Austausch unter IT-Professionals - Erfahrungen, Tipps, Fachsimpelei

Kubevirt und die darauf aufbauenden Produkte kannst in der Pfeife rauchen wenn es um große VM und Performance geht. Wenn dann noch Windows VM dazu kommen. Das macht keinen Spaß.
 
Für OpenStack braucht man eine Halbtagskraft, die sich darum kümmert.
Läuft der Unterbau, gibts eigentlich nichts Vergleichbares.
Problem ist hier, dass man von den Features echt erschlagen wird.

Komplett andere Frage, habt ihr beim Kunden oder selbst "Managed Detection and Response" von der Telekom im Einsatz?
Ich habe es die Woche das erste Mal im Einsatz gesehen und bin mir noch nicht sicher um wieviel es besser ist, als ein normales Enterprise AV.
 
Ich empfehle wirklich schaut euch https://xcp-ng.org/ an. Das fühlt sich an wie VMware, alles an einer Stelle. Die Preise sind auch OK. Xen als Hypervisor ist auch durch entwickelt.

Bei den Produkten der Telekom bin ich da immer skeptisch. Wo ist da der Unterschied zu Defender oder Darktrace und was noch so alles gibt?

Ich habe auch eine konkrete Frage in die Runde zum Thema Windows PKI und Linux. Wie bekomme ich die Zertifikate aus einer Windows CA sauber automatisiert so das ich diese aus der Windows PKI in Linux nutzen kann? Jemand Erfahrungen in dem Bereich?
 
Ich würde mal gerne einige Meinungen zu diesem Fall hören:

Vor etwa 5 Wochen hatten wir den Fall, dass von einem Kunden (er bei M365, wir bei M365) eine Phishing Mail bei uns einging, auf die einer unserer Mitarbeiter reagiert hat.
M365 hat aber den Klick als böse erkannt und sofort Alarm geschlagen.

Der Mailheader wies keinerlei Spuren von Spoofing auf. Mit mehreren Tools analysiert. Davon ab ist es, soweit ich weiß, zwischen zwei M365 Domänen sowieso so gut wie unmöglich zu spoofen und damit durch die Filter zu kommen. Ist für mich auch logisch nachzuvollziehen, wenn da M365 als Absenderserver steht, dann müsste der M365 Empfängerserver das ja noch einfacher validieren können als bei einer Mail von einem Google Mailserver.

Wir sind dann mit einer Person aus dieser Firma in Kontakt getreten und haben den Vorfall gemeldet.
Der ursprüngliche Kontakt hat sich darauf hin in einer Stellungnahme gemeldet, das wäre Spoofing und passiert Millionen Mal am Tag. Dass alle Spoofing Tests bestanden wurden, wurde ignoriert.

Wir haben alle Mails der Domain in die manuelle Freigabe geschickt. Es kam aber nichts verwerfliches mehr.
Der Kontakt hat dann auch kurz darauf angefangen digital signierte Emails zu senden.

Nun, 5 Wochen später kommt wieder eine Phishing Mail vom gleichen Absender. Oder genauer gesagt 5 Stück, immer an 2-4 unterschiedliche Mitarbeiter in BCC (4 msg ids im email trace bei 12 Empfängern). Ab der dritten Mail hat M365 dann auch selbstständig geblockt, die ersten gingen aber durch.

Mailheader wieder sauber, kein Spoofing zu erkennen. Wir haben den Mailheader zusätzlich auch von 4 non-training-data LLMs (Gemini 3.1, GPT 5.2, Sonnet 4.6, Mistral 3) validieren lassen. Alle sagen: Kein Spoofing, anhand des Headers schon klare Phishing Merkmale, höchstwahrscheinlich Absenderkonto kompromittiert.

Erneut erhalten wir wieder aus deren Führungebene die Info: gefälscht, stammt nicht von uns, bitte diesbezüglich nicht kontaktieren. Mit ~500 Mail Adressen im "An" Feld.....
Die neue Phishing Mail war nicht signiert, die neuen Ausreden hingegen schon.

Wir haben die Domain jetzt wieder auf manueller Freigabe.
Wir würdet ihr mit diesem Fall umgehen? Hat euer AG schonmal einen Partner komplett ausgesperrt weil das Risiko zu groß war?
 
Klar, und gerade bei so einem beharrlichen Fall würde ich der Sicherheit den Vorzug geben, dann mußt der Partner eben zum Telefon greifen, wenn er mit jemanden bei Euch sprechen möchte.
 
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h00bi schrieb:
Hat euer AG schonmal einen Partner komplett ausgesperrt weil das Risiko zu groß war?
Klar, mache ich regelmäßig. Gibt ja mittlerweile Phishing das auch MFA aushebelt weil es die Sitzungen im Browser angreift. Das muss extra abgesichert werden.
 
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Cooler Thread, hatte schon gedacht es gibt hier nur Leute die so tun als ob sie in der IT arbeiten. :P
konkretor schrieb:
Tolle Wurst heute bekommen. VMware Preise für die Auslaufenden Lizenzen bekommen.
Statt knapp 100 K für 3 Jahre sind es 500 k pro Jahr. Eine echte Alternative ist bei der Größe mit Backup gar nicht so einfach umsetzbar. Dazu kommen noch die Hardware Preise für neues Blech für die Test und Migration Umgebung.
Hannibal Smith schrieb:
Ist halt die Frage wie die Umgebung aussieht und ob man eine Chance auf PVE hat (Zertifizierung etc.)
Wie sieht Nutanix preislich aus?
Welche Alternativen gibt dann sonst noch? Ist Hyper-V eine echte Alternative oder macht man das ehr nicht?
xexex schrieb:
Kommt drauf an was man hatte, bei 100k Lizenzkosten, wird es ja mehr als nur eine Kiste gewesen sein. Hyper-V hat eine Menge Vorteile, aber natürlich auch Nachteile.
Versteh nicht wie man von VMware zu dem nächsten großen amerikanischen Anbietern wechseln kann um sich dann selber auf die Schulter zu klopfe. Egal ob Nutanix oder Hyper-V. Die Bepreisung bei Microsoft fand ich persönlich extrem undurchsichtig (extra Kosten pro Container?!). Und auch sonst, was hindert die anderen Anbieter die Lizenzkosten einfach anzuheben nachdem man so toll eine Migration vollzogen hat?

Wenn man Citrix nutzt scheint es ja recht nahe zu liegen auf Xenserver zu gehen, da diese bereits eingepreist sind, bis auf sonder Features. Performancetechnisch haben wir da wohl zwar leichte Nachteile zu VMware aber immerhin ist es eine Option.

Proxmox ist doch die optimale Lösung für alles was eben nicht Citrix abhängig ist, wir arbeiten hier aktuell daraufhin alles zu migrieren. Und dann temporär dreigleisig zu fahren.
 
Wir planen aktuell auf HPE VME zu gehen. Haben HPE Server und die sind Technologiepartner von Veeam, ergo wir müssen nicht auch noch das Backup wechseln. Die auslaufende Wartung der VMware Lizenzen wird nicht verlängert. Und wenn HPE doof macht, ist der wechsel zu Proxmox nicht mehr ganz der große Aufwand da beides KVM.
 
Snakeeater schrieb:
Die Bepreisung bei Microsoft fand ich persönlich extrem undurchsichtig (extra Kosten pro Container?!).
Die Bepreisung von Microsoft ist simpel, es kostet nichts wenn du darauf lizensierte Windows Server betreibst, die Hyper-V Lizenz gibt es praktisch für Lau.
 
xexex schrieb:
Die Bepreisung von Microsoft ist simpel, es kostet nichts wenn du darauf lizensierte Windows Server betreibst, die Hyper-V Lizenz gibt es praktisch für Lau.
Verstehe leider nicht warum man freiwillig Windows Server einsetzen würde.

Exchange und AD sind doch schon genug Schrecken.
 
Snakeeater schrieb:
Verstehe leider nicht warum man freiwillig Windows Server einsetzen würde.
Weil sich Business und die damit verbundene Applikationsvielfalt sehr oft um solche Server dreht. Hier geht es nicht um privates Umfeld, wo sich jemand was zum Basteln hinstellt und irgendwelche "religiösen" Ziele verfolgt.

Ich werde hier aber sicherlich keine Grabenkämpfe für Windows austragen. Fakt ist nur, Hyper-V ist umsonst, wenn man nicht reine Linux Cluster betreiben möchte. Wenn man komplett Richtung Linux schwenkt, bietet es sich hingegen an auf Docker oder Kubernetes zu setzen und kann sich die Virtualisierung sogar sparen.
 
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Snakeeater schrieb:
Cooler Thread, hatte schon gedacht es gibt hier nur Leute die so tun als ob sie in der IT arbeiten. :P



Versteh nicht wie man von VMware zu dem nächsten großen amerikanischen Anbietern wechseln kann um sich dann selber auf die Schulter zu klopfe. Egal ob Nutanix oder Hyper-V. Die Bepreisung bei Microsoft fand ich persönlich extrem undurchsichtig (extra Kosten pro Container?!). Und auch sonst, was hindert die anderen Anbieter die Lizenzkosten einfach anzuheben nachdem man so toll eine Migration vollzogen hat?

Wenn man Citrix nutzt scheint es ja recht nahe zu liegen auf Xenserver zu gehen, da diese bereits eingepreist sind, bis auf sonder Features. Performancetechnisch haben wir da wohl zwar leichte Nachteile zu VMware aber immerhin ist es eine Option.

Proxmox ist doch die optimale Lösung für alles was eben nicht Citrix abhängig ist, wir arbeiten hier aktuell daraufhin alles zu migrieren. Und dann temporär dreigleisig zu fahren.

Wenn es wirklich so einfach ist den Hypervisor zu wechseln, wieso sind dann nicht alle gewechselt?
Es muss ja einen Grund geben, wieso man nicht so einfach wechseln kann. Das lese ich meistens von Leuten die IT für Firmen machen kleiner 500 Mitarbeiter. Für kleine KMU mag das ohne Probleme möglich sein. Für größere Firmen / Enterprise wird das sehr schwer.
Das Hauptproblem ist einfach die Supportkette bei der Software die auf dem Hypervisor läuft. So lange sich die Software Anbieter nicht bewegen so lange wird es auch kaum wechsel geben.
Wer den Hypervisor wechselt muss auch seine Backup Strategie anpassen. Große Firmen setzen direkt auf SAN mit VMware. VMFS macht da einen super arbeit. Macht mal mit Proxmox oder Citrix Xen/ Vates direkt SAN Storage. Da kotzt ihr im Strahl. Der Support ist da sehr eingeschränkt. Ein Storage wechselt du auch nicht so aus. Bei einem Produkt wechsel muss die ganze Mannschaft umgeschult werden, das kostet auch Zeit / Geld.

Hört bitte auf solche pauschl Aussagen raus zuhauen, dann wechselt doch zu Proxmox. Wenn du Look and Feel haben willst wie bei VMware, dann schau dir https://xcp-ng.org/ an. Das kommt VMware sehr nah.
 
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Also ich kann es auch nicht nachvollziehen warum vom VMWare auf Nutznießer gewechselt wird, passiert aber wie mir scheint recht häufig.

Die Supportkette sollte man wirklich nicht unterschätzen. Am Ende vom Tag hast du aber ner gewissen Größe quasi durchgehend irgendwelche Probleme und bist damit auf den Support angewiesen.

Da hat man öfters kaum ein Wahl. Bezüglich Schulung finde ich das aber eher ein Scheinargument. Gib den Leuten Zeit zu lernen, dann bekommen die das auch hin. Man muss Sie halt machen lassen ist d nicht nur Dünnbrettbohrer haben....

Deswegen aus meiner Sicht Linux wo es nur geht, dann passt überwiegend auch dad Mindset um agil zu sein.
 
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Wir planen aktuell einzelne Cluster auf Proxmox umzuziehen, aber haben hier momentan z.B. Abhängigkeiten, weil wir diverse SAP Systeme für Kunden hosten und SAP (noch) kein Proxmox supported.

Oder quasi alle für Proxmox den Einsatz von CEPH empfehlen, aber wir aktuell fast alle Cluster mit verschiedenen shared Storage Lösungen betreiben und aktuell ein paar hundert TB an SSDs zu kaufen, um Hosts nachrüsten, dank KI überhaupt keine Freude bringt.

Bei Kunden vor Ort haben wir meistens nur den klassischen Aufbau mit 2x ESXi Host und 1x Backup. Ebenfalls mit iSCSi oder Fibre Channel zum Storage. Hat mit ner vSphere Essentials Plus immer bestens funktioniert. Jetzt bekommen die Kunden nicht mal mehr ein Angebot von Broadcom. Da tendieren wir aktuell auch Richtung HPE VME, weil ein 2 Node Cluster mit Proxmox auch nicht das Wahre ist und bis zum nächsten Hardware Refresh sind es meistens noch 3-4 Jahre und aktuell möchte wie gesagt auch kaum jemand neue Hardware kaufen, bzw. bezahlen.

HPE VME hat zumindest theoretisch den Vorteil der "großen" Supportkette dahinter. Wobei die (zumindest bei uns) in letzter Zeit auch eher mäßig funktioniert.

Macht momentan leider alles eher wenig Spaß.
 
Snakeeater schrieb:
Verstehe leider nicht warum man freiwillig Windows Server einsetzen würde.
Och die funktionieren wunderprächtig. HyperV sehe ich aber maximal als Notlösung, da fehlt es ja schon an den Basics.
 
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