Schimmel-Apfel schrieb:
btw sind die Piraten weder Links, noch rechts, noch mitte! Sie sind einfach die Piraten!
und das finde ich gut so!
Also wäre
piratig eine passende Beschreibung.

Aber das hilft leider der Einordnung nicht.
DARK-THREAT schrieb:
Ich würd Linkssozialistisch (Linke) zu Linksliberal (Piraten) sagen.
Linksliberal kommt bestimmt hin. Genauer ist vielleicht noch linksliberal-libertär-alternativ oder sowas.

Oder die Piraten haben eine ganz neue Variante erfunden: Neolinksliberalismus
Es geht mir eher um die Ethik
Dazu wurde schon was geschrieben:
http://www.smesher.de/2010/11/piraten-und-die-sache-mit-dem-inzest/
Zumindest die Fälle, wo kein Kind geschädigt wird, sollten staatlich legalisiert werden. Denn wo es keine Geschädigten gibt, da sollte es auch keine Strafe geben. Ansonsten übernimmst du das Denkmuster von Erzkonservativen. Du willst anderen etwas verbieten, einfach weil du es ethisch oder moralisch für nicht richtig hältst, obwohl es keinem schadet. Mit dem Denkansatz möchten z.B. manche CSUler Spiele verbieten und der Papst verbietet Abtreibung. Durch die eigenen Moralvorstellungen und die gesellschaftliche Ächtung wird es imho kein Ausufern der Fälle geben, auch wenn es von staatlicher Seite legalisiert wird.
Ich finde es nicht schlimm, dass die Linkspartei gesellschaftspolitisch konservativer ist als die Piratenpartei. Dafür ist ein Angebot von verschiedenen Parteien ja da. Und wenn man sieht, dass die Piraten viele Sonstige- und Nichtwähler-Stimmen bekommen, können sich Grüne und Linke freuen. Sie verlieren zwar Stimmen (wie alle anderen auch), aber die Piraten sind ein potentieller neuer Koalitionspartner und schaden Schwarz-Gelb, insbesondere mit der Union haben sie wohl nichts gemeinsam.
Und genau das wegen dem 2. Thema ein ehm Politiker (man sollte ihn nichtmehr beim Namen nennen) Schutz in der Piratenpartei suchte, um unerkannt zu bleiben, zeigt ebenfals die Gefahr, dass Anonymität nur bis zu einem gewissen Grad machbar sein sollte.
Keine Ahnung, wen du meinst. Ich kenne nur den Fall Jörg Tauss und der wollte nicht anonym bleiben. Aber wenn das so geheim ist und dieser Typ anonym bleiben will, dann lassen wir das lieber.
Das die Piratenpartei sich für einige Sachen einsetzt, die die Netzpolitik von zB die Linken ebenfals enthalten, finde ich ja gut. Nur fehlt dieser Partei ein Gesammtkonzept. Der Auftritt des Vorsitzenden in der ARD am Sonntag war schon sehr geprägt von Inkompetenz (oder ist es wichtig, dass man auf Land/Bundestag twittern darf oder eben aktuell nicht?).
Ich habe leider nur die PK auf Phoenix gesehen und heute morgen den Nerz im Morgenmagazin. Da habe ich nichts von Inkompetenz gesehen. Aber wenn die mal überfordert oder inkompetent wirken: Die gibt es erst seit 5 Jahren, das sind keine Politprofis, das sind bislang ausschließlich Hobby-Politiker. Fehlende Inhalte werden jetzt nach und nach erarbeitet, denn die müssen ja in Berlin zu allen Themen eine Meinung haben und abstimmen können. Eine große Denkrichtung im Hintergrund wie die Linken haben die Piraten natürlich (noch) nicht.