können an VF-Kameras wie der 5DII verwendet werden. EF-S Objektive können nur an Kameras mit einem APS-C Sensor verwendet werden, welcher kleiner als der VF-Sensor ist. Die 600D hat einen solchen.
Das bedeutet für dich, dass du EF und EF-S Objektive sowie die Sonderobjektive nutzen kannst.

Das 18-55 f3,5-5,6 ist das Kitobjektiv (gibts mit und ohne IS (=Bildstabilisator), wobei das mit besser ist) und eigentlich das Standardobjektiv. Es deckt die mittleren und "meistverwendeten" Brennweiten ab.

18-135 ist eher schon ein Superzoom, welches einen großen Brennweitenbereich in einem Objektiv abdeckt. Mit 135mm reicht es auch schon in den Bereich der Tele-Objektive hinein.

Das 55-250 ist das EF-S Tele-Objektiv und ein günstiges. Damit lassen sich weiter entfernte Sachen "heran holen".

Nun noch kurz zu den Bezeichnungen bei einem Objektiv:

Beispiel Kitobjektiv:
EF-S 18-55mm 3.5-5.6 IS II

EF-S ... für APS-C Kameras, nit VF-tauglich
18-55mm ... Brennweite des Objektivs (Normalbereich)
3.5-5.6 ... größtmögliche/weiteste Blende des Objektivs, beschreibt wie viel Licht das Objektiv durch lässt, kleinere Blendenwerte (z.B. f2,8) beschreiben eine höhere Lichtdurchlässigkeit
IS ... Bildstabilisator im Objektiv verbaut (Canon hat keinen IS im Body)
II ... 2. Generation des Objektivs, auch Mark II, ähnlich den Bodys (5D Mark II, 1D Mark III & IV)

dazu gibts noch mehr:
USM ... Canons Ultraschall-Fokussierantrieb, schnell und präzise
L ... Profi/Luxus-Serie von Canon, sehr gute Bild- und Bauqualität


Deine Annahmen sind nicht ganz richtig. 18-55 wäre ein Normalobjektiv mit Zoom, 55-250 eine Tele mit Zoom. Makro-Objektive sind bei Canon Festbrennweiten und werden als solche deklariert (MACRO-Zusatz, z.B. EF 100 f2.8 MACRO USM).
Also kannst du die 600D mit Kitobjektiv (18-55), mit Superzoom (18-135) und mit zwei Objektiven, dem Kit und dem Tele (55-250) kaufen.

So, ich hoffe, ich hab dich jetzt nicht mit Infos überschüttet.
 
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