Bezug zu Geld

All deine/unsere Annehmlichkeiten haben aber Andere erst ermöglicht, in dem sie malocht haben. Nicht anders funktioniert ein kapitalistisches System. Es muss immer billige Arbeitskräfte geben, die die Mittelschicht und Oberen mit dem Versorgen was sie möchten.

Mit unseren Milliarden an Menschen ist so ein freies, einfaches Leben nicht möglich. Oder aber jeder hat nur noch das was er zum Leben braucht.
 
Thorle schrieb:
Mit unseren Milliarden an Menschen ist so ein freies, einfaches Leben nicht möglich. Oder aber jeder hat nur noch das was er zum Leben braucht.

Das ist sicher richtig, selbst wenn jeder Mensch auf dem Planet alles teilen würde und edelmütig wäre, wäre es nicht möglich, dass jeder einen Benz fährt. Nicht mal einen Golf. So viele Ressourcen sind einfach nicht da.

Was ich aber traurig finde ist, dass nahezu ALLE so tun, als wäre es möglich. Und dass man deswegen Menschen das Wort "Arm" oder "Dritte Welt" anhängt. Es ist aber schlicht der Naturzustand (und dieser Zustand herrscht nach wie vor in Naturvölkern vor), dass man ohne was auf die Welt kommt und für sein Auskommen jagen und fischen geht und Früchte sammelt. Das ist nicht arm, das ist schlicht menschlich. Nur weil wir hier durch besondere Umstände die Dampfmaschine und was noch so alles dranhängt erfunden haben sind andere, die das nicht haben, nicht arm.

Leider gibt es aber kaum einen Menschen, der diesen simplen Fakt begreift. Stattdessen verfällt man in Hysterie (und hysterisiert ebenso andere), bloß weil in der sogenannten "dritten Welt" nicht jeder zweite einen Benz fährt - um es etwas überspitzt zu sagen.

Und so kann man natürlich bewußt Leid schaffen. In dem man z.B. diesem glücklichen Menschen aus der vermeintlichen dritten Welt :

vermittelt er sei arm (weil er ein Einkommen und Vermögen von 0€ hat) und dass er ja doch mehr Kapitalismus brauche. Man verfrachte ihn in eine Stadt und schon nimmt das Unheil seinen lauf....Ein Mensch der sich vorher selbst ernähren konnte, dessen Tag strukturiert im Einklang mit Natur und Dasein verlief, sitzt nun frustriert in einem schäbigen Ghetto, ist auf Almosen angewiesen und führt einen verzweifelten Kampf ..........
 
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Wenn alle so denken würden und keinerlei Ambitionen hätten, mehr als bloßes Überleben zu erreichen, dann würden wir heute noch in Höhlen hausen und uns mit Keulen schlagen.
 
Ich verstehe ja nicht, wofür der TE sein Geld ausgibt, aber ich komme mit deutlich weniger brutto bisher zu einem Haus, mein Auto ist 'ne 6 Jahre junge Mittelklasse, einen neuen Gaming-PC habe ich dieses Jahr gebaut und in Urlaub gehts auch. Am Wochenende geh' ich auch mal weg, im Supermarkt guck ich selten auf die Preise, essen gehe ich auch ab und an mal und ebenso habe ich alle notwendigen Versicherungen und private Altersvorsorge laufen.
Okay, für den Urlaub wurde gespart, auch für den PC wurde gespart, wenn ich morgen aber eine teure Repatur am Haus oder Auto hätte, wäre das Geld trotzdem da.
Ich wohne allerdings im Saarland und wahrscheinlich würde ich mich in Bayern mit meinem Bruttogehalt doof umgucken. Übrigens: Arbeitsweg nur <5 km - Zeit zu Leben ist auch ein Luxus, statt im Auto zu sitzen. Ich könnte durch meine Nähe zu Luxembourg auch dort arbeiten, dabei bis zum 1,5-fachen verdienen. Dessen bin ich mir bewusst, müsste aber im Idealfall auch französisch/luxemburgisch sprechen und jeden Tag 2-3 h im Auto sitzen nur für den Arbeitsweg. Viele tun das sogar innerhalb der deutschen Grenzen... käme mir nie in den Sinn. Zeit ist Geld, richtig?
 
Sehe das ähnlich wie Thorle, was andere Leute denken ist uns trotz gutem Verdienst auch egal. Statussymbol / Ideale hin oder her...

Wenn du morgens um halb 7 aus dem Haus gehst und abends um 7 / halb 8 erst zurück kommst, ist mir z.B. egal ob das rumlümmel Sofa in einer schicken Mietwohnung steht oder im Eigenheim. Und mit einer E-Klasse oder einem Porsche stehe ich genauso lange im Stau wie mit einem A3 oder Focus, da ist Fahrrad bei schönem Wetter teils schneller ;-)
 
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@fragemann

Ich kann deine Ausführungen nicht so ganz nachvollziehen. Ich bin Angestellter und ja, natürlich bleibt am Monatsende nicht viel von meinem Geld übrig.

Aber: es bleibt was übrig! Und von dem, das weg ist, habe ich mir in der Regel das finanziert, was mir das Leben angenehm macht. Als Sklave lebt man doch noch deutlich schlechter. Sehr viel deutlich schlechter! Und würde ich nicht arbeiten, hätte ich auch nicht da so für mich so angenehme Leben. Und wie bereits erwähnt. Ich verdiene schlechter als der TE. Und wahrscheinlich auch deutlich schlechter als du. Ob ich mich selber für weniger glücklich halte? Kannst du mir ja glauben oder nicht, aber: ich bin sehr glücklich mit meinem Leben.

Ob meine Arbeit für mich auch nur Mittel zum Zweck ist? Nein, zum Glück nicht. habe auch keine besonders hohe Bildung oder den höchsten Schulabschluss, aber ich mache das, was ich machen wollte und sehe auch Erfüllung in meiner Arbeit. Ich gehe abends nach Hause und blicke auf Ergebnisse zurück. Nicht anders als du, auch wenn ich "nur" Angestellter bin. Mein Chef verdient natürlich mehr als ich. Und? Das beeinflusst mich ja nicht. Wenn ich wollte, könnte ich auch Chef sein. Aber will ich gar nicht. Ist mir zu viel Risiko und Stress. Ich tue meine Arbeit, gehe nach Hause und schalte ab. Ich hoffe, bei dir ist es genauso. Viele meiner Kunden sind selbstständig und bei denen sieht das ganz anders aus.

Ich wechsle jetzt den AG. Im neuen Job wird vieles anders sein, manches besser, manches vieleicht auch schlechter, finanziell anfangs erst mal gleich. Ich habe mich für den neuen AG entschieden, um aber mich selbst noch mal zu fordern und auch zu beweisen. Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen.

Pauschal von Sklaverei zu reden, halte ich dafür für ziemlich überheblich. Verzeih' mir den Ausdruck, aber was du beschreibst, wertet die meisten Arbeitnehmer eben ziemlich ab und erweckt dein Eindruck, du würdest aufgrund seiner Selbstständigkeit über diesen stehen. Autsch. Da darf die Frage erlaubt sein, weshalb wir in einem angeblichen "Sklaven-System" leben, denn ich gehe mal davon aus, irgendjemand arbeit irgendwo auch für dich?

Natürlich gibt's Jobs, die hart sind. Manche sind Raubbau am eigenen Körper und werden leider nicht entsprechend bezahlt. Manche sind psychisch herausfordernd, andere intellektuell. Manche Berufe kann quasi jeder machen, für andere benötigt man spezielle Qualifikationen. Am Ende suchen sich die wohl meisten Arbeitnehmer aber selbst aus, welche Arbeit sie tun wollen. Ich hab mir meine ausgesucht, du dir deine, andere ihre. Dazu gehört aber auch ein Wille und in der Regel kommt man mit dem richtigen Willen auch dahin, wo man hin möchte. Ausnahmen bestätigen leider die Regel. So kenne ich genug AN, die nur mosern und meckern, aber nichts tun. Was sie wollen, ist der Traumjob, bei dem man nichts arbeiten muss, aber das große Geld machen kann.
 
TheManneken schrieb:
Pauschal von Sklaverei zu reden, halte ich dafür für ziemlich überheblich. Verzeih' mir den Ausdruck, aber was du beschreibst, wertet die meisten Arbeitnehmer eben ziemlich ab und erweckt dein Eindruck, du würdest aufgrund seiner Selbstständigkeit über diesen stehen. Autsch. Da darf die Frage erlaubt sein, weshalb wir in einem angeblichen "Sklaven-System" leben, denn ich gehe mal davon aus, irgendjemand arbeit irgendwo auch für dich?

Das war absolut nicht böse gemeint. Jeder ist da auch etwas anders. Aber ich hatte schon am ersten Tag auf dem Weg zur Arbeit nachdem ich meinen Arbeitsvertrag unterzeichnet hatte Bauchschmerzen. Auf der Fahrt an der ersten Kreuzung an der Ampel ging es mir durch den Kopf:

"Du gehörst jetzt denen. Du bist verpflichtet zur Zeit X auf der Arbeit zu sein. Selbst wenn gerade keine Arbeit zu tun wäre. Du musst vor Ort sein wie ein Sklave weil die Zeit dem Chef gehört. Und selbst die Freizeit gehört dem Chef - weil im Arbeitsvertrag steht, dass auch Nebenbeschäftigungen (irgendso eine Standard Klausel) die Arbeit nicht beeinträchtigen dürfen" etc.........

Vorher als Student war ich zwar "Bettelarm" - ich hab mich trotzdem freier gefühlt ;).

PS:
Nachdem ich mich mit dem Chef nach kurzer Zeit überworfen hatte, haben wir eine Vereinbarung getroffen: Ich darf eine Weile (Kündigungsfrist etc) von zu Hause arbeiten (als Programmierer ja kein Problem) und mir die Zeit einteilen. Das hat meine Stimmung um 300% gehoben und ich fühlte mich wieder als Mensch!
 
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fragemann schrieb:
nachdem ich meinen Arbeitsvertrag unterzeichnet hatte
fragemann schrieb:
Du musst vor Ort sein wie ein Sklave weil die Zeit dem Chef gehört.
Du hast ganz eindeutig einen wesentlich unrichtigen Eindruck davon, was Sklaverei ist und verharmlost sie mehr, als es jeder dicke weiße Baumwollplantagenbesitzer jemals gekonnt hätte. Du hast aus freien Stücken diesen Vertrag unterzeichnet! Frag mal, wer in Afrika aus freien Stücken an Bord der Schiffe gegangen ist... :rolleyes:
Ich glaube eher, du spinnst dir hier ein bisschen eine schöne Geschichte zusammen...Seemannsgarn, um im Kontext zu bleiben. ;)
 
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fragemann schrieb:
Du gehörst jetzt denen. Du bist verpflichtet zur Zeit X auf der Arbeit zu sein. Selbst wenn gerade keine Arbeit zu tun wäre.
Man muss nur zum richtigen Arbeitgeber. Ich kann dank Gleitzeit mir aussuchen ob ich um Sechs oder um Elf im Büro bin, könnte bis zu vier "Home-Days" pro Monat nutzen und je nach Arbeitsaufkommen bin ich dann mal fünf und dann mal elf Stunden auf Arbeit.

BTT: Ich gehöre mit im letzten Jahr 68k Brutto zu den, laut TE, Wohlverdienenden. Dafür bin ich auch 1/3 des Jahres auf Baustelle mit 60+ Stunden/Woche; und das ist, ehrlich gesagt, weit mehr als ich zum Leben brauche. Ich habe kein Auto, wohne, für meine Gegend, günstig, gehe selten Feiern etc. Und ich könnte mir, wenn ich wollte, locker die Raten für nen dicken Benz und/oder eine Immobilie leisten. Also ja, ich denke schon, dass man mit 60k plus im Jahr "in die Kategorie großes Haus, Benz und BMW" gehören kann. Man darf nur dann halt keine Familie oder andere "Kostenträger" ;) parallel haben.
 
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Plutos schrieb:
Du hast ganz eindeutig einen wesentlich unrichtigen Eindruck davon, was Sklaverei ist und verharmlost sie mehr, als es jeder dicke weiße Baumwollplantagenbesitzer jemals gekonnt hätte.

Wenn jemand sagt "Boah war das anstrengend, ich bin tot" - meint er das nicht wörtlich, sondern er meint, dass er erschöpft ist. Wenn jemand sagt "Mein Chef ist ein echter Sklaventreiber" - meint er das nicht wörtlich, sondern dass sein Chef nicht gerade angenehm ist. Das nennt man übrigens rhetorische Figur.

Plutos schrieb:
Du hast aus freien Stücken diesen Vertrag unterzeichnet!

Das stimmt nicht, das Arbeitsamt hat mich gezwungen. Ein Stück Land als Alternative und entsprechendes Gerät, so dass ich mich selbst ernähren kann, wollte man mir nicht geben. DAS ist nämlich die Lüge im Neo-Liberalismus: Man kann eben nicht NEIN sagen, wenn man nicht unter die Brücke will. Stattdessen soll man dann bei Junior-Chefs buckeln, die sehr wohl Alternativen haben und in ihrem Leben nie etwas anderes tun mussten als erben. Wer das mit dem Land albern findet: Nun, eine 100% Erbschaftssteuer ab einem gewissen Vermögen die auf alle umverteilt wird, so dass niemand mit 0 anfangen muss, sondern jeder Alternativen hat und es dann nach Leistung geht (erben ist keine Leistung)- das wäre fair.
 
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Mit der Argumentation könnte man ja alles behaupten und revidieren - "War ja nur ein rhetorisches Stilmittel" ...

Woher sollen wir wissen was du wörtlich meinst und was nicht?

Nun, eine 100% Erbschaftssteuer ab einem gewissen Vermögen die auf alle umverteilt wird, so dass niemand mit 0 anfangen muss, sondern jeder Alternativen hat und es dann nach Leistung geht (erben ist keine Leistung)- das wäre fair.

Ich finde die Einstellung ziemlich extrem und alles andere als fair. Unsere Gesellschaft baut darauf aus, dass jeder arbeitet und Steuern zahlt. Viele haben die Mentalität sparsam zu leben und ihren Kindern/Enkeln eine bessere Zukunft aufbauen zu wollen.

Ich komme aus einer mittelständigen Familie und habe auch mit 0 angefangen und hatte trotzdem alle Alternativen offen - ohne finanzielle Hilfe oder großes Erbe. Ich finde es sogar wichtig, dass jeder mit null anfängt.
 
BridaX schrieb:
Mit der Argumentation könnte man ja alles behaupten und revidieren - "War ja nur ein rhetorisches Stilmittel" ...

Woher sollen wir wissen was du wörtlich meinst und was nicht?

Wenn dir jemand sagt "Der Tag war heute anstrengend, ich bin halb tot". Rufst du dann den Notarzt zu deinem Kumpel? Was würden dir die Herren wohl eher böse als freundlich zu dir sagen, wenn du ihnen dann allen ernstes erklären würdest, du könntest ja nicht wissen, ob das wörtlich ist? Ich kann das hier leider nicht sagen, weil das womöglich gegen die Netiquette verstößt :)

Rhetorische Mittel sind bestandteil unseres Alltags, jeder verwendet sie...schau:
digitaler-mittelstand.de/business/news/arbeitszufriedenheit-jeder-vierte-fuehlt-sich-versklavt-23594
"Arbeitszufriedenheit: Jeder Vierte fühlt sich versklavt"


BridaX schrieb:
Ich finde es sogar wichtig, dass jeder mit null anfängt.

Ja, das wäre fair, darum geht es mir ja. Das ist aber gerade nicht der Fall. Oder hat z.B. Susanne Klatten (die BMW-Erbin) mit 0 angefangen? ;)
 
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fragemann schrieb:
Nun, eine 100% Erbschaftssteuer ab einem gewissen Vermögen die auf alle umverteilt wird, so dass niemand mit 0 anfangen muss, sondern jeder Alternativen hat und es dann nach Leistung geht (erben ist keine Leistung)- das wäre fair.

Erben ist keine Leistung - aber sparend mit den Ressourcen umgehen schon. Wenn der Erblasser sieht, dass sein Vermögen am Ende dem Staat zukommt, geht er hiermit nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll um bzw. Ressourcen schonend um.

Beispiel: Unternehmen soll vererbt werden - ab einen gewissen Alter des Erblassers hat er keine Motivation, die Firma zu erhalten da diese verstaatlicht würde. Er schließt sie also und verprasst sein Geld.
=> viele Leute verlieren ihre Arbeit ...
 
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Mir spricht der Thread-Autor aus dem Herzen! Moderne Gesellschaften halte ich für Sklaven-Systeme, das wurde mir schon nach einem Monat als Angestellter klar.

Es geht um diese Aussage. Das ist eine politische/gesellschaftliche Meinung - heutzutage hört man doch alles mögliche, wofür Menschen einstehen.

Wenn man das gesamte künftige Erbe auf die Menschen (als Startkapital in das Berufsleben) umverteilt, würde niemand mehr mit null Anfangen. Im Gegenteil. Viele würden das Kapital verkonsumieren, den start ins Berufsleben hinziehen (weniger Steuerzahler), sich womöglich verschulden (Der Lebensstandard kann nicht auf Dauer gehalten werden) und den Bezug zum Geld verlieren - weil man diesen (im Gegensatz zu Frau Klatten) nie beigebracht bekommen hat.
 
Das Problem ist nicht das Geld.
Das Problem ist die Anspruchshaltung, was man damit alles finanzieren will / muss.

Mit 60.000 Euro Jahresgehalt (Brutto) gehört man deutlich zu den Besserverdienenden in diesem Land.
Das ist Fakt.

Die Frage ist:
Was will man sich davon leisten?

Ich verzichte sehr bewusst auf ein Auto (bin Großstadtbewohner und als Kind mit Bahn/Bus aufgewachsen), fahre nicht in den Urlaub (interessiert mich einfach nicht) und wohne in einer WG (deutlich günstiger hier in Hamburg)
Dafür leiste ich mir mit meinem Fußballverein ein Hobby, das schon mal ein paar hundert Euro an einem Wochenende kosten kann (Auswärtstour)

Alles zusammen (Auto, Urlaub, eigene Wohnung und Hobby) wäre nicht möglich.
Stört mich aber auch nicht.
 
hamju63 schrieb:
Das Problem ist nicht das Geld.
Das Problem ist die Anspruchshaltung, was man damit alles finanzieren will / muss.

Das Problem ist schon das Geld, allerdings stellt es sich meiner Meinung nach etwas anders da als viele denken und das war mir früher auch nicht ganz klar:

Wohlstand fängt da an, wo alle Grundausgaben gedeckt sind. Man braucht darüber hinaus gar nicht so viel Geld, aber man braucht einen Betrag darüber hinaus - ansonsten tritt man fast auf der Stelle und kommt wenn dann nur im Schneckentempo voran.

Der "kleine Mann" kommt deswegen zu "nichts", weil er nahezu seine gesamten Ausgaben für seine Grundbedürfnisse benötigt. Während man "oben" diese schlicht gedeckt hat und sich in aller Ruhe überlegen kann, was man mit dem Überschuss anstellt.
 
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Sehr richtig und genau aus dem Grund habe ich mir mit 50 dann den Luxus geleistet (weil ich sonst keine Bedürfnisse habe), einen Arbeitstag pro Woche weniger zu machen.
Diesen Luxus kannst Du eigentlich mit nichts bezahlen, wenn die eigenen Grundbedürfnisse befriedigt sind.
 
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peterpeta schrieb:
Hallo liebe CB-ler,
Gefühlt jeder in meinem Alter fährt Mittlere Oberklasse, baut ein Haus und Urlaub gibt es auch jedes Jahr.

Hör einfach auf dich mit anderen Leuten zu vergleichen. Es wird nirgends so viel gelogen und Mist erzählt, wie beim Geld.
Du könntest dir mit deinem Einkommen auch alles auf Pump leisten und würdest nach Außen ähnlich wirken.
Für manche Leute ist das das wichtigste im Leben.

Bleib einfach bei deiner konservativen Finanzplanung, schaue auf dich und genieße dein Leben.

Wenn du mal etwas genauer hinschaust, wirst du in deinem Bekanntenkreis auch viele Leute finden, die genau so wie du leben. Die, die frühzeitig ne eigene Bude/Haus hatten, teure Autos, whatever, haben das entweder von ihren vermögenden Eltern bekommen, sind anderweitig durch Erbschaften an Geld oder Immobilien gekommen oder sind die besten Kunden ihrer Hausbank... Die wenigsten haben das durch eigene Leistung geschafft.
 
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