Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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Bohnenhans schrieb:
Alle bisherigen Langfristprognosen hinsichtlich des Wetters im Dezember werden somit über den Haufen geworfen.
Verstehe ich das richtig das du gerade das aktuelle Dezember Wetter mit der Langzeit Prognose für den Winter 22/23 vergleichst?
Das steht so zumindest in deiner Quelle. Ja, aktuell ist es sehr kalt draußen, in der nächsten Woche sind zweistellige Plusgrade angesagt. Zwar leider keine weiße Weihnacht (wieder mal) aber energetisch stehen die Zeichen auf Entspannung.
 
Die Wetterprognosen für den Winter 22/23, die man im November hatte waren bereits im Dezember komplett falsch.

Da sind die aktuellen Aussichten für die nächsten Wochen
"Indes sollen die Chancen auf eine längere milde Wetterphase verschwindend gering sein."

Und wie das Wetter im Januar wird das sieht man frühestens Ende Dezember mit ausreichender Wahrscheinlikchkeit.


Im November war laut DWD ein wamer Winter noch das Wahrscheinlichste - ca 4 Wochen später mit nur noch 5% Wahrscheinlichkeit ist der warme Winter bereits das mit Abtand unwahrscheinlichste Szenario geworden - der ungewöhnlich kalte ist dagegen mit 38% Wahrscheinlichkeit bereits sehr nahe an der Durchschnittswinterwahrscheinlichkeit.
 
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Ich mach den Thread jetzt bis Januar-Februar zu. Es ist ja wirklich nicht auszuhalten wie hier auf Teufel komm raus jeder Recht haben will.
 
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Ich eröffne das Thema zunächst mit einem Rückblick. Den vergangenen Winter und die vorhergesagten Weltuntergangsszenarien fasst Frau Slomka ziemlich gut zusammen:

Verantwortlich hierfür waren nicht zuletzt die Füllstände unserer Gasspeicher. Und diese sind aktuell immer noch ziemlich gut gefüllt.
Mit 64 Prozent liegt der Füllstand der Gasspeicher derzeit rund 21 Prozentpunkte über dem Mittel der Jahre 2017 bis 2021. Vergleicht man nur mit dem Vorkrisenjahr 2021, so ist der Füllstand aktuell höher als damals um diese Zeit (Stand: 09.04.2023).

Was bedeutet das für den kommenden Winter?
Prognosen: Speicher im Winter 2023/24 gut gefüllt
In den vergangenen Monaten hatte es verschiedene Prognosen zum Verlauf der Gasspeicherfüllstände in der aktuellen Heizperiode gegeben. Die Bundesnetzagentur hatte solche Modellrechnungen veröffentlicht, ebenso ein Verband deutscher Gasspeicherbetreiber und das gemeinnützige Science Media Center (SMC). So hat das SMC beispielsweise berechnet, wie der Füllstand sich entwickeln könnte, wenn im Schnitt so viel Gas verbraucht würde wie im Mittel der Jahre 2018 bis 2021 - oder aber zehn oder gar 20 Prozent weniger. Jedes dieser Szenarien gibt es zudem in einer optimistischen und einer pessimistischen Variante, was den Verlauf der Außentemperaturen und die Gasimporte angeht.
https://www.ndr.de/nachrichten/info...ht-es-um-die-Fuellstaende,gasspeicher120.html

Ich mache das Thema wieder auf mit dem Hinweis, dass ich hier keine laienhaften Wetterprognosen lesen will. Und auch keine hämischen Beiträge ala "Ich habs dir doch gesagt!".
 
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Das ist natürlich wichtig, dass die Speicher gut gefüllt sind und voraussichtlich starten wir ja wieder mit vollen Speichern in den nächsten Winter. Aber wichtiger ist doch, wie viel wir (Netto) importieren können kommenden Winter. Die Speicher wurden einmal von den hohen Gaspreisen geschont, die Industrie hat zeitweise ja 20-25% weniger Gas verbraucht als in den Vorjahren. Außerdem war der Winter vergleichsweise mild, wenn nun ein vergleichsweise kalter Winter kommt, dann steigt der Gasbedarf stark an.
Es müssten ja einige LNG Terminals fertig werden diese Jahr. Und es soll noch mehr über Norwegen importiert werden? Die Frage ist, wie viel des aus Russland wegfallenden Importes wir bis zum kommenden Winter kompensieren können.
Weniger, weil ich einen Blackout/Brownout fürchte, sondern weil das wirtschaftlich natürlich katastrophal ist, wenn eine wichtige Resource knapp ist.
 
Hallo

Lipovitan schrieb:
Was bedeutet das für den kommenden Winter?
Das kann man nicht wirklich voraussagen, wir hatten 2022/2023 einen sehr milden Winter, ob das 2023/2024 genau so wird weiß niemand genau.
Wir haben 2022/2023 mit dem milden Winter eigentlich nur Glück gehabt, wenn 2023/2024 lange richtig kalt wird dann sieht es ganz anders aus.
Wenn die AKW wirklich abgeschaltet (nicht in Standby) werden und wir einen langen sehr kalten Winter bekommen dann könnte es eng werden.
Ich glaube auch das die Menschen sich 2023/2024 beim heizen weniger zurück halten werden weil wir 2022/2023 so gut durchgekommen sind.

Grüße Tomi
 
durch das Abschalten der AKWs, müssen wir in nächster Zeit natürlich noch mehr Gas und schmutzige Kohle verbrennen um das Netz stabil zu halten.
Die letzten Wochen war das europäische Stromnetz um Deutschland herum mit unseren AKWs schon sehr instabil und wir konnten teils nicht genug gegensteuern um kurzfristig wieder auf den gewünschten Wert zu heben.
Ich sehe es in der Zukunft weiter kritisch, wir hatten auch vieles positives das diesen Winter zusammen gekommen ist.
 
Keine der Prophezeihungen, keine Krise, nichts von allem was die Untergangsrufer beschworen haben ist eingetreten.

Die Folge? Kein Umdenken, kein einlenken, nichts. War halt Glück, die Katastrophe und der Untergang kommen. Wenn nicht heute, dann morgen. Wenn nicht morgen, dann übermorgen. Aber auf gar keinen Fall darf es sein, dass die, die Veränderungen aufgrund des Klimawandels fordern, Recht haben und es absolut möglich ist, dass wir ohne AKW, Öl, Kohle und weitgehend ohne Gas auskommen könnten.
 
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Ich habe ja sogar mit jemandem abgemacht, dass man sich im März/April noch einmal trifft und dann sehen wir, wie es gelaufen ist. Den Namen lasse ich Mal jetzt außen vor, um niemanden bloßzustellen.

Was wurde hier alles geschrieben. Menschen würden in ihren Wohnungen frieren, eine ernsthafte Blackout-Gefahr, die Leute werden auf die Straße gehen!!1!

Am Ende halt wie so häufig --> Blubb.

Der Untergang des Abendlandes. Das wird nie aufhören. Immerhin verdienen Menschen sogar Geld damit Panik zu machen. "Die Krise kommt! Ich weiß nicht wann aber sie kommt!".

Meiner Meinung nach wurden gute Entscheidungen der Regierung getroffen.

Und Deutschland ist ja immer noch nicht untergegangen. So etwas aber auch. Aber jetzt diesen Winter! Ich bin mir sicher!
 
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Erkekjetter schrieb:
Keine der Prophezeihungen, keine Krise, nichts von allem was die Untergangsrufer beschworen haben ist eingetreten.[...]
Nicht mal ein GAU, trotz Weiterbetrieb der Hochrisikotechnik AKW. ;-)
Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
[...]Kein Umdenken, kein einlenken, nichts. [...]
Herr Habeck hatte aber sehr schnell umgedacht als der Bericht der ÜNBs vorlag und dem Weiterbetrieb aller drei(!) AKWs zugestimmt.
 
Skaiy schrieb:
Meiner Meinung nach wurden gute Entscheidungen der Regierung getroffen.
Würde eher die Note "ausreichend" geben, es wurde deutlich zu teuer und zuviel LNG eingekauft und das auch viel zu hektisch, was letzlich sogar den russischen Staatshaushalt zu gute kam über Umwege und andere Länder wie Pakistan mussten dadurch dann leiden das wir das für sie bestimmte LNG quasi auf dem Ozean wegkauften.
 
Ich denke in einer Ausnahmesituation, wie sie vorherrschte, kann man keine rationalen Entscheidungen treffen, von keiner Regierung der Welt.
 
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The_waron schrieb:
Würde eher die Note "ausreichend" geben, es wurde deutlich zu teuer und zuviel LNG eingekauft und das auch viel zu hektisch
Wir brauchen auch weiterhin Gas, und haben jetzt deutlich weniger aufzuholen als es sonst der Fall war.
Ja, das war alles ziemlich hektisch, aber da muss ich leider sagen: Lieber zu viel Gas einkaufen, als zu wenig.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich glaube auch das die Menschen sich 2023/2024 beim heizen weniger zurück halten werden weil wir 2022/2023 so gut durchgekommen sind.
Da Heizen weiter exorbitant teuer ist und bleiben wird, werden die meisten Menschen die nicht mit Millionen gesegnet sind, auch beim Heizen weiterhin sparen.
Das ist dann die Übung mit 18 Grad, langen Strümpfen und Pullover um Schäden durch Kälte zu vermeiden.
Bei älteren Menschen wie mir (69 Jahre) greifen sonst so hässliche Sachen wie Rheuma.

Gruß
R.G.
 
Also ich musste diesen Winter nie bei 18 GRad mit langen Strümpfen und Pullover zu hause sein und ich habe garantiert keine millionen...

Und GAs kostet aktuell 10,6 Cent die Kw/H. Wenn das exorbitant teuer ist, dann wars das schon lange vor dem Russlandkrieg, dann das sind Preise wie vor dem Krieg.
 
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Er hat nicht ganz unrecht. Wenn ich mir bei Check24 den aktuellen Gaspreis anschaue, finden sich durchaus Tarife mit ~10 Cent pro kWh. Vattenfall verlangt bei mir aktuell auch nur 10,60 Cent pro kWh. Grundpreis variiert zwischen 9-14€/Monat, macht bei 18k kWh Verbrauch ca. 160€/Monat an Abschlag.

Übrigens mal ein Vergleich für Fernwärme in Köln:
Für die Kundinnen und Kunden der RheinEnergie, die Fernwärme beziehen, gelten vertragsgemäß ab April neue Preise. Bei nur leicht steigenden Grundpreisen (plus drei Prozent) verändert sich der Arbeitspreis für die verbrauchte Kilowattstunde Wärme deutlich. Er steigt von aktuell 14,03 Cent pro Kilowattstunde auf 21,39 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einer Erhöhung um rund 52 Prozent (alle Preise sind brutto).
Da kann ich ja fast froh sein, dass die "Fernwärme" mit der das Gebäude in dem ich wohne beheizt wird, eigentlich nur ein gemietetes, gasbetriebenes Blockheizkraftwerk ist...
 
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Erkekjetter schrieb:
Und GAs kostet aktuell 10,6 Cent die Kw/H
Sorry, da hast Du Recht.
Aber ich heize hier mit Öl, weshalb ich noch die hohen Gaspreise auf dem Schirm hatte.
Dennoch ist doch dann die Gaspreisbremse ein Witz.

Gruß
R.G.
 
Snowi schrieb:
Wir brauchen auch weiterhin Gas, und haben jetzt deutlich weniger aufzuholen als es sonst der Fall war.
Ja, das war alles ziemlich hektisch, aber da muss ich leider sagen: Lieber zu viel Gas einkaufen, als zu wenig.
So funktioniert aber Wirtschaft nicht, man kauft den Bedarf ein der erstaunlich einfach zu kalkulieren ist, nicht darüber und schon gar nicht soviel das andere Länder ins Verderben gestürzt werden.
 
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