Aufteilung des Lohns auf 2 Praxen!

IAlperI

Lieutenant
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Apr. 2006
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Nabend,

mein Chef hat mir vorgeschlagen, meinen Lohn auf 2 Praxen aufzuteilen.
Damit würd ich mehr Netto bekommen.
Brutto bekomm ich 1.700€, nach der Aufteilung würd ich Netto 380€ von der einen Praxis und 1.200€ Brutto = 910,22€ Nettovon der anderen Praxis bekommen.

Meine Rechnung ist nun 1200 + 380 = 1580. ----> 1700 - 1580 = 120 differenz

Hat er mich um 120€ Brutto geprellt?:(

Danke im vorraus
 
1. um das zu sagen fehlt dein Netto von den 1700€
2. Ihr beide prellt wohl eher den Staat und die Sozialsysteme, weil die 380 € Netto wahrscheinlich über einen 400€ job laufen.
3. Am Ende bist du der Dumme, da deine Rentenansprüche geringer ausfallen werden und du im Falle einer Kündigung weniger Arbeitslosengeld bekommt.
 
Ich denke auch, dass es darauf hinausläuft, dass Sozialversicherungsbeiträge gespart werden. Diese werden von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen, daher haben beide was davon: Du mehr Netto vom Brutto und dein Chef geringere Lohnkosten. Der Haken: Geringere Rentenansprüche und geringeres Arbeitslosengeld im Falle der Arbeitslosigkeit.

@memphisray
Netto insgesamt dürfte ca. 100 € mehr sein: ~1.190 € vs ~ 1.290 €...
 
Zuletzt bearbeitet:
würdest du dann nicht bei einem 2.job / lohn dann in die höchste Lst-Klasse rutschen?

War jedenfalls bei mir mal so: Hauptjob (meißte Lohn) = St.Kl.1 / Nebenjob - St.Kl.6
 
Ne, weil gleicher Chef gleiche Firma.
Beispiel: Arbeitest in einer Mc Filalie als 30std kraft und in einer anderen Filalie als aushilfe ( 400€ ).
 
Bei zwei (oder mehr) Praxen, für die Du arbeitest, könntest Du Dich ggf. auch selbstständig machen und als Ich-AG für die Praxen als Dienstleister arbeiten.

Aber Spaß beiseite...
Ich sehe es wie die meisten hier.
Es wird im Grunde genommen dem Staat ein (legales) Schnippchen geschlagen, und Du musst abwägen, ob für Dich, für jetzt und auch für Deine Zukunft, mehr Netto wichtiger ist oder die höheren Rentenbeiträge und die Aussicht ein höheres Arbeitslosengeld bei eventueller Arbeitslosigkeit wichtiger sind.

@theblade
Wenn der Nebenjob mehr als 400 EUR im Monat einbringt, stimmt das.
Ich hatte das während meines Studiums (allerdings vor ewigen Zeiten) auch.
1. Job Kl 1
2. Job Kl. 6
 
Ich glaube, dass das steuerlich egal ist, am Jahresende bei der Erklärung wird es wieder zusammengerechnet.

Sozialversicherungsrechtlich hast Du vielleicht einen geringen Liquiditätsvorteil, Dein Chef auch, wenn er Sonderkonstrukte (400 Euro-Job) ausnutzt.

Arbeitsrechtlich ziehst Du eventuell den kürzeren, weil eine halbe Stelle meines Wissens im Rahmen von Sozialplänen etc. leichter zu kappen ist als eine volle. Ausserdem könnte es sein, dass Du Deine Betriebszugehörigkeit bei einem Wechsel aufs Spiel setzt.

Wenn Du tatsächlich für die beiden Praxen jeweils hälftig tätig bist, will vielleicht der Chef auf die interne Abrechnung zwischen den Praxen / Konsolidierung verzichten.

Ich persönlich würde es wahrscheinlich nicht machen. Warum gibt es denn überhaupt zwei Praxen? Eine Arzt- und eine Therapie-Praxis? Oder ist der AG sogar StB oder RA?
 
mschrak schrieb:
Ich glaube, dass das steuerlich egal ist, am Jahresende bei der Erklärung wird es wieder zusammengerechnet.

Die steuerliche Belastung müsste eigentlich sogar steigen, da ja weniger Sozialversicherungsbeiträge gezahlt weren, welche das zu versteuernde Einkommen mindern. Weniger Sozialversicherungsbeiträge bei gleichem Jahresbrutto = höheres zu versteuerndes Einkommen = höhere Steuern. Die geringeren Sozialversicherungsbeiträge dürften die höhere Steuerlast aber deutlich überkompensieren.

Edit:
Aufgrund dieser Zusammenhänge ist der Bund ja aktuell auch so scharf darauf, die Rentenversicherungsbeiträge zu senken:
- der Bund ist selber Arbeitgeber und zahlt Rentenversicherungsbeiträge für seine Angestellten -> Ersparnis für den Bund
- der Zuschuss des Bundes zur Rentenversicherung ist vom Beitragsaufkommen abhängig -> Ersparnis für den Bund
- Rentenversicherungsbeiträge werden zum großen Teil von der Steuer abgesetzt -> höhere Steuereinnahmen für den Bund

Ob eine Konsolidierung der Staatsfinanzen auf diese Art und Weise wirklich nachhaltig ist natürlich fragwürdig.
 
Zuletzt bearbeitet:
die rente bekommst du sowieso nicht wenn du dir mal ansiehst wie renten stetig gekürzt werden.
würde aufjedenfall mehr netto nehmen und das geld selber rücklegen oder investieren.

wer sich auf staatliche renten verlässt ist blind wie ein maulwurf.
 
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