Benutzen LAN-Kabel den kürzesten Weg?

BastiJava

Ensign
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Juni 2016
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Mal eine dumme Frage:
Wenn ich jetzt ein PC und ein Gerät wo man drauf Streamen kann (z.Bsp. Steam Link) und den Router mit einem Switch verbindet.

Geht dann das Signal zuerst vom PC zum Router und dann zum Steamlink oder geht das Signal direkt zum Steamlink?

Danke
 
Geht direkt.
 
Alle Geräte, die am selben Switch hängen, kommunizieren über diesen untereinander. Also ohne den Umweg über den Router.
 
Sofern beide Geräte im selben IP Netz zuhause sind und wir von IP Kommunikation reden, wird direkt kommuniziert. Befinden sich die Geräte nicht im selben IP Netz, muss geroutet werden und dann gibt es Zwischenstationen in Form von Routern (oder anderen Geräten, die das Routing übernehmen).
 
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Komisch, dass solche Fragen oft parallel gestellt werden. Siehe diesen Thread.

In einem geswitchten Netzwerk und im selben Subnetz (also zB 192.168.1.23 <-> 192.168.1.34) geht die Verbindung immer den kürzesten Weg, weil ein Switch sich merkt an welchem Port welches Gerät angeschlossen ist (auch verschachtelt hinter weiteren Switches.
 
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Ok Vielen Dank für die Antworten! Und ich habe noch kein Switch möchte mir aber demnächst sowieso einen holen.
 
Um Problemen aus dem Weg zu gehen, sollte man DHCP für die IP-Vergabe nutzen. Dann ist sichergestellt, dass auch alle Geräte, die über einen Router gehen, im selben IP-Bereich arbeiten und keins einen Umweg über das Internet nimmt, weil der direkte Weg nicht geht. Wenn es dumm läuft kann das passieren und dann sind sensible Daten in Gefahr. Bei IPv4 weniger, aber mit IPv6 kann ein Gerät den Router tunneln und NAT ist dann ausgehebelt.
 
Wenn zwei Geräte im lokalen Netzwerk nicht im selben Subnetz liegen, man aber trotzdem eine Verbindung versucht, läuft diese beim Router auf (weil das Ziel ja eben in einem anderen Subnetz liegt --> Standard Gateway). Der Router wird aber einen Teufel tun und private IPs ins www zu routen, weil das schlichtweg nicht vorgesehen ist. RFC1918 beschreibt nämlich private IP-Bereiche, die im www nix zu suchen haben. Sollte der Router das dennoch tun, weil zB der Hersteller geschlampt hat, wird spätestens der Provider alles in die Rundablage schicken...

Nur wenn man mit einem DDNS arbeitet, um von unterwegs stets auf den heimischen Router bzw. dessen öffentliche IP zuzugreifen, und auf diese DDNS-Adresse aus dem lokalen Netzwerk zugreift (also quasi von innen heraus aussen an die eigene Haus klopft, wird es kompliziert. Stichwort: NAT-Loopback bzw NAT-Hairpin. Bei den Aussagen des TEs vermute ich aber, dass dem nicht so ist.

Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu schreiben:

Wenn Gerät A mit der IP 192.168.1.11 und Gerät B mit der IP 192.168.1.12 an einem Switch angeschlossen sind, wird die Verbindung immer direkt gehen. Der Switch weiß nämlich, dass Gerät A an Port 4 und Gerät B an Port 6 hängt und der Router an Port 8 spielt dann keine Rolle.
 
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