News Berliner Datengau: 1,4 Millionen Dateien landen im Darknet

Es sollte unter Strafe gestellt werden, die IT nicht sicher zu halten.
 
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Floorp schrieb:
Wie sollte ich als Bürger diesen Hack einordnen?

Für dich ändert sich nichts, in Berlin gibts jetzt für irgendwen im Bereich IT mehr Geld... einen Schuldigen gibt es nicht, nur die bösen Hacker.

-2 Mio und eine Anleitung wie man es besser macht wäre vielleicht eine Alternative gewesen... wahrscheinlich hats an den Bitcoins gelegen, wusste keiner wie es geht...
 
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Vorteil hat es. Für eine Kopie der Geburtsurkunde muss man nun nicht mehr aufs Amt, sondern kann die direkt im Darknet runterladen.
 
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Na zum Glück liegt meine nicht in Berlin ;)
 
Topflappen schrieb:
Bezahlen und hoffen, dass am Ende nicht das passiert was jetzt passiert ist.
Kohle hat die Stadt keine, IT Sicherheit aber auch nicht.
Bezahlen für etwas was digital vorliegt und unbegrenzt kopiert werden kann?Mmmmh...aaarggh.
Wir reden hier nicht von einem Bild oder einem entführten Kind was physikalisch existiert..
So oder so liegt der Scheiß schon auf einem Schreibtisch wo er nicht liegen sollte, ganz unabhängig ob wir bezahlt hätten.
 
neutrongummi schrieb:
Selbst wenn nur die Chance besteht, dass die Daten nicht veröffentlich werden, muss der Staat das nutzen. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Langweiligen Verwaltungsdaten. Hier wurden wirklich harte Sachen veröffentlich.
Sorry, aber für mich sind solche Aussagen an Naivität nicht zu überbieten. Ich finde es absolut absurd, daß es Leute gibt die glauben Verbrecher, die nichts auf Gesetze geben, würden sich dann plötzlich an einen Ehrenkodex halten und die Daten nicht trotzdem veröffentlichen nachdem sie Geld bekommen haben. Dann sind 2 Millionen futsch, man wird zur Lachnummer, die Daten landen trotzdem im Netz und man wird gleich das Ziel der nächsten Gruppen, weil die wissen daß da bereitwillig gezahlt wird. Zudem fehlen 2 Millionen die man für bessere IT-Sicherheit ausgeben könnte. Echt toller Vorschlag. Dem Staat muss im Gegenteil absolut verboten werden solche Zahlungen zu leisten, auch wenn es weh tut. Die Sensibilität der Daten darf da absolut kein Maßstab sein, würde in der Praxis auch nicht funktionieren, weil jeder Betroffene eine andere Sicht darauf hat welche Daten jetzt jeweils sensibel wären, allgemeine Klassifizieren würden die Betroffenen da nicht beruhigen.

Im besten Fall würden die Daten wenn man das Lösegeld zahlt dann nicht frei ins Internet gestellt sondern halt "nur" heimllich an Geheimdienste anderer Länder weiterverkauft oder verschleiert anschließend trotzdem veröfffentlicht. Diesen Banden geht es um Gewinnmaximierung und nicht um Whistleblowing oder so, die nehmen jeden aus wie eine Weihnachtsgans wenn sie können und solange sie können. Wer mit solchen Leuten verhandelt kommt von einer bösen Überraschung in die nächste.

neutrongummi schrieb:
Mal ein Gedankenspiel an alle im Team "Nicht zahlen!!!":
Hätten die Verbrecher 10 Euro gefordert, hättet ihr dann bezahlt? Wenn nein, warum nicht?
Nicht mal einen Cent hätte ich gezahlt, es ist keine Frage von Wert und Gegenwert, es ist eine Frage des Prinzips mit Terroristen nicht zu verhandeln. Verbrecher sind keine vertrauenswürdigen Vertragspartner bei denen man sich darauf verlassen kann das sie sich an die "Vertragsbedingungen" halten und Du kannst sie mangels fehlendem Zugriff auch nicht verklagen wenn sie es anschließend nicht tun. Du gibt einem Verbrecher also Dein Geld und hoffst das er Dir dafür dankbar ist und kein weiteres von Dir fordert. Und Dich nicht weiter erpresst. Das er "Ehre" hat. Ich wünsche Dir ehrlich das Du niemals selbst in so eine Situation kommst in der Du so eine Entscheidung treffen musst, denn Du würdest Dein blaues Wunder erleben was dann passiert. Ich selber möchte natürlich auch nicht in eine Situation kommen in der ich sowas entscheiden müsste. Bei all den Fails die da in Berlin abgegangen sind, diese eine Sache haben sie aus meiner Sicht völlig richtig gemacht.
 
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0815burner schrieb:
Dafür haben wir doch die Datenschutzgesetze. An Gesetzen mangelt es in Deutschland nicht.


Ich meine Haftstrafen, Berufsverbote und das nicht nur für die Führung auch für die Angestellten die dafür zuständig sind
 
neutrongummi schrieb:
Wir geben der öffentlichen Hand Mehr als 1000 Mrd. jedes Jahr. Da sollte schon drin sein, dass sich eine Verwaltung zumindest an die Vorgaben des BSI hält.
Nur knapp die Hälfte, die Summe ist mehr als nur grob irreführend.
Ne Kneipenparole, mehr nicht.
 
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foofoobar schrieb:
Das würde gar keine IT mehr bedeuten.

Quatsch, bedeutet nur, dass man endlich mal in der IT den Kopf benutzen sollte, statt „geht nicht“, „ist nicht möglich“, „nichts ist sicher“ usw.
 
@Topflappen
Falsch, der Bundeshaushalt betrug 2025 ~489 Miliarden, Länder und Kommunen haben zusammen aber ebenfalls nochmal die gleiche Summe an Einnahmen. Von daher stimmt die Annahme, dass wir rund eine Billion Euro Steuern an dieses Land abdrücken.
 
0xffffffff schrieb:
Gerade im ÖD sticht "formale Qualifikation" quasi alles. Salopp gesagt: Mit einem Bachelor oder Master in Singen und Klatschen hast du bessere Chancen auf eine E10-E14'er Stelle als ein IT'ler 15 Jahren Erfahrung und einem haufen Zertifikate im Gepäck, wenn er oder sie kein abgeschlossenes Studium hat.

Eingruppierungen sind im TVÖD bzw. TV-L klar geregelt. Ohne Master oder Diplom kannst du nicht in den höhren Dienst gruppiert werden. Bachelor ist eine Grauzone, aber eigentlich ist da bei E11 schluss. Auf der anderen Seite ist ein Diplom dann gleich mit einer Promotion.... Insofern kann ein ITler ohne Studium nie in den höhren Dienst gruppiert werden, es sei den eine Qualifikation wird im als gleichwertig anerkannt. Das wird aber so gut wie nie passieren...

Hab fast den ganzen Chat gelesen und muss einfach mal den Kopf schütteln, sry aber viele haben einfach gar keine Ahnung mehr wie es in den meisten Ämter zugeht. Gerade die IT war Jahrelang völlig Chancenlos irgend jemanden zu bekommen der was kann. Selbst mit verbeamtung und A13 oder 14 völlig unattraktiv. Inzwischen ändert sich das.... Da kommen jetzt mal so an die 200 Bewerbungen auf eine Stelle, was zeigt wie es da gerade in der Wirtschaft rumst!
Nur mal so, selbst kleine Beschaffungen brauchen inzwischen über 1 Jahr, wenn es Software (und wehe mit KI..) ist dann könnt ihr alleine für die Sicherheitsprüfung mal locker 6-12 Monate rechnen. Ein Lob auf unsere Bürokratie. Ich bin jetzt seit fast 20 Jahren im ÖD und noch ein paar Jahre dann haben die Bürokraten den totalstillstand im Land erreicht, einmal Brandschutz rufen und jedes Bauvorhaben wird direkt abgebrochen. Deshalb war es ja so gut das unser doller Kanzler noch ein Bundesministerium aufgemacht hat, haben wir einfach noch nicht genug von.....
 
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MilchKuh Trude schrieb:
Mehr Datensicherheit heißt aber wahrscheinlich umständlicherer Zugang. Nicht gerade hilfreich wenn man digitaler werden will.
Datensicherheit ist doch nicht optional, sondern zwingend notwendig. Ansonsten ist das Ergebnis von Digitalisierung, dass die ganze Welt Zugriff auf die Daten hat, wie dieser Fall hier zeigt. Und das kann ja wohl niemand wollen.
 
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Ist schon Wahnsinn, wenn der Gesetzgeber Regeln in der DSGVO vorschreibt, aber dann Behörden (egal ob Bund oder Land) sich nicht an diese Regeln halten. In jeder privat geführten Firma mit IT muss man als Mitarbeiter entsprechende Schulungen durchlaufen. Je nach Komplexität der IT können das auch eine Vielzahl von Schulungen, Tests, Lizenzen mit sich ziehen, die man bestehen oder sich aneignen muss. In Berlin hielt dies wohl niemand für nötig. Ich hoffe die betroffenen Leute werden klagen. Aber wohl hier liegt das nächste Problem. Deutsche Gerichte sind da ziemlich harmlos mit den Strafen im Vergleich zu den USA. In Deutschland bekommst man vielleicht 50€ für den DSGVO-Verstoß. Ob man sich für sowas den Stress dann macht...dann lässt man es gleich frustriert bleiben. Was eine absolute Sh1tshow!!
 
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