Aus 4 mach 1

Almalexia

Commodore
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Aug. 2011
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Hallo,

ich möchte unter Ubuntu ein NAS also ein quasi NAS errichten. Es ist mir bekannt. dass es dafür NAS4Free und FreeNAS gibt. Alles schön und gut. Also ich habe 4 2TB Platten und möchte daraus eine einzige Partiton also 8TB machen. ? Wie geht das? Google habe ich schon bemüht und der spuckt nur Partitionsmanager aus.
Gibt es da noch eine andere Möglichkeit als ein RAID?
Danke! Vielen Dank für die Antworten!
 
JBOD .. RAID ...
geht auch als Softwareraid ...
 
Ich rate ab: Wenn dir deine Daten wichtig sind, mach kein Stripeset!

Wenn eine Festplatte ausfällt, sind alle Daten weg.

Stichwort: LVM (Raid 5) kann ich dir nur ans Herz legen.
 
Nennt sich JBOD
 
Da brauche ich aber einen Hardware-Controller? Wie komm ich zu JBOD?
RAID ist mir ein Begriff... Software genauso ?
Aber JBOD? häh?

RAID wollte ich eigentlich vermeiden...
Danke!
 
Gibt es das nicht, dass er bei der ersten anfängt und dann bei ider letzten aufhört. Nacheinander meine ich. Er schreibt eine HDD voll dann geht er zur nächsten? oder ist das eben JBOD. Weil bei Ubuntuuser bei LVM steht, das wenn eine festplatte kaputt geht, alle Daten weg sind.
 
Das ist auch so bei JBOD...
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Logical_Volume_Manager

eine andere Möglichkeit ändert aber dann auch nicht viel bei einem Datenträgerausfall ... Daten die weg sind sind weg und Daten die auf 2-3 Festplatten verteilt waren sind damit auch kaputt.

Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, den genauen Überblick darüber zu behalten, auf welchen Physical Volumes ein Logical Volume zu liegen kommt, denn die Verteilung auf die Physical Volumes innerhalb einer Volume Group wird vom LVM automatisch vorgenommen. Bei leistungskritischen Anwendungen kann jedoch darauf geachtet werden, dass simultane Plattenzugriffe auf verschiedene Physical Volumes verteilt werden, um die Bewegung der Schreib- und Leseköpfe zu optimieren. Darüber hinaus ist es in der Praxis üblich, die Verteilung so zu steuern, dass ein Logical Volume sich nicht auf zu viele Physical Volumes verteilt. So können die Auswirkungen eines Festplattenausfalls begrenzt werden. LVMs besitzen üblicherweise entsprechende Befehle, um die Verteilung der Daten auf den Physical Volumes im laufenden Betrieb zu prüfen und zu ändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Muckle schrieb:
RAID wollte ich eigentlich vermeiden...
Warum? Ohne RAID oder JBOD wirst Du Dein Ziel kaum erreichen. Ob JBOD oder RAID 0 ist im Falle eines Ausfalls egal, da sind mehr oder weniger alle Daten verloren. Nur ein RAID mit Parität wäre ein Ausweg, ersetzt aber auch kein Backup und Du bekommst dann auch 4x2TB auch keine 8TB.
 
@ Holt

LVM ... wäre auch nen Deal aber ist eigentlich auch nen JBOD nur mit Festplattenpartitionen die man verändern könnte von der Größe her .
 
Das Problem bei JBOD ist ist ja, dass die Verwaltungsdaten (Directorystruktur, MFT) dann meist auf der einen Platte stehen und die Dateien auf einer anderen, so dass ein Filesystem welches sich ja dann über mehrere Platten erstreckt, ebenfalls unbrauchbar wird sobald eine davon ausfällt. Ob der LVM daran was ändert?

Ein Backup ist jedenfalls immer noch die einzige Möglichkeit einem Datenverlust (relativ) sicher vorzubeugen, daher sollte man bei wichtigen Daten nicht darauf verzichten. Profis machen die Backups ja auch nicht aus Spaß.
 
Einfach Raid 5 erstellen, dann hast du den Stress nicht... Warum alles so unnötig kompliziert machen....

Geht dir zwar einiges an Performance und Speicher flöten (3 von 4 nutzbar, bei Softwareraid zwischen 20 und 100MB/s Übertragungsrate), aber dir kann eine x-beliebige Platte verrecken, ohne das dir Daten verloren gehen.
 
Auch ein RAID 5 ersetzt kein Backup! Wer es nicht glaubt, wird hoffentlich nie mit dem Gegenteil konfrontiert. Deine Angaben zur Performance von SW RAIDs sind übrigens totaler Mist, da man diese so pauschal nicht machen kann. Was meinst Du überhaupt? Leserate? Schreibrate? Von welcher HW gehst Du aus? Es gibt SW RAIDs die einige GB/s erreichen!
 
@Holt, und was soll ich Deiner Meinung zur Datensicherung einsetzen? Alles wieder auf eine externe Festplatte sichern. Mein NAS soll ja genau das übernehmen, nebenbei soll es auch alles Daten Zentral anbieten. Mit LVM habe ich mich schon auseinandergesetzt, allerdings fühle ich mich ein bisschen im Regen stehen gelassen. Eigeninitiative schön und gut, tue ich ja auch, aber hier scheiden sich die Geister. Ich habe jetzt frei nach dem Motto: Learning by Doing aufgesetzt. Das heißt, ich habe das LVM während der Installation aufgesetzt, die meisten LVMs beziehen sich ja auf die nachträgliche Erstellung im Terminal. Wie binde ich das jetzt ein? Zählt das als Laufwerk? und wie soll ich das einbinden?

In Sachen RAID und LVM bin ich Neuling. Sorry!
Danke!
 
Holt schrieb:
Auch ein RAID 5 ersetzt kein Backup! Wer es nicht glaubt, wird hoffentlich nie mit dem Gegenteil konfrontiert. Deine Angaben zur Performance von SW RAIDs sind übrigens totaler Mist, da man diese so pauschal nicht machen kann. Was meinst Du überhaupt? Leserate? Schreibrate? Von welcher HW gehst Du aus? Es gibt SW RAIDs die einige GB/s erreichen!

Jetzt bleib mal bitte auf dem Teppich und halt den Ball flach!

Ich habe diverse Software-Raid 5 unter Windows XP, Win 7, Server 2003-2008 und auch in den "OnBoard Raid-Controllern" (NF680i SLI, P55 etc) (Pseudo-Hardware-Raid) gebaut.

Die niedrigste Schreibrate mit einem Intel Q6600/i3-530 lag bei min. 20MB/s, höchstens bei 60MB/s, die Leserate immer ca. bei 100MB/s.

Deshalb habe ich die Angabe 20-100MB/s gemacht - das sind von mir gemessene Werte - und deshalb nicht totaler Quatsch.

Zudem wollte ich hier nicht auf absolute Werte aufmerksam machen, sondern nur das die typische Performance von SW-Raid5 üblicherweise in diesem Bereich liegt.

Außerdem habe ich NIE behauptet, dass ein Raid ein Backup ersetzt, lediglich dass die Verfügbarkeit mit einem Raid5 deutlich höher ausfällt als ein Raid1 oder Raid0! - Zudem ist es nicht meine Pflicht darauf hinzuweisen, ich gebe lediglich Hilfestellung und beantworte konkrete Fragen.

So... und jetzt zu dem Thema, dass es SW-Raids (CPU-basiert(!!!)) gibt, die mehrere GB/s erreichen. -> Ich will Fakten! Und zwar zu diesem Thread passende: Typisches Home-System.

Also schieß los.
 
Sephe, die schnellsten aktuellen 3.5" HDD schaffen auf den äußeren Zylindern 200MB/s und auf den inneren die Hälfte, wenn Du also nur 20MB/s bis 100MB/s bekommen hast, dann waren das entweder uralte Platten, das RAID falsch aufgesetzt, es wurden die Werte falsch ermittelt, Windows SW RAID ist schlicht lahm oder es ist was anderes falsch gelaufen, wie die Platten haben an einem PCI Controller gehangen. Unter Windows habe ich auch nie ein SW RAID gebaut, zu dessen Performance kann ich also nichts sagen.

Und natürlich kann man bei der Einschränkung auf Typische Home-Systeme kein SW RAID mit mehreren GB/s erreichen, denn typischerweise haben Heimanwender dafür nicht die ausreichende HW, also nicht genug schnelle Platten bzw. SSDs und auch keine passenden HBA, denn der Durchsatz der SATA Controller der Chipsätze ist ebenfalls so bei 1.6Gb/s für alle Ports zusammen und typischerweise werden dann auch keine SW RAIDs sondern Fake RAIDs daran realisiert. Was dann gehen kann, weißt Du aber sicher selbst, sonst hättest Du diese Einschränkung nicht gemacht, denn eine moderne, leistungsstarke CPU bekommt einige GB/s locker hin, aber eben nicht mit 4 2TB HDDs, das ist auch klar.
 
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