Backup-Architektur Workstations Clients Heimnetzwerk

3!93D

Ensign
Registriert
Juli 2025
Beiträge
131
Grüße an die CB-Community, wer sich beteiligen möchte ist gerne willkommen. Ich weiß nicht genau wie ich anfangen soll und beschreibe mein Vorhaben. Erstmal als Diskussionsgrundlage.

ich plane eine backup strategie, nicht nur 3-2-1 erfüllt darüber hinaus die 3-2-1+1-0
Und das etwas weiter segmentiert in 1-1-1-0
kostenpflichtige cloudspeicher werde ich weiter nutzen (verschlüsselte-Archiv Container oder auch plain) und unter Umständen die "for free" angebote meist 5 GB pro account, vielleicht einbeziehen, in einem verrschlüsselten container/ plain für kleinere Datensätze als terziäres Backup Ziel.

Es gibt folgende Anforderungen an die Informationen die gesichert werden:
Dateien die 3-2-1+1-0 erfüllen und Dateien oder Betriebsysteme die 1-1-1-0 erfüllen und dort sind Neuinstallation und Konfiguration möglich eher komfort.

kurz erläutert:

Regel, Bedeutung und der Soll Zustand

3-2-1+1-0
3 Drei Datenkopien insgesamt 1 original und 2 kopien, für die essentiellen Daten die dann meist noch analog vorliegen Domumente auf Papier und Bilder in Fotoalben zusätzlich vorhanden.

2 Zwei unterschiedliche Speicherarten der kopien

1 Eine Kopie außerhalb des Standorts da bin ich mir noch nicht ganz im klarem ob Dachboden und Garage ausreichend sind, oder ob ich jedesmal x Kilometer zum Standort B fahre die Sicheurng abhole und wieder zurück bringe, oder und die Cloud nutze.

+1 Eine zusätzliche offline oder unveränderbar (immutable) gesicherte Kopie Ransomware Schutz

0 Null festgestellte Fehler bei regelmäßigen Wiederherstellungstests

1-1-1-0
1 Datenkopie
1 Speichermedium
1 Ort
0 Fehler Wiederherstellung

Ist Situation
im Heinnetzwerk sind mittlwerweile ~20 geräte aktiv, von Laptop, PC Workstation und Gaming, smartfone tablet und weiteres tv drucker, IOT etc.
die betriebssysteme der smartphnes, tablets, PC, Laptop können gesichert werden oder sollen nicht gesichert werden (auch abänging der zu sichernden gesamt menge), das muss ich noch definieren, aber die Dateien darauf schon Fotos, videos, Dokumente evtl. mails whatsapp / Messenger Backups bin ich am klären ob das in die Cloud allein gesichert wird, lokale Bakups der aplle endgeräte ist etwas komplizierter geworden wie iTunes bald nicht merh da ist? etc.
Z.B. bei absturz des OS -> neuinstallation und Backup der Daten einspielen

die Workstations sind ein Sonderfall mit dem Laptop. zwei Workstations mit jeweiles tripple boot konfiguriert, Windows 11, Proxmox und ubuntu. auf beiden Workstations steht auch ein ZFS Storagepool zur Verfügung den ich mit dem Windows 11 teile (zfs export import) und Laptop (Secure Boot deaktiviert):
Tripple Boot wie schon erwähnt mit Windwos 11, POP!_OS, Proxmox

Backup das bisher ausreichte:
2 externe HDDs verschiedener Hersteller die alle 5 Jahre erneuert werden und identischen inhalt haben.
Aktuell:
Da mir kürzlich erst eine etwa 1,5 Jahre alte Backupplatte abgeraucht ist und ich nun ein Backup aller daten in Cloudspeicher geschoben habe, bei zwei anbietern 6x 1TB und 2TB als Abo für mtl. ~45€ plus weiterer Dienste.
(Micorosft und Apple), denn wäre die Zweite Platte ausgefallen -> alles weg und so wurden die Bakcups in die Cloud geschoben.
Zum einen bei apple sehr komfortabel wir nutzen nur iPhones und iPads. Micorosoft geht wegen der MS Office Suite und 1TB pro anwender Cloudspeicher.

Diese Cloudanbindung möchte ich halten bzw. ist das eine weitere terziäre Instanz und arbeite nun an einem neuen Konzept.
Parallel lasse ich mich von Chatgpt beraten und hole mir weiteres wissen über diesen Thread hinzu.

Storage vorhanden aktuell:
externe Datenträger Festplatten:
3x 5TB USB 3.0 HDDs nicht älter als 3 Jahre
1x 6 TB HDD 1,5 Jahre alt
1x 1TB usbc nvme SSD ~ 2 Jahre

Hardware: funktionierendes Magnetband aktuell eingelagert etwa 10 Jahre alt und doppelt vorhanden tapes bis 200/ 400gb GB möglich, Tapes muss ich noch besorgen , hat auch einen Netzwerkanschluss.

Die wichtigesten Maschinen:
Workstation1
ZFS Storage als RAIDz1 4x 4TB SSD SATA , 3x 4TB nvme SSD alter ein jahr zentraler Storageknoten

Workstation 2
ZFS Storage RAIDZ1 6x 2TB HDDs und 4x ZFS 2TB nvme single disks für Homelab Projekte
und 2x 2 TB nvme ssd Für OS und eine 250 GB SSD SATA für Proxmox je 4 jahre alt, sekundärere Storage Knoten auch dort landen die 1-1-1-0 Sicherungen und denke auch der PBS server geplant.

zwischen Workstation 1 und 2 ist eine 10 GBIT Verbindung

Laptop (Secure Boot deaktiviert):
Tripple Boot wie schon erwähnt mit Windwos 11, POP!_OS, Proxmox

benötigter Speicher
Datenmenge die 3-2-1+1-0 erfüllt die große unbekannte ich denke etwas um die 1TB und die
drei Tripple Boot maschinen das sind dan etwa 7TB insgesamt hier reicht eine einfache Sicherung -> Neuinstallation möglich.
beim Sichern der Tripple boot maschinen kann auch eine ext. USB Disk ausreichen, die sollte da etwas schiefggehen neuinstallation.
Datenmenge die 1-1-1-0 erfüllt variabel zwischen 3-5 TB je nach Umfang der Projekte die ich gerade betreibe, Datenverlust ist auch via neuinstallation abgedeckt, hier ist der Komfort im Vordergrund, bevor wieder alles neu hochgezogen wird. Es geht mehr um sicherungen der VMs und Configs dafür würde ein PBS-Server zum einsatz kommen, der auch mit dem PBS-Client Daten von Windows PCs annehmen kann und diese sichern würde, müsste dann als VM/ Baremetal vorhanden sein im Netzwerk.

angedacht ist:

Stroageknoten Workstation 1:
ist der Zentrale Storage knoten und bekommt ein WOL Signal und wird bei bedarf hochgefahren, wenn ein SMB Zugirff erfolgt, wird dann wieder heruntergerfahren dort landen alle zu sichernden Dateien. Von dort sollen dann die Daten regelmäßig ins Archiv wandern vorzugweise auf HDD extern und das Magentband. dafür plane ich auch, über HASHES die Dateien zu katalogisieren und noch in einen Readonly-Modus zu setzen damit nichts verändert werden kann oder es auffällt wenn was verändert wurde.
Die Clients selber können den Storageknoten 1 und 2 erreichen via smb, iscsi und nfs die smartgeräte würden via weboberfläche irgendetwas bekommen vorzugsweise mit ubunbtu und Proxmox Kompatibel und könnnen dann lokal im Netzewrk die Dateien übertragen.

Betriebsarten:

Workstation 1 & 2 Proxmox betrieb wenn alles hochgefahren wird meist am Wochenende Freitag Nachmittag bis Montag früh im Dauerbetrieb bei bedarf, wie jetzt im Winter, wenn ich mehr drinnen bin:
Ein Homelab mit verrschiedensten virtuellen Maschinen die auch in einem Proxmox HA Cluster arbeiten, mit einem Laptop als Witness. Hier ist eine komplette Systemwiderherstellung wünschenswert, das aufsetzen dieser Geräte ist schon sehr aufwendig.

Standard Betrieb nur eine Worksation ist oben und es wird ein HA-Cluster ausfall geben, bewusst manche maschinen sind dediziert auf Knoten 1 oder 2 andere wiederum als HA auf beiden Verteilt.

Oder alle Drei sind hochgefahren, ein windows 11 ein Ubuntu ein Proxmox etc.

Clients PC Laptop Smarte Endgeräte:
Windows Endgeräte: gehen ins netz und bekommen ein SMB Netzlaufwerk wo dann in einer Ordnerstruktur alles abgelegt wrid neben dem eigentlichen auch in der Cloud Vorhandenen Speicherplatz - doppelt vorhandene Daten nicht ideal aber dopplet gesichert im terziären Ziel.
Die User (meine Familie) :) ich möchte kein Bereichtigungsnirvana die Dateien können von allen eingesehen werden nur vom Admin gelöscht werden wenn im Backup gelandet. evtl. richte ich mit der Zeit auch Private Home Laufwerke ein in einer Erweiterung. Bisher habe ich noch einiges vor mir.

Jetzt die Frage wie gehe ich gezielt vor um das zu erfüllen. Wenn möglich nach dem KISS Prinzip (Keep it Simpel Stupid)

Zielzustand:

Desaster Recovery von WS 1 und 2 und einem Laptop also ich habe eine Möglichkeit zum Zeitpunkt X Sícherung wieder einspielen oder neu aufsetzen mit den Sicherungen im Funktionierendnen Zustand dieser Drei Endgeräte (eine Sicherung).
Datensicherung der Clients was die User in die Verzeichnisstruktur schieben bleibt. auch eine Quota einführen den Platz begrenzen.
Sollte noch etwas Platz vorhanden sein im Storage dann evtl. noch ein Laptop und Smartfones/ Tablet in die Sicheurng einbeziehen, ca.3 TB zusätzlich notwendig und die iTunes Thematik.

und ich benötige weitere USB Externe Datenträger was bei den aktuellen Speicherpreisen etwas ärgerlich ist, denke an 10-20 TB ext HDDs doppelt und die Magent bänder nicht mehr als die erwähnten 1 TB sichern wichtige Daten und die restlichen Sicherungen auf den 2 ext. Festplatten belassen.

Da ich ZFS Filesystem nutze wäre ein ZFS send Recieve eine Option, auch die Snapshot Funktion und die Systemimages mit clonezilla/ rescuezilla auf ext. USB platten schieben. Bei Proxmox dann auch PBS zum Einsatz bringen, dort ist evtl. auch ein Sichern der Physischen Geräte mit dem PBS-Client möglich zumindest die Dateien auf PCs und Laptops.
Die UEFI Bott partitionen seperat sichern und beim wiederherstellen muss ich vorsichtig sein das wieder alles seinen richtigen Platz findet.

Vorab schon mal vielen Dank für euren Input
 
Knifflig, weil viele Varianten.
Ich würde ganz anders starten: Welche Daten sind wirklich sichernswert?
Warum liegen diese überhaupt lokal auf den Geräten?

Ich hab hier zum Beispiel ein Dual-Boot W11, da läuft nur die Steuersoftware und Skygo. Davon wird überhaupt nichts gesichert.
Wenn was grundsätzlich sichernswert ist, schiebe ich das zuerst mal in meine Nextcloud. Bevor ich mir Gedanken über weitere Backups mache.

Wieviel Retention willst du denn anstreben?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sikarr
Ok bei so einer komplexeren Backup Struktur brauchst du was ordentliches.
Da du privat bist und schon eine Proxmox Umgebung hast würde ich dir empfehlen Veeam Back & Replication Community Edition dort sind 10 Workloads for free.

Dann installierst du den Veeam Agend for Windows an deiner Workstation.
Richtest die Repos ein, was wie wo.
Und dann baust du Jobs damit deine Kiste entsprechend gesichert wird.

Gerade beim Thema Desaster Recovery kommst du an Veeam kaum vorbei.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sikarr
Eine heiden Arbeit für ein Backup, ist das überhaupt in der Form nötig oder wird das ganze so kompliziert umgesetzt "weil ichs kann"?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sikarr
Grundsätzlich so simpel wie möglich, aber diese Umgebung aufzubauen ist schon zeitintensiv, vor allem weil ich es immer "zerschießen kann" Oder warum auch immer eine schadsoftware die mir das alles zerschießt? ich benötige Wochen bis alles wieder am Start ist.

so wäre bevor alles losgeht eine Zentrale ist Sicherung in meinen Augen sinnvoll.
Eingerichtetes Proxmox HA cluster
Windows 11 as is x 3
ubunutu as is x 2 und
pop!_OS as is x1

normalerweise läuft ja alles man weiß aber nie was so ist, windows 11 neuinstalliern mit set liste geht ja noch und die Linux gehen ja auch, ich denke aber ein Image zurückspielen ist evtl. schneller?
Veam habe ich einen bekannten der mich dabei an die Hand nehmen könnte kenne mich noch nicht aus damit.
Wünschenswert wäre das Golden Image mit allen notwendigen Softwaremodulen das ich zurückspielen könnte.
 
Ich würde das Ganze deutlich einfacher halten und nicht unnötig viele Backup-Systeme und Sonderlösungen miteinander kombinieren.

Für die Windows-Clients würde ich Veeam Agent Free verwenden. Damit kannst du automatisiert komplette Systeme oder einzelne Volumes auf ein SMB-Share sichern und im Ernstfall auch Bare-Metal-Restores durchführen.

Für Proxmox würde ich auf Proxmox Backup Server (PBS) setzen. Damit sind VMs und Container inklusive inkrementeller Backups und Deduplizierung abgedeckt.

Die wirklich wichtigen Daten würde ich zentral halten und nach dem 3-2-1-Prinzip sichern: lokal, zusätzlich auf externe HDDs und verschlüsselt in die Cloud. Mindestens eine Kopie sollte offline oder unveränderbar sein.

Ausserdem würde ich dir empfehlen, weniger auf Golden Images und stärker auf automatisierte Installationen zu setzen. Mit einer unattend.xml, PowerShell und Winget kannst du Windows inklusive Anwendungen und Konfigurationen weitgehend automatisiert neu aufsetzen. Das ist langfristig deutlich wartungsärmer als ständig aktualisierte Golden Images und unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware.

Die vorhandenen USB-HDDs kannst du rotierend verwenden. Das Magnetband würde ich bei diesen Datenmengen eher weglassen.

Wichtiger als eine komplexe Backup-Architektur sind meiner Meinung nach automatisierte Sicherungen, regelmässig getestete Restores und eine klare Trennung zwischen Daten, Systemen und reproduzierbaren Konfigurationen.

Veeam Free + PBS + Cloud-Backup + automatisiertes Deployment decken schon sehr viel ab, ohne dass du dir eine halbe Enterprise-Infrastruktur ins Heimnetz stellen musst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3!93D, sikarr und d3nso
@AAS also windows 11 mit Veeam Agent in der Free der einfach ins SMB Schreibt?
Proxmox PBS ist gesetzt und schreibt aber auf den ZFS Storage des Hosts WS1 vom Proxmox HA Cluster
Die wichtige Daten sind aktell auf einer HDD uns noch unverschlüsselt in der Cloud, wie stelle ich ich es als unveränderbar ein reicht es einfach Ready only setzen?

so automatisierte installationen, da habe ich schon gehversuche, doch mit jedem WIndows 11 Update halbjährig, muss doch auch die autounatendant.xml angepasst werden? Oder bleibt diese einfach nur bestehen und ich gebe es dem entsprechenden USB-Installations medium mit und hole mir alles was benötigt wird mit win-get?

ich suche mal einen genarator für die autounatenden.xml und packe alles was ich benötige rein. theoretisch sollte das gleiche Windows 11 für alle meine Installationen vorhanden sein und die restlichen Clients bekommen die zweite abgespeckte version.

suche mirt mal die befehle zusammen.


Danke ist doch ein guter Ansatz und nach dem KISS-Prinzip deutlich einfacher.
Ubuntu selbst und pop!_os sollte ähnlich möglich sein mit einem Installations script.

Proxmox installiere ich und erstelle den PBS Server und stelle mit diesem die Umgebung her, wie sichere ich das Cliuster am besten mit den Konfigurationen, einfahc node wegnhemen also löschen, dann neuinstallation und erneut ins Cluster aufnehmen?

und dann noch der Trippboot, rEFIind muss ich dann auch noch sichern und dann wieder entsprechende Partition wieder aufspielen, bzw. nach der installation die bestehnde rEFIind Struktur anpassen.


ich habe eine Sonderstellung, ein system ist Trippleboot auf einer festplatte und die beiden anderen haben für das OS jeweils eine eigene Festplatte.
 

Gesamtkonzept:​

Für deine drei Rechner HMX5, apexvalorant und Laptop würde ich eine gemeinsame Infrastruktur entwickeln, in der alle drei Betriebssysteme unabhängig voneinander bootfähig sind, aber ihre Konfigurationen, Softwarepakete, Backups und ausgewählte Daten zentral verwaltet werden.

Dabei berücksichtige ich deine bereits bestehenden Installationen und ZFS-Pools. Insbesondere auf der HMX5 sollen keine funktionierenden Installationen oder vorhandenen Daten unnötig verändert werden.

1.​

Drei physische Triple-Boot-Systeme

rEFInd / UEFI
WS1

HMX5


Windows 11
Ubuntu 26.04 LTS
Proxmox VE 9.2
Hauptknoten

Zentraler Storage
WS2

apexvalorant


Windows 11
Ubuntu 24.04 LTS
Proxmox VE 9.2
Zweiter Knoten

Lokaler ZFS-Pool
WS3

Laptop


Windows 11
Pop!_OS
Proxmox VE 9.2
Dritter Knoten

Lokaler Speicher
LAN / dedizierter 10-Gbit-Link zwischen WS1 und WS2
Zentrale Dienste auf HMX5
ZFS · Backup-Repository · NFS · SMB · iSCSI · Automationsdateien
Zusätzliche, unabhängig aufbewahrte Backup-Kopie
Offline- / Offsite-Backup

Rollenverteilung​

SystemBetriebssystemeHauptaufgabe
WS1 – HMX5Windows 11 Workstation, Ubuntu 26.04 LTS, Proxmox 9.2Zentraler Storage, Backup und Virtualisierung
WS2 – apexvalorantWindows 11 Workstation, Ubuntu 24.04 LTS, Proxmox 9.2Zweite Workstation, lokale ZFS-Daten, Replikation
WS3 – LaptopWindows 11 Pro, Pop!_OS, Proxmox 9.2Mobile Workstation, dritter Cluster-Knoten beziehungsweise Quorum-Rolle
Alle neun Installationen erhalten eigene Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren.

2.​

A. Triple-Boot und dauerhaftes Proxmox-HA sind nicht gleichzeitig uneingeschränkt möglich.

Wenn die HMX5 unter Windows oder Ubuntu gestartet ist, steht ihr Proxmox-Knoten nicht zur Verfügung. Dasselbe gilt für apexvalorant und den Laptop. Ein Cluster mit drei installierten Proxmox-Systemen bedeutet daher nicht, dass ständig drei Proxmox-Knoten aktiv sind.

B. Ein ZFS-Pool braucht immer genau einen aktiven Eigentümer.

Der Pool darf beispielsweise unter Windows durch die Ubuntu-Server-VM in Hyper-V oder unter Proxmox direkt importiert werden, niemals durch beide Systeme gleichzeitig. Ein sauberer Export beim Herunterfahren gehört dazu; zusätzlich braucht es Schutz vor einem versehentlichen Doppelimport.

C. Ein synchronisierter Speicher ist weder automatisch HA-Storage noch ein Backup.

Die vorgesehenen 1–2 TB auf den drei Geräten lassen sich replizieren. Für echte Hochverfügbarkeit braucht man zusätzlich Regeln zu Schreibzugriffen, Quorum, Netzwerkausfällen und dem Start von VMs.

Meine bevorzugte Grundlösung ist deshalb: unabhängig startfähige Triple-Boot-Rechner, zentral verwaltete Installation und Backups, replizierte lokale ZFS-Daten und ein Proxmox-Cluster mit klar definiertem Normalbetrieb sowie einem separaten Notfallverfahren für isolierte Knoten.

3.​

Hier würde ich zwei Installationsprofile erstellen, weil deine Rechner unterschiedliche NVMe-Anordnungen besitzen.

Profil​

Eine sinnvolle Beispielaufteilung wäre:

NVMe – 4 TB (beispielhafte Neuaufteilung)







EFI / MSR / Recovery

Kleine Systempartitionen

Windows 11

ca. 1,7 TB

Ubuntu

ca. 1,5 TB

Proxmox

ca. 400 GB

Reserve / Anpassung

Restlicher Platz
Nur ein Kapazitätsbeispiel, keine Anweisung zur Neupartitionierung deiner bestehenden HMX5.
Eine 4-TB-SSD kann nicht gleichzeitig 2 TB Windows, 2 TB Ubuntu und eine zusätzliche Proxmox-Installation bereitstellen. Die tatsächlichen Größen müssen außerdem für EFI-, Recovery-, Swap- und sonstige Partitionen angepasst werden.

Wenn auf diesem Rechner zusätzlich ein lokaler replizierter Datenbereich von 1–2 TB entstehen soll, ist dafür weiterer Speicher erforderlich.

Profil​

Dieses Profil würde ich auf den Rechnern mit jeweils eigenen NVMe-SSDs bevorzugen.

DatenträgerAufteilung
NVMe 1Windows 11, C: 1,5–2 TB
NVMe 2Ubuntu beziehungsweise Pop!_OS, Root-Partition 1,5–2 TB
NVMe 3Debian 13 + Proxmox VE 9.2, optional lokaler VM-Speicher
Weitere SSDsZFS-Storage, Replikationsbereich, VMs und Daten
Jedes Betriebssystem erhält seinen eigenen Bootloader. rEFInd ist die übergeordnete Auswahloberfläche.

rEFInd​

Ich würde auf jedem Gerät ein gemeinsames Verfahren für die EFI-Sicherung und Wiederherstellung vorsehen.

Dazu gehören eine Sicherung der EFI-Systempartition(en), der UEFI-NVRAM-Boot-Einträge und der rEFInd-Konfiguration sowie ein unabhängiger USB-Boot-Stick zur Reparatur.

Als Bestandsaufnahme unter Ubuntu oder Debian:

lsblk -o NAME,SIZE,FSTYPE,PARTUUID,MOUNTPOINTS,MODEL
sudo efibootmgr -v
sudo blkid
Unter Windows:

Get-Disk |
Select-Object Number,FriendlyName,SerialNumber,Size

Get-Partition |
Select-Object DiskNumber,PartitionNumber,DriveLetter,Size

bcdedit /enum firmware
Wichtig: Bei einer automatischen Installation auf der gemeinsamen 4-TB-NVMe dürfen vorhandene Partitionen nicht versehentlich gelöscht werden. Die Zielpartitionen müssen über eindeutige Datenträgerkennungen und eine überprüfte Partitionszuordnung ausgewählt werden. Das Microsoft-Setup kennt dafür insbesondere WillWipeDisk=false, womit das vollständige Löschen des Datenträgers verhindert werden kann.


Microsoft Learn


Secure Boot müssen wir pro Rechner gesondert überprüfen, insbesondere bei rEFInd, den Ubuntu-Versionen und den Proxmox-Bootdateien.


4.​

Proxmox VE 9.2 ist im Mai 2026 erschienen und basiert auf Debian 13.5 Trixie mit Linux-Kernel 7.0 und ZFS 2.4.


Proxmox


Dein gewählter Ansatz, Proxmox nach einer Debian-Netinstall-Installation einzurichten, ist für vorhandene Triple-Boot-Systeme grundsätzlich sinnvoll.

Mein​

  1. Debian 13 Trixie minimal auf die vorgesehene Partition beziehungsweise eigene NVMe installieren, ohne Desktopumgebung.
  2. Netzwerk, statische IP-Adresse, Hostnamen und DNS einrichten.
  3. Das passende Proxmox-Repository für Debian Trixie einrichten und Proxmox VE installieren.
  4. Das Enterprise-Repository ohne Subscription deaktivieren beziehungsweise das pve-no-subscription-Repository verwenden.
  5. Proxmox-Kernel, initramfs, EFI-Bootloader und rEFInd-Eintrag testen.
  6. ZFS-Import, Netzwerkbrücken, Firewall, IOMMU und Backup-Storage einrichten.
  7. Erst danach die Cluster-Mitgliedschaft herstellen.
Die offizielle Anleitung für diesen Weg findest du unter Proxmox VE auf Debian 13 installieren.

Die kostenlose Nutzung umfasst die Proxmox-Funktionen einschließlich Cluster und HA; eine kostenpflichtige Subscription wird für das geplante Homelab nicht vorausgesetzt. Das No-Subscription-Repository erhält allerdings einen anderen Validierungsgrad als das Enterprise-Repository.

Ich würde auf der HMX5 zunächst nur die vorhandene Proxmox-Installation prüfen und sichern. Neu installiert werden dann apexvalorant und der Laptop.


5.​

Hier liegt die größte technische Herausforderung deines Konzepts.

Ein klassischer Proxmox-Cluster aus drei vollwertigen Nodes benötigt normalerweise mindestens zwei aktive Stimmen, um Quorum zu besitzen. Ein einzelner verbleibender Node kann nicht automatisch die vollständige Clusterverwaltung und HA-Logik übernehmen.

Die​

ZustandQuorum bei 3 NodesErgebnis
HMX5 + apexvalorant + Laptop auf ProxmoxJaCluster vollständig
HMX5 + apexvalorant auf Proxmox, Laptop auf WindowsJaCluster mit 2 von 3 Stimmen
Nur HMX5 auf Proxmox, beide anderen auf Windows/LinuxNeinLaufende VMs können weiterlaufen; HA und Clusteränderungen eingeschränkt
Nur apexvalorant oder nur Laptop auf ProxmoxNeinGleiche Quorum-Einschränkungen
Proxmox verwendet Quorum und Fencing gerade deshalb, um bei Netzwerktrennungen Doppelstarts und beschädigte VM-Daten zu verhindern.


Proxmox VE


Meine​

Proxmox-Cluster
HMX5

HA-Node 1
apexvalorant

HA-Node 2

Unabhängiges QDevice

Kleiner, dauerhaft aktiver Linux-Rechner
Laptop: eigenständiger Proxmox-Knoten

Replikations- und Wiederherstellungsziel, bei Bedarf separat nutzbar
Das QDevice stellt einem Zwei-Knoten-Cluster eine zusätzliche Quorum-Stimme zur Verfügung. Bleibt das QDevice erreichbar, kann auch ein einzelner Hauptknoten das nötige Quorum behalten. Das ist die von Proxmox empfohlene QDevice-Konstellation.


Proxmox VE


Ein kleiner, stromsparender Rechner oder ein geeigneter dauerhaft laufender Linux-Server reicht als QDevice. Auf dem Laptop könnte die Witness-Funktion nur dann zuverlässig laufen, wenn der entsprechende Dienst bei jedem benötigten Clusterbetrieb erreichbar bleibt. Ein wechselnder Triple-Boot-Laptop ist daher keine ideale permanente Witness-Maschine.

Die drei Knoten wären in dieser Variante nicht alle Mitglieder desselben HA-Clusters. Dafür wäre der Laptop unabhängig administrierbar.

Wenn​

Das ist ebenfalls möglich. Dann würde ich aber bewusst festlegen:

  • Automatisches HA nur bei vorhandenem Quorum, passendem VM-Storage und ausreichenden Ressourcen.
  • Einzelknotenbetrieb ohne Quorum für bereits laufende lokale VMs, mit eingeschränkter Verwaltung.
  • Ein manuelles, abgesichertes Notfallverfahren für einen vollständig isolierten Node, nachdem Doppelstarts anderer Nodes ausgeschlossen wurden.
Ein dauerhaft automatisches Umschalten jedes Einzelknotens in einen unabhängigen Clusterbetrieb wäre gefährlich. Auch pvecm expected 1 ist kein allgemeiner Automatikschalter, sondern nur ein Notfallmittel unter kontrollierten Bedingungen.


Proxmox VE


Da du die Rechner regelmäßig als Windows- beziehungsweise Linux-Workstations nutzen möchtest, halte ich die erste Variante für die zuverlässigere Lösung.


6.​

Diesen Speicher würde ich nicht als aktives, gemeinsam beschreibbares Dateisystem betreiben, sondern als replizierte lokale ZFS-Datasets.

Vorgeschlagenes​

RechnerDatasetBetriebsart
HMX5hmx5tank/sync/sharedFührende Datenquelle
apexvalorantapextank/sync/sharedReplikat
Laptoplaptoppool/sync/sharedReplikat
Die Poolnamen apextank und laptoppool sind Vorschläge; der vorhandene HMX5-Pool bleibt bei seinem bisherigen Namen.

Technisch würde ich dafür OpenZFS-Snapshots und zfs send/zfs receive einsetzen, gesteuert durch sanoid/syncoid oder eigene systemd-Timer.

Beispiel der Replikationslogik:

HMX5 – führendes Dataset

ZFS-Snapshot mit eindeutigem Zeitstempel

apexvalorant

Inkrementelles Replikat
Laptop

Inkrementelles Replikat
Dabei bleiben die replizierten Daten auf den Zielknoten zunächst schreibgeschützt. Falls ein Zielknoten eigenständige Änderungen übernehmen soll, braucht es ein definiertes Umschalt- und Rücksynchronisationsverfahren, damit die ZFS-Snapshot-Historien nicht unkontrolliert auseinanderlaufen.

Wie​

DatenartEmpfehlung
VM-Datenträger für HAAlle 5–15 Minuten, wenn die beteiligten Nodes online sind
Gemeinsame ArbeitsdatenStündlich oder täglich
Größere ArchivdatenWöchentlich
Vollständige ReplikationskontrolleMonatlich
Offline genutzter LaptopBeim Wiederverbinden und zusätzlich monatlich
Mit deiner monatlichen Synchronisation allein ist kein aktueller HA-Stand gewährleistet. Bei einem Ausfall kann der Stand dann bis zu einen Monat alt sein.

Für Proxmox-VMs auf lokalen ZFS-Pools gibt es zusätzlich die integrierte Proxmox Storage Replication. Sie repliziert VM-Daten inkrementell und kann mit HA verwendet werden, wobei Änderungen seit der letzten Replikation verloren gehen können.


Proxmox VE


Für gewöhnliche Dokumente, Skripte und Arbeitsverzeichnisse, die auf mehreren Geräten verändert werden sollen, wäre Syncthing oder eine vergleichbare Dateisynchronisation eine separate Möglichkeit. Das sollte aber nicht für aktive VM-Diskdateien oder Datenbanken verwendet werden.

7.​

Deine vorhandene Lösung auf der HMX5 mit Ubuntu Server in einer Hyper-V-VM ist dafür bereits eine gute Ausgangsbasis.

Ich würde diese Architektur auf apexvalorant übernehmen, aber den Wechsel des Pool-Eigentümers strikt kontrollieren.

ZFS-Betriebsarten​

Gestartetes OSWer importiert den ZFS-Pool?Dateizugriff
Windows 11Ubuntu-Server-VM über Hyper-VSMB, NFS, iSCSI
Ubuntu DesktopUbuntu direktLokale ZFS-Mountpoints
Proxmox VEProxmox-HostLokale Datasets, VMs, NFS, SMB über entsprechend konfigurierte Dienste
Der Windows-Host muss die an die Hyper-V-VM durchgereichten physischen Pool-Datenträger selbst offline halten. Keine zusätzlichen Windows-Schreibzugriffe auf diese Datenträger.

Automatischer​

Ich würde zwei Dienste beziehungsweise Dienstgruppen einrichten:

zfs-storage-import

Wird beim Systemstart aktiviert und übernimmt nach Prüfung des Poolzustands den Import.

zfs-storage-export

Wird beim Herunterfahren ausgeführt, nachdem VMs, Dateifreigaben und andere Speicherverbraucher ordnungsgemäß beendet wurden.

Der grundlegende Ablauf unter Linux lautet:

# Vor einem Import: vorhandenen Zustand prüfen
sudo zpool import
sudo zpool status

# Import des Pools ohne sofortiges Mounten
sudo zpool import -N hmx5tank

# Datasets nach Prüfung einhängen
sudo zfs mount -a

# Vor dem Herunterfahren, nachdem alle
# Dienste und VMs den Pool freigegeben haben:
sudo zpool export hmx5tank
Diese Befehle sind die Grundlage, aber noch kein vollständiger systemd-Dienst. Insbesondere beim Proxmox-Host müssen die Abhängigkeiten zu VMs, NFS, SMB und iSCSI korrekt festgelegt werden.

Für Hyper-V würde ich die Ubuntu-Server-VM als ersten Storage-Dienst starten und beim Windows-Shutdown sauber stoppen lassen. Der ZFS-Export muss innerhalb der VM abgeschlossen sein, bevor Hyper-V sie ausschaltet.

Ein ZFS-Import darf niemals mit -f erzwungen werden, solange nicht zweifelsfrei ausgeschlossen ist, dass ein anderes System noch auf den Pool schreibt. OpenZFS unterstützt einen Host-ID-Schutz sowie multihost=on zur zusätzlichen Importabsicherung.


OpenZFS documentation


Außerdem würde ich die ZFS-Versionen und Pool-Feature-Flags zwischen Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04, Proxmox 9.2 und den Hyper-V-Gästen vergleichen. Ein vorschnelles zpool upgrade kann einen Pool für ältere ZFS-Versionen unlesbar machen.

Zentralen​

Da HMX5 als Storage-Server dienen soll, benötigt sie in jedem ihrer drei Betriebssysteme eine passende Zugriffsschicht.

Die Konfiguration soll dieselben Freigaben und Datenpfade bereitstellen, unabhängig davon, ob Windows mit Hyper-V, Ubuntu oder Proxmox läuft.

Für SMB, NFS und iSCSI würde ich getrennte Datasets beziehungsweise ZVOLs einsetzen. Eine iSCSI-LUN darf nicht gleichzeitig von unkoordinierten Hosts beschreibbar eingebunden werden; gewöhnliche Dateisysteme wie NTFS oder ext4 sind kein Cluster-Dateisystem.

Wenn HMX5 vollständig ausgeschaltet ist, sind ihre zentralen Dienste natürlich nicht verfügbar. Das lösen wir mit lokalen Datenreplikaten und separaten Backup-Kopien, nicht durch einen Cluster-Namen.


8.​

Ich würde das Backup-System in vier Ebenen unterteilen.

Ebene 1 – Bare-Metal-Systembackups
Vollständig wiederherstellbare Windows-, Ubuntu-, Pop!_OS- und Proxmox-Systeme einschließlich Bootinformationen

Ebene 2 – Applikationen und virtuelle Maschinen
Konfigurationen, Hyper-V-VMs, Proxmox-VMs, Container und Anwendungsdatenbanken

Ebene 3 – ZFS
Snapshots, inkrementelle Replikation und unabhängige Backups der wichtigen Datasets

Ebene 4 – Offline-/Offsite-Schutz
Getrennt aufbewahrte Kopien, Integritätsprüfung, Verschlüsselung und Wiederherstellungstests

Empfohlene​

SystemImage-/SystembackupDatei-/Konfigurationsbackup
Windows 11 × 3Veeam Agent for WindowsDateisicherung, Konfigurationsexporte
Ubuntu × 2Clonezilla/Rescuezilla für WiederherstellungsimagesRestic, optional BorgBackup
Pop!_OSClonezilla/RescuezillaRestic
Proxmox VE × 3Host-Konfigurationssicherung, Boot- und Disk-Image bei BedarfProxmox Backup Server für VMs/Container
ZFS-PoolsZFS-ReplikationZusätzliche unabhängige Backup-Kopien
Veeam Agent unterstützt komplette Windows-Systemimages einschließlich System- und EFI-Partitionen sowie Bare-Metal-Wiederherstellung.


Veeam Software


Für Proxmox würde ich Proxmox Backup Server 4.2 verwenden. PBS bietet inkrementelle, deduplizierte Backups sowie Backup-Verifizierung und Datastore-Synchronisation.


Proxmox Backup 4.2.8-1 documentation
+1


PBS müsste entweder auf einem unabhängig erreichbaren System betrieben oder über ein klar definiertes Betriebsmodell auf HMX5 bereitgestellt werden. Eine nur unter Proxmox gestartete PBS-VM ist nicht erreichbar, während HMX5 Windows ausführt.

Aufbewahrungsstrategie​

SicherungIntervallBeispielaufbewahrung
Windows-Dateien/SystemänderungenTäglich bei laufendem Windows14–30 Tage
Windows-SystemimageWöchentlich4 Wochenstände
Linux-DateienTäglich bei laufendem Linux30 Tage
Linux-SystemimageNach größeren Änderungen, mindestens monatlich3–6 Images
Proxmox-VMsTäglich oder häufiger14 täglich, 8 wöchentlich, 12 monatlich
ZFS-SnapshotsStündlich für wichtige Datasets24 stündlich, 14 täglich, 8 wöchentlich
Offsite-KopieTäglich oder wöchentlichNach Schutzbedarf
Restore-TestMonatlich als StichprobeProtokollieren
Weil ein Triple-Boot-System jeweils nur ein Betriebssystem gleichzeitig ausführt, müssen Dateibackups auch beim Start eines länger nicht verwendeten Betriebssystems nachgeholt werden.

Die​

HMX5 bekommt das zentrale Backup-Repository. Apexvalorant hält eine zusätzliche Kopie wichtiger Daten, und ein unabhängiges externes Medium oder Ziel außerhalb der Wohnung sichert gegen Ausfall, Diebstahl und Beschädigung ab.

Die Sicherungen sollten verschlüsselt und mit getrennten Berechtigungen abgelegt werden. Ein normales Client-Konto soll abgeschlossene Sicherungen nicht beliebig löschen können.

Proxmox Backup Server kann Backup-Bestände überprüfen und dafür geplante Verify-Jobs ausführen.


Proxmox Backup 4.2.5-1 documentation


Besonders wichtig: Die zentrale Backup-Kopie auf HMX5 allein genügt nicht, da HMX5 selbst Teil der zu sichernden Infrastruktur ist.


9.​

Ich würde die drei Windows-Installationen nicht durch einfaches Klonen der HMX5 vereinheitlichen.

Die Hardware unterscheidet sich, insbesondere bei CPU, Chipsatz, Grafiktreibern, Notebook-Komponenten und Storage-Controllern. Auch die Lizenzierung von Windows 11 Pro gegenüber Pro for Workstations ist geräteabhängig.

Stattdessen empfehle ich:

Ein Windows-11-Installationsabbild

Autounattend.xml + gemeinsame Softwaredefinition

HMX5

Eigene Treiber und Hardwareprofile
apexvalorant

Eigene Treiber und Hardwareprofile
Laptop

Eigene Treiber und Hardwareprofile

Softwareinstallation​

Zunächst können wir den Softwarebestand einer fertig eingerichteten Windows-Maschine exportieren:

winget export `
--output windows-software.json `
--include-versions
Auf einer anderen Windows-Installation:

winget import `
--import-file windows-software.json `
--accept-package-agreements `
--accept-source-agreements
Langfristig würde ich eine gepflegte WinGet-Konfiguration verwenden, die Pakete und Einstellungen definiert. Das unterstützt Microsoft mit winget configure.


Microsoft Learn


Damit die drei Windows-Rechner möglichst identisch werden, brauchen wir drei getrennte Konfigurationsebenen:

KonfigurationInhalt
windows-commonGleiche Anwendungen, Entwicklungstools, Benutzerkonfigurationen
windows-hmx5RTX-5090-Treiber, CUDA, spezielle lokale KI-Software, Hyper-V-Storage
windows-apexRTX-4090-Treiber, CUDA, Hyper-V-Storage
windows-laptopNotebook-Treiber, Energieprofile, mobile Anpassungen
Für die Software würde ich unter anderem Steam, Entwicklungswerkzeuge, Python-Versionen, Git, PowerShell 7, Visual Studio/Build Tools, Remote-Management und deine KI-Umgebungen berücksichtigen.

Nicht alle Anwendungen lassen sich über WinGet vollständig installieren; für Spezialsoftware kommen PowerShell-Installationsskripte hinzu.


10.​

Hier würde ich ein gemeinsames Ansible-Projekt einsetzen.

Ubuntu 26.04.1 LTS ist seit September 2026 verfügbar. Ubuntu 24.04 und 26.04 lassen sich mit dem Ubuntu-Autoinstall-Verfahren installieren. Das Format nutzt YAML und unterstützt sowohl Server als auch Desktop.


Ubuntu
+1


Pop!_OS würde ich zunächst mit dem für die verwendete Version vorgesehenen Installer installieren und anschließend dieselbe Ansible-Softwarekonfiguration anwenden.

Linux-Softwareprofile​

PaketgruppeHMX5apexvalorantLaptop
Standard-DesktopsoftwareJaJaJa
Steam und ProtonJaJaJa
Lutris / HeroicJaJaJa
Wine / Vulkan-UnterstützungJaJaJa
Python / Git / VS CodeJaJaJa
Remote-Zugriff / SSHJaJaJa
ZFS-VerwaltungJaJaNach Bedarf
NVIDIA/CUDARTX 5090RTX 4090Hardwareabhängig
Weitere KI-WerkzeugeJaJaNach Leistungsfähigkeit
Bei Steam installierst du den Client; Proton wird über Steam Play verwaltet und bei Bedarf heruntergeladen. System76 dokumentiert diesen Weg ausdrücklich auch für Pop!_OS.


System76 Support Documentation


Beispiel für eine gemeinsame Ansible-Aufgabe:

---
- name: Gemeinsame Linux-Pakete
hosts: linux_workstations
become: true

tasks:
- name: Basiswerkzeuge installieren
ansible.builtin.apt:
name:
- git
- curl
- wget
- vim
- htop
- openssh-server
- python3
- python3-pip
- pipx
- restic
- zfsutils-linux
state: present
update_cache: true
Das ist eine Ausgangsbasis und noch keine vollständige Paketdefinition. Repositories, Gaming-Software, GPU-Treiber und Desktop-spezifische Pakete müssen pro Distribution getestet werden.

Gleiche Softwareausstattung bedeutet dabei nicht zwingend identische Paketversionen. Ubuntu 24.04, Ubuntu 26.04 und Pop!_OS haben unterschiedliche Paketstände. Für Werkzeuge mit exakt benötigter Version würde ich Container, Python-Umgebungen oder versionierte Installationen nutzen.


11.​

Den vorhandenen 10-Gbit-Link zwischen HMX5 und apexvalorant würde ich für große Transfers priorisieren und vom normalen Verwaltungsnetz logisch trennen.

NetzBeispieladressierungAufgabe
Management-LAN192.168.178.0/24Alle drei Geräte, Proxmox-Verwaltung, Quorum
Direkter 10-Gbit-Link10.10.10.1/30 und 10.10.10.2/30ZFS-Replikation, Backups, große Dateiübertragungen
Storage-DiensteÜber definierte Management-/Storage-AdressenNFS, SMB, iSCSI
Die 10-Gbit-Adressen sind Vorschläge; sie müssen mit den bestehenden Interfaces und Netzen abgeglichen werden.

Für den Cluster ist die Stabilität der Corosync-Verbindung wichtiger als die maximale Übertragungsrate. Deshalb sollte der Laptop über eine zuverlässige kabelgebundene Verbindung eingebunden sein und im Proxmox-Betrieb nicht automatisch in den Standby wechseln.

Ich würde außerdem getrennte DNS-Namen für die Proxmox-Knoten und ihre Workstation-Betriebssysteme vorsehen. Dadurch bleiben die Cluster-Identitäten konsistent, auch wenn Windows und Ubuntu auf denselben physischen Rechnern andere Dienste bereitstellen.


12.​

Der wichtigste Punkt ist, nicht mit dem HA-Cluster anzufangen. Zuerst müssen Bootverfahren, Datenträger, ZFS-Zuständigkeiten und Backups stabil funktionieren.

1
Bestandsaufnahme und Sicherung

Alle Datenträger, Partitionen, EFI-Einträge, ZFS-Pools, VMs und vorhandenen Konfigurationen dokumentieren. HMX5 und apexvalorant vor Änderungen sichern.

2
Installationsprofile erstellen

Windows Autounattend, Ubuntu Autoinstall, Debian-Netinstall und rEFInd-Konfiguration je Hardwareprofil vorbereiten.

3
Triple-Boot fertigstellen

Auf apexvalorant Proxmox und rEFInd einrichten; Laptop abschließen. Danach alle drei Betriebssysteme einzeln booten und testen.

4
Software vereinheitlichen

Windows über WinGet/PowerShell, Linux über Ansible. Unterschiede zwischen Ubuntu-Versionen und Grafikhardware abbilden.

5
ZFS-Storage absichern

ZFS unter Hyper-V auf apexvalorant einrichten. Import-/Export-Steuerung auf beiden Workstations konfigurieren und Bootwechsel testen.

6
Backups zentralisieren

Windows-Images, Linux-Backups, Proxmox-/VM-Backups und ZFS-Sicherungen auf HMX5 zusammenführen und zweite Kopie einrichten.

7
Replikation einrichten

1–2-TB-Datasets pro Gerät bereitstellen, initiale ZFS-Replikation und inkrementelle Timer testen.

8
Proxmox-Cluster aufbauen

Quorum-Modell und Witness festlegen, Nodes verbinden, Storage-Replikation und HA für geeignete Test-VMs konfigurieren.

9
Wiederherstellung und Ausfalltests

Windows Bare Metal, Linux-Systemrestore, Proxmox VM-Restore, ZFS-Import und Einzelknoten-Notfallbetrieb prüfen.

13.​

Zum Schluss würde ich alle Installationsdefinitionen in einem gemeinsamen Git-Repository verwalten.

homelab-infrastructure/
│
├── inventory/
│ ├── hmx5.yaml
│ ├── apexvalorant.yaml
│ └── laptop.yaml
│
├── boot/
│ ├── refind/
│ └── efi-backup/
│
├── windows/
│ ├── autounattend/
│ ├── winget/
│ └── powershell/
│
├── linux/
│ ├── autoinstall/
│ ├── ansible/
│ ├── gaming/
│ └── drivers/
│
├── proxmox/
│ ├── debian-netinstall/
│ ├── network/
│ ├── cluster/
│ └── backup/
│
├── zfs/
│ ├── import-export/
│ ├── snapshots/
│ └── replication/
│
└── recovery/
├── restore-procedures/
└── recovery-tests/
In diesem Repository stehen keine unverschlüsselten Kennwörter, Recovery-Keys oder Backup-Schlüssel. Die sensiblen Informationen verwalten wir separat, beispielsweise mit Ansible Vault.

Damit ist jederzeit nachvollziehbar, welche Software und Konfiguration auf welchem System installiert werden soll.


14.​

AnforderungUmsetzbarkeit
Triple-Boot auf allen drei GerätenVollständig
Einheitliche Windows-SoftwareWeitgehend vollständig automatisierbar
Gleiche Linux-SoftwareausstattungWeitgehend automatisierbar
Proxmox 9.2 auf allen GerätenVollständig
Proxmox ohne SubscriptionJa
ZFS zwischen Betriebssystemen wechselnJa, mit exklusivem Import
HMX5 als zentraler StorageJa, solange HMX5 läuft
Lokale 1–2-TB-ReplikateJa, bei ausreichendem Speicherplatz
Automatisierte Backups aller SystemeJa, sofern das jeweilige OS läuft und ein Backup-Ziel verfügbar ist
Monatliche SynchronisationJa
Proxmox HA bei vorhandenem QuorumJa
Jeder Knoten jederzeit allein mit vollem Cluster-HANein, nicht ohne zusätzliche Voraussetzungen
Jeder Proxmox-Knoten unabhängig als Standalone nutzbarJa, wenn von Anfang an als eigenständiger Host geplant

15.​

Bevor wir die Autoinstall-Dateien erzeugen oder neue ZFS-Pools einrichten, brauchen wir die exakte Zuordnung der System-SSDs und Daten-SSDs.

Dafür würde ich auf jedem der drei Rechner unter Windows ein gemeinsames Inventurskript ausführen, das folgende Daten in JSON und CSV exportiert:

$Path = "$env:USERPROFILE\Desktop\Homelab-Inventory"
New-Item -ItemType Directory -Path $Path -Force |
Out-Null

Get-Disk |
Select-Object Number, FriendlyName, SerialNumber,
Size, PartitionStyle, IsBoot, IsSystem |
Export-Csv "$Path\disks.csv" -NoTypeInformation

Get-Partition |
Select-Object DiskNumber, PartitionNumber,
DriveLetter, Size, GptType |
Export-Csv "$Path\partitions.csv" -NoTypeInformation

Get-Volume |
Select-Object DriveLetter, FileSystemLabel,
FileSystem, Size, SizeRemaining |
Export-Csv "$Path\volumes.csv" -NoTypeInformation

Get-CimInstance Win32_ComputerSystem |
Select-Object Manufacturer, Model, TotalPhysicalMemory |
ConvertTo-Json |
Set-Content "$Path\computer.json"

Get-CimInstance Win32_VideoController |
Select-Object Name, DriverVersion |
ConvertTo-Json |
Set-Content "$Path\gpus.json"

bcdedit /enum firmware |
Out-File "$Path\uefi-bootentries.txt"

Write-Host "Inventur erstellt: $Path"
Das Skript verändert keine Partitionen. Für die vollständige Linux-/Proxmox-Inventur ergänzen wir danach lsblk, efibootmgr, zpool status, zfs list und pveversion -v.

Damit lässt sich ein präziser Datenträger- und Installationsplan erzeugen, der vorhandene Windows-, Linux- und ZFS-Daten berücksichtigt.

Mein abschließender Architekturvorschlag: HMX5 bleibt dein zentraler Storage- und Backup-Knoten, apexvalorant wird der zweite leistungsfähige Replikations- und Virtualisierungsknoten, und der Laptop bleibt möglichst unabhängig. Für verlässliches Proxmox-HA würde ich zusätzlich einen kleinen, dauerhaft aktiven Witness vorsehen.

Der wichtigste nächste Entwurf ist jetzt die konkrete Partitions-, Boot- und Storage-Matrix für WS1, WS2 und WS3. Sie entscheidet darüber, wie wir die neun Betriebssysteme automatisieren können, ohne deine bestehenden Installationen und ZFS-Pools zu gefährden.


Das habe ich mit der KI zusammsne (chatgpt pro) mal erstellt, ist etwas zu lesen beruht grundsätzlich auf einem Autoinstall der verwendeten OS und einem Wiederherstellungsprozess. zusätzlich kann ich einen Teil der zentralen Storage mit auf WS apexvalorant mit backupen im ZFS Storage pool also von den Hauptdateien eine Kopie zu haben. und üebr einen zfs Send noch auf einer HDD extern absichern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oktober 2026
Zurück
Oben