Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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Erkekjetter schrieb:
Ich habe nicht gefragt, was Grundlastfähig bedeutet... Sondern ob die nun abgeschalteten AKW dafür (zwingend) benötigt wurden.
Die Frage beantwortet sich selbst aus der genannten Quelle. Wenn Kernkraft = Grundlast ist, ist diese auch Teil der Grundlast, sprich dafür benötigt wird.
Erkekjetter schrieb:
Müssen wir das echt erneut durchkauen?
Wir beide nun wirklich nicht. Gerne mit jemand anderen wenn du möchtest. Für mich gilt hier mein eigener Beitrag #1.018 bis auf weiteres...
 
A415 schrieb:
[...]Das war ja nicht meine Kernaussage. Meine Kernaussage war, dass auch die sog. "erneuerbaren" Energien teils massiv durch "Förderung" aller Art vom Steuerzahler subventioniert werden. Geldgrab nur in schön?
Geh mal davon aus, dass die das bis auf die Spitze treiben, alle energiepolitisch relevanten Posten im Regierungsapparat wurden mit Grünen besetzt, guck Dir mal die Vitas (insbesondere die Ausbildungen) an...

link1

link2

Die SPD findet das so ganz langsam auch nicht mehr lustig, hat sie aber gewähren lassen.

Die FDP tut was sie kann und versucht nun die Hand auf den Steuergeldern zu halten, mehr geht halt nicht, aber immerhin. Ohne Moos nix los, gilt auch für grüne Phantastereien.

Die Frage ist inwieweit die Energieversorgung irreparablen Schaden nimmt. Besser kann es erst werden, wenn die grüne Besatzung aus dem BMWi gewählt wurde.

Die Menschen hierzulande müssen dringend besser über diese Brechstangen- und Blackout-Politik informiert werden.
 
A415 schrieb:
Die Frage beantwortet sich selbst aus der genannten Quelle. Wenn Kernkraft = Grundlast ist, ist diese auch Teil der Grundlast, sprich dafür benötigt wird.
Nein tut sie nicht. Denn wenn andere KRaftwerke das übernehmen können, sprich ausreichende Kapazitäten vorhanden sind, dann werden die AKWs nicht benötigt.
A415 schrieb:
Wir beide nun wirklich nicht. Gerne mit jemand anderen wenn du möchtest. Für mich gilt hier mein eigener Beitrag #1.018 bis auf weiteres...
Sprich WIdde Widde wit und Fakten interessieren mich nur dann, wenn sie meine Meinung stützen.

SW987 schrieb:
wenn die grüne Besatzung aus dem BMWi gewählt wurde.
Die Ideologen sitzen aber weiterhin auf der Gegenseite der Diskussion ne?

Vor allem die FDP als Retter zu stilisieren. Echt witzig. Der größte Feind der FDP ist nicht ohne Grund die 5% Hürde und das seit langem. Einfach weil grade ihr Chef auch nicht viel mehr drauf hat als die Pomande auf seinen Haaren. Kein Wunder, wenn man offensichtlich mehr für seine Nebentätigkeiten ZEit hat als für seinen eigentlichen Posten.
 
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Hirtec schrieb:
Oh Gott, welch billige Polemik.
Darauf hinzuweisen, dass Deutschland den mit Abstand teuersten Strom der Welt hat und folglich eine Deindustrialisierung einsetzt und der Verbraucher quasi enteignet wird, ist also billige Polemik. 🤡

Die deutsche (eher grüne) Energiewende ist der größte energiepolitische Schwachsinn auf diesem Planeten. Andere Länder schauen auf Deutschland herab und lachen sich genüsslich ins Fäustchen, weil die Deutschen den Wohlstand und ihr eigenes Land abschaffen.

Buttkiss schrieb:
Da sowohl die fossile Energiewirtschaft als auch die Kernenergie höher subventioniert werden als die EE verstehe ich diese Aussagen nicht.
20 Jahre Energiewende haben über 500 Milliarden Euro gekostet und es ist kein Ende in Sicht. Zählt man die Kosten für die Erdgaspreisbremse hinzu (Budget insgesamt 300 Milliarden Euro), dann kommt man auf Unkosten von insgesamt 800 Milliarden Euro. Der wirtschaftliche Schaden ist immens.

Hätte man diese 500 Milliarden Euro in Kernkraftwerke und in die Kernforschung investiert, wäre Deutschland längst klimaneutral und wir wären auch in der Lage Atommüll zu verstromen und unschädlich zu machen.
 
Web-Schecki schrieb:
Das Prinzip hinter merit order nennt sich Marktwirtschaft.
nein, so ganz einfache Marktwirtschaft ist das eben nicht wenn es um die >Preisbildung< geht, solange der "günstigste" (somit EE heute), den gleichen Preis bekommt wie der teuerste (Gas) ist das eigentlich keine Marktwirtschaft
nur die Reihenfolge der Zuschaltung macht energiepolitisch Sinn, die Preisbildung: für alle den gleichen Preis zu bezahlen ist heute nur eine Goldgrube für den günstigsten Anbieter
vor paar Wochen/Monaten gabs die Meldung, dass die EU endlich das Thema Merit-Order angehen will, wird aber lange dauern
 
Trumpf schrieb:
Darauf hinzuweisen, dass Deutschland den mit Abstand teuersten Strom der Welt hat und folglich eine Deindustrialisierung einsetzt und der Verbraucher quasi enteignet wird, ist also billige Polemik. 🤡
Der Strom ist so teuer, weil viel zu lange an Energien festgehalten wurde, die endlich auf dieser Welt sind und deswegen immer teurer und teurer werden.
Außerdem sind die Preise zu Kriegsbeginn hochgeschossen, weil eben nicht genügend autarker Strom in Deutschland und der EU vorhanden war.
Stattdessen ist man abhängig von Autokratien und Diktatoren gewesen, die uns dadurch in der Hand haben.

Das wäre mit mehr EE schlicht und offensichtlich nicht passiert.

Also ja, was du sagst ist (dumme) Polemik, weil einfach falsch :D
 
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Erkekjetter schrieb:
Hatten wir auch schon widerlegt. Du bist komplett faktenresistent.
Dann belege diese Aussage. Kannst du nicht. Willst du nicht. Wirst du nie.

So viel zum Thema Faktenresistenz - leider ist diese Grafik nicht mehr aktuell, 50+ Cent pro kWh werden bald zur Normalität, wie man bereits in NRW sehen kann:

FtVTA92XsAEkdu9.jpg
 
Hab' ich doch geschrieben. Es wird nie aufhören.

Grüne Besatzung, Blackouts, ja sogar Kernschmelze liest man hier.

Auch Fake News, die man mit kurzer Recherche widerlegen kann.

Aber wir sind die Ideologen. :D
 
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Achim_Anders schrieb:
Der Strom ist so teuer, weil viel zu lange an Energien festgehalten wurde, die endlich auf dieser Welt sind und deswegen immer teurer und teurer werden.
Ja, man schafft diese "teuren" Energiequellen allmählich ab, und folglich geht der Strompreis durch die Decke. 23 Jahre grüne Energiewende, eine deutsche Erfolgsgeschichte. Nicht. 😆

Übrigens, Deutschland ist sehr wohl noch eine Kohlerepublik. Man braucht schließlich grundlastfähige Kraftwerke, damit das Licht nicht ausgeht. Neulich wurden 19 Kohlekraftwerke reaktiviert, um den Atomausstieg und die Preisexplosion für Erdgas zu kompensieren.

Rückkehr von Kohlekraftwerken an den Strommarkt

strompreisexplosion_de.png
 
Kurzschlussfestigkeit, da beziehst du dich auf eine PV Anlage als Insel. Nein, da hast du Recht, die ist nicht Kurzschlussfest. Ein Netz aus 100k Solaranlage mit~10kW werden dann aber plötzlich doch Kurzschlussfest. Alleine durch die Kondensatoren bei den Wechselrichtern ist ein Kurzschluss mit 2000A locker im Verbund machbar. Sind für 100k Wechselrichter dann nur 20mA mehr. Bei 230V 4,6W. Für <20msek, soweit ich weiß.

Netzfrequenzstabilisierung, also mit Akku/Batterie Speichern regelst du Schwankungen innerhalb von unter 1 sek. Je nach Anzahl der Speicher dann auch große Lastunterschiede. Und bei Speichern halte ich, zumindest bei klassischen Batterie Speicher, die kleinen Anlagen derzeit für effektiv, da die Leistungselektronik für Großbatteriespeicherkraftwerke ist grad nicht so lieferbar am Markt verfügbar. Und bei RedoxFlow Batterien sprechen wir von quasi keiner Abnutzung, da läuft grad viel in den Entwicklungsfirmen für die kleine Privatanwendung. Und wir werden weiterhin klassische Wasserkocher mit Wasserstoff oder Ammoniak oder Geothermie betreiben.

Natürlich wird der Konzernstrom immer teurer, denn der unterliegt mal schlicht der Inflation und dem Rohstoffmarkt. Ist logisch, dass der Strom also zukünftig über fossile Rohstoffe teuer werden muss. Wenn du dem ausweichen möchtest, kaufe eine PV Anlage. Mit genügend Speicher dazu. Dann hast du, nach dem technischen Stand jetzt, für 30 Jahre fix Kalkulierbare Stromgestehungskosten für Dich. Und selbst unwirtschaftliche Anlagen dürften unter 30€Cent/kWh liegen. Weit drunter. Eine Überholung der Anlage nach 30 Jahren kostet dann nicht so viel wie die jetzige Erstinstallation. Trotz Inflation ist der Trend der Modulpreise immer noch abwärts.
 
Trumpf schrieb:
So viel zum Thema Faktenresistenz - leider ist diese Grafik nicht mehr aktuell, 50+ Cent pro kWh werden bald zur Normalität, wie man bereits in NRW sehen kann:
Dein Problem ist, dass du Strompreise für Privathaushalte heranziehst um daraus eine kommende Deindustrialisierung vorherzusagen.

Warum das ein Problem ist? Weil die Industrie von Industrie von E.on solche Angebote bekommt:

Screenshot 2023-04-15 181647.jpg
 
Samurai76 schrieb:
Kurzschlussfestigkeit, da beziehst du dich auf eine PV Anlage als Insel. Nein, da hast du Recht, die ist nicht Kurzschlussfest. [...]
Meinst Du mich? Falls ja, von Kurzschlussfestigkeit habe ich kein Wort geschrieben, es ging um Kurzschlussleistung. Ach was soll's...
 
Und bevor jetzt die dunkle Jahreszeit eingeworfen wird, mit ein 30kW Ost-West Anlage kann in Deutschland sogar im Januar und Dezember der Eigenbedarf rechnerisch nahezu dauerhaft gedeckt werden (siehe hier, 75% wegen Ost-West 330kWh/Monat, entspricht ~10kWh7Tag). Mein derzeitiger statistischer Mittelwert liegt bei ~12 bis 13kWh/Tag.
SW987 schrieb:
Kurzschlussleistung.
Verstehe. Die Leistung für einen lokalen Kurzschluss bei einem Privatanschluss kann der Verbund aus PV und Wind locker liefern. Auch wenn einige hundert gleichzeitig defekte Geräte habe und sich absprechen, wie es jeden Tag vorkommt. Welche Leistung meinst du?
 
Samurai76 schrieb:
[..]Verstehe. Die Leistung für einen lokalen Kurzschluss bei einem Privatanschluss kann der Verbund aus PV und Wind locker liefern. [..]
Ah ja, deshalb wird dieses Problem in Hinblick auf das dezentrale System der Zukunft, also völlig unnötig mit vielen Millionen an Forschungsgeldern untersucht? Wusste ich nicht, das es so "locker" ist.
Samurai76 schrieb:
[...]Welche Leistung meinst du?
Die Kurzschlussleistung, steht doch da.
 
A415 schrieb:
Weil man Kernreaktoren nach ihrem Abschalten auch noch für den Zeitraum x mit Strom versorgen muss, da diese die Kühlsysteme betreiben.
Ja, genau 3 Tage standen da beim Abfahren im Revisiosplan.

A415 schrieb:
Die Kernreaktoren waren insofern relevant fürs Netz, als dass sie nun bei der Grundlast fehlen und zusätzlich noch gesicherte Versorgung benötigen, sonst kommt es zur Kernschmelze => Man erhöht halt damit mal das Risiko, da das System sich nicht mehr selbst stabilisieren kann...
Selbst die Notstromdiesel würden ein sicheres Herunterfahren mit mehrfacher Sicherheit garantieren.

A415 schrieb:
Wenn ich nun gesicherte Grundlast aus dem Gesamtsystem nehme steigt vermutlich auch der Strompreis, da dieser sich dank "Merit-Order" immer, warum auch immer, am teuersten Erzeuger orientiert.
Nee, weil die Gesetze für "den Strompreis zahlt alleine der Kunde" von der Stromwirtschaft abgenickt wurden.
 
SW987 schrieb:
Die Kurzschlussleistung
Ich wiederhole meine Frage bezüglich der Kurzschlussleistung. Welche Leistung meinst du genau? Wie hoch ist deine Kurzschlussleistung? Oder hast du das nur mal gehört und in deinem Kopf skaliert? Was schaffen 100 Großkraftwerke, was über 2,2Mio privater PV Anlagen mit den kommerziellen PV und den Windkraftwerken nicht schaffen sollen? Bei 90GW Kraftwerken haben wir ~144GW PV, Wind und Wasser, welche Leistung fehlt dem Verbund der kleinen Anlagen?
 
whtjimbo schrieb:
nein, so ganz einfache Marktwirtschaft ist das eben nicht
Von einfach hat niemand gesprochen. Aber es ist ein marktwirtschaftlicher Mechanismus.

Du kannst es dir als eine Art umgekehrte Auktion vorstellen. Die Kosten des Kraftwerks (Anbieter) sind private Informationen. Die Anbieter nennen ihre Kosten, und der Mechanismus wählt eine Allokation, d.h. eine Menge von Anbietern, und legt für diese die Preise fest. Die Allokation ist immer die Menge an Anbietern, die nötig für die Versorgung ist, sodass die Gesamtkosten insgesamt am geringsten sind. Das könnte man theoretisch anders machen, aber wer hätte etwas davon, wenn günstige Kraftwerke nicht genutzt werden, obwohl sie verfügbar sind?
Wenn jeder nun genau den Preis bezahlt, den er als Kosten nennt, dann ist der Mechanismus nicht anreizkompatibel. Die günstigen Anbieter haben Grund, zu lügen: Nennt ein solcher Anbieter höhere Kosten, die minimal unter denen des teuersten, gerade noch allokierten Anbieters liegen, dann bekommt er den höheren Preis bezahlt und wird weiter allokiert. Konkret heißt das: Die Windkraftanbieter würden einfach knapp den Preis der teuren Kohle- oder Gaskraftwerke unterbieten. Warum legt man als Preis also nicht einfach etwas willkürlich niedrigeres fest? Naja, wenn das Risiko besteht, dass der Preis unter den tatsächlichen Kosten liegt, dann macht der Anbieter Verlust, wenn er allokiert wird. Dann ergibt es keinen Sinn, überhaupt am Markt teilzunehmen, wenn man draufzahlt. Das will man natürlich vermeiden, denn tendenziell steigen dann die Preise oder die Versorgungssicherheit nimmt ab.

Das Prinzip dahinter ist in der Ökonomie gut erforscht, Stichwort VCG-Mechanismus.

Man kann natürlich sagen: Hey, die Kosten der Anbieter sind gar nicht wirklich private Informationen, die können wir von Außen zumindest ungefähr abschätzen. Und wir können die Preise entsprechend festlegen, ohne, dass die Anbieter Verlust machen. Du kannst ja mal den Finanzminister fragen, was er davon hält, wenn Preise nicht mehr vom Verkäufer festgelegt werden, sondern vom Staat. Sinnvoll kann es trotzdem sein, das bestreite ich nicht. Ob der Strommarkt wirklich ein Markt sein muss? Kann man drüber diskutieren, aber es wird sicher eine durch Ideologie geprägte Diskussion.
 
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