hans_meiser schrieb:
Jetzt laufen 2 KI's gegeneinander. Innovation usw. denen überlassen. Was meinen wir, was dabei rauskommt?
Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch schon.
Selbst wenn die Arbeitsergebnisse der KI irgendwann wirklich richtig gut werden, würden langfristig gesehen (im Mittel) doch wieder die Anzahl und vor allem Qualität der
echten Mitarbeiter über Erfolg oder Misserfolg mehrerer gegeneinander in Konkurrenz stehender Unternehmen entscheiden:
Einfaches Gedankenspiel:
Firma A hat 100 Entwickler, welche alle mit fortschrittlichen KI-Tools arbeiten.
Firma B will kosten sparen und beschäftigt nur 50 Entwickler, welche ebenfalls mit KI-Tools arbeiten.
-> Welche Firma wird nach ein paar Jahren das beste Produkt anbieten können?
Ich denke folgendes:
Die KI-Tools werden vermutlich immer schneller, besser und billiger. KI-Assistenten und Gen-AI sind heute schon so billig, dass sie eigentlich jedem Mitarbeiter der davon profitieren kann problemlos als Werkzeug zur Verfügung gestellt werden können, ohne enormen finanziellen Aufwand dafür aufbringen zu müssen.
Der
Flaschenhals der dafür sorgt, diese generierten Daten in etwas nützliches/gewinnbringendes zu verwandeln sind am Ende die echten Mitarbeiter, welche die Outputs der KIs überhaupt erst generieren lassen, überprüfen, korrigieren, ergänzen und an der richtigen Stelle nutzen.
-> Firma B wird also Kosten sparen, aber Firma A mit doppelt so vielen echten Mitarbeitern dafür mehr/bessere Ergebnisse/Produkte liefern können.
Was wir aktuell sehen sind (oftmals scheiternde) versuche von Kosteneinsparungen durch KI.
Der Gedanke von: "
1 Entwickler mit KI schafft das gleiche wie 3 ohne KI, also entlassen wir 2" - ist in meinen Augen naiv und zu kurzfristig gedacht, da KI hier keinen Sprung in der Produktivität bedeutet, sondern (bestenfalls) einen Stillstand bei geringeren Kosten.
Sicherlich gibt es auch Bereiche wo weniger Mitarbeiter + KI komplett ausreichen, und mehr menschliche Mitarbeiter keinen zusätzlichen Gewinn versprechen, weil schlichtweg nicht mehr Nachfrage am Markt besteht.
Gerade im Bereich Software ist es aber doch in den allermeisten Fällen so, dass sich die durchsetzen, die mit dem größten Umfang, den meisten Features, der besten Kompatibilität, der besten Bedienbarkeit, der schnellsten Geschwindigkeit, Stabilität, Service usw. gegenüber abgespeckten "Billigvarianten" aus der Masse herausstechen können.
Hier kompetentes Fachpersonal zu entlassen, kann sich meiner (Laien-)Einschätzung nach also als schwerer Fehler erweisen, da man dahingehend zukünftig gegenüber Mitbewerbern, welche an den eigenen Experten festhalten, im Nachteil sein wird.