Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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Was irgendwie noch Niemand beantworten konnte: Wie füllen wir im Jahr 2023 unsere Gasspeicher?

  • Woher kommt die Menge die uns Russland bisher lieferte?
  • Wie teuer ist das Gas im Schnitt?
  • Wie will unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft mit dem höheren Preis bzw. der geringeren Menge umgehen?

Ist zwar im ersten Moment vielleicht für den ein oder anderen gefärbten recht befriedigend, wenn das billige russische Gas nicht mehr fließt, nur war das leider in den letzten Jahrzehnten das Fundament für unseren Wohlstand und für die gute wirtschaftliche Lage.

Wie soll das zukünftig weiter gehen? Da lasse ich jetzt mal Oma Erna mit ihrem kleinen Einkommen und hohen Strom- und Gaspreisen privat mal außen vor. Das ist dann gesellschaftlich noch mal eine andere Baustelle. Wie soll die Wirtschaft noch langfristig konkurrenzfähig bleiben, wo das Ausland vielfach günstigere Energieträger anbieten kann? Die Inflation und die hohen Folgekosten treffen ja primär erst mal die Wirtschaft in D bzw. Europa.
 
Bohnenhans schrieb:
Die sieht es kritisch unter dem Szenario, dass eine längere Kälteperiode (sprich -10° und drunter) usn durch den Winter begleitet. Hast du dieses marginale Detail in deiner so "akribischen" Recherche etwa überlesen? Das Szenario ist denkbar, aber wenig realistisch.

Darüber hinaus ist die Bundesnetzagentur namentlich ihr Chef Müller kein sonderlich guter Prognosengeber wie mir scheint. Noch im August lies er verlauten, dass er zu 95% gefüllte Gasspeicher im November für unwahrscheinlich hält: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/bundesnetzagentur-gas-probleme-regional-mueller-100.html
Tja, lag er ziemlich daneben. Der selbe Herr ist es, der bis heute ständig warnt, wenn inzwischen auch eben mit Szenarien, die kaum realistisch sind. Da sich die Zielgruppe, wie man an dir sieht, aber kaum dafür interessiert und stets nur ihr Wissen auf Überschriften aufbaut, ficht das den Herrn bis dato wenig an.

Die Speicherbetreiber sehen das ganze übrigens ziemlich anders: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/gasmangellage-fuellstand-101.html
 
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Hie rin S+üd D hat es bereits -8 Grad nachts - in der Tschechei sowieso genauso.

Das Szenario ist bereits aktiv.

Der Gasspeicher reicht bis Ende Winter bei 20% Einsparung aktuell werden nur 13% eingespart.

Dass die Gasspeicher gefüllt sind liegt doch nur daran dass die Bundesregierung egal zu welchem Preis einkauft - natürlich hat man genug Gas wenn man sagt ob die Durchschnittsfamilie im Monat 200 Euro für Heizung ausgibt für 80 m^2 oder 1500 Euro ist doch "egal".
 
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Bohnenhans schrieb:
Das Szenario ist bereits aktiv.
Also ich wqeiß nicht was man dir so in Mathe beigebracht hat aber -8 grad sind mehr als -10. Das Szenario spricht von -10 oder weniger. Und das nicht nur für 1-2 Nächte sondern mehrere Wochen.

Das Szenario ist NICHT aktiv, dein Geschwurbel kannst du dir sparen.

Die Gasspeicherbetreiber sind anderer Meinung, den Nachweis dazu habe ich erbracht.
 
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Man sollte sich von verbalaggressiven "Bescheidwissern" nicht unnötig einschüchtern lassen, schon gar nicht wenn sie bei Ebbe nackt baden.
Ines hat folgendes Szenario am 9.12.22 veröffentlicht.
Auf Seite 12 findet sich folgende Grafik, die eine kalte Temperaturuntergrenze zw. -4 C bis - 4,5 C zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar beschreibt.

Ines12_S12.jpg


Von -10 C kann ich da nichts sehen, gibt es bessere Quellen oder ist das nur Gelaber um einzuschüchtern? Bitte um Aufklärung!

Auf Seite 13 der Präsentation findet sich folgende Grafik:

Ines12_S13.jpg


Danach wären die Speicher bei Eintritt des kalten Szenarios Ende Februar leer.
Eine weitere wichtige Aussage findet sich auf Seite 9, dort heißt es:

Ines12_S09.jpg

Vorzunehmende Einsparungen wurden - soweit ich das verstehe - bereits eingepreist.

In der Dokumentation zur Präsentation der INES-Szenarien findet sich noch folgendes:

Ines12.2_S09.jpg


Für einen Überblick über die zu erwartende Stromsituation in den Nachbarländern, ist der Hinweis auf AGSI+ m.E.n. längst nicht ausreichend, da es viele weitere Faktoren zu beachten gibt u.a. die Stromgewinnung durch WKA & PV.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Guck auf deine Charts! Wetterjahr 2010 ist die Grundlage für das Szenario "Kalte Temperaturen".! Und nun schlägst du nach, was 2010 so für Temps waren... Man man man. So ne Einleitung und dann simpelste Recherchen auf Basis sofort sichtbarer Infos nicht hinbekommen... Zumal das schon aus dem Chart selber ersichtlich wird, beim Abstand der dunkelgrünen Linie (Normaltemperatur) und dem blauen "Bauch". Wenn das soweit auseinandergeht, reden wir wohl kaum von wenigen Grad unter Null...

PS: Kleiner Hinweis, 2010 war der kälteste Winter seit 1969. Da gab es Frostwerte von -20 grad und tiefer in DE. Und bereits der November diesen Jahres war im Schnitt merklich wärmer als in diesem Referenzjahr.

Um also überhaupt in eine Mangellage mit 1TW minus zu kommen, müssten wir einen weiteren Rekord Winter haben wie 2010 und das ist, anhand der bisher verlaufen Monate, quasi schon ausgeschlossen.
 
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Da hast Du wohl nicht den Unterschied von Tages- (Diskussion) zu Durchschnittstemperaturen (Deine Tabelle) verstanden!

Unabhängig davon soll jeder für sich selbst beurteilen, ob wir nach dem wärmsten Sommer der Wetteraufzeichnungen, jetzt einen der kältesten Winter seit Wetteraufzeichnungen bekommen werden.
Ich selber sehe dies nicht als wahrscheinlich an und ich kann mich jetzt auch nicht erinnern, solche Prognosen von den beruflichen Wetterfröschen gelesen zu haben.
Allein schon die grüne Linie für den Speicherverlauf bei Normaldurchschnittstemperaturen sollte uns doch viel beruhigter in die nahe Zukunft sehen lassen!
 
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Das ist abet doch wie wenn Leute andackeln mit ja Gurte im Auto oder Airbags braucht man nicht weil doch ein schwerer Unfall sehr viel unwahrscheinlicher ist als keiner- nur das ist eben die "Logik" von Menschen die nicht mal verstehen wann statistische Durchschnittserwartungswerte berücksichtigt werden sollten und wann ausreichend wahrscheiniche Edge Cases die extreme Auswirkungen haben .

Für alles "Lebenswichtige" zu dem sicher die Gas und Energieversorgung gehört zählen natürlich Edge Cases also ausreichend wahrscheinliche worst case Szenarien - alles andere ist einfach sinnfreies Gerede

https://blog.hubspot.de/hs-fs/hubfs...k.png?width=1251&name=risikomatrix-grafik.png
 
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Du vergleichst Äpfel mit Birnen und wenn einer statistische Werte nicht versteht und interprätieren kann dann du. Wie sollen wir denn bitte noch einen Rekordwinter bekommen, wenn der November wärmer war als der langjährige Schnitt und der Dezmeber bisher auch? Du verstehst einfach nicht, dass der Winter 2010 kein ausreichend realistisches worst case Szenario mehr ist, da der bisherige Winter dafür bereits zu warm war und wir, um das ausgleichen zu können, einen Januar/Februar haben müssten, die kälter wären als eben in jenem Jahr 2010.... Da brauchst du halt nicht mit ner Standard-Risiko Matrix kommen und so tun, als würdest du sie hier korrekt anbringen. Und wie du siehst widersprechen dir eben auch Experten wie von der Ines, die dieses Szenario zwar berechnen, aber bereits für äußerst unwahrscheinlich halten.
 
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@Bohnenhans
Genau deshalb gibt es geschützte und ungeschützte Gaskunden!

Wenn für Dich z. Bsp. Porzellanhersteller, Glashersteller, Dachziegelhersteller, Ziegelhersteller u. ä. so lebenswichtig sind, dass diese nicht 1 Woche mal die Produktion stark drosseln könnten, dann lohnt es sich einfach nicht, dagegen zu argumentieren.
Zum Glück ist Deine Meinung zu "lebenswichtig" eine superkleine Minderheit.
 
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Bohnenhans schrieb:
Das ist abet doch wie wenn Leute andackeln mit ja Gurte im Auto oder Airbags braucht man nicht weil doch ein schwerer Unfall sehr viel unwahrscheinlicher ist als keiner- nur das ist eben die "Logik" von Menschen die nicht mal verstehen wann statistische Durchschnittserwartungswerte berücksichtigt werden sollten und wann ausreichend wahrscheiniche Edge Cases die extreme Auswirkungen haben .
Der Unterschied ist: Keiner sagt wir sollen aufhören zu sparen (keine Gurte Anlegen)- nur das wir uns vor einer Gasmangellage diesen Winter nichtmehr fürchten brauchen, eben weil sie so unwahrscheinlich ist. Genausowenig wie ich jedesmal Angst habe einen Unfall zu bauen, wenn ich ins Auto steige.
Manche Posts lesen sich aber so, als würde uns nur ein Wunder vor Gasmangel etc. schützen obwohl eher genau das Gegenteil der Fall ist. Das ändert nichts daran, dass es weiterhin sinnvoll ist Energie zu sparen.

Dass es übrigens aus Sicht der Bundesnetzagentur sinnvoll ist eher ein bisschen schwarz zu malen, damit die Bevölkerung eben nicht faul wird und in ihren Bemühungen nachlässt sollte auch klar sein.

Man muss halt echt aufpassen, dass man es mit dem Doomscrolling nicht übertreibt.
 
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Scheppschick schrieb:
Auf Seite 12 findet sich folgende Grafik, die eine kalte Temperaturuntergrenze zw. -4 C bis - 4,5 C zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar beschreibt.
Hab den Bericht jetzt nicht gelesen, aber in der Grafik steht Monatsmitteltemperatur. D.h gemittelt über Tag und Nacht und über ganz Deutschland?, den ganzen Monat lang. Da müsste es die nächsten 2 Wochen noch extrem kalt werden, damit wir noch so einen Durchschnittswert errreichen.
 
Super Quelle. Hab noch nie eine so mit Werbung vollgepackte Seite gesehen. Ist bestimmt seriös :D
 
Oh je, hier haperts wieder mit dem lesen und verstehen.

Worst Case Szenario, damit eine Mangellage entsteht: ein Winter wie 2010.

Was postest du? Eine quelle, die darlegt, es könne der kältest winter seit 10 jahren werden. Also seit 2012-2013.

Ergo nicht so kalt wie 2010 und damit nich in dem bereich, wo eine mangellage auftritt.

Ich mag ja naiv sein. Nur habe ich wenigstens Lesekompetenz.
 
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A415 schrieb:
Was irgendwie noch Niemand beantworten konnte: Wie füllen wir im Jahr 2023 unsere Gasspeicher?

  • Woher kommt die Menge die uns Russland bisher lieferte?
  • Wie teuer ist das Gas im Schnitt?
  • Wie will unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft mit dem höheren Preis bzw. der geringeren Menge umgehen?

Da hilft ein Blick auf den Globus. Es gibt auch andere Länder als Russland, die Gas verkaufen. Norwegen, USA, Aserbaidschan. Aserbaidschan kann große Mengen an Gas liefern, als Alternative zu Russland

A415 schrieb:
Ist zwar im ersten Moment vielleicht für den ein oder anderen gefärbten recht befriedigend, wenn das billige russische Gas nicht mehr fließt, nur war das leider in den letzten Jahrzehnten das Fundament für unseren Wohlstand und für die gute wirtschaftliche Lage.

Verstehe ich das richtig, dir sind die Verbrechen und Völkermord Putins in der Ukraine dermaßen egal, dass du dem Faschistenregime Russlands freudig weiterhin Geld geben willst, hauptsache das Gas ist günstig und dein Portemonnaie ist voller?

A415 schrieb:
Wie soll das zukünftig weiter gehen? Da lasse ich jetzt mal Oma Erna mit ihrem kleinen Einkommen und hohen Strom- und Gaspreisen privat mal außen vor. Das ist dann gesellschaftlich noch mal eine andere Baustelle. Wie soll die Wirtschaft noch langfristig konkurrenzfähig bleiben, wo das Ausland vielfach günstigere Energieträger anbieten kann? Die Inflation und die hohen Folgekosten treffen ja primär erst mal die Wirtschaft in D bzw. Europa.

Komisch, wie soll es denn z.B. bloß in Polen weitergehen die es seltsamerweise lange vor Deutschland unter der Schröder und Merkel-Regierung die Russland das Geld hinterher geworfen haben geschafft haben ihre Energieträger so zu diversifizieren, so dass sie jetzt komplett auf russisches Gas verzichten können? Und trotzdem ein Wirtschaftswachstum aufweisen das sich sehen lässt? Wer hätte so was je von den Merkelianern für möglich gehalten? Ohne das Gas eines verrückten Diktators geht es ja gar nicht! *Ironie
 
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Bohnenhans schrieb:
Nö viele Beiträge lesen sich eher als wie naives Nachplappern von Habecks "Plan" :D - der Winter muss einfach ausreichend mild werden dann passt dass schon.
So ist es und es wird langsam absurd.

Wenn der Winter nicht wesentlich milder werden sollte und die aktuelle Dunkelflaute weiterhin anhält, dann sind die Gasspeicher bereits im Februar leer. Sogar die Braunkohle, die Deutschland wegen der gescheiterten Energiewende massenhaft verstromen muss, könnte knapp werden. Es drohen "Brownouts" (gezielte Lastabwürfe) und das Einstellen der Produktion vieler Industrien. Menschen könnten erfrieren.

Diese Gefahr ist mehr als real und es ist einzig und allein das Ergebnis einer verfehlten und kopflosen Energiepolitik.
 
Trumpf schrieb:
Sogar die Braunkohle, die Deutschland wegen der gescheiterten Energiewende massenhaft verstromen muss, könnte knapp werden.
Nö... Klick
Du kannst ganz generell nicht etwas als gescheitert ansehen was aktuell vollzogen wird. Immerhin findet jetzt tatsächlich mal eine statt.
Bohnenhans schrieb:
Nö viele Beiträge lesen sich eher als wie naives Nachplappern von Habecks "Plan" :D - der Winter muss einfach ausreichend mild werden dann passt dass schon.
Vielleicht verwendet der Habeck ja auch einfach seriöse Quellen.
Dwd
Auszug "Für alle Regionen Deutschlands wird vom DWD ein wärmerer Winter (Dezember-Februar) 2022/2023 im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt des Zeitraums 1991-2020 prognostiziert. Die Vorhersagegüte-Ampel der Klimavorhersage auf „grün“ weist darauf hin, dass die Qualität des saisonalen Klimavorhersagesystems für die Temperatur relativ gut ist und daher der Verwendung des vieljährigen Mittels der Beobachtungen als Abschätzung für die Zukunft vorzuziehen ist."
 
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Äh das ist die identische(!) Quelle - der Deutsche Wetterdienst - DWD . :D 🤦‍♂️

Der Unterschied ist nur Du kommst mit den veralteteten Einschätzungen aus November des Dt Wetterdienstes angelaufen und ich mit den aktuellen korrigierten des Dt Wetterdienstes aus Mitte Dezember.

In meinen Quellen steht wörtlich

Wie unter anderem der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, rückt ein sibirisches Kältehoch näher an Europa ran, wie Kreiszeitung.de berichtet. Alle bisherigen Langfristprognosen hinsichtlich des Wetters im Dezember werden somit über den Haufen geworfen.
 
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