Bekomme keinen bootfähigen USB-Stick unter Debian hin

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Commodore
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Hola,
ich schon wieder mit einem weiteren Kapitel aus dem nicht enden wollenden Buch "Linux, mach's mir bitte so kompliziert wie nur möglich":

Wollte einen bootfähigen USBStick per dd oder auch cat erstellen - beide Male schreibt er die Dateien aus der ISO korrekt auf den Stick. Aber booten lässt sich das Ding nicht.

Was übersehe ich? Muss ich irgendwie speziell formatieren? Bootflag nachträglich setzen?
Falsche ISO erwischt?
Die hier wollte ich testen:
http://ftp.spline.de/mirrors/siduction/iso/paintitblack/xfce/amd64_2016-01-17_12-11/
 
Code:
 sudo apt-get install unetbootin

oder

Code:
sudo apt-get install usb-creator-gtk

Wenn es probleme gibt : https://wiki.ubuntuusers.de/Live-USB/#Problembehebung
Das bootflag lässt sich via gparted auch recht komfortabel setzen.

Insgesamt nicht komplizierter als unter Windows. :)
 
Doof nur das Rufus nur für Win verfügbar ist, was ich mich aber frage, wofür der Aufwand sich einen Live Stick zu erstellen wenn man das ganze auch in einer VM testen könnte.
 
Sag doch erstmal genau wie du dd aufgerufen hast.
Richtig ist (wobei X für deinen Stick steht):
dd if=/deine.iso of=/dev/sdX

Falsch wäre wenn du noch eine Partition mit dazu angibst (beachte die 1 am Ende):
dd if=/deine.iso of=/dev/sdX1
 
Leute, danke für alle eure Ideen, ABER:

Warum geht das nicht mit Bordmitteln, wenn JEDE (WIRKLICH JEDE) Installationsanleitung für alle möglichen Distris immer davon spricht, den Stick mit dd (oder cat) zu erstellen?

In der offiziellen Debian-Anleitung steht sogar explizit, dass man Tools wie unetbootin möglichst vermeiden soll. Übrigens kriege ich es damit ja auch ohne Probleme hin, aber das ist hier nicht die Fragestellung.

Die Fragestellung ist und bleibt:
Wo ist der Fehler, wenn folgender Code
$ sudo dd if=/blablabla ....iso of=/dev/sdX
nicht zu einem BOOTFÄHIGEN Stick führt?


EDIT:
@SgtBrightEyes
Ja, das mit der Partition ist mir bewusst. Habe eben sowohl bei cat als auch bei dd immer mit /dev/sdX (ohne Zahl) gearbeitet. Booten kann ich aber davon immer noch nicht. Und zwar auf KEINEM Rechner (habe derer hier drei aus verschiedenen "Epochen").
 
Vom einfachen Schreiben einer .iso darauf wird kein Stick der Welt bootfähig. Das mußt du dem guten Stück schon beim Formatieren sagen oder nachträglich hinzufügen.
 
Hmm, das ist merkwürdig. Ich erstelle Sticks auch immer per dd und das hat so bislang auch wunderbar geklappt.

Nur um es auszuschließen: ist die ISO korrekt, soll heißen hast du mal die hashes verglichen?

Sonst fällt mir auch nur noch ein nachdem dd fertig ist noch einmal sync aufzurufen um sicher zugehen, dass auch wirklich alle Daten geschrieben wurden (und nicht noch in einem Buffer sind).
 
Naja das Problem ist das der Stick einen Bootloader braucht in Form von GRUB oder syslinux. Wenn man zuviel Zeit hat kann man das gerne so machen:
https://wiki.ubuntuusers.de/Archiv/Live-USB_-_persistente_Installation/
Heute werden die Isos aber mit Isolinux erstellt weshalb dd einwandfrei klappt wurde das nicht gemacht klappt das auch nicht. Unetbootin nimmt einem hierbei die ganze Arbeit ab indem es alles fix einrichtet. Von Hand mache ich persönlich sowas nicht, bin ja auch kein Arch Linux Nutzer :p
Der Fehler ist eine falsche Formatierung + fehlender Bootloader ;)
 
Nicht jede ISO läßt sich von USB direkt starten, dd if=livecd.iso of=usbstick funktioniert daher einfach nicht für alles.

Bei der Grub / isoloop Methode ist das nicht anders, viele Distributionen unterstützen das inzwischen aber halt auch nicht alle, da muss die ISO (deren Initramfs) selbst schlau genug sein die ISO-Datei per loop-mount einzubinden.

Das mal abgesehen von sonstigen Problemen. In jedem Fall solltest du die Prüfsumme der ISO anschauen und verifizieren daß das ganze auch korrekt auf dem USB-Stick gelandet ist z.B. per `cmp /dev/usbstick datei.iso` sollte als Meldung "EOF on datei.iso" geben [unter der Annahme daß der Stick größer als die ISO ist, sonst einfach keine Meldung), sonst ist was quer.
 
Ich frage mich allerdings, warum das dann nicht bei den jeweiligen "Anleitungen" steht. Schaut doch mal selbst rein ins Manual von Siduction (welches ich testen wollte; es hat aber bei mir genau die selben Macken wie mein zuvor installiertes Debian stable):

Dort steht nur "mach USB per dd oder cat und dann geht das schon".

Ist das Absicht? Hauptsache, die Foren füllen?
 
Dank isohybrid sind praktisch alle ISOs von Linux-Distributionen heutzutage bootfähig nach einfachem dd.
Unetbootin u.dgl. braucht man nur noch in Spezialfällen (etwa mehrere Live-Distributionen auf einem Stick vereinen).

Wie hast du die Bootfähigkeit des Sticks getestet? Verschiedene Rechner, UEFI und BIOS, beides probiert?
 
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