was bringen die zusätzlichen Befehlssätze die Sandy Bridge haben
Wobei man ganz klar sagen muss:
neue Befehlsätze bringen nur dann etwas, wenn die Programme diese explizit ansprechen (und dafür auf bisherige Algorithmen / Befehle verzichten) -
höhere Geschwindigkeit durch neue Befehlssätze ist kein Automatismus.
Bei SSE(1) hat das noch Jahre gedauert und erste optimierte Programme lagen bei geschätzt+10% Performance.
Tools die Hardware-AES nutzen kannste an einer Hand abzählen - per GPU (CUDA / OpenCL) geht das noch mehrfach schneller, muss aber ebenfalls aufwendig neu programmiert werden.
Bei SSE-Befehlen über Version SSE3 sieht das ähnlich aus.
Warum wird wohl ein AMD X6 mit 3,3GHz von einem Sandy mit nur 2,5GHz leicht abgehängt?
Zum einen hängt der Vergleich etwas, weil im verlinkten Szenario beide CPUs öfter im Turbotakt 3,7GHz vs. 3,2 GHz arbeiten und kaum neuere Befehle zum Einsatz kommen.
(Intel CPUs seit dem Nehalem i7 arbeiten praktisch NIE bei Nominaltakt!)
Die höhere proTakt (IPC) Leistung gegenüber älteren CPU-Generationen wird durch Verbesserungen in der Verarbeitung älterer Befehle, schnellerer Speichercontroller und besserer Anknüpfung der Funktionseinheiten untereinander (z.B. Ringbus) erreicht.
Hier hat Intel in den letzten Jahren mehr investiert und ist auch ohne Nutzung neuerer Befehle im Schnitt 30% schneller (Sandy Bridge vs. AMD PhenomII).
Wie das Ranking aussieht, wenn das Potential beider Prozessoren voll ausgeschöpft wird sieht man eher bei den Multithreading Benchmarks (und dann stimmt auch der Taktvergleich mit 6x3,3 GHz vs. 4x2,6 GHz wieder).
Immer noch wenig schmeichelhaft für AMD aber immerhin nachvollziehbar.
Cinebench R11.5
Autodesk 3ds Max 2011 und MainConcept H.264/AVC Pro