Sammelthread Benzingeflüster... Stammtisch, Motortalk (1. Beitrag beachten)

WhiteHelix schrieb:
Wo die Diskussion hinführt war ja eigentlich von Anfang an klar ;)
Spannend, oder?
Das Thema Lautstärke führt zu deutlich mehr Diskussion als die Debatte Verbrenner vs E-Auto. :D

@DJMadMax und @Incanus habt euch einfach lieb. :schluck:

Hilft ja nichts hier das Forum vollzuschreiben. Wir können an den Vorgaben eh nichts ändern. Damit müssen zwangsläufig beide Seiten leben. Genauso wie die gegenseitige Meinung zu dem Thema.

Btw. wenn wir schon einmal bei dem Thema E-Auto sind. Ich habe das Gefühl, dass so langsam aber sicher sich ein nachhaltiger Markt auftut. Neu gibt es Fahrzeuge wie den Cupra Born oder KIA EV4 unter 30k. Und auch der Gebrauchtmarkt wird langsam "bezahlbar" (ID3, ID4, Kia EV6, Model 3). Ich bin mal echt gespannt, wann das E-Auto in der richtig breiten Masse ankommt.
 
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@DJMadMax: Ich weiß nicht, ob Du nur heute einen schlechten Tag hast oder immer so bist, aber irgendwo bist Du in dieser Diskussion falsch abgebogen.
Du sprachst von Harley-Davidson Motorrädern:
DJMadMax schrieb:
Bei Motorrädern mit ihrem charakteristischen "Harley Chopper out of hell"-Geballer ist das aber an der Tagesordnung.
die gibt es nämlich nicht nur mit Baujahr 1970, sondern aktuell bis heute und die meisten von denen ballern laut vor sich hin. Deren Legalität habe ich angezweifelt.
DaDare schrieb:
Ich bin mal echt gespannt, wann das E-Auto in der richtig breiten Masse ankommt.
Das wird es zwangsläufig, die aktuellen Spritpreise tun da ein Übriges.
 
Incanus schrieb:
Das wird es zwangsläufig, die aktuellen Spritpreise tun da ein Übriges.
Ich bin aktuell meine Eltern am "bearbeiten", dass heuer dort noch das gesamte Dach voll mit PV getackert wird. Die Hardware kostet ja gar nichts mehr. Mit der Änderung am EEG und der möglichen Streichung der Einspeisevergütung dürfte das genügend Druck sein, dass endlich mal anzugehen. Und mit der niedrigen Eigenverbrauchsquote kann man dann das E-Auto und vor allem eine Klima für bestimmte Wohnräume argumentieren. Gerade die Hitze macht meiner Mutter zu schaffen, aber Klima "braucht man nicht". Ich frage mich zwar immer, warum ich mir die Diskussionen hier und da antue, aber man Ende will man doch nur das Beste.
 
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DaDare schrieb:
Die Hardware kostet ja gar nichts mehr.
Besorgst du mir die notwendigen Bauteile? Montieren kann ich selbst. Meine Doppelgarage ist noch vollständig zu erschließen :)

Die Investitionskosten einer PV gerade bei älteren Menschen muss halt wohl überlegt sein. Ich habe nichts davon, ~30.000 Euro zu investieren, wenn ich auf die kommenden 20 Jahre umgerechnet aber keinen Break Even habe und danach sowieso zu alt bin, um noch im Haus zu leben / es selbst zu bewirtschaften.

Dann wäre also einzig die Überlegung, ob man die Wertsteigerung des Hauses für nachfolgende Generationen aus der eigenen Familie in Angriff nimmt - aber selbst hat man dann einfach nichts davon.

Für meine Frau und mich war das als verhältnismäßig junges Paar kein Problem: mit 33 im Eigenheim und ohne Pläne, dieses jemals zu verlassen, war die Frage praktisch nicht existent und seit, äh... ich glaube 2016 haben wir knappe 10 KW Peak auf dem Dach.
 
Zur breiten Masse könnten auch die Ladebordsteine beitragen.

Meine Eltern, knapp 80, sind letztes Jahr auf E-Auto umgestiegen.
Hyundai Inster, perfektes Stadtauto.
Anfangs ein paar Schwierigkeiten beim laden, weil gefühlt an jeder Ladesäule die Nutzung anders ist.
Tank-E, Aral, Shell, Allego, EnBW, Aldi...
Aber mittlerweile klappt es.
Nur wird meine Mutter immer nervös, wenn der Ladestand "nur" noch 150km ist.
Dabei fahren die 90% innerstädtisch.
 
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Ich bin weiterhin für das Akkuwechselsystem. Das habe ich erstmals schon vor gut 12 Jahren "fantasiert" und wurde immer belächelt dafür.

NIO zeigt ja mittlerweile, dass es geht - leider eben nur aus eigener Fahrzeugpalette.

Wäre es möglich, dass alle mal am selben Strang ziehen würden und genormte Bodengruppen bauen, dann wäre es auch möglich, dass man mit einem ID.7 an die "Tanke" fährt, den Akku-Slot "1, 2, 3" austauscht gegen drei aufgeladene Akkupacks und weiterdüst.

Die drei eingelagerten Akkupacks laden dann wieder und später kommt ein Fiat 500 E daher - der ist natürlich deutlich kleiner als der ID.7, aber da die Akkus genormt und entsprechend geclustert sind, reicht es dem eben auch, dass er nur zwei der vormals drei vom ID.7 eingelagerten Akkus in die Bodenplatte getauscht bekommt.

... und so weiter.

Wie gesagt, utopische Zukunftsmusik, die nur in einer Star Trek-Föderation denkbar wäre, LEIDER ... aber so würde es zu aller Zufriedenheit bereits heute schon funktionieren. Vielleicht gäbe es dann auch weniger globale Konflikte.
 
DJMadMax schrieb:
Besorgst du mir die notwendigen Bauteile?
Klar. :D

Gemeint ist, günstiger werden die PV Module eh nicht mehr und da diese Willkürliche 10 kWp Grenze auch schon länger gefallen ist. Daher der Kommentar mit das ganze Dach voll mit PV machen, auch wenn es für den aktuellen Bedarf nicht notwendig ist. Und durch späteres E-Auto, Klima, irgendwann neue Heizung wird der Stromverbrauch eher steigen als sinken. Nur beim Speicher muss man noch gucken. Da könnten die Preise noch nach unten gehen und ein Nachrüsten ist deutlich leichter möglich. :-)


DJMadMax schrieb:
Dann wäre also einzig die Überlegung, ob man die Wertsteigerung des Hauses für nachfolgende Generationen aus der eigenen Familie in Angriff nimmt - aber selbst hat man dann einfach nichts davon.
Also ich will schon hoffen, dass meine Eltern die Amortisierungsdauer noch überleben. Gleichzeitig steigt ja nicht nur der Wert der Immobilie, sondern eben auch indirekt die Lebensqualität Klima (und irgendwann E-Auto). Extrem subjektiv natürlich, das bessere Gefühl einen gewissen Grad an Autarkie zu haben. Haus wird in der Familie bleiben, sofern es nicht zu massiven Lebensänderung kommt.
 
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MichaW schrieb:
Zur breiten Masse könnten auch die Ladebordsteine beitragen.
Bitte nicht, wer will sich denn bitte in den Straßendreck bücken, um eine Klappe aufzufummeln und ein Kabel einzustecken? Auf dem Firmenparkplatz oder den Stellflächen eines Mietshauses eventuell denkbar aber nicht im öffentlichen Raum.
 
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Incanus schrieb:
Auf dem Firmenparkplatz oder den Stellflächen eines Mietshauses eventuell denkbar aber nicht im öffentlichen Raum.
Aber gerade eben dort wird es vermutlich der eheste Einsatz sein, weil zehntausend Vorschriften und co. Zuhause (auch Mietshaus/Wohnung) eben die klassische Wallbox.
 
DJMadMax schrieb:
Besorgst du mir die notwendigen Bauteile? Montieren kann ich selbst.
Ein paar Schrauben festziehen wird bei den meisten nicht das Problem sein.

Die korrekte Verschaltung der Einzelmodule schon eher und die Regelelektronik würde ich nicht selbst einbauen und ich bin 30 Jahre im Elektronikservice tätig gewesen.

DJMadMax schrieb:
Die Investitionskosten einer PV gerade bei älteren Menschen muss halt wohl überlegt sein. Ich habe nichts davon, ~30.000 Euro zu investieren, wenn ich auf die kommenden 20 Jahre umgerechnet aber keinen Break Even habe und danach sowieso zu alt bin, um noch im Haus zu leben / es selbst zu bewirtschaften.
Der Break Even interessiert mich einen feuchten Kehricht.
Wenn ich das machen würde, dann wäre ein E-Auto auch geplant.

Aber ich habe das Geld nicht und werde es auch nicht mehr verdienen.

Also fahre ich meinen alten, flüsterleisen Japaner weiter, bis er auseinanderfällt und hänge weiter an der Eon beim Strom.

Und mein Mokick war sicher lauter, schneller und eleganter, als die schnarchlahmen westdeutschen Gehhilfen, die aussahen, wie ein 50er Jahre Fahrrad mit Hilfsmotor
Da wußte ich noch nicht, daß man einen exakten Rückstaudruck braucht beim Zweitakter, um eine hohe Leistung zu haben und noch so ein paar Sachen.

Die mechanische Zündung stelle ich heute noch ein mit Meßuhr und Fühllehre auf 1,5 mm vor OT, bei der elektronischen braucht man da einen astabilen Multivibrator, wie ich gesehen habe.

Ein Auto, was Krawall macht, brauche ich sicher nicht.
Der letzte Tiguan war schon ordentlich laut, wenn man mal etwas Leistung gebraucht hat.

Dagegen war der A4 1.9 TdI ein Flüsterer. Der war so dick gedämmt, daß man das Nageln nur ganz leise gehört hat und auch bei Vollgas nicht die Ohren zuhalten mußte.
Danach wurden die Autos immer leiser und den 3er BMW 6 Zylinder konnte man auch mit 6.000 U/min fahren, ohne die Umwelt zu belästigen. Der hatte einen seidenweichen Motorlauf.

Natürlich hat er dann gesoffen, wie ein Loch (14l/ 100km).
Einmal zur Firmenzentrale in Weinheim, war der Tank leer.
 
Incanus schrieb:
Bitte nicht, wer will sich denn bitte in den Straßendreck bücken, um eine Klappe aufzufummeln und ein Kabel einzustecken?
Ich würde das machen.
Da ich aber die meiste Zeit Bahn fahre, bin ich an Schmutz gewöhnt. :evillol:

Sehe da tatsächlich kein Problem.
Klappe per App entsperren, die springt auf, eigenes Kabel dran, fertig.
 
wuselsurfer schrieb:
Der Break Even interessiert mich einen feuchten Kehricht.
Das ist vielleicht etwas zu pauschal. Grundsätzlich sollte man natürlich schon schauen, wo man im eigenen Leben was und wie investiert, damit man selbst - im Idealfall aber auch alle anderen um einen herum - etwas davon haben.

Damit meine ich selbstverständlich nicht, dass du dir ne PV-Anlage auf's Dach zimmern sollst, damit der deutsche Wald wieder wachsen kann (etwas polemisch dargestellt). Aber dennoch ist genau das die korrekte Rechnung:

Anschaffungskosten (inkl. Zins, falls Kredit) = Summe X
Nebenkosten (evtl. Wartungsarbeiten, jährliche Steuern bei Einspeisevergütung) = Summe Y
Durch PV-Anlage geschätzte jährliche Stromkostenersparnis = Summe Z

Demnach gilt:

X / (Z - Y) = Jahre bis zur Amortisation

Ich kenne auch Modelle, da wurde der Monatszins bewusst niedrig gewählt. Dann läuft die Tilgung, bis die PV abbezahlt ist, selbstverständlich länger, aber dafür kann man bei einer geringen monatlichen Ratenzahlung sogar ab dem ersten Monat schon gegenüber der sonstigen Stromrechnung Geld sparen - vorausgesetzt, dass auch auf viele Jahre nichts kaputtgeht.

Mit einem E-Auto hat das dann erstmal nichts zu tun, bzw. sind dann lediglich schonmal zusätzliche Benefits für eine eventuelle, später nachkommende Elektromobilität geschaffen.
 
DaDare schrieb:
Gerade die Hitze macht meiner Mutter zu schaffen, aber Klima "braucht man nicht". Ich frage mich zwar immer, warum ich mir die Diskussionen hier und da antue, aber man Ende will man doch nur das Beste.
Weil Deutschland das einzige Land auf der Welt ist, in dem Klimaanlagen ganz schlimm krank machen ^^
So eine Split-Anlage ist schon ein gewaltiger Komfortgewinn und mit PV musst du dir keine Sorgen um den Stromverbrauch machen.

DJMadMax schrieb:
Ich bin weiterhin für das Akkuwechselsystem. Das habe ich erstmals schon vor gut 12 Jahren "fantasiert" und wurde immer belächelt dafür.

NIO zeigt ja mittlerweile, dass es geht - leider eben nur aus eigener Fahrzeugpalette.
Joa, geht wohl. Hat eigentlich auch nie jemand bestritten, dass es theoretisch gehen würde. NIO ist aber ein absoluter Zwerg und bedient eine Nische.
Wechselakkus sind keine Lösung. Maximale Ressourcenverschwendung, da du ja quasi überall mehrere Batterien vorhalten musst. Von der Brandlast und dem finanziellen Aufwand fange ich gar nicht an.

Außerdem tut sich bei der Ladeleistung auch einiges. Das wird in wenigen Jahren kein großes Problem mehr sein. Mit 800V Systemen ist das jetzt eigentlich schon kein Thema mehr.
Für zuhause-Lader ist es sowieso eher zweitrangig (ja, jetzt fahren sie bestimmt wieder alle mindestens 500 km mit einem schweren Anhänger am Stück. Bergauf.)
 
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Thane schrieb:
Außerdem tut sich bei der Ladeleistung auch einiges. Das wird in wenigen Jahren kein großes Problem mehr sein. Mit 800V Systemen ist das jetzt eigentlich schon kein Thema mehr.
Bin ich bei dir. Wenn man mittlerweile tatsächlich in nur 10-15 Minuten locker wieder mehrere hunderte Kilometer reintanken kann, dann ist das definitiv in Ordnung.

Was halt weiterhin nicht passt - und da braucht man aktuell keineswegs auf den Preisen der fossilen Brennstoffe herumreiten - ist der undurchsichtige Strompreis beim Aufladen, insbesondere mit den massiven Kostenunterschieden zwischen den verschiedenen Anbietern und Ladeleistungen.

Grundsätzlich bin ich ja für eine freie Wirtschaft, aber es gibt eben gewisse Dinge - so wie auch Strom - die hätten einfach niemals in private Hand gedurft.
 
MichaW schrieb:
Klappe per App entsperren, die springt auf, eigenes Kabel dran, fertig.
Problem ist eher mehr das dreckige Kabel wieder in das Auto packen zu müssen.

Thane schrieb:
So eine Split-Anlage ist schon ein gewaltiger Komfortgewinn und mit PV musst du dir keine Sorgen um den Stromverbrauch machen.
Und eben auch Gesundheit am Ende.

DJMadMax schrieb:
Mit einem E-Auto hat das dann erstmal nichts zu tun, bzw. sind dann lediglich schonmal zusätzliche Benefits für eine eventuelle, später nachkommende Elektromobilität geschaffen.
Rational gesehen muss das auch mit in die Rechnung rein. Genauso wie die verzichteten Gewinne, hätte man das Geld der PV in Aktien gesteckt. Man kann noch weiter rumspielen mit Szenarienbildung, wie sich die Preise für Strom, Benzin und co entwickeln werden.

DJMadMax schrieb:
vorausgesetzt, dass auch auf viele Jahre nichts kaputtgeht.
Einen defekten Wechselrichter sollte man schon in der Lebensdauer der Anlage einplanen. Bei modernen Speichern (mit LFP) müsste man mal schauen. Solarmodule (gerade Glas-Glas) sowie Verkabelung sollten die 25 Jahre, sofern keine Naturkatastrophe passiert, überstehen.
 
MichaW schrieb:
Sehe da tatsächlich kein Problem.
Klappe per App entsperren, die springt auf, eigenes Kabel dran, fertig.
Ich stelle es mir eher so vor, nachdem ein paar Dutzend Fahrzeuge über den Bordstein gerumpelt und Blätter, Streusalz und sonstiger Dreck eingedrungen sind:
Klappe per App entsperren. rührt sich nicht, App sagt sie sei offen. Ich bücke mich um händisch nachzuhelfen, App sagt Klappe schließt. Klappe erneut per App entsperren, mit viel Geruckel gelingt es, aber das Kabel passt nicht, etc ;).
 
DJMadMax schrieb:
ist der undurchsichtige Strompreis beim Aufladen, insbesondere mit den massiven Kostenunterschieden zwischen den verschiedenen Anbietern und Ladeleistungen.
Ist leider immer noch ein valider Kritikpunkt. Völlig undurchsichtig und auch teils absurd teuer.
Hier muss wirklich zur Not mal reguliert werden.
Auch da hoc ist es schwierig. Etliche Apps und Abos.
 
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