Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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@walter08
so ich hab mir jetzt den film ganz angeschaut, abgesehen von dem abspann :D
Aber meine frage wurde immernoch nicht für mich ausreichend beantwortet.
Es ist ja ganz nett dargestellt, aber meiner meinung nach werden viel zu viel luftschlößer gebaut, eines hat mein vorredner ja auch schon angesprochen.
Es ist doch völliger quatsch, wenn man es zur debatte stellt das eig. maschienen arbeit versteuert werden müsste, weil ja menschliche arbeit versteuert wird.
Um es auf das genannte beispiel zurückzuführen, der friseur würde zwar prozentual gesehen billiger werden, aber die waschmaschiene unbezahlbar.
Den dann würde eine Waschmaschiene gut und gern 10000€ oder noch mehr kosten und dann können es sich viele menschen plötzlich nicht mehr leisten..
Und genau aus diesem grund, wurde die arbeit ja rationalisiert, damit sich viele menschen ein produkt leisten können. Deswegen sind ja die maschienen auch zwingend nötwendig, denn wenn sich ein produkt niemand mehr leisten kann, müssen wieder leute entlassen werden, bis schließlich die firma ganz dicht macht und somit niemand euer luftschloß "Grundgehalt" finanzieren kann.

Das gleiche ist mit meiner gestellten frage, es wurde zwar gefragt ob die leute ihre arbeit weiter tun würden, was auch bejaht wurde.
Aber das wichtigste wurde dabei mal wieder vergessen, nämlich ob man das alles in kauf nehmen würde um den beruf auszuüben.
Sprich, geh ich länger in die schule, opfere ich meine freizeit und und und.
Den es kann nunmal nicht jeder den job ausüben, der einem spaß macht.
z.b. jeder würde gerne pilot werden, es gibt aber nur z.b. 100 stellen und 1000 bewerber, also müssen sich 900 leute einen anderen job suchen der ihnen auch spaß macht.
und genau das ist der knackpunkt, den wenn ich sowieso ein gewisses grundgehalt bekomme, dann kann ich mir doch gleich einen andere job suchen.
Welcher mir genauso spaß macht, ich aber nicht so lange zur schule gehen muss, ich in meiner jugend nicht viel freizeit für lernen usw. opfern muss, ich dann keine 50 stunden die woche arbeite, ich keine verantwortung für andere menschen trage, an meiner arbeit/konzentration keine menschen leben hängen usw. (und die liste könnte man noch endlos erweitern).
Und dann wirst du sehen, bleiben nur noch sehr sehr wenige qualifizierte menschen übrig die sich den streß dafür geben wollen.
Somit hast du dann eine unterbesetzung in den wichtigsten Berufen/Bereichen, was letzendlich deine wirtschaft zu erliegen bringt, weil du z.b. leute als pilot einsetzen musst die total ungeeignet dafür sind und dir massenweise die flugzeuge abstürzen, du leute in der entwicklung hast die massenweise fehlerhafte produkte auf den markt werfen usw.

Deswegen sehe ich das nicht als Lösung an, den gerade auch der Anreiz mehr zu verdienen und mir dadurch letztendlich mehr dinge leisten zu können spielt für mich eine rolle viele dinge in kauf zu nehmen, die jemand anderst nicht in kauf nimmt, um halt später mal finanziell besser dazustehen.
Den mit deinem Grundgehalt, beschränkst du dich nur auf die grundbedürfnisse. Aber die höherangesiedelten Güter bzw. Luxusgüter werden vollkommen außeracht gelassen und so strickst du quasi deinen eigenen tod, den der Fortschritt des Menschen wird in einen Rückschritt umgewandelt.


Wer an ein Grundgehalt für jeden glaubt, kann eig. nur besessen davon sein!
Und verschließt somit die augen, für die daraus entstehenden probleme...

mfg
 
das GE ist eine Qualitätsoffensive in allen Bereichen: bessere Arbeitsplätze, bessere Produkte,, aber auch bessere Ausbildungsbedingungen, usw, usf
Wir sind in den Bereichen weltweit ganz gut, aber da geht noch viel mehr. Früher hatten wir fast Vollbeschäftigung (dazu hohe Sozialleistungen und viele Beamte), dadurch eine flächendeckende Kaufkraft. Heute gehts abwärts, sichtbar durch KIK und 1€-Shops :(

Es gibt viel zu verbessern in Dt, die Leute an "der Basis" wissen das auch, aber es bewegt sich einfach nix, dazu hier ein Text
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/wild-dueck-blog/allgemein/2008-06-03/das-schweigen-ist-schrei

noch ein Text zur Wirkung von "Geld"
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE...8793A1CB3317BD4C70~ATpl~Ecommon~Scontent.html

so, muss zur Austreibung :D
 
walter08 schrieb:
das GE ist eine Qualitätsoffensive in allen Bereichen: bessere Arbeitsplätze, bessere Produkte,, aber auch bessere Ausbildungsbedingungen, usw, usf
Wir sind in den Bereichen weltweit ganz gut, aber da geht noch viel mehr. Früher hatten wir fast Vollbeschäftigung (dazu hohe Sozialleistungen und viele Beamte), dadurch eine flächendeckende Kaufkraft. Heute gehts abwärts, sichtbar durch KIK und 1€-Shops :(
Das sehe ich nicht so, dass das GE eine qualitätsoffensive darstellt. Wie schonmal gesagt gibt es mehrere berufe die einem menschen spaß machen, nur von diesen wird meistens der gewählt wo man am meisten verdient. Wobei aber auch immer die anforderungen höher sind, sprich man braucht abitur muss sich später im beruf ständig fortbilden usw.
Warum sollte jemand so einen Beruf wählen, wenn er mit einem anderen beruf durch das GE genausoviel bekommt?

Und dann würde ich mal gerne einen konkret ausgearbeiten plan sehen, wie man das ganze finanzieren soll? Den so wie es in dem Film beschrieben wurde, finde ich es nicht tragbar.

Zu dem Thema vollbeschäftigung, liegt auch das problem darin das man früher zu viel gastarbeiter ins land holte und deren kinder jetzt einfach zu viel für den arbeitsmarkt sind. zumal sie sich oftmals nicht integrieren wollen und probleme mit der deutschen sprache haben.

Den so schlecht geht es den meisten deutschen auch wieder nicht, die meisten betroffenen leute, denen es schlecht geht. Sind die mit einem schlechten schulabschluß und gerade bei denen ist auch der ruf nach GE höher, da sie dann von den leuten die sich mehr angestrengt haben Geld bekommen.
Ich seh in dem GE einfach keinen sinn, es werden luftschlößer gebaut die früher oder später in sich zusammenfallen.


Darf man den fragen wie du überhaupt auf die idee kommst, das sowas besser für uns wäre?

mfg
 
Darf man den fragen wie du überhaupt auf die idee kommst, das sowas besser für uns wäre?

es ist von allen mir bekannten Ideen die überzeugendste :)
 
walter08 schrieb:
es ist von allen mir bekannten Ideen die überzeugendste :)

nadann :D
Vielleicht schaffst es ja noch mich mit überzeugenden argumenten auf deine seite zu ziehen, aber die chancen stehen äußerst schlecht;)

Dennoch würde mich interessieren, was bei dir der ausschlag dafür gegeben hat, mit irgendetwas musst du ja unzufrieden sein, damit du denkst mit dem GE wird alles besser.

mfg
 
ich find die Idee einfach nur cool und versteh garnet wie man dagegen sein kann
 
Die Idee an sich ist super, aber eine MwSt-Erhöhung um 50% ist doch zuviel, dann kosten 500€ Geräte plötzlich 750€ und Autos wären beinahe unbezahlbar.
Dann doch lieber die Steuern nicht ganz so hoch treiben und bei den fetten Managern etwas mehr abzwacken. Aber wie ich das sehe sind die Chancen auf ein BGE sehr sehr gering bis garnicht vorhanden, über eine Idee hinaus wird das Ganze wohl niemals kommen
 
Die "fetten Manager"! - Ach, wie ich solche sprachlichen Ergüsse, die direkt aus der meistverkauften "Zeitung" Deutschlands stammen könnten, liebe.

Pauschal sind ja alle Manager fett, faul, reich, haben Schwarzkonten in der Schweiz und fahren mit ihren geleasten Firmenporsches durch die Gegend, die der Steuerzahler finanziert, während sie zur gleichen Zeit beim Personal sparen, um den Aktienkurs nach oben zu treiben, damit die eigenen Optionsscheine noch ein bisschen mehr Wert sind und der Bonus fließt.

Da kann man doch ruhig noch mehr abknapsen.

So schön einfach kann die Welt sein, oder? :(

MFG
 
Diablokiller999 schrieb:
Die Idee an sich ist super, aber eine MwSt-Erhöhung um 50% ist doch zuviel,
Ich will Dir keine Illusionen nehmen, aber die geplante Konsumsteuer soll 100 % betragen. Ein Artikel, der momentan im Laden 119 Euro kostet, verteuert sich dann auf 200 Euro - abzüglich der Einsparungen, die sich für das Unternehmen aufgrund sinkender Löhne und wegfallender Lohnnebenkosten ergeben. Oder auch zuzüglich der Kosten, die sich dadurch ergeben, dass unattraktive Arbeit wieder schmackhaft gemacht werden muss.
 
Die meisten unterschätzen einfach, wie wichtig es für die Volkswirtschaft allein aus psychologischer Sicht wäre, dass sich niemand Sorgen um seine Existenz oder seine Nachkommen machen muss.
Und das ist es doch, was einem zu aller erst am Herzen liegen sollte. Leider ist Politik keine Herzensangelegenheit, sondern pure Kalkulation, und da ist offensichtlich kein Platz für bedingungsloses Grundeinkommen.

Ich halte "bedingungslos" auch für fragwürdig. Es kann nicht sein, dass sich (rein theoretisch) alle auf die faule Haut legen könnten. Welche Konsequenzen es bereits hätte, wenn das 10% der derzeit Erwerbstätigen umsetzen würden, will ich mir gar nicht ausmalen. Es muss starke Anreize dazu geben, dass man arbeitet, demzufolge sollte man das GE staffeln. In welcher Weise und in welcher Höhe lasse ich jetzt mal außen vor, aber allen einen Blankoscheck zum Faulenzen auszustellen, kann einfach nicht funktionieren. Alle Grundnahrungsmittel sollten außerdem -- ähnlich der aktuellen Regelung -- steuerbegünstigt sein. Konsumgüter wie Autos, Fernseher usw. sollten dann natürlich entsprechend teuer sein.

*Partei gründ* =)
 
Dahinter steht noch die Frage, ob es ein "Recht auf Arbeit" gibt, wie es z. B. DIE LINKE anmahnt, oder ein "Recht zu faulenzen" (bedingungsloses Grundeinkommen) oder eine "Pflicht zur Arbeit" (derzeitiger Sozialstaat), wo nur dann gezahlt wird, wenn man selbst nicht arbeiten kann (Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Kinder, Rentner) und wo es kein Geld gibt, wenn man es nicht nötig hat zu arbeiten (Reiche).

Die Subventionierung ist doch schon lange Realität: verminderter MwSt.-Satz, Steuerfreiheit für Mieten, Sozialhilfe, Grundsicherung. Da muss sich niemand ernsthafte Sorgen machen zu verhungern.
 
Naja, ich finde ein sozialstaat wie Deutschland sollte jedem eine solche Möglichkeit bieten, wenn einer mit 3 Tage am Stück den gleichen Eintopf und ohne groß zu feiern und sich was zu leisten leben will, sollte man das in unserer Gesellschaft ermöglichen können - ein Luxusleben ist etwas anderes und wer das will (was sicher die Meisten wollen) ist immernoch dazu genötigt zu arbeiten.

Man sollte auch bedenken das es schonmal so oder so ähnlich möglich war, will nur an die Zeiten erinnern als man beim Arbeitsamt noch ankreuzen konnte keine Jobangebote mehr zu bekommen...
 
Ist doch Schwachsinn - was denkt ihr denn wem damit geholfen ist?

Aber erstmal ein paar andere Fragen an die Befürworter:

  • Wielange muss ich im Land bleiben um die Grundsicherung zu bekommen?
  • Wieviel von dieser Zeit muss ich arbeiten?
  • Darf ich im Ausland einkaufen?
  • Wieviel Zeit / Jahr darf ich im Ausland verbringen?
  • Wer soll diese Mehrkosten finanzieren?
 
wimsi schrieb:
Ist doch Schwachsinn - was denkt ihr denn wem damit geholfen ist?
Den Schwachen, der sozialen Gerechtigkeit? Man könnte Deine Aussage/Frage auch auf das jetzige System beziehen, auch das ist strittig. Der eine nennt es Schwachsinn, der andere eine nicht unüberwindliche Herausforderung.

Doch wir haben noch nicht mal die Frage der Grundrichtung ausdiskutiert und geklärt und da kommst Du schon mit Details.
Diese Details wurden allerdings nicht mal zu Anfang des jetzigen Systems gestellt und wurden erst die letzten Jahre aufgrund öffentlicher Brisanz ergänzt und "nachgebessert".
(Stichwort Florida-Rolf, Senkung Zumutbarkeitsgrenzen, Einsparpotenzial, Erhöhung Hartz-Fear Satz um 6 EUR, Renten ähnlich)
Es gibt bereits zig Modelle zum bGE, alle haben das gleiche Ziel, aber unterschiedliche Wege und Ansätze.

Ich versuche dennoch mal nach meinen Vorstellungen zu beantworten:

* Wielange muss ich im Land bleiben um die Grundsicherung zu bekommen?
Um einen Anspruch zu erhalten, sollte man schon im Land mit Erstwohnsitz leben. Schließlich ist das bGE von und für die hiesigen Bürger, um in diesem Land mit seinen Gegebenheiten vernünftig leben zu können, ohne Rattenloch, Lohndumping und Tafel.
Das Ausland hat damit direkt grundsätzlich erstmal überhaupt nichts zu tun, wie bei unserem aktuellen Sozialsystem ja auch nicht. Es ist in erster Linie eine innenpolitische Angelegenheit.

* Wieviel von dieser Zeit muss ich arbeiten?

Garnicht. Du wärst diesbezüglich frei, von Geburt bis zum Tod, wenn Du so willst!
Du KANNST arbeiten, um Deinen Lebensstandard zu verbessern oder Dich anderweitig nützlich machen.
Das könntest Du jetzt auch, nur mit dem Unterschied, Grundsicherung/Einkommen gibts nur durch Rentenalter, Minderjährigkeit, Schwangerschaft oder Behinderung. Oder eben durch Arbeit, sprich dem uneingeschränktem aktiven Zurverfügungstehen auf dem Arbeitsmarkt. Andernfalls gibts Lebensmittelgutscheine und Männer-/Frauenheim.

Ziel ist beim bGE vor allem eine gesicherte und vernünftige Grundexistenz ohne Risiken, Druck und Entmündigung. Nicht Reichtum für alle .
Das bGE ist ein Alternativmodell zu den aktuell bestehenden Systemen, eine andere Herangehensweise, ein anderer Lösungsansatz.

* Wer soll diese Mehrkosten finanzieren?
Der Steuerzahler, wer sonst?

Über die Höhe der Mehrkosten, Umfinanzierung, Einsparpotenzial und reale Auswirkung auf die Konjunktur wird ja hier im Thread bereits heftig spekuliert. Wirklich weiß es keiner. Wir kennen ja nur das aktuelle System und dessen resultierende Zahlen; was sich meiner Meinung nach nicht mehr bewährt bzw. zusehens aus dem Ruder läuft.
Deshalb kommt dieses übrigens nicht taufrische Modell wieder in die Debatte.
 
Den Schwachen, der sozialen Gerechtigkeit? Man könnte Deine Aussage/Frage auch auf das jetzige System beziehen, auch das ist strittig. Der eine nennt es Schwachsinn, der andere eine nicht unüberwindliche Herausforderung.
Soziale Gerechtigkeit? Findest du es gerecht das ich arbeiten gehe um angenommen dir dein Leben zu finanzieren. Nicht weil du zB. behindert bist, sondern weil du einfach keine Lust hast?

Doch wir haben noch nicht mal die Frage der Grundrichtung ausdiskutiert und geklärt und da kommst Du schon mit Details.
An Details scheitert es aber meistens.

Diese Details wurden allerdings nicht mal zu Anfang des jetzigen Systems gestellt und wurden erst die letzten Jahre aufgrund öffentlicher Brisanz ergänzt und "nachgebessert".
(Stichwort Florida-Rolf, Senkung Zumutbarkeitsgrenzen, Einsparpotenzial, Erhöhung Hartz-Fear Satz um 6 EUR, Renten ähnlich)

Natürlich. So große Änderungen in einem so trägen System durchzuführen halte ich auch für unmöglich.

Es gibt bereits zig Modelle zum bGE, alle haben das gleiche Ziel, aber unterschiedliche Wege und Ansätze.

Ich versuche dennoch mal nach meinen Vorstellungen zu beantworten:

* Wielange muss ich im Land bleiben um die Grundsicherung zu bekommen?
Um einen Anspruch zu erhalten, sollte man schon im Land mit Erstwohnsitz leben. Schließlich ist das bGE von und für die hiesigen Bürger, um in diesem Land mit seinen Gegebenheiten vernünftig leben zu können, ohne Rattenloch, Lohndumping und Tafel.
Das Ausland hat damit direkt grundsätzlich erstmal überhaupt nichts zu tun, wie bei unserem aktuellen Sozialsystem ja auch nicht. Es ist in erster Linie eine innenpolitische Angelegenheit.

Das ist zB. eines dieser Details.
Also ist dieses System nicht EU konform. Man müsste alle Grenzen dicht machen und Strafzölle für alles einführen.
Das bedeutet auch automatisch einen dramatischen Rückgang vom Export ( Exportweltmeister áde ), was wiederum die Wirtschaft eher nicht antreiben wird.

Weiters bedeutet dies auch Hauptwohnsitz in Deutschland ( 6 Monate + 1 Tag ? ) im Plattenbau. 6 Monate -1 Tag in Thailand Kole verprassen. Zumindest gut für deren Wirtschaft.



* Wieviel von dieser Zeit muss ich arbeiten?

Garnicht. Du wärst diesbezüglich frei, von Geburt bis zum Tod, wenn Du so willst!
Du KANNST arbeiten, um Deinen Lebensstandard zu verbessern oder Dich anderweitig nützlich machen.
Das könntest Du jetzt auch, nur mit dem Unterschied, Grundsicherung/Einkommen gibts nur durch Rentenalter, Minderjährigkeit, Schwangerschaft oder Behinderung. Oder eben durch Arbeit, sprich dem uneingeschränktem aktiven Zurverfügungstehen auf dem Arbeitsmarkt. Andernfalls gibts Lebensmittelgutscheine und Männer-/Frauenheim.

Ziel ist beim bGE vor allem eine gesicherte und vernünftige Grundexistenz ohne Risiken, Druck und Entmündigung. Nicht Reichtum für alle .
Das bGE ist ein Alternativmodell zu den aktuell bestehenden Systemen, eine andere Herangehensweise, ein anderer Lösungsansatz.

Ich hätte persönlich ein großes Problem damit, mit meiner Arbeit die Faulheit anderer zu finanzieren.
Ich bin ja als Unternehmer grundsätzlich ein Freund von neuen Ansätzen. Nur wird dieses Problem meiner Meinung nach völlig Falsch angegangen.
Der Tread sollte als Titel haben "wie können wir 10 Mrd. im Jahr einsparen".


* Wer soll diese Mehrkosten finanzieren?
Der Steuerzahler, wer sonst?

Über die Höhe der Mehrkosten, Umfinanzierung, Einsparpotenzial und reale Auswirkung auf die Konjunktur wird ja hier im Thread bereits heftig spekuliert. Wirklich weiß es keiner. Wir kennen ja nur das aktuelle System und dessen resultierende Zahlen; was sich meiner Meinung nach nicht mehr bewährt bzw. zusehens aus dem Ruder läuft.
Deshalb kommt dieses übrigens nicht taufrische Modell wieder in die Debatte.

In anderen Ländern funktioniert dieses System auch.
Ich habe die Erfahrung gemacht das es wenig bringt nach Neuem zu schreien, wenn man in der selben Zeit nach dem Problem im System suchen könnte.

Ausserdem denke ich das dies aus meiner Sichtweise nicht finanziert werden kann.
Man will doch damit für die Unterschicht den Lebensstandard heben. Die Mittelschicht hat meiner Meinung nach aber nicht viel zu geben.
Als geht es im Endeffekt darum von Reich zu Arm umzuschichten. Dies wird allerdings nicht funktionieren. Auch wenn es sozial und sonstwas wäre. Wenn ich Reich wäre, würde ich davon nichts abgeben das meinen Lebensstandard einschränkt - schon gar nicht wenn ein Teil dafür aufgebracht wird Faulheit zu finanzieren.

Also sollte die Frage lauten warum läuft das System aus dem Ruder? Was kann man dagegen unternehmen?

Um nicht nur Fragen zu stellen, hier ein paar Ansätze meinerseits:

  1. Pharma Industrie verstaatlichen
Schrittweise Spezialisten aus der Wirtschaft anheuern, Leistungsbezogen bezahlen und langsam die gesamte Brachne verstaatlichen.
Damit meine ich natürlich nicht nur die Produzenten, sondern auch deren Vertriebler ( Ärzte und Krankenhäuser )
  • Poltiker beziehen ein Leistungabhängiges Einkommen. Alle bestehenden Pragmatisierungen verlieren ab sofort Ihre Gültigkeit.
  • Es kann kein Zufall sein das ein Großteil der Verbrechen von männlichen Personen mit migranten Hintergrund verübt wird. Hier wird eine strenge Ausländerpolitik benötigt die sich nicht von wir-waren-Schuld-an-ww2-und-müssen-alle-liebhaben Parolen einschränken lässt. Gute Migranten = gut. Böse Migranten = schlecht. Punkt.
  • Schulsystem. Angefangen von halb-pragmatisierten Lehrern, über nicht nachvollziehbare Lehrpläne bis hin zu ... . Hier wird imo das meiste versaut !

usw. usf. Es gibt so viele Möglichkeiten einzusparen - warum nur muss man erst darüber diskutieren wie man es rauswerfen kann?
 
wimsi schrieb:
Also ist dieses System nicht EU konform. Man müsste alle Grenzen dicht machen und Strafzölle für alles einführen. Das bedeutet auch automatisch einen dramatischen Rückgang vom Export ( Exportweltmeister áde ), was wiederum die Wirtschaft eher nicht antreiben wird.
Natürlich ist es aktuell nicht EU-konform. Es ist eben bislang nur ein Alternativmodell und keine Realität.
Doch gerade die EU ist Welmeister im Dichtmachen und krampfhaften Schutz ihrer Märkte nach außen. Exportweltmeister sind wir zukünftig sowieso nicht mehr, Stichwort Schwellenländer wie China. Auch die Bankenkrise trägt ihren Teil dazu bei.
Warum wir dadurch unsere Grenzen dicht machen sollen und Strafzölle verlangen müssen, entzieht sich mir?
Es ist ein innenpolitisches Sozialmodell. Es ist ein GRUNDeinkommen!

wimsi schrieb:
Ich hätte persönlich ein großes Problem damit, mit meiner Arbeit die Faulheit anderer zu finanzieren.
Was ist jetzt anders? Es wird immer Mitnahmeeffekte von Subventionen und Schmarotzer geben, auch jetzt und auch bei Unternehmen.
WO sitzen denn die größten Schmarotzer und Geldverbrenner?
Die meisten Arbeitslosen sind nicht faul, das ist ein Klischee. Die allermeisten waren zuvor in Arbeit und sind nicht aus Lust und Dollerei arbeitslos geworden und später sozial abgestiegen.
Wir werden zukünftig keine Vollbeschäftigung mehr erreichen, diesen wirken Rationalisierung, Automatisierung und Globalisierung entgegen.

Also müssen wir das aktuelle System überdenken und die frei werdenden Massen und zunehmenden Niedriglöhner und Aufstocker ausgleichen.
Ich kenne eine Menge Unternehmer überwiegend in kleineren Firmen und Familienbetrieben persönlich. Keiner kann oder will es sich leisten angemessen zu bezahlen, es wird versucht wirkliche jeden Fördertopf auszureizen, die Gehaltsforderung werden gedrückt wo es nur geht.
Man will maximale Qualifikation ohne Verpflichtungen und Risiken zum Dumping-Preis. Angesichts der Arbeitsmarktlage ist es nicht sehr schwer, die passenden und bereitwilligen Leute dafür zu finden, auch "dank" der aktuellen Sozialgesetzgebung.
Ich kenne genügend gut ausgebildete Leute, die wieder von ganz unten anfangen, ja regelrecht verheizt werden.
Wer das nicht glaubt sollte sich mal abseits der Groß- bis Mittelstandsbetriebe und des öffentlichen Dienstes bewegen.

Viele Modelle haben wir schon probiert und laufen auch noch, man denke an ABM, Kombilohn/Eingliederungssubventionen, Mindestlohn usw, usf. Keines hat bis jetzt wirksam gegriffen, vor allem nicht in Sachen Armustbekämpfung.
Es stehen ca. 1 Mio offene Stellen (500000 beim AA gemeldet) einer Zahl von ~3,5 Mio Arbeitslosen bzw. ~7 Mio. gemeldeten Hartz-IV Empfängern gegenüber.
Höhere Durchschnittsbildung des Volkes löst das Problem alleine daher nicht. Arbeit gibt es genug, aber keine existenzsichernde.
Also ist es durchaus berechtigt, auch über Lösungen nachzudenken, welche die Arbeit von der Existenzsicherung entkoppeln.

Im übrigen stehen Deine genannten Vorschläge dem bGE nicht entgegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@wimsi
Also sollte die Frage lauten warum läuft das System aus dem Ruder? Was kann man dagegen unternehmen?

Um nicht nur Fragen zu stellen, hier ein paar Ansätze meinerseits:

1. Pharma Industrie verstaatlichen

Schrittweise Spezialisten aus der Wirtschaft anheuern, Leistungsbezogen bezahlen und langsam die gesamte Brachne verstaatlichen.
Damit meine ich natürlich nicht nur die Produzenten, sondern auch deren Vertriebler ( Ärzte und Krankenhäuser )

1. Poltiker beziehen ein Leistungabhängiges Einkommen. Alle bestehenden Pragmatisierungen verlieren ab sofort Ihre Gültigkeit.

1. Es kann kein Zufall sein das ein Großteil der Verbrechen von männlichen Personen mit migranten Hintergrund verübt wird. Hier wird eine strenge Ausländerpolitik benötigt die sich nicht von wir-waren-Schuld-an-ww2-und-müssen-alle-liebhaben Parolen einschränken lässt. Gute Migranten = gut. Böse Migranten = schlecht. Punkt.

1. Schulsystem. Angefangen von halb-pragmatisierten Lehrern, über nicht nachvollziehbare Lehrpläne bis hin zu ... . Hier wird imo das meiste versaut !


usw. usf. Es gibt so viele Möglichkeiten einzusparen - warum nur muss man erst darüber diskutieren wie man es rauswerfen kann?
das hat nix mehr mit dem GE zu tun, mach dafür eher nen eig. thread auf
-----


Neuigkeiten zum GE:
http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/wo-das-geld-vom-himmel-faellt/

natürlich ist das nen taz-Artikel, allerdings stehen ein paar Fakten drin, die werden sie sich nicht ausgedacht haben:

- die Banker vom internationalen Währungsfond haben das Projekt torpediert!
Das halte ich für nen ganz wichtigen Punkt: wie schon mal geschrieben: viele Gegner des GE argumentieren emotional, kein Funken wissenschaftliche Neutralität (oder menschliche Neugier. Warum? Tja, warum wird jemand Banker *PlatzfüreigeneGedanken*)
Andere Entwicklungsprojekte kosten ein Vielfaches.

- die Kriminalität ist um 20% runtergegangen. Wow, wenn man das auf De umrechnet, wären das Mrd-Einsparungen und eine Steigerung der Lebensqualität für alle

- Leute gehn zum Arzt, durchaus ein Punkt der auch für De aktuell ist (aus Angst vor Arbeitsplatzverlust gehn viele nicht zum Arzt)

Fazit: das GE führt anscheind dazu, das die Menschen sich zivilisierter verhalten. Zivilisation ist etwas, von dem man ja nie genug haben kann.
Ich sag mal so: nicht nur eine beängstigende Gewaltkriminalität, auch ein schlechtes TV-Programm sind Anzeichen dafür, das die Zivilisation sich hierzulande grad auflöst.


Und zum Schluss noch den hier, GE in Alaska :D

http://maerkzettel.blogspot.com/2008/10/bedingungsloses-grundeinkommen.html
 
toll nun haben sie in Namibia eine Art Hartz4
schön das man da die Armen nun auch Unterstützt wie man es in Deutschland schon seid einiger zeit tut.

man kann ein 3. Welt land nicht mit einem Industriestaat vergleichen.

und durch Hartz4 hat jeder Deutsche mehr Geld als als die Nanibier.
man kann in Deutschland auch ein 300€ bGe einführen, aber geht es dann allen besser?
(den genauen Nanibia<-> Deutschland Preisvergleich überlasse ich den Profis hier)
 
Zitat aus dem Artikel der taz:

"Nur wer nicht hungert, wird wirtschaftlich aktiv und kann sich selbst aus der Armut befreien."
Absolut richtig. Nur trifft dieses Ausgangsszenario nicht auf Deutschland zu. Meine zweite Überlegung ist, dass in diesem Dorf das Geld von außen zugeführt wird. Das ist kein System, dass sich momentan selbst trägt. Es wird auf Diamanten in der Wüste verwiesen. Auch die hat Deutschland nicht. Und so müssen mal wieder die Reichen herhalten. Mag sein, dass es dort funktionieren könnte.

Sehr viel spannender wird die Situation nach dem Auslaufen des Pilotprojektes Ende 2009 sein. Dann wird sich zeigen, wie die Leute wirklich drauf sind. Entweder das Dorf versinkt dann wieder im Elend oder aber die Menschen haben die Gelegenheit genutzt, die im obigen Zitat angesprochen wurde.

Wenn die Menschen in der Zwischenzeit mehrheitlich auf der faulen Haut liegen, wird die Anschub-Finanzierung verpuffen. Andernfalls wäre eine dauerhafte Verbesserung möglich. Man darf gespannt sein.
 
@keshkau

Woher nimmst du deine Aussage, dass dies auf Deutschland nicht zutrifft? Weil es im Radius von 50cm, ab deinem Bauchnabel, jedem gut geht- Dir selbst? Sorry. Mach die Augen auf, Deutschlands Menschen verarmen. Lauf mal um die Mittagszeit +/- 5 Stunden am Hbf. München entlang, einer der reichsten Städte in Deutschland. Weist du was du siehst? Rentner, die mit Gehhelfen und offensichtlich Schmerzen vom vielen Gehen, Pfandfalschen aus den Mülltonnen suchen. Zivilisierte Menschen, freundlich introvertiert und leider arm. Rentner und arme die 10 Stunden auf kalten Steinen sitzen, um Ihre Zeitungen zu verkaufen, weil Sie stolz und nicht faul sind.

Ich hab das Gefühl, dass werden jeden Monat mehr. Ich seh jetzt manchmalsogar schon jugendliche, die offentsichtlich Kleidung aus dem roten Kreuz Container tragen, welche das machen. Letztens habe ich einen Mitarbeiter beim Arbeitsamt vorgestellt. Er hatte sein Bewebungsgespräch und ich hab draußen 30 Minuten gewartet. Da kommt mir eine Frau aus einem Büro weinend entgegen. Nachher habe ich erfahren, dass die Sozialwohnung gekündigt wurde und privat veräussert wird. Die Frau weiß derzeit nicht wohin, hat kein Krippenplatz, arbeitet schon 30h beim Bäcker. Bekommt dafür ca. 700 netto + 135 Stütze. Jedes Jahr sollen weitere 20% der Wohnungen an Privat veräussert werden. Da bleibt nur ein Wohnberechtigungsschein, aber selbst da zahlst du nur 20% weniger als wie bei einer Privatwohnung.

Weist du was in Muc Miete kostet? Das geht kalt bei 550 los ( 1 Zimmer, 35qm²) und jeder der Eigentümer will ein Mieter mit min. 1200 netto Einkommen. Und das ist nicht nur in München so (FFM etc.)

Ja, dass ist dein tolles reiches Deutschland. Ich gebe diesem Land noch 10 Jahre und dann brennen die ersten Häuser.
 
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