Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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Mustis

Ihr diskutiert alle mit und versteht nichtmal die Position des anderen.

Jeder der von einer Konsumsteuer überzeugt ist, ist davon überzeugt das es keine Preissteigerungen gibt. Nicht einen Cent.

Das ist keine Annahme , das ergibt sich logisch aus dem System der Konsumsteuer.

Das heißt du kannst von mir aus das System kritisieren oder einen Punkt aufzeigen wo es Falsch liegt. Aber nicht die logische Schlussfolgerung daraus....

Das System und seine eigenheiten wie die diversen Steuern sind die Prämise in diesem Logischen Schluss

Und das nichts teurer wird ist die Konklusion.

Um zu zeigen das die Konklusion Falsch ist, musst du zuerst zeigen das eine der Prämissen Falsch ist.

Die Prämisse ist in diesem Fall die Michglas Grafik - seh sie dir nochmals an

Und dann nenne mir einen deiner Fakten, oder von mir aus auch eine Annahme wodurch diese Milchglas Grafik falsch sein sollte.
 
"Das ist keine Annahme , das ergibt sich logisch aus dem System der Konsumsteuer."

und genau das hätten wir gern mal bewiesen! Denn bis auf die inbrünstige Überzeugung ist dazu noch nichts gekommen und daher ist es eine bloße annahme und keine logische Schußfolgerung. denn logisch ist hier gar nix.

Deine komische Milchglas Grafik habe ich dir schon in Frage gestellt! Nur gehst du darauf nicht ein. Die Grafik bezieht sich nur auf INLÄNDISCHE Unternehmen. Das sind aber bei weitem nicht alle MArktteilnehmer. Du betrachtetest die ganze Zeit den deutschen Makrt isoliert für sich (außer bei deinem komischen Import/Export Rechnungen, wo du aber lustigerweise davon ausgehst, dass die Nettolöhne quasi über allgleich sind) und vernachlässigst sämtliche von außen wirkende Einflüsse. Einem amerikansichen Unternehmen ist es reichlich schnuppe wenn die hiesigen Lohnnebenkosten wegfallen. Deren Produktionskosten bleiben gleich, sie werden weiterhin zum selben Preis importiert und mit 100% Konsumsteuer belegt. Wie bitte sollen solche Produkte gleich teuer oder billiger werden? Und nicht zu jedem importiertem Gut kann Deutschland ein Substitutionsgut produzieren. Es werden also sehr wohl Produkte teuerer. Dummerweise funzt auch der Umkehrschluss nicht ganz, dass Deutschland dann besser exportieren kann. Dabei mal aussen vorgelassen, dass eine vornehmlich epxortierende Wirtschaft global gesehen weder fair noch langfristige clever ist. Ein chinesisches Unternehmen wird immer noch billiger produzieren als das mit Nettolöhnen in DE möglich ist. Entsprechend werden seine Produkte weiterhin billiger sein. JE nachdem wo was hergestellt wird, wirkt sich ein bGe in Deutschland anders aus und das eben keinenfalls nur durchweg positiv für Deutschland wie es von den Verfechtern des bGe angepriesen wird. Egal was heute schlimm ist, dass bGe machts besser und negative Auswirkungen gibt es nicht. Das ist die Prämisse der VErfechter und wer da niht ins Grübeln kommt, hat es mit der Logik eher nicht so.

Eines ist mir inzwischen ziemlich klar. Die komplexe Verfelchtung der globalen Abhängigkeiten ist den meisten überhaupt nicht klar, sonst würden solche Aussagen wie hier nie zustande kommen.

Wieso muss ich eigentlich zeigen, das dein Prämissen falsch sind? Oo Solltest du nicht mal schlüssig belegen (beispielsweise durch eine BErechnung), dass deine Prämissen überhaupt korrekt sind? Seit wann muss der Ideenhaber nachgewiesen bekommen, dass seine Idee falsch ist statt das er belegt, warum seine Idee korrekt ist.
 
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Mustis schrieb:
@Chriwi
Joa der Staat kann enteignen, aber vll solltest du dir entsprechenden Paragraphen nochmal zu Gemüte führen.
Paragraphen kann man ändern, oder gehört das zum unabänderbaren Teil des Grundgesetzes (ich weiß es nicht)?
Mustis schrieb:
Du kannst dir gern eine Regelung überlegen, wie du eine Abwanderung des Kapitals unterbinden möchtest, ohne dass du diverse Grundgesetze und EU-weite Rechte mit Füssen trittst. Ich bin wirklich gespannt was dabei rauskommt. =)
Wieso kann man das nicht mit der EU machen?

Mustis schrieb:
Statt du darauf eingehst und ein Land nennst, das eine solche Steuer vll nicht hat oder mir darlegst, dass ein Steuersystem ohne Einkommensteuer funktionieren kann oder eine Erklärung bringst, warum sonst kein Land auf Einkommenssteuer verzichtet. Aber das bedeutet ja Informationsbeschaffung, die nichtmal mit 2 Minuten googlen erledigt wäre. Da is doch so ein flottes Sätzchen viel besser.

Mir ging es nicht darum ob es geht oder nicht. Mir geht es darum, dass du alles als absolut und unanfechtbar hinstellst. Es gibt hundertprozentig Ökonomen die es anders sehen als du und sei es nur, weil sie ein Modelle ohne Geld aufbauen (wie auch immer). Außerdem gibt es denke ich Länder die keine Einkommenssteuer haben, Dubai zum Beispiel.
 
Sorry, du kannst gern mit Dubai argumentieren. Aber wenn du nicht selber siehst, dass Dubai mit sicherheit nicht vergleichbar mit anderen Staaten ist und einen Sonderfall darstellt, so dass man auch wirklich kaum parallelen zu Duetschland ziehen kann, dann brauch ich auch nicht mit dir diskutieren. Dubai ist ein schlechtes Beipiel. Es ist ein Sonderfall und für mich ist diese Wahl als Beispiel ein beleg dafür, wie schlecht es mit wirklichen Gegegnargumenten steht. Sonst müsste man nicht mit sowas fischen.

Man kann das mit der EU machen. Aber warum sollte der ganze Rest der EU sich den Sonderwünschen von Deutschland beugen? Wieso sollten alle anderen Staaten auf freien Kapitalverkehr verzichten, nur damit Deutschland sein Süppchen kochen kann? Und selbst dann ist da immer noch das Grundgesetz. Also ich warte weiterhin auf eine Ausarbeitung, wie das gehen soll.

Das GRundgesetz kann man in diesem Bereich auf normalem Wege kaum ändern. Warum sollte man auch? Wieso sollte man im Grundgesetz verankern, dass der Staat jeden enteignen kann ohne Ersatzleistung? Findest du das allen ernstes erstrebenswert? Oo
 
@mustis
Wenigstens behauptest du nicht das der Gewinn der Unternehmer höher wird, was mir mal zeigt das du zumindest die Grundlagen kapiert hast.

Und ich stimme dir vollkommen zu, einige Produkte für die es keine in Deutschland Hergestellten Ersatz Produkte gibt würden Teurer werden.

Aber wo ist der Unterschied zu jetzt?

Regt sich wer in China auf das die Deutschen Produkte so teuer sind weil die ganzen Sozial Abgaben und Lohnsteuern im Preis drin sind?

Bzw umgekehrt, wo ist deine Lösung dafür das Chinas Produkte sooo billig sind ( Und damit unsere Unternehmen killen ) weil sie eben keine Sozialabgaben und hohe Lohnsteuern haben?

Jetzt ist halt der Import billig und der Export teuer
Danach ist es umgekehrt.

Abgesehen davon das sich natürlich viele Firmen hier ansiedeln würden wenn der Export Billig ist. Von billigem Import hat die DEUTSCHE Wirtschaft allerdings nichts :) Weil eben nur auf das Fertige Produkt die 19% erhoben werden. Bei in deutschland Hergestellten Produkten schneidet der Staat allerdings schon mit BEVOR das Produkt überhaupt fertig ist. ( Einkommenssteuer , Lohnkosten ) Deswegen ist ja eine Konsumsteuer so super. Weil sie überall gleich mitschneidet bei Chinesischen Produkten wie bei Deutschen.

Ich glaub du bist der der nicht die Zusammenhänge erkennt

Ich mein das dir der Fakt das viele Produktionsunternehmen nach China gehen nicht irgendwie zu denken gibt, stimmt mich bedenklich
 
Zuletzt bearbeitet:
stimmt. ich erkenne deine Zusammenhänge nicht. Könnt daran liegen, dass sie wirr sind und deutlich machen, wie wenig ahnung du von der Materie hast.

Import ist heute billig und Export teuer? Warum sind wir dann Exportweltmeister und haben so einen hohen Außenhandelsüberschuss? (bitte bitte frag jetzt nicht was das ist..) Wieder mal baust du eine Grundlage, die irgendwie nicht gegeben ist.

Ich brauche keine Lösung dafür warum Chinas Produkte so billig sind. Das sind sie seit Jahren und uns gehts eigentlich ganz gut damit... Warum sollte ich also ne Lösung dafür haben? Ne lösung setzt ein problem vorraus und das sehe ich hier nicht.
 
lol

Frag mal ob die vielen Mitarbeiter der aufgelassenen Deutschen Standorte wegen Standortverlegung in ein billiglohn Land, ob diese im billigen Import ein Problem sehen.

Das du kein Problem darin siehst das wundert mich eh nicht. ( Zusammenhände und so ...)

Naja wir Exportieren sicher nicht soviel weil wir so billig sind. Denk mal nach darüber. Anscheinend gibt es doch noch andere Kriterien. Wie Qualität, know how, ausgebildete Fachkräfte ect.

Was das Problem mit billigem Import ist?

Ich weiß nicht das jedes Jahr weiß ich wieviele Unternehmen in Deutschland zusperren, und ne Fabrik in nem Land aufmachen wo es keine Lohnnebenkosten und Sozialabgaben gibt?

Oder muss ich dir jetzt News raussuchen über die 100.000 enden Mitarbeiter der Firmen die alle gekündigt worden sind weil die neue Fabrik in China steht.

Große unternehmen müssen vom Staat finanzelle Anreize bekommen das sie überhaupt in Deutschland bleiben.
Wie war das beim Nokia werk!?! Die haben erst in Deutschland überhaupt aufgesperrt weil sie extrem vergünstigungen bekommen haben bie der Steuer. http://futurezone.orf.at/stories/249605/ da das du einen FAKT hast.

"Aufgrund der Marktentwicklung und der steigenden Anforderungen hinsichtlich der Kostenstruktur ist die Produktion mobiler Endgeräte in Deutschland für Nokia nicht länger darstellbar", sagte Konzernmanager Veli Sundbäck.

bitte schreib denen mal dass das ja gar nicht stimmt !!! Export ist billig !!

Aber hey is ja gar kein Problem schließlich ist der Import ja billig.

Deutschland ist Exportweltmeister, fragt sich noch für wie lang. Allein diese Wirtschaftskrise wird genug Unternehmen wieder einen guten Grund geben gleich paar Rationalisierungen vorzunehmen. Und das ist meistens - Den Deutschen standort auflassen und in ein billig Lohn Land zu gehen.

Was kapierst du da nicht?!?
 
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1. Was hat Import mit Standortschließungen in DE per se zu tun? Alles was wir Importieren wurde vorher hier hergestellt?
2. Alle sollen also fleissig unsere Erzeugnisse importieren (damit wir exportieren können) aber wir sollen möglichst nichts importieren, damit unsere guten Deutschen arbeit haben.

soso Abschottung usw. Wie das so funktionieren soll, wenn alle Staaten so denken nun ja.

Was ich nicht kapiere? Wie man mit so wenig wissen und sovielen Vorurteilen so penetrant ernstgenommen werden will.
 
Themis schrieb:
Deutschland ist Exportweltmeister, fragt sich noch für wie lang.

Wie oft durfte ich das schon hören ... eine der guten, alten "Angst-schür-Floskeln".
Btw gibt es auch genug Geschichten gebeutelter Firmen, die wieder zurück kamen. In D ist es halt doch gemütlicher und es wird auch eventuell der Transporter nicht gleich leergeraubt, so man einmal nicht hinschaut. ;)

Aber hey:
Wir wollen Zahlen zum bGe. ja genau, so neoliberalen Schrott den man angucken und nachvollziehen kann. ;) Da hilfts nicht, über den Export zu reden und somit die Frage in den Hintergrund zu schieben. Der misstrausische Blich auf die fehlenden Existenz von Simulationen und Berechnungen mit seriöser Grundlage ist schon berechtigt ...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Wintermute naja das is natürlich ein Argument..... die werden schon wierder kommen ...

@Mustis per se hat das nichts damit zu tun ! Wenn aber der Firmenchef sagt das es etwas mit den Kosten zu tun hat, naja dann hats halt eben genau doch was damit zu tun. Und ich kenn keine Standortschliessung die nicht etwas mit Kosten zu tun hat, aber vielleicht gefällts denen in Rumänien einfach besser wer weiß, nettere Leute dort oder so.

Wer redet von Abschottung lol? Hier geht es ums Grundeinkommen, dessen folge eine Exportstärkung wäre. Wie kann man daraus eine Abschottung herauslesen.

Nur weil dann paar Importartikel teurer werden? wie gesagt es kommt nicht immer nur auf den Preis an.

Manchmal hat auch Qualität, oder einfach der Fakt das es nirgendst anderst Produziert wird, damit zu tun.

Das dir jetzt die Argumente irgendwie ausgegangen sind, und du dich aufs lächerlich machen zurück gezogen hast, zeigt mir das du schon irgendwie erkennst das hier nix dramatisches anders werden würde.


@Wintermute: Ja, glaub mir ich hätte auch gerne Zahlen :D Es ist klar das man erst nach einer durchrechnung des ganzen genaueres sagen kann. Aber hier bezieht sich eh keiner mit seinen Argumenten auf Zahlen. Sondern das alleine schon der Gedanke daran nicht Funktionieren kann weil es ja sowas von unrealistisch ist.
 
Themis schrieb:
Ich weiß nicht was du für Leute kennst, ich kenne aufjedenfall keine die sich ihre Steuerbelastung beim KONSUM vor Augen führen.
Muss ich das aufmalen, bevor es verstanden wird? Ein Unternehmer, der beispielsweise pro Jahr 5 Miio. Euro Gewinn entnimmt und zu versteuern hat, zahlt in Deutschland heute annähernd 2,5 Mio. Euro Einkommensteuer.und Reichensteuer. Der Einkommensteuersatz beträgt ab 250.000 Euro 42 Prozent. Es bleiben - ganz grob gerechnet - gut 2,5 Mio. Euro netto übrig, die (größtenteils) in Deutschland konsumiert werden. Um es einfach und anschaulich zu gestalten, gehen wir von einem Mehrwertsteuersatz von einheitlich 20 Prozent aus. Das wären noch einmal 500.000 Euro. Somit könnten Waren und Dienstleistungen im Wert von 2 Mio. Euro netto konsumiert werden. Anders ausgedrückt: Zwei Drittel des Bruttoeinkommens fließt an den Staat.

Szenario 2:
Das Grundeinkommen wird eingeführt und die Steuerlast sinkt auf 50 Prozent, weil die Konsumsteuer die Hälfte der Endverbraucherpreise ausmachen.

Szenario 3:
Der Unternehmer behält sein Unternehmen in Deutschland, beschäftigt für 500.000 Euro eine Manager und siedelt ins Ausland über (Niederlande, Österreich, Schweiz). Dorthin lässt er sich die 4,5 Mio. Euro Gewinn (5 Mio. abzüglich Managergehalt) überweisen. Sein Konsum im Ausland unterliegt nur noch der dort gültigen Mehrwertsteuer, die nun 20 oder 25 Prozent betragen kann.

Szenario 4:
Der Unternehmer verkauft seinen Betrieb (z. B. an die Mitarbeiter), sackt den gesamten Erlös ein und schafft ihn ins Ausland, ohne zuvor in Deutschland Steuern darauf bezahlt zu haben.

Nehmen wir an, diese Möglichkeiten hätten nur die 4 Prozent der Reichsten in Deutschland. Und nehmen wir weiterhin an, nur jeder 20. würde es so handhaben. Dann wären der Kapitalabfluss und die Steuerausfälle immer noch gravierend.


Aber selbst als einfacher Angestellter könnte man auf die Idee kommen, seine Ersparnisse nicht länger in Deutschland anzulegen, sondern im Ausland. Dann bucht man seinen Urlaub eben von den Niederlanden aus, zahlt mit dem Geld auf dem ausländischen Konto und umgeht somit die Konsumsteuer in Deutschland. Auch hier ist es unbedeutend, ob die Preise im Inland oder im Ausland höher sind. Entscheidend ist die Tatsache, dass ich in Deutschland überhaupt keine Steuern zahle.
 
1. Es ist mir nichtklar warum du den Netto Wert von Konsumierten Waren ausrechnest? Man kann waren Privat nicht Netto Konsumieren ..... deswegen hat diese Rechnung auch null sinn. Wenn ich heute ne Waschmaschine Kaufe um 1200 Euro dann sag ich ja auch nicht ich hab sie um Netto 1000 gekauft !??! selbst wenn ich sie wieder verkaufe wäre es doch idiotisch vom Netto Wert auszugehen. Wir reden ja hier davon das der Unternehmer seinen Gewinn Privat ausgibt.

2. Szenario 2 is mir nicht ganz klar welche Steuerlast sinkt auf 50 % !?!?!?!
Reden wir von der Gesamtsteuerlast auf Produkte sinkt hier gar nichts und es steigt auch nichts ... das ist ja der ganze Punkt an der Konsumsteuer.

Szenario 3 und 4 kann ich nicht kommentieren da sie denk ich davon ausgehen das in Szenario 2 irgendeine Steuer auf 50% sinkt.

Bitte erkläre mir warum wenn ich als Privater eine Ware kaufe sagen wir einen PC um 1200 Euro, es für mich in irgendeiner Weise entscheidend ist ob nun von den 1200 Euro, 200 Steuern sind oder 600?!?

Wo ist da der Unterschied für mich als Privater Käufer?
 
Entscheidend ist, dass der Unternehmer brutto 5 Mio. Euro verdient, von denen 3 Mio. direkt (Einkommensteuer) oder indirekt (Mehrwertsteuer) an den Staat fließen. Die Bedeutung des Nettowertes wird deutlich, wenn man an Importe denkt. Die Waren verlassen das Ausland ohne Steueraufschlag, werden aber beim Import nach Deutschland mit der Mehrwertsteuer bzw. Konsumsteuer belegt.

Das Notebook kostet dann netto 1.000 Euro, bei der jetzigen Mehrwertsteuer 1.190 Euro brutto und mit der Konsumsteuer 2.000 Euro brutto.

Nun soll der Unternehmer keine Einkommensteuer zahlen, dafür aber den höheren Preis von 2.000 Euro berappen. Das mag ja theoretisch aufgehen. Der Mann ist aber clever: Er zieht ins Ausland, nimmt sein unversteuertes Geld mit und zahlt jenseits der Grenze für das Notebook 1.000 Euro plus den landesüblichen Mehrwertsteuersatz. Das ist nun einmal dramatisch günstiger.

Bei einem Steuersatz von 25 Prozent zahlt er nämlich nur 1.250 Euro für das Notebook und hat seine 5 Mio. in der Tasche. In Deutschland hätte er entweder 3 Mio. netto und müsste 1.190 Euro bezahlen, das wäre der gegenwärtige Stand, oder er hätte 5 Mio. Euro und müsste 2.000 Euro bezahlen.

Was soll daran tragfähig sein? Die Leute mit Geld rennen doch reihenweise weg.
 
Themis schrieb:
2. Szenario 2 is mir nicht ganz klar welche Steuerlast sinkt auf 50 % !?!?!?!

Davon redest du doch die ganze Zeit. 100%Mwst = 50% Steuerlast.


Wo ist da der Unterschied für mich als Privater Käufer?
nirgens.

aber was dir Keshkau nun schon ewig versucht zu erklären:
Die Steuereinnahmen werden Sinken da man oft im Ausland Konsumiert.
und Sei es nur der Jahresurlaub. D.h. der Staat sieht von seinem Ausbezahlten Geld keinen Cent.
(bisher hat er die Lohnsteuer immer, egal wo Konsumiert wird)

Und da der Staat weniger Geld zurück bekommt, kann er weniger ausgeben.
---> Der Staat wird Pleite.
 
Anders gesagt: Es funktioniert nur, wenn man die Landesgrenzen (real und virtuell) komplett dicht macht und den Kapitalverkehr mit dem Ausland vollständig kontrolliert. Das bedeutet dann auch lange Warteschlangen und Leibesvisitationen beim Grenzübertritt, wenn man es richtig machen will.
 
Ich ziehe mich nicht ins ironische zurück, weil ich keine Argumente mehr habe(die ich durchaus habe, die auch im Text stehen, die du aber nichtmal aus dem Text extrahieren kannst/willst), sondern weil ich eigentlich erhofft habe, dass du das Signal verstehst und deine Art zu argumentieren mal überdenkst. Aber scheinbar redet man gegen ne Wand...

Und wenn dann so Texte kommen, eigentlich hat es ja nix zu tun aber ja dann doch wieder irgendwieso ne? Was soll man da bitte schön sagen? Und doch es ist Abschottung wenn man nur exportieren aber möglichst gar nicht und wenn doch dann bloss nicht billiger importieren will. Das ist eine Einschränkung der freien Marktwirtschaft und stellt eine Abschottung des deutschen Marktes gegenüber aller anderen Wirtschaften dar.

Aber ich werde mich auch jetzt aus der Diskussion zurück ziehen. Mir ist meine ZEit einfach zu schade gegen jemanden anzudiskutieren, dem eindeutig das Hintergrundwissen fehlt und trotzdem meint, er wüsste bescheid. Darauf habe ich gelinde gesagt keinen Bock. Man mekrt es an jedem deiner Sätze, dass du eigentlich kaum etwas von dem weisst, worüber wir hier sprechen. Du hast dein tolles Video gesehen und meinst damit den Durchblick zu haben.
 
Ja super Keskau, das schreiben wir seit 5 Seiten das Importe teurer werden, auch ich in mehreren Posts habe gesagt IMPORTE werden teurer. Was du hier bis jetzt aber jedesmal aufs neue gemacht hast, du hast es verallgemeinert nämlich ALLE Produkte werden teurer, die unterscheidung zwischen importierten und selbst hergestellten hast du zumindest in den letzten Seiten nicht getroffen.... Und da wie wir gehört haben deutschland ja Exportweltmeister ist dürften das ziemlich viele Produkte sein die hier hergestellt werden.

Aber da wir ja jetzt einer Meinung sind was die teuerung der Produkte angeht.

Führe ich jetzt das Argument ein, das die Mehrwertsteuer nur begrenzt etwas mit dem Produktpreis zu tun hat. Als "Beweis" führe ich mal hier folgendes an

Doch heißt ein niedriger Mehrwertsteuersatz automatisch billigere Waren? Die EU-Statistik beweist das Gegenteil. Beispiel: Wer in einem britischen oder irischen Supermarkt einkauft, zahlt gar keine Mehrwertsteuer. Null Prozent Mehrwertsteuer für Lebensmittel - das hat sich Großbritannien in einer Sonderregelung mit der EU ausgehandelt. Die Lebensmittel sind dennoch um 16 Prozent teurer als im EU Schnitt.

http://oe1.orf.at/inforadio/95205.html

Abgesehen davon das es ja heute nicht anders ist

Ein Produkt aus China müsste ja in der Theorie viel billiger in der Schweiz sein weil ja dort viel weniger MWST ist. Ich denke wenn man sich Preisvergleiche ansieht wird man aber feststellen das nicht alle Produkte aus China in der Schweiz billiger sind als in Deutschland.

Ich weiß ja ihr wollt immer von mir Fakten und Zahlen aus einem System das in der Realität nicht exisitiert. Schaut euch lieber die Fakten und Zahlen aus dem jetztigen System an, die zeigen ja schon deutlich das die MWST nur einen begrenzten einfluss auf den Preis hat.

Es würde natürlich zu einer leichten Steigerung der Lebenskosten kommen, alleine schon dadurch das es keine armen Menschen mehr gibt, wird es mehr wohlstand geben. Allerdings denke ich nicht in dem Ausmaß das alle ins Ausland flüchten....

Nicht in dem Ausmaß - die haben 10% mehrwertsteuer, wir haben 100%, logischer schluss wir zahlen für alles 90% mehr....
 
Zuletzt bearbeitet:
Produkte orientieren sich auch an der jeweilgen Kaufkraft etc., das ist klar ... was meinst du warum Microsoft gerade so heult, weil alle Welt (naja ... ein paar Deutsche) das schwache Pfund nutzt, um Spiele und Hardware zu importieren?
 
Themis schrieb:
Was du hier bis jetzt aber jedesmal aufs neue gemacht hast, du hast es verallgemeinert nämlich ALLE Produkte werden teurer, die unterscheidung zwischen importierten und selbst hergestellten hast du zumindest in den letzten Seiten nicht getroffen
Tut mir leid, das schreiben zu müssen. Aber Du hast von der Materie immer noch keine Ahnung. Ich habe belegt, dass die Verschiebungen im Preisgefüge für meine Argumentation überhaupt keine Rolle spielen. Die Anteil aus Einkommen- und Mehrwertsteuer liegt für die Bezieher hoher Einkommen im Moment weit über 50 Prozent. Eine Konsumsteuer (100 Prozent Aufschlag auf die Nettopreise) senkt die Belastung auf 50 Prozent.

Die Lebensmittel können in England so teuer sein wie sie wollen. Wenn ich meinen Gewinn aus Deutschland dorthin transferiere und meine Lebensmittel in England einkaufe, dann zahle ich dafür eben keine Steuern. Und erzähle mir nicht, das sei aufgrund des Preisunterschiedes ein Hachteil, obwohl ich in Deutschland Abzüge von insgesamt zwei Drittel habe beim jetzigen Steuersystem.


Und wenn Deutschland nun Exportweltmeister ist und die Importe verteuert bzw. die Exporte verbilligt werden, dann exportieren wir ja noch mehr Güter. Und das soll gut sein? Sollte man nicht lieber daran arbeiten, die Handelsbilanz wenigstens einigermaßen ins Lot zu bringen?
 
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