Unforgiven_too
Newbie
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Wenn ich so etwas lese platzt mir der Kragen! Ich kann es nicht mehr hören und es regt mich einfach nur noch auf, diese plakative Heuchelei in den Medien...
Mein Dipl. in Inf werde ich in den nächsten Monaten abschließen. Wenn ich meine Kommilitonen anschaue, kommt mir das große Zittern! Von 31 Man(n), haben genau 3 ( D-R-E-I!) einen gutbezahlten Job mit einem angemessenen Entgelt bekommen! Sechs (6!) weitere sind seit ca. 4 Monaten auf Jobsuche und Bewerbungsmaraton. Und neeeeeiiiiin, diese Leute haben nicht mir 4.0 abgeschlossen. Notenspektrum reicht dabei von 1,6 bis zu 2.4.
Weitere 14 (13?) Leute sind bereits am Arbeiten, der Rest versucht noch einen Master dran zu hängen. Die Gleichsetzung eines FH-Dipl. mit einem regulären Bachelor macht es ja auch nötig. Und wenn jetzt jmd. versucht, diese TATSACHE zu verharmlosen bzw. sie ignorant mit verbalen fragwürdigen Äußerungen zu anhilieren, schalge ich vor sich0 die aktuellen TVöD-Tabellen zu Gemüte zu führen. Denn dort kann man gern einmal nachschauen, was ein FH-Dipl. noch wert ist - nichts! *(bzw. einem BA gleichgestellt)
So ist es, dass von den 3 erstgenannten Glückspilzen mit gutem Job und gutem Gehalt einmal abgesehen, alle(ALLE) anderen 13 Informatiker aus meinem Jahrgang mit sehr (!) guten Noten trotzdem für 1700 €(mir bekanntes Minimum) und 2400 €(mir bekanntes Maximum) arbeiten gehen! -=B R U T T O=- Jawohl! Brutto!
Bis zum 25/26 Lebensjahr nichts verdient, neeeeeiin sogar Schulden aufgebaut (Bafög, super dolle Studiengebühren!) und man darf nun die nächsten Jahre erst einmal den eigenen Forderungen nachkommen. Dann hat man mit 30 Jahren erste nennenswerte Berufserfahrung gesammelt und seinen Schuldenberg abgedrückt, dann und erst dann kann man einmal anfangen.... Jaaa mit was denn? Genau, sparen sparen sparen....
Die Kumpels aus der Realschule von füher hingegen, haben natürlich schon Frau, Kind, Sportwagen, Hund, Hof und Goldfisch daheim! Denn ihr wollt NICHT wissen, was man als Chemikant, Industriefacharbeiter oder Schichtarbeiter im Chemiepark verdient!!!! Die Leute verdienen bereits mit anfang 20 (!) mehr Netto als, ein blöder Informatiker mit 30.
Durchschnittsgehälter und Löhne von beiden Seiten (Realschüler als Facharbeiter, Dipl.) gegengerechnet ergeben bei einem Arbeitsende um die 65/67 herum einen Gleichstand. Das heißt, das Lebenseinkommen ist bei beiden Seiten ausgewogen! Doll nur, dass man als Dipl. mit 36 ein Kind bekommen kann, ohne sich von vornerein ins Aus zu katapultieren. Auch das Leben lebt sich mit anfang 20 bis 30 leichter, wenn man Geld hat. Und irgend welche BWL/Sozi - Fuzzis können mir gestohlen bleiben, welche jetzt sagen, man kann neben den Studium ja lässig die Studiengebühren etc verdienen und auch ein dolles Leben mit Auto und allem drum und dran haben. BULLSHIT! Ich sagte ja eben, wir reden von einem Info-Studium und nicht von den 15 bis 20 SWS eines BWL-/Sozi- Studenten!
Nicht vergessen werden darf auch, dass man in der IT-Branche für das Bananengehalt auch noch meistens weit mehr als 40h / Woche arbeiten darf. Die dollen Realschüler mit ihrer Fachausbildung usw stehen in der Industrie meistens hinter einer Gewerkschaft. Den ihre (so schon höheren Löhne) gelten auch für exakt 37,5 bzw. 40h in der Woche.
Ein weiteres Problem ist auch sehr sehr weit verbreitet: Irgendwelche Ignoranten und Besserwisser kommen ständig mit irgend welchen dämlichen und völlig sinnfreien Statistiken und behaupten: "Tja, laut Tabelle verdient ein Frischling in der Branche blablablub!". Soll ich demnächst mit diesen dollen Tabellen meine Miete bezahlen und beim Autohändler vorfahren, oder was??!!??! Mich interessieren keine stupiden Tabellen, denn bei einem Bewerbungsgespräch wirst du meistens sogar noch ausgelacht, wenn du mit "Branchenüblichen" Zahlen kommst. Und das ist nicht nur in der IT- Branche der Fall! Ingenieure können auch ein Lied davon singen...
Und noch etwas: Nicht jeder Student gehört zu den 5% Hochbegabten, bzw. zu den so genannten High-Potentials! Denn diese Leute verdienen in der Tat bedeutend mehr als der Durchschnitt. Führungskräfte eben..., aber es geht hier um die breite Masse, um den gemeinen Durchschnittsstudenten. Denn wenn NUR noch die High-Potentials gesucht werden, dann ist jede Diskussion in der Wirtschaft zwecklos!
Beispiel eines großen, allseits bekannten Unternehmens: Zum Einstieg als Trainee bedarf es einer Studiendauer der Informatik von max. Regelstudienzeit (selten!) mit einen Abschluss von maximal 1,3 (!), der Kenntnis von mindestens 2 Fremdsprachen fliesend(!) und einem Auslandsaufenthalt von mindestens 6 Monaten.
Komisch nur, wenn sich auf einmal herausstellt, dass das stupide Klischeegelaber' von wegen "20 Jahre jung, 3 Doktortitel und 2 davon im Ausland" auf einmal gar kein Klischee mehr ist, sondern traurige, pure und rationale Realität!
Anmerkung zu mir selbst:
Ich habe bereits nach 22 (23, eine steht noch aus!) Bewerbungen einen Job bekommen. Schließe voraussichtlich mit 1,6 bis 1,7 ab. Problem nur, dass ich von 2 Gesprächen (!) eine Zusage, d.h. KEINE Wahlmöglichkeit!, bekommen habe, welche beinhaltet, dass ich für mehr als 2000 Brutto aber um einiges weniger als 3000 Brutto eine 40h Woche als Unternehmensberater (Beraterbranche boomt ja...) schieben darf. Hinweis beim Vorstellungsgespräch: Gehalt ist FIX, keine Überstunden. ABER die reguläre Arbeitszeit beträgt zwischen 50-60h Woche! Wenn es damit ein Problem gäbe, wäre ich nicht die geeignete Wahl als Arbeitskraft. Und das bei einem bekannten Unternehmen!
Ich arbeite also für ca. 11 Euro Brutto die Stunde und laufe die ganze Zeit im hübschen Anzug herum. Dumm nur, dass ich mir nicht einmal einen Opel Corsa leisten könnte, denn die Arbeitsstelle ist in München...
Mein Dipl. in Inf werde ich in den nächsten Monaten abschließen. Wenn ich meine Kommilitonen anschaue, kommt mir das große Zittern! Von 31 Man(n), haben genau 3 ( D-R-E-I!) einen gutbezahlten Job mit einem angemessenen Entgelt bekommen! Sechs (6!) weitere sind seit ca. 4 Monaten auf Jobsuche und Bewerbungsmaraton. Und neeeeeiiiiin, diese Leute haben nicht mir 4.0 abgeschlossen. Notenspektrum reicht dabei von 1,6 bis zu 2.4.
Weitere 14 (13?) Leute sind bereits am Arbeiten, der Rest versucht noch einen Master dran zu hängen. Die Gleichsetzung eines FH-Dipl. mit einem regulären Bachelor macht es ja auch nötig. Und wenn jetzt jmd. versucht, diese TATSACHE zu verharmlosen bzw. sie ignorant mit verbalen fragwürdigen Äußerungen zu anhilieren, schalge ich vor sich0 die aktuellen TVöD-Tabellen zu Gemüte zu führen. Denn dort kann man gern einmal nachschauen, was ein FH-Dipl. noch wert ist - nichts! *(bzw. einem BA gleichgestellt)
So ist es, dass von den 3 erstgenannten Glückspilzen mit gutem Job und gutem Gehalt einmal abgesehen, alle(ALLE) anderen 13 Informatiker aus meinem Jahrgang mit sehr (!) guten Noten trotzdem für 1700 €(mir bekanntes Minimum) und 2400 €(mir bekanntes Maximum) arbeiten gehen! -=B R U T T O=- Jawohl! Brutto!
Bis zum 25/26 Lebensjahr nichts verdient, neeeeeiin sogar Schulden aufgebaut (Bafög, super dolle Studiengebühren!) und man darf nun die nächsten Jahre erst einmal den eigenen Forderungen nachkommen. Dann hat man mit 30 Jahren erste nennenswerte Berufserfahrung gesammelt und seinen Schuldenberg abgedrückt, dann und erst dann kann man einmal anfangen.... Jaaa mit was denn? Genau, sparen sparen sparen....
Die Kumpels aus der Realschule von füher hingegen, haben natürlich schon Frau, Kind, Sportwagen, Hund, Hof und Goldfisch daheim! Denn ihr wollt NICHT wissen, was man als Chemikant, Industriefacharbeiter oder Schichtarbeiter im Chemiepark verdient!!!! Die Leute verdienen bereits mit anfang 20 (!) mehr Netto als, ein blöder Informatiker mit 30.
Durchschnittsgehälter und Löhne von beiden Seiten (Realschüler als Facharbeiter, Dipl.) gegengerechnet ergeben bei einem Arbeitsende um die 65/67 herum einen Gleichstand. Das heißt, das Lebenseinkommen ist bei beiden Seiten ausgewogen! Doll nur, dass man als Dipl. mit 36 ein Kind bekommen kann, ohne sich von vornerein ins Aus zu katapultieren. Auch das Leben lebt sich mit anfang 20 bis 30 leichter, wenn man Geld hat. Und irgend welche BWL/Sozi - Fuzzis können mir gestohlen bleiben, welche jetzt sagen, man kann neben den Studium ja lässig die Studiengebühren etc verdienen und auch ein dolles Leben mit Auto und allem drum und dran haben. BULLSHIT! Ich sagte ja eben, wir reden von einem Info-Studium und nicht von den 15 bis 20 SWS eines BWL-/Sozi- Studenten!
Nicht vergessen werden darf auch, dass man in der IT-Branche für das Bananengehalt auch noch meistens weit mehr als 40h / Woche arbeiten darf. Die dollen Realschüler mit ihrer Fachausbildung usw stehen in der Industrie meistens hinter einer Gewerkschaft. Den ihre (so schon höheren Löhne) gelten auch für exakt 37,5 bzw. 40h in der Woche.
Ein weiteres Problem ist auch sehr sehr weit verbreitet: Irgendwelche Ignoranten und Besserwisser kommen ständig mit irgend welchen dämlichen und völlig sinnfreien Statistiken und behaupten: "Tja, laut Tabelle verdient ein Frischling in der Branche blablablub!". Soll ich demnächst mit diesen dollen Tabellen meine Miete bezahlen und beim Autohändler vorfahren, oder was??!!??! Mich interessieren keine stupiden Tabellen, denn bei einem Bewerbungsgespräch wirst du meistens sogar noch ausgelacht, wenn du mit "Branchenüblichen" Zahlen kommst. Und das ist nicht nur in der IT- Branche der Fall! Ingenieure können auch ein Lied davon singen...
Und noch etwas: Nicht jeder Student gehört zu den 5% Hochbegabten, bzw. zu den so genannten High-Potentials! Denn diese Leute verdienen in der Tat bedeutend mehr als der Durchschnitt. Führungskräfte eben..., aber es geht hier um die breite Masse, um den gemeinen Durchschnittsstudenten. Denn wenn NUR noch die High-Potentials gesucht werden, dann ist jede Diskussion in der Wirtschaft zwecklos!
Beispiel eines großen, allseits bekannten Unternehmens: Zum Einstieg als Trainee bedarf es einer Studiendauer der Informatik von max. Regelstudienzeit (selten!) mit einen Abschluss von maximal 1,3 (!), der Kenntnis von mindestens 2 Fremdsprachen fliesend(!) und einem Auslandsaufenthalt von mindestens 6 Monaten.
Komisch nur, wenn sich auf einmal herausstellt, dass das stupide Klischeegelaber' von wegen "20 Jahre jung, 3 Doktortitel und 2 davon im Ausland" auf einmal gar kein Klischee mehr ist, sondern traurige, pure und rationale Realität!
Anmerkung zu mir selbst:
Ich habe bereits nach 22 (23, eine steht noch aus!) Bewerbungen einen Job bekommen. Schließe voraussichtlich mit 1,6 bis 1,7 ab. Problem nur, dass ich von 2 Gesprächen (!) eine Zusage, d.h. KEINE Wahlmöglichkeit!, bekommen habe, welche beinhaltet, dass ich für mehr als 2000 Brutto aber um einiges weniger als 3000 Brutto eine 40h Woche als Unternehmensberater (Beraterbranche boomt ja...) schieben darf. Hinweis beim Vorstellungsgespräch: Gehalt ist FIX, keine Überstunden. ABER die reguläre Arbeitszeit beträgt zwischen 50-60h Woche! Wenn es damit ein Problem gäbe, wäre ich nicht die geeignete Wahl als Arbeitskraft. Und das bei einem bekannten Unternehmen!
Ich arbeite also für ca. 11 Euro Brutto die Stunde und laufe die ganze Zeit im hübschen Anzug herum. Dumm nur, dass ich mir nicht einmal einen Opel Corsa leisten könnte, denn die Arbeitsstelle ist in München...