News Bitkom: 43.000 offene Stellen für IT-Fachleute

Wenn ich so etwas lese platzt mir der Kragen! Ich kann es nicht mehr hören und es regt mich einfach nur noch auf, diese plakative Heuchelei in den Medien...

Mein Dipl. in Inf werde ich in den nächsten Monaten abschließen. Wenn ich meine Kommilitonen anschaue, kommt mir das große Zittern! Von 31 Man(n), haben genau 3 ( D-R-E-I!) einen gutbezahlten Job mit einem angemessenen Entgelt bekommen! Sechs (6!) weitere sind seit ca. 4 Monaten auf Jobsuche und Bewerbungsmaraton. Und neeeeeiiiiin, diese Leute haben nicht mir 4.0 abgeschlossen. Notenspektrum reicht dabei von 1,6 bis zu 2.4.

Weitere 14 (13?) Leute sind bereits am Arbeiten, der Rest versucht noch einen Master dran zu hängen. Die Gleichsetzung eines FH-Dipl. mit einem regulären Bachelor macht es ja auch nötig. Und wenn jetzt jmd. versucht, diese TATSACHE zu verharmlosen bzw. sie ignorant mit verbalen fragwürdigen Äußerungen zu anhilieren, schalge ich vor sich0 die aktuellen TVöD-Tabellen zu Gemüte zu führen. Denn dort kann man gern einmal nachschauen, was ein FH-Dipl. noch wert ist - nichts! *(bzw. einem BA gleichgestellt)

So ist es, dass von den 3 erstgenannten Glückspilzen mit gutem Job und gutem Gehalt einmal abgesehen, alle(ALLE) anderen 13 Informatiker aus meinem Jahrgang mit sehr (!) guten Noten trotzdem für 1700 €(mir bekanntes Minimum) und 2400 €(mir bekanntes Maximum) arbeiten gehen! -=B R U T T O=- Jawohl! Brutto!

Bis zum 25/26 Lebensjahr nichts verdient, neeeeeiin sogar Schulden aufgebaut (Bafög, super dolle Studiengebühren!) und man darf nun die nächsten Jahre erst einmal den eigenen Forderungen nachkommen. Dann hat man mit 30 Jahren erste nennenswerte Berufserfahrung gesammelt und seinen Schuldenberg abgedrückt, dann und erst dann kann man einmal anfangen.... Jaaa mit was denn? Genau, sparen sparen sparen....

Die Kumpels aus der Realschule von füher hingegen, haben natürlich schon Frau, Kind, Sportwagen, Hund, Hof und Goldfisch daheim! Denn ihr wollt NICHT wissen, was man als Chemikant, Industriefacharbeiter oder Schichtarbeiter im Chemiepark verdient!!!! Die Leute verdienen bereits mit anfang 20 (!) mehr Netto als, ein blöder Informatiker mit 30.

Durchschnittsgehälter und Löhne von beiden Seiten (Realschüler als Facharbeiter, Dipl.) gegengerechnet ergeben bei einem Arbeitsende um die 65/67 herum einen Gleichstand. Das heißt, das Lebenseinkommen ist bei beiden Seiten ausgewogen! Doll nur, dass man als Dipl. mit 36 ein Kind bekommen kann, ohne sich von vornerein ins Aus zu katapultieren. Auch das Leben lebt sich mit anfang 20 bis 30 leichter, wenn man Geld hat. Und irgend welche BWL/Sozi - Fuzzis können mir gestohlen bleiben, welche jetzt sagen, man kann neben den Studium ja lässig die Studiengebühren etc verdienen und auch ein dolles Leben mit Auto und allem drum und dran haben. BULLSHIT! Ich sagte ja eben, wir reden von einem Info-Studium und nicht von den 15 bis 20 SWS eines BWL-/Sozi- Studenten!


Nicht vergessen werden darf auch, dass man in der IT-Branche für das Bananengehalt auch noch meistens weit mehr als 40h / Woche arbeiten darf. Die dollen Realschüler mit ihrer Fachausbildung usw stehen in der Industrie meistens hinter einer Gewerkschaft. Den ihre (so schon höheren Löhne) gelten auch für exakt 37,5 bzw. 40h in der Woche.


Ein weiteres Problem ist auch sehr sehr weit verbreitet: Irgendwelche Ignoranten und Besserwisser kommen ständig mit irgend welchen dämlichen und völlig sinnfreien Statistiken und behaupten: "Tja, laut Tabelle verdient ein Frischling in der Branche blablablub!". Soll ich demnächst mit diesen dollen Tabellen meine Miete bezahlen und beim Autohändler vorfahren, oder was??!!??! Mich interessieren keine stupiden Tabellen, denn bei einem Bewerbungsgespräch wirst du meistens sogar noch ausgelacht, wenn du mit "Branchenüblichen" Zahlen kommst. Und das ist nicht nur in der IT- Branche der Fall! Ingenieure können auch ein Lied davon singen...

Und noch etwas: Nicht jeder Student gehört zu den 5% Hochbegabten, bzw. zu den so genannten High-Potentials! Denn diese Leute verdienen in der Tat bedeutend mehr als der Durchschnitt. Führungskräfte eben..., aber es geht hier um die breite Masse, um den gemeinen Durchschnittsstudenten. Denn wenn NUR noch die High-Potentials gesucht werden, dann ist jede Diskussion in der Wirtschaft zwecklos!

Beispiel eines großen, allseits bekannten Unternehmens: Zum Einstieg als Trainee bedarf es einer Studiendauer der Informatik von max. Regelstudienzeit (selten!) mit einen Abschluss von maximal 1,3 (!), der Kenntnis von mindestens 2 Fremdsprachen fliesend(!) und einem Auslandsaufenthalt von mindestens 6 Monaten.
Komisch nur, wenn sich auf einmal herausstellt, dass das stupide Klischeegelaber' von wegen "20 Jahre jung, 3 Doktortitel und 2 davon im Ausland" auf einmal gar kein Klischee mehr ist, sondern traurige, pure und rationale Realität!


Anmerkung zu mir selbst:
Ich habe bereits nach 22 (23, eine steht noch aus!) Bewerbungen einen Job bekommen. Schließe voraussichtlich mit 1,6 bis 1,7 ab. Problem nur, dass ich von 2 Gesprächen (!) eine Zusage, d.h. KEINE Wahlmöglichkeit!, bekommen habe, welche beinhaltet, dass ich für mehr als 2000 Brutto aber um einiges weniger als 3000 Brutto eine 40h Woche als Unternehmensberater (Beraterbranche boomt ja...) schieben darf. Hinweis beim Vorstellungsgespräch: Gehalt ist FIX, keine Überstunden. ABER die reguläre Arbeitszeit beträgt zwischen 50-60h Woche! Wenn es damit ein Problem gäbe, wäre ich nicht die geeignete Wahl als Arbeitskraft. Und das bei einem bekannten Unternehmen!

Ich arbeite also für ca. 11 Euro Brutto die Stunde und laufe die ganze Zeit im hübschen Anzug herum. Dumm nur, dass ich mir nicht einmal einen Opel Corsa leisten könnte, denn die Arbeitsstelle ist in München... :(
 
Find das hier teilweise ganz schön deprimierend was ich hier lese!!! Da studiert man jahrelang, investiert Geld und viel Arbeit, nimmt dafür im Vergleich zu einer Ausbildung einen geringeren Lebenstandard in Kauf nur um dann so von den Unternehmen ausgenutzt zu werden. Also ich studier IT ( bin im 5 Semester ) und hoffe das ich was vernünftiges krieg nach dem Studium, zum Glück hat mein Studiengang ein starkes Elektrotechnisches Profil ( ist glaub ich zur Zeit eher gefragt im Vergleich zu Informatik).
Zu der Problematik mit ausländischen Fachkräften:
- Also Deutschland ist ja jetzt schon nicht gerade hyperatraktiv für ausländische Akademiker, wenn dann mit der Zeit die Boom-Reginen (China, Indien, Korea, zum Teil auch ehemalige GUS ) ihre Fachkräfte nicht mehr ohne so weiteres hergeben werden, ,uss bei deutschen Unternehmen ein breites umdenken einsetzten. Dann sollten sie endlich erkennen welchen Wert Informatik-Inginieurberufe haben und sie demensprechend honorieren ( fairer Lohn und faire Arbeitszeit, Anngebote für Weiterbildung (vor allem für motivierte Auszubildende)).
Also ganz ehrlich ich krieg manchmal ein Hals wenn ich sehewas BWL-Studis pauken müssen und was ich dann in mich hineinprügeln muss und dann verdienen viele von ihnen nach dem Studium wesentlich mehr als ich, wo ist da die Gerechtigkeit???

--> Leute lasst uns alle selbständig werden :D
 
Zum Thema Fachinformatiker vs. Studenten:

Ich selbst habe diese Ausbildung nicht gemacht. Ich habe vor 8 Jahren Industrikaufmann gelernt ^^
Da mir die Ausbildung kein Spass machte, motivierte es mich zu verkürzen und Gas zu geben. Danach wollte ich unbedingt in die EDV, die Interessen waren schon immer da, angefangen ganz klein als Gamer und bastler...
Ich war mit der Ausbildung im Betrieb 6 Monate früher fertig und hatte das große Glück, dass mein Chef die Frage "Darf ich dieses halbe Jahr noch was in der EDV lernen" mit "Ja" beantwortete.

Da bemerkte ich, dass das mit dem Basteln und Zocken recht wenig am Hut hatte, war aber begeistert. Bekam nach meiner Ausbildung 2 Zeitverträge im gleichen Betrieb, verschlang zuhaus tausende Programmierbücher und machte nebenher 2 Jahre lang abends und am Wochenende ne zertifizierte Umschulung und diverse Weiterbildungen über die Fachkraft bis hin zum Netzwerkadmin.
Alles aus eigener Tasche, aber da man am Wochenende ja nicht mehr weg konnte, da immer Umschulung war, konnte man sein Gehalt eh nicht ausgeben. das gesparte für ein auto musste damals halt geplündert werden.

Heute schreib ich 10 Sprachen total im Schlaf, weiter 5-10 ohne große Anstrengung und überlegung. Klar können das bestimmt auch andere, aber so schnell macht mir das nicht jeder Student nach...
In der Firma bin ich Hauptverantwortlich für die Linux-Infrastruktur.
Als ich zwischendurch mal 6 Monate arbeitslos war, schrieb ich nach 5 Monaten (vorher hab ich die Ruhe genossen *schäm*) genau 2 Bewerbungen, war bei 2 Vorstellungsgesprächen und konnte mich nacher noch entscheiden was ich will...

Was ich damit sagen will:
Es muss nicht immer ein Studium sein, nur denken das sehr viele Leute. Es gibt mit Sicherheit viele Leute - bestimmt auch Fachinformatiker - bei denen die Informatikstudenten einpacken können. Das heißt nicht, das die Studenten nix in der Birne haben, aber Praxisorientiert können die meistens wenig bis nix.
 
Fachkräftemangel find ich gut.
Treibt den Wert jedes Profi in die Höhe. 75k€ pro Jahr ich komme. :)
 
Fassen wir noch einmal alles zusammen:

- Unternehmen wollen junge (bis 25) Berufserfahrene (mehrere Computersprachen), die mindestens (1)2 Sprachen fließend sprechen können und - wenn möglich - zu den "höchsten 5 Prozent" gehören und dies bei geringer Bezahlung.

-> Durch gute Leistung aufsteigen zu wollen ist ein trugschluss. Der Abschluss zählt mehr als das Potential.

Recht paradox was man hier fordert, aber im Allgemeinen nicht fördert. Jeder will Fachkräfte, nur das Geld will keiner ausgeben...

Naja, zu guter letzt ist eh wieder PISA dran Schuld...:D

:freak: :rolleyes:
 
Monarch2 schrieb:
aber unter den Akademikern gibts mit Sicherheit genauso viele Nieten...

Nö, denn die werden ja ausgesiebt und werden dann: Fachinformatiker ^^...

Meine Meinung: Ein Fachinformatiker hat gute praktische Kenntnisse und ist hauptsächlich da, um Systeme zu verwalten, aufzusetzen und zu benutzen. Und zwar oft so, wie er es gesagt bekommt. Er hat reiche Kenntnisse über eine große Anzahl von Software und deren Benutzung.

Ein Diplom Informatiker dagegen, ist natürlich alleine schon im Bereich der Diskreten Mathe und Analytischen Mathe viel reichhaltiger ausgebildet, und hat eine intensivere Ausbildung hinter sich, sprich, die Stoffülle ist ein Vielfaches dessen, was ein Fachinformatikers können muss. Er ist auch viel bewanderter in Hardware Theorie und Microprogrammierung. Er eignet sich deswegen viel besser als Führungskraft, weil er in seinem Gebiet einfach das nötige Hintergrundwissen hat und deswegen gut Entscheidungen und Management Aufgaben übernehmen kann.
 
@ F_GXdx

ich glaub du verwechselst hier Fachinformatiker Systemintegration (FISI) mit Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (FIAE).

Währen der FISI mehr für Systemkonfiguration und Verwaltung zuständig ist entwickelt der FIAE wie der Name schon sagt Anwendungen und betreut Datenbanken.

Ich habe während meiner Ausbildung sogar noch RPG IV als Programmiersprache und DB2/400 als Datenbank gelernt.

Amsonsten VB.Net und C#.

Jetzt bin ich auch noch MCSE +S, MCTS. Hat zwar wenig mit Software zu tun wird aber komischerweisen genau von solchen Firmen wie sie Tobias123 hier aufzählt (bei denen er wahrscheinlich im Traum gerne arbeiten würde) verlangt.

@ Tobias123

Wahrscheinlich nur Wunschdenken mit deinen 42K Einstiegsgehalt. 35K sind vielleicht angemessener in den meisten Firmen aber eher 27K bis 30K mehr nicht.

EDIT: Machen wirs doch so. Du hast gesagt du bekommst 2000€ Prämie wenn du einen guten Mitarbeiter findest. Wenn deine Firma max 100Km von Mühldorf/OBB entfernt ist mach ich bei euch ein Probemonat. Werd ich eingestellt kriegst du ja deine 2000€ und ich leg noch mal 2 Nettogehälter drauf. Bei 42K Einstiegsgehalt kein Problem! Ist doch ein gutes Angebot, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurz und schmerzlos!

@Unforgiven_too --> Vollkommener Zustimm ;)
 
Ich habe gemerkt, dass es sich gelohnt hat, auf die Berufsakademie zu setzen.

Gute theoretische Kenntnisse, vielleicht nicht so vertieft wie in der Universität, aber auf ähnlichem Niveau.
Dazu die Praxis, die im Endeffekt aufsummiert 1,5 Jahre Arbeitserfahrung bedeutet.
Dazu der feste, einzuhaltende Zeitplan des Studiums. Das heißt nichts mit mal ne Vorlesung sausen lassen oder dergleichen, nene. Anwesenheitspflicht!
Als Abschluss bis letztes Jahr noch Diplom, nun (leider) Bachelor... aber bei Bedarf Master überall machbar (mit gutem Abschluss).

Nun bin ich mit meinen 36k im Jahr zufrieden, und das kann ich auch sein.
Viele aus meinem Kurs haben es ähnlich erwischt.
 
Naja, wenn ich mir anschaue was fuer Pfeiffen im reinen Informatik Studiengang durchkommen ...
Da wundert es mich nicht, das sie wirklich Leute suchen die auch Ahnung von der Materie haben :)
Ich habe "nur" eine Schulische Ausbildung zum ITA gemacht. Was wir dort gelernt haben ist so lächerlich. Das man mit dem wissen im Grunde nichts praktisch programmieren kann ist klar ...
Einige Systeme aufsetzen und Software bedienen mit guten Netzwerkentnissen würde ich da mal das Ergebnis nennen. Mit dem wissen sollte man allerdings nicht größeres leiten ;D

Im Studium bekommt man wenigstens noch die richtige Theorie dazu und etwas praxis.
Wenn man den gelernten kram auch nur zur hälfte anwenden kann, ist es ohne weiteres möglich sich in fast jedes Teilgebiet reinzulesen und effizient zu arbeiten.

"Und noch etwas: Nicht jeder Student gehört zu den 5% Hochbegabten, bzw. zu den so genannten High-Potentials! Denn diese Leute verdienen in der Tat bedeutend mehr als der Durchschnitt." von Unforgiven_too

Ich glaube zwar nicht das man dazu hochbegabt sein muss, aber so ungefähr kommt es mir auch vor. Wenn ich fuer mein Bachelor 10 Semester brauch, ganz ehrlich da haette ich selbst die haelfte vergessen :D ODER ich haette mich nie vorher damit beschäftigt.
Ich fange ja nicht an zu studieren weil ich programmieren lernen will ... sondern weil ich die tiefsten Zusammenhänge verstehen will, aber ich glaube mit der Meinung steh ich alleine da;D
 
Kenne etliche Leute, die einen guten (!) Abschluss haben als Diplom-Informatiker (FH), einige davon im Studiengang Wirtschaftsinformatik (interdisziplinäres Wissen aus der BWL und der Informatik), darunter auch welche mit einer Lehre - manche besitzen eine Banklehre.
Trotz anonymisierter Einstellungen in diversen Job-Portalen - keine Angebote (!!!). Konkrete Bewerbungen -> Absagen (!).

Von einem Fachkräftemangel kann keine Rede sein - hier wird mit Säbeln gerasselt, um den Arbeitsmarkt zu Gunsten der Firmen zu verändern. Sollte ein Fachkräfte-Mangel im IT-Management-Bereich vorhanden sein, müssen eben Fachkräfte nachrücken und geschult werden für das Management. So könnten Absolventen auf die frei werdenden Stellen nachrücken. Bei einem realen Mangel würden auch Absolventen eine Chance bekommen, die keine 3 Jahre Berufserfahrung und 1.000 Skills und Fähigkeiten excellent beherrschen (wg. praktischer Erfahrung).

In diversen Job-Portalen, Firmen-Verzeichnisse und Kontakt-Messen gibt es zahlreiche "offene" Stellen. Entschuldigung, dass ich laut lachen muss, weil ich diverse Menschen kennen, die weder überheblich sind, soziale Kompetenz besitzen und auch zusätzlich Kurse belegt haben, die von Vorteil auf dem Arbeitsmarkt sein sollten (Softskills / Schlüsselkompetenzen). Gefragt sind sicherlich reine Programmierer. Diese werden dann auch gerne (meist über Jobvermittler) deutlich mit niedrigen Einstiegsgehältern gerne eingestellt. Ein Fachkräftemangel sieht anders aus, meine Kollegen!

Jeder Politiker und jede Partei, die auf diese Welle der Lobbyisten reitet, wird von mir bei den nächsten Wahlen abgestraft werden müssen.**

P.S.: Pfeifen gibt es überall, die sich durchmogeln. Deswegen allerdings allen Absolventen mit gutem Abschluss eine Nachrangigkeit gebenüber ausländischen Fachkräften geben oder lieber weiter von einem Mangel sprechen, obwohl frische Leute auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind ?!?

Kurz: 200% Unforgiven_too - Zustimmung.

**: Bitte Posting#60 hierzu lesen, bevor man allzu schnell von "Parole" oder rechter/ linker (undemokratischer) Wahlentscheidung vorverurteilt. Politiker sind gewählte unserer Partei. Leider kennen manche wohl nur zwei Parteien und keine DEMOKRATISCHEN Alternativen.
 
Zuletzt bearbeitet:
... schrieb:
Ich suche seit Monaten nach einer Stelle in der Branche. Habe meine Ausbildung als Fachinformatiker ...

Und hier habe ich aufgehört zu lesen.

Liebe Leute hier im Forum, wenn in der Industrie und bei der Bitkom von Fachleuten gesprochen wird, dann meinen die keine Facharbeiter die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sondern man spricht von Leuten mit einem (Fach-)Hochschulabschluss.

Bildet euch bitte nicht ein das ihr euch nach 3 Jahren Ausbildung in einem Betrieb und eventuell mit ein paar Jahren Erfahrung im Job als echte Fachleute bezeichnen dürft - zumindest die Wirtschaft wird euch als solche nicht sehen. Die Wirtschaft will sehen das ihr ein Studium beendet und durch eine wissenschaftliche Arbeit (Diplom-/Magister-/Bachelorarbeit) abgeschossen habt. Und warum? Weil in der Wirtschaft studierte Leute das sagen haben und Entscheidungen treffen. Mit einer Berufsausbildung seid ihr zur austauschbaren Arbeitsameise eingestuft, aber gehört nicht zu den gesuchten Fachleuten.

Die Inder die ins Land geholt werden haben alle studiert. Indien "entläßt" pro Smester ca. 250.000 fertig studierte Ingeneure und Informatiker - und das Studium dort ist kein Jungle-Wald-und-Wiesen-Studium wie manche vermuten, sondern hat Weltruf. Nicht umsonst sitzen dort Weltkonzerne mit ihren Zweigstellen.

Wenn ihr mitreden wollt in der großen Welt der Wirtschaft und der Fachleute dann studiert!

Sorry für das Ausprechen der harten Wahrheit.
 
ErichH. schrieb:
Ich habe gemerkt, dass es sich gelohnt hat, auf die Berufsakademie zu setzen.

Gute theoretische Kenntnisse, vielleicht nicht so vertieft wie in der Universität, aber auf ähnlichem Niveau.
Dazu die Praxis, die im Endeffekt aufsummiert 1,5 Jahre Arbeitserfahrung bedeutet.
Dazu der feste, einzuhaltende Zeitplan des Studiums. Das heißt nichts mit mal ne Vorlesung sausen lassen oder dergleichen, nene. Anwesenheitspflicht!
Als Abschluss bis letztes Jahr noch Diplom, nun (leider) Bachelor... aber bei Bedarf Master überall machbar (mit gutem Abschluss).

Nun bin ich mit meinen 36k im Jahr zufrieden, und das kann ich auch sein.
Viele aus meinem Kurs haben es ähnlich erwischt.

same here!

Obwohl ich erst Ende des Jahres anfange.

Hoffe ich gehe mit der gleichen Erkenntnis dann ins Berufsleben. : D
 
@ Fu Manchu

Zitat: Und warum? Weil in der Wirtschaft studierte Leute das sagen haben und Entscheidungen treffen.

Genau hier liegt das Problem! Diese großkopfigen Besserwisser meinen sie wären was besseres nur weil sie Studierte sind.
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibfehler ausgebessert für Besserwisser)
ja dann nutz ich mal die chance ^^

ichmach gerade ne ausbildung zum ITA an einem berufskolleg...bin im zweiten Jahr, suche noch ne ausblidung im it bereich oder steig gern sofort als ita ein :)

greetz
 
@Tobias123 & Fu Manchu:

Ja & Nein, Ihr habt Recht mit der Aussage es werden Gut Qualifizierte Leute gesucht, diese müssen aber nicht ein Studium gemacht haben.
In meinem eigenen Umfeld als Kommunikations Tekki, ist ein FH Abschluss zwar gern gesehen, aber wennde mit dem CCNP aufwärts Winken kannst ist es um einiges besser um dich bestellt. Gut wer beides vorweisen kann hats nochmals besser.

Zudem gibt es gewisse Arbeitgeber, wie eine FH selber dort ist die Lohnklasse durch die Ausbildung geregelt, auch wennde als Neti dort arbeitest und einen CCIE hast, auf der anderen Seite gibt es Dienstleister bei denen ist der FH Abschluss nicht an erster Stelle, sondern eben die Spezialisierung des Arbeitnehmers wichtiger.

Dass man nach einem normalen einfachen Informatiker Lehre nicht mit einem FH Abschluss mithalten kann ist jedem klar.

Doch Leute die keinen FH oder höher haben, von vorne rein als "Nicht für diese Stellen geeignet" abzustempeln, zeugt ein wenig von Eurer eigenen unzureichenden Erfahrung im Berufsleben.

Es werden beide Arten gesucht, welche mit einem höheren Abschluss sicherlich öfters, dennoch handelt es sich hier um den IT-Markt, welcher unter anderem auch einen Dienstleistungs-Sektor hat und dieser auch zur "Wirtschaft" gehört.

Oder wie schauts mit den ganzen Herren der SAP Abteilung bei Roche aus, den Nettis bei einem ISP.

Dass jemand ohne geeignete Theoretische Schulung in der nötigen Tiefe bei einem Projekt, wie es einige Enterprise Kunden durchführen um ganze ERP Systeme abzulösen etc. nicht grade zu gebrauchen ist bestreitet keiner der Fachinformatiker hier.

Doch die von vorne rein dargelegte pauschalisierung, stört ein wenig.

Aber ich muss auch zugeben, bei meiner Informatiker Lehre in der Schweiz, war es mir ein grauen, gelernt hat man nicht viel. Leider.
Doch wer sagt dass man nach der Ausbildung stehen bleibt, sich nicht weiterbildet ?

Ohne Weiterbildung ist auch jeder Studierte in dieser Branche, nach spätestens 5 Jahren weg vom Fenster.

Grüsse
Duque
 
Tiu am 14.07.2007 im Mindestlohn-Thread
Stichwort Fachkräftemangel:
Einen größeren Scheißdreck können die nicht mehr erzählen, blöd nur wer es auch noch glaubt.

robin007 am 08.11.2007 im Unterschicht-Thread
Noch eine Anmerkung zum Fachkräftemangel:
Glaubt doch nicht diesen Unsinn.

Willkommen in der Realität, ihr beiden.
 
WOW 1 Beitrag in 2 tagen reife Leistung
 
Klamann: schrieb:
Mike#: schrieb:
Jeder Politiker und jede Partei, die auf diese Welle der Lobbyisten reitet, wird von mir bei den nächsten Wahlen abgestraft werden müssen. *

Nana, solche Parolen habe ich zulezt auf Wahlplakaten der NPD lesen müssen, aber sicher nicht in einem seriösen Diskussionsthread auf CB.

* Sorry, wenn Dir da nur die braunen Parteien (NPD, REP, DVU etc.) einfallen oder vielleicht Parteien des linken Randes (DIE.LINKE/PDS/SED u.a.). Es ist aber leider schon so, dass eine derartige Lobby-Politik trauriger weise die Stimmen solcher Parteien begünstigt. Argumentation ist aber keine Parole. Es ist eine Entscheidung, die Politik mit Stimmen auch mitzugestalten. Den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit haben sowohl SPD als auch CDU wieder in ihren neuen Grundsatz-Programmen. Nur, wie sie handeln ist viel wichtiger. Das darf eine öffentliche Diskussion - insbesondere in einem IT-Forum - ruhig so auch aussprechen. Wer als Abstrafung RECHTS wählt oder LINKS, handelt nicht anders als Politiker, die sich der Fachkräfte-Lobby beugen.

Meine Stimme bekommen weder solche Parteien, noch demokratische Parteien, die sich in diesem Punkt einer Lobby beugen. Das werde ich mit meinen Stimmen in den nächsten Wahlen ganz klar verdeutlichen. Es wird schon ganz lange eine Stimmung gegen den Deutschen Arbeitsmarkt gemacht von Firmen, die in Deutschland doch deutlich begünstigt worden sind: 1.Unternehmenssteuerreform 2.Abgeltungssteuer 3. ..., während der kleine Mann nur bestraft wird: 1. 3%-MwSt 2.Abgeltungssteuer (Kursgewinne) 3.Freistellungsauftrag 4.KFZ-Steuer-Erhöhung ...

Und dennoch fordert und fordert die Lobby und verschiebt Arbeitsplätze ins Ausland oder sucht Arbeitnehmer im Ausland anstatt die Absolventen mit gutem Abschluss zu fördern. Kein Wunder, dass LINKS und RECHTS an Zustimmung gewinnt. Von mir bekommen sie jedenfalls keine Stimme. Sie machen aber in diesem Punkt Stimmenfang und werden aufgrund der Politik darin begünstigt. Keiner darf begünstigt werden, der nicht der Demokratie dienlich ist. Die Senkung von Arbeitslosenzahlen - auch außerhalb einer weltweiten Konjunktur - fördert ebenfalls die Stabilisierung der Demokratie.

Diskussionen hierüber oder besser Argumentationen sollten auf jedem seriösen Thread erlaubt sein. Sie sind sogar enorm wichtig, um mal diese Tatsachen aufzuklären und sich nicht im Nachhinein zu wundern. Jeder große Partei treibt leider Stimmen in diese Richtung. Wichtig ist aber, dass sich die Politik nicht einem "Fachkräfte-Scheinmangel" beugt und gegen diese Entwicklung steuert. Es ist wichtig, dass wir auch in einer nicht gut laufenden Konjunktur Arbeitsplätze aus Deutschland aufbauen. Wenn das Bildungssystem nicht gut ist, muss dieses verbessert werden. Wenn die Lobbyisten nur nehmen, statt zu geben (natürlich sind Absolventen teurer, weil sie nicht gleich alles können), darf nicht gefördert werden.

Ich fordere eine Politik, die Arbeitgeber dann fördert, wenn (unter Bedingung also) sie auch was für den Staat was machen, der sie begünstigt. Das werde ich definitiv in den nächsten Wahlen mit einfließen lassen - jedoch bei DEMOKRATISCHEN Parteien (alternativ eine ungünstige Stimme abgeben, was aber auch nicht der Idealfall wäre).
 
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