Backup Strategie TrueNAS

Error_4o4

Ensign
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Guten Morgen in die Runde :)

Hab mich aus dem Urlaub heraus mal auf meinen TrueNAS Server eingewählt und wurde mit folgenden Fehlern Begrüßt:
1000075365.jpg


Da ich nochmal mit einem blauen Auge davongekommen bin, muss ich mich jetzt mal um eine vernünftige Backupstartegie für mein NAS kümmern.
Hab mir natürlich den perfekten Zeitpunkt für Neuanschaffung von Speicher ausgesucht :freak:

Info zum zum System:
Ugreen DXP 4800 plus mit TrueNAS
3x 4TB Seagate HDD im Raidz1
1x 6TB WD Red plus (leer)
2x 256GB NVME gespiegelt für die ganzen Services

Ich hatte noch eine leer 6TB Platte im NAS und habe per Replication Task eine Kopie vom raidz1 Pool gemacht.
Wenn ich zu Hause bin werde ich mir eine neue 4TB HDD bestellen und die defekte austauschen (oder vllt direkt eine 6/8TB und die anderen nach und nach auch ersetzen).

Aber wie mache ich ein vernünftiges Backup von TrueNAS + den ganzen Daten?
Gibt es geeignete onboard tools oder muss ich das per Skript lösen?
Im Idealfall würde ich mir 2 große externe HDDs besorgen und die abwechselnd einfach anstöpseln und ein volles Backup ziehen.
Frage ist nur wie ich das genau anstelle.

Sorry für die Formatierung ich kann nur von Handy rein.
Danke für eure Hilfe vorab
 
Das finale Backup auf externe USB HDD kann ich mit Bordmitteln planen und machen. Allerdings habe ich Terramaster NAS mit TOS7.

Ich denke das TrueNAS ähnliche Möglichkeiten hat.
 
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Ich würde das auch mit einer externen Festplatte lösen.
Wichtig ist nur, das die Platte dann "griffbereit" ist (und aktuell), wenn man mal fluchtartig Wohnung/Haus verlassen muss.
 
Genau, Plan ist über eine externe Platte. Hatte letztens mal von einem Nutzer gelesen (ich glaube das war hier) der das mit einer Smarten Steckdose und Home assistant automatisiert hat. Also das Netzteil der Platte schaltet sich an und der Backup Prozess startet. Nach Abschluss geht das Netzteil wieder aus.
Dann wäre der Plan wäre 2 Platten im Wechsel anzuschließen. Die 2te kann ich dann bei meinen Eltern oder Schwester oder wo anders lagern. Dann hätte ich die Daten auch extern gelagert
 
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Du musst die externe Platte als Pool anlegen und musst diese dann immer wieder importieren. Dann kannst du sie wie jeden anderen Pool auch nutzen - also auch Snapshots, Replication Task etc.

Error_4o4 schrieb:
Hatte letztens mal von einem Nutzer gelesen (ich glaube das war hier) der das mit einer Smarten Steckdose und Home assistant automatisiert hat. Also das Netzteil der Platte schaltet sich an und der Backup Prozess startet. Nach Abschluss geht das Netzteil wieder aus.

Hast du einen Blitzschlag im System o.Ä., hast du dann aber im Zweifelsfall trotzdem einen Verlust, wenn die Datenleitung permanent besteht. Ein Backup, das permanent oder über längere Zeit am System hängt, ist kein Backup mMn. Gut, wenn du eh mit zwei Platten wechselst, ist das Risiko wiederum auch eher überschaubar.
 
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Error_4o4 schrieb:
Plan ist über eine externe Platte.
Denk lieber an 2 HDD im Wechsel. Und beide immer ausser Haus bzw. eine. Die im Haus bleibt zumindest in einem anderen Brandabschnitt.

Die wirklich wichtigen persönlichen Daten haben wir hier zusätzlich verschlüsselt in verschiedenen Cloud. Das sind vom Volumen keine 1 GByte.
 
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Banned schrieb:
Dann kannst du sie wie jeden anderen Pool auch nutzen - also auch Snapshots, Replication Task etc.
Ist Replication Task hier das Mittel der Wahl? Oder besser ein Rsync Task (damit hab ich noch nie gearbeitet)?
Banned schrieb:
wenn die Datenleitung permanent besteht
Sollte sie ja nicht wenn die Steckdose nach dem Backup den Strom abschaltet oder?
Aber ja die Platten werden dann im Wechsel genutzt. Sollte eine abrauchen gibt's noch die zweite, die halbwegs aktuell ist (hoffentlich :D)

Bei wie viel TB ist aktuell eigentlich der sweet Spot? Ich meine mich zu erinnern, dass Preis/TB bei 12TB am besten war. Aber das war vor RAMageddon...
 
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Error_4o4 schrieb:
Ist Replication Task hier das Mittel der Wahl? Oder besser ein Rsync Task (damit hab ich noch nie gearbeitet)?

Gute Frage. Ich habe bisher auch nur immer RT verwendet. Um Snapshots zu übertragen, ist es m.E. schon das Mittel der Wahl. RSync ist m.W. oft deutlich langsamer. RT ist ziemlich schnell, da Block-basiert gearbeitet wird und eben keine Abgleiche der Datenbestände stattfinden.

Error_4o4 schrieb:
Sollte sie ja nicht wenn die Steckdose nach dem Backup den Strom abschaltet oder?

Naja, das USB-Kabel hängt doch immer noch dran, oder? Auch da kann theoretisch Strom drüber kommen, wenn das System die Grätsche macht.

Error_4o4 schrieb:
Aber ja die Platten werden dann im Wechsel genutzt. Sollte eine abrauchen gibt's noch die zweite, die halbwegs aktuell ist (hoffentlich :D)

Genau. Da würde ich mir auch keinen so großen Stress machen. Mit ZFS, Redundanz und deinen Backups bist du da auch so sicherlich deutlich sicherer unterwegs als der Durchschnitt.

Error_4o4 schrieb:
Bei wie viel TB ist aktuell eigentlich der sweet Spot? Ich meine mich zu erinnern, dass Preis/TB bei 12TB am besten war.

Würde davon welche nehmen:
https://geizhals.de/western-digital-wd-elements-desktop-schwarz-12tb-wdbwlg0120hbk-a2087939.html
https://geizhals.de/western-digital-wd-my-book-12tb-wdbbgb0120hbk-a2087968.html

Du hast insofern "Glück", dass externe Festplatten wieder deutlich günstiger sind als interne - und genau das brauchst du auch noch zufällig.
 
Ich lass auf meinem NAS rsync laufen. Dann müssen die Dateien, die schon auf der Backupplatte sind, nicht nochmal kopiert werden. Dafür hab ich im NAS extra eine Bay leer.

Einen rsync Task kann eigentlich jede NAS-Software. Sich was mit Scripten bauen muss man eigentlich nicht.
 
Autsch... ~200€ für eine 4tb platte und dann 2x 340€ für die externen🥲
Sind das nicht schöne Zeiten
 
Eine entscheidende Frage die man sich stellen muss: "Manuell" oder "automatisch".

"Automatisch" kann den Nachteil haben, dass man dann auch verschlüsselte Daten sichert.

Aber auch dafür gibt es eine Strategie, die ein anderer User in einem anderen Thread benannt hat:
"Write once, read many (WORM)". Das sollte man sich anschauen.
 
Ich nutze für zweitägliche Backups vom HauptNAS ein kleines zweites NAS. Wichtig dabei ist, mit Pull zu arbeiten damit ein eventueller Schädlingsbefall sich nicht ausbreiten kann.
 
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Error_4o4 schrieb:
200€ für eine 4tb platte und dann 2x 340€ für die externen

Mach doch, bevor Du irgendwas kaufst, eine Inventur Deiner Daten.
Knallhart unterscheiden was wirklich

  1. katastrophensicher sein muss aka persoenliche Dokumente wie Patientenverfuegungen, Vertraege etc.,
  2. was Langzeitsicherung sein kann aka persoenliche Bilder, Filme, eigene Projekte etc,
  3. was einfach nur nett waere aufzuheben aka kopierte Filme, Musik, ISO von Programmen/OS/Spielen etc,
  4. was rumduempelt auf dem NAS und eigentlich nicht gesichert werden muss,
  5. den Rest.

Ich hatte das vor Jahren mal fuer mich gemacht und konnte auf einige extra TByte an Speicherplatz verzichten. Und habe bei der Gelegenheit feststellen duerfen, dass meine beiden externen 14 TByte zu gross sind und 8 TByte voellig reichen wuerden. Aber ok. Die konnte ich damals guenstig zum BF schiessen.

Anyway.
Hast Du nicht ein paar aeltere 2.5"/3.5" HDD "rumliegen" welche Du zum Austesten mit USB-Adapter missbrauchen kannst?
 
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TorenAltair schrieb:
ein kleines zweites NAS
Ja darauf wollte ich eigentlich verzichten:D
Hab noch einen SFF Fujitsu PC rumliegen, den könnte ich aber tatsächlich dafür umfunktionieren.
Das war mein NAS bevor ich das Ugreen gekauft hatte.
Müsste ich nur einen Platz finden, wo ich das Teil auch noch aufstellen kann. WAF ist hier nicht unbedingt gegeben xD

BFF schrieb:
Mach doch, bevor Du irgendwas kaufst, eine Inventur Deiner Daten.
Ja müsste ich wirklich machen. Aber 90% der Daten sind Bilder, speziell von Kinder und Familie.
Dokumente sind eigentlich noch keine wirklich vorhanden. Paperless steht auch irgendwo noch auf meiner ToDo Liste :)
Ich hatte die 12TB ja erstmal nur ins Spiel gebracht, weil der Preis/TB da mal am besten war. Ich denke 8 TB reichen bei mir auch erstmal. Von dem Raidz1 mit 3x 4TB sind ja effektiv ~8TB nutzbar. Davon sind ~3,xy belegt. Und ein Teil davon sind auch ein paar Filme und Serien die ich mal kopiert hatte als ich mit ARM (AutomaticRippingMachine) rumgespielt habe.
Also kann ich auch nach 6-8TB schauen.


BFF schrieb:
ein paar aeltere 2.5"/3.5" HDD "rumliegen"
Puhh ja gute Frage. Ich glaube eine alte 2.5" 2tb Seagate könnte ich wirklich noch haben. Muss ich dann nach dem Urlaub mal schauen
 
Error_4o4 schrieb:
Aber 90% der Daten sind Bilder, speziell von Kinder und Familie.

Da bist Du bei Langzeitsicherung. Sprich die wird alle Monate mal ergaenzt.

Error_4o4 schrieb:
Paperless steht auch irgendwo noch auf meiner ToDo

Das wird soviel nicht. Zumindest nicht, was die lebenswichtigen Dokumente sind.
 
Nochmal eine andere Frage. Ist "defekte" HDD noch zu retten? Wenn ich wieder zu Hause bin will ich sie mal an den PC hängen, neu formatieren und dann die Smart Werte nochmal auslesen. Oder kann man an den (für mich zumindest sehr spärlich beschrieben Fehlern) schon direkt sagen das da Hopfen und Malz verloren ist?
 
Wenn bei meinen NAS über die Jahre gemeldet wurde das der Datenträger defekt ist, dann war das so. Und selbst wenn das nur ein Desktop OS ist was das meldet. Der betreffende Datenträger gehört nicht mehr zu den vertrauenswürdigen Geräten. @Error_4o4
 
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