Buttkiss schrieb:
[...]Was Du hier als staatliche Zuschüsse bezeichnest davon kann ich einmal mit meiner Familie essen gehen was ich für eine aktuelle PV-Anlage im Jahr so rausbekomme.
Hier werden eigentlich unnötig staatliche Anreize geschaffen damit die trägen Deutschen mal ihren Arsch hoch bekommen. Jede Anlage rechnet sich auch ohne. [...]
Wenn die Anreize unnötig wären, warum wurden sie dann zuletzt erhöht?
Fakt, kleinere PV-Anlagen würden durch ihre höheren spezifischen Kosten bei eigener Vermarktung in Verbindung mit den Ausbauzielen und den damit verbundenen gleichzeitigen Überschüssen, zum reinen Geldgrab. Eigenwirtschaftlicher Betrieb von kleinen PV-Anlagen auf EFH ist ein grünes Märchen. Deshalb gibt es die staatlich garantierte Einspeisevergütung.
Buttkiss schrieb:
Daher sind sie alles andere als ineffizient.[...]
Kleine Anlagen haben höhere spezifische Kosten, die kWh kostet mehr. Das ist gegenüber einer großen Anlage ineffizient.
Buttkiss schrieb:
Tun wir im Falle unserer WKA, für die kleinen PV Anlagen lohnt sich der Aufwand nicht.[...]
Nein, Ihr tut es nicht, weil es ein ehrliches(!) Verlustgeschäft wäre.
Buttkiss schrieb:
Warum schließt Du Versicherungen ab? Die Kosten doch nur Geld....[...]
Eine Versicherung dient der Absicherung von existenziellen Risiken, man kann auch ohne leben.
Ein autarkes Haus würde ein Vermögen kosten, es geht ohne Netz nicht.
Buttkiss schrieb:
Warum soll ich erzeugten Überschuss ins Nirvana schicken wenn ich ihn doch dem öffentlichen Netz zur Verfügung stellen kann?
Was ist denn der Unterschied zwischen Nirvana und öffentlichem Netz, wenn der PV-Strom von 400 GWp installierte Leistung eingespeist wird? Verzichtest Du ab sofort auf die Einspeisevergütung bei Überschusssituationen? Oder ist Dir die Systemstabilität völlig egal, sollen sich andere darum kümmern?
PV-Anlagenbesitzer gehören m. M. n. (zu einem großen Teil) zu den größten Egoisten, die rumlaufen.
Fazit:
Seit vielen, vielen Jahren wird erzählt: "EE sind günstig und wirtschaftlich!"
Die zuletzt erhöhte staatlich garantierte Einspeisevergütung (für 20 Jahre!) beweist, dass dies nicht der Fall ist.
Im Moment entsolidarisieren sich PV-Anlagenbetreiber von den Kosten für Netz, Systemdienstleistungen und Netzreservekraftwerken, ob wohl sie all diese nutzen.