Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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Buttkiss schrieb:
Ob wir dann überhaupt noch an überhaupt noch an Brennelemente kommen wäre noch eine andere Frage.
Gebe deinem Kommentar recht, war auch eher als Ergänzung von mir gedacht der Teil.
Aber zu den Brennelementen: Wir haben eine Aufbereitungsanlage in DE, die auch aktiv in Betrieb ist. Nur Uranminen haben wir keine aktiven, aber auch hier hatten wir Minen, die man in Betrieb nehmen könnte. Also wir KÖNNTEN sogar bei Atomkraft unabhängig sein/werden, wenn wir wollten. Hat sich vermutlich bisher nur einfach nicht gerechnet.

Bohnenhans schrieb:
D gibt ~ 35 Mrd als nur Zuschuss für EE aus unnd hat trotzdem noch die höchsten Verbaucherpreise aller Industrienationen EE Förderung beträgt - mit Anteil Verbraucher - > 100 Mrd PRO Jahr.
Dann bedenke bitte auch die Zuschüsse für Fossile Energieträger in Deutschland.

Die quantifizierbaren Subventionen in Deutschland für fossile Energieträger belaufen sich auf insge-
samt mehr als 46,2 Mrd. Euro pro Jahr.
Diese Subventionen beziehen sich auf Fossile Energieträger als ganzes, das schließt den Verkehrssektor mit ein. Hier muss also bei der Summe schon bedacht werden, dass nicht nur die Stromproduktion gemeint ist, sondern generell alle Fossilen Energieträger.

Dazu kann man sich ein Diagramm vom Bundestag anschauen (Siehe Anhang)

Hier also nur auf die EE zu schauen mit Subventionen ist etwas scheinheilig - nimmt man die Subventionen für Kohle+Atom mal zusammen, und dazu ggf. auch die durch den Verkehrssektor, dann haben wir für EE noch Luft.

Ich halte das weiterhin als alleinige Energieträger für schlecht, bzw. bin der Meinung dass wir weiterhin große Kraftwerke haben sollten, um den gesamten Strom+Wärmebedarf der Republik im Zweifel damit decken zu können, aber man sollte hier schon Äpfel mit Äpfeln vergleichen, wenn man schon das Thema Subventionen aufgreift :)
 

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Snowi schrieb:
Wir haben eine Aufbereitungsanlage in DE, die auch aktiv in Betrieb ist.
Aber nur bestimmte brennelemente fertigt. Ob die zu unseren akw passen weiß ich nicht. Aber brennelement ist nicht gleich brennelement, die verschiedenen reaktortypen haben verschiedene brennelemente.
 
Ist natürlich richtig, aber da würde ich tippen, dass man die Anlage umgerüstet kriegen würde, wenn wir jetzt neue AKWs bauen. Aber auch das importieren könnten wir lösen, da gab es damals schon Artikel zu, als das Thema anfing.
Ging mir nur drum: Wir könnten mit etwas Aufwand die Abhängigkeit loswerden, erfordert aber natürlich Arbeit. Es wäre aber praktisch möglich / denkbar, wenn wir es wollten.

Ob wir es tun / tun sollten, ist ein anderes Thema. War also auch eher eine Ergänzung als dass es Kritik war
 
Erkekjetter schrieb:
Deine wolke ist aber oberhaöb der y achse deutlich voller als unterhalb. Und mehr rechts als links. Wie kann es da sein, dass wir da kein netto exporteur sind? Steht auch grnauso link. Nettoexporteur. Und dennoch schreibst du nein auf meine aussage. Wie passt das zusammen?[...]
Weil Du geschrieben hast "wir exportieren deutlich mehr als wir importieren und das wir dabei nicht drauf legen"

Richtig ist, wir sind Nettoexpoteur und legen dabei drauf.
Erkekjetter schrieb:
Und beim preis liegen wir derzeit wieder bei ende 2021. alles dazwischen ist mehr oder minder folge des russlandkrieges gewesen. Und mit laufenden akw.
Eben, je niedriger der Strompreis, desto mieser die Bilanz des EEG-Kontos.

Die durchschnittliche Vergütung für EE zusammen (alte bis neue Anlagen) liegt derzeit ganz grob bei 20 Cent pro kWh. Das leigt an der 20jährigen Vergütung. D. h. wenn der EE Strom unter 200 € pro MWh verkauft werden muss, dann wird Miese gemacht.

So sah es heute aus...
1681763976698.png


und so an einem Schwachlasttag...

1681764038622.png


Man sieht wie der PV-Überschuss die Preise in den Keller drückt. Das führt dazu, dass der Überschuss billig ins Ausland geht, die Anlagenbetreiber hierzulande aber trotzdem ihre feste Vergütung kassieren.

Derzeit sind ca. 70 GW PV installiert. Bereits 2037 sollen es 345 GW und 2045 dann bis zu 445 GW sein. link

Das mindeste wäre m. E. ab sofort die Garantie auf 10 Jahre zu begrenzen und bei notwendiger Abregelung ganz entfallen zu lassen. Wenn wir anfangen Phantomstrom im TWh-Bereich zu vergüten, dann können wir den Laden gleich dicht machen.
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
Von welchen Übergewinnen bei den EE redest du? Soweit ich weiß, bekommen die Betreiber aller EE nur beschlossene Sockelbeträge nah an den Gestehungskosten. Die Differenz zum Marktpreis zahlt der Ü-Netz Betreiber in den EE Topf. Ist bei den fossilen, soweit ich weiß, genauso.
"Übergewinn" war eventuell unglücklich gewählt. Ich meinte die Mehrerlöse die auf das EEG-Konto gingen, da kam bei den hohen Preisen im letzten Jahr schon was zusammen...(Beispiel aus dem August)
1681764822283.png

Aber ist ja eigentlich egal, da der Staat ohnehin für das EEG-Konto gerade stehen muss, hätte er sich beim Abschöpfen quasi selbst in die Tasche gegriffen.
Ergänzung ()

Snowi schrieb:
[...]Dazu kann man sich ein Diagramm vom Bundestag anschauen (Siehe Anhang)[...]
Na ja, das in der Abbildung sind Zahlen von 1970 - 2016. Ich weiß nicht ob das nach weiteren 6 Jahren mit EEG-Umlage (ging bis 2022) auch noch so aussieht.
 
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KitKat::new() schrieb:
Die Daten beziehen sich so wie ich das sehe nur auf Luxemburg, ein Land das genauso gut ein Bundesland von Deutschland sein könnte.
Geographisch selbst im weitest entfernten Ort sehr nah an DE, und damit natürlich auch sehr ähnlich im Bezug auf das Wetter.
Somit auch nicht representativ für die Gesamtheit des Stromhandelverhaltens Deutschland mit dem Ausland.
Deutschland und Luxemburg bilden ein Marktgebiet...

1681766041410.png

link
 
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SW987 schrieb:
Der Strom ist nicht "kostenlos", er wird den Anlagenbetreibern aufgrund der staatlich garantierten Förderung immer vergütet, selbst bei Abregelung.
Der Käufer bezahlt dann aber an der Börse nichts (oder kaum etwas) dafür. Die Vergütung wird über die EEG-Umlage finanziert.

SW987 schrieb:
Die aktuellen Ausbauziele für Wind und PV liegen bei über 700 GW, so viele Kraftwerke zum abschalten gibt es gar nicht.
Hat niemand behauptet.

SW987 schrieb:
Das ist ein ungelöstes Problem.
Power-to-Gas wird bereits in Deutschland eingesetzt, siehe Wikipedia.
Der Zubau von 700GW an EE ist ja nach dieser Sichtweise auch noch ungelöst.
 
Letztendlich zahlt es trotzdem Deutschland, was sich halt auch ändern muss ist das der Strompreis vom teuersten Kraftwerk - aktuell Gas - daher wird der Strom auch nicht wirklich billiger da wir noch mehr Gas benötigen es also noch seltener ohne Gas geht.

Zum Thema Theorie und Praxis Energiewende:
https://www.zdf.de/dokumentation/pl...omspeicher---floppt-die-energiewende-100.html

Wir haben auch durch die Politik vor der Energiekriese sogar nicht gerade wenig Speicherkraftwerke abgeschaltet, da sie nicht rentabel waren - da sieht man mal wie wenig Plan in der Politik insgesamt in der Energiewende steckt leider.
Energiewende muss kommen, soweit wie es halt geht aber es muss ein vernünftiges Konzept erarbeitet und umgesetzt werden.
Das ist das was ich bemängele, wir brauchen ja immer mehr Strom ohne das wir das aktuelle vernünftig und stabil auf Dauer abdecken können.
 
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NuVirus schrieb:
Letztendlich zahlt es trotzdem Deutschland, was sich halt auch ändern muss ist das der Strompreis vom teuersten Kraftwerk - aktuell Gas - daher wird der Strom auch nicht wirklich billiger da wir noch mehr Gas benötigen es also noch seltener ohne Gas geht.
Da verweise ich nochmal auf meinen #1060.
Die Verordnung, nach der die EE an die Börse gezwungen werden und die Differenz zur garantierten Einspeisevergütung durch die EEG-Umlage zu finanzieren, wird auf Wikipedia ganz gut beschrieben.
Letztlich ist es insgesamt vorteilhaft für die Großabnehmer, die an der Börse einkaufen können und meist von der EEG-Umlage befreit sind. Die Börsenstrompreise sind natürlich durch das EE-Angebot gesunken.
Der Merit-Order-Effekt existiert aber nunmal an der Börse und der ist wie gesagt gut begründet. Den wird man da auch nicht so einfach los. Ob die EE wirklich an die Börse müssen? Ich habe das Gefühl, dass das vor allem politisch gewollte Industrieförderung ist. An der Börse gibt es aber der Merit-Order-Effekt. Wenn man an der Vergütung etwas ändert, um diesen Effekt zu umgehen, dann muss man sehr vorsichtig vorgehen.

Gas war und ist ein entscheidender Bestandteil der Energiewende, weil es im Vergleich zu Kohle weniger CO2-Intensiv ist und die Gaskraftwerke später auch bei der Rückverstromung von CO2-neutralem Gas eingesetzt werden sollen. Die Entwicklung der Gaspreise durch die einseitige Abhängigkeit von Russland sind natürlich ein riesiges Problem gewesen. Andererseits ist es nachvollziehbar, auf Gas zu setzen.

Dass Strom billiger wird, das können wir glaube ich alle vergessen.
 
KitKat::new() schrieb:
Also vom 07.04.2022 – Do. 13.04.2023 haben wir 2 Milliarden Gewinn gemacht:
Exportpreis April 2023: 8,78 Cent/kWh
Durchschnittlicher EEG-Vergütungssatz: 15 bis 20 Cent/kWh

Ein Bombengeschäft. Der deutsche Stromkunde und Steuerzahler freut sich. 🤭

Weiterer Hinweis: Der Stromexportpreis liegt fast durchgehend unter dem EEG-Vergütungssatz. Das ist eines der Gründe, weshalb Strom in Doitschland so teuer ist.
 
Positiv denken lieber Trumpf, positiv denken! :D
Für alle neuen Anlagen gibt es 8,2 oder 7,1 Cent/kWh für den Erzeuger, d.h. mit jeder neuen Anlage machen wir mit dem Stromexport mit dem vorläufigen Exportpreis April 2023 Gewinn!
Es spricht deshalb nichts dagegen, noch mehr Strom so zu produzieren und zu exportieren.

Die fossilen Brennstoffe werden sich in absehbarer Zeit durch zusätzliche Steuern zwangsweise noch mehr verteuern.
internet schrieb:
Ab 2027 wird der Verkehrs- und Gebäudebereich in den Emissionshandel der EU einbezogen. Dadurch werden die Preise für Sprit, Heizöl und Gas erheblich anziehen, wie Berechnungen zeigen. Eine gezielte Entlastung der Haushalte ist das große Problem. ...
Der von der Europäischen Union ab 2027 geplante Emissionshandel im Verkehrs- und Gebäudebereich wird fossile Kraft- und Brennstoffe wie Benzin, Heizöl und Erdgas deutlich teurer machen. Das geht aus Berechnungen des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) für WELT AM SONNTAG hervor.

Zwar werden in Deutschland fossile Brennstoffe bereits seit 2021 mit einer Abgabe von derzeit 30 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid (CO₂) belastet. Doch bei der für 2027 geplanten Überführung des Abgabensystems in einen europaweiten Emissionshandel müsse „mit signifikant höheren CO₂-Preisen gerechnet werden“, heißt es in der Analyse der MCC-Wissenschaftler um Matthias Kalkuhl. ....
„Ohne umfassende Förderprogramme, Verbote oder Standards sind im Jahr 2030 Preise zwischen 200 und 300 Euro pro Tonne CO₂ denkbar“, heißt es in der Auswertung der MCC-Experten. Dies würde „zu Preissteigerungen von Kraft- und Brennstoffen führen, die in ähnlichem Umfang wie in der Energiekrise 2022 liegen“.
Da kommt geplant ab 2027 eine ganz schöne Kostenlawine auf den Verbraucher zu.
Dies sollte man bei seiner Entscheidung für neue Heizungs- und Stromsysteme schon jetzt berücksichtigen.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Positiv denken lieber Trumpf, positiv denken! :D
Für alle neuen Anlagen gibt es 8,2 oder 7,1 Cent/kWh für den Erzeuger, d.h. mit jeder neuen Anlage machen wir mit dem Stromexport mit dem vorläufigen Exportpreis April 2023 Gewinn![...]
Die Degression verläuft nicht allzu schnell, wir haben jetzt schon Zeiten mit negativen Preisen, was droht, wenn die installierte PV-Leistung von derzeit 70 GW auf bis zu über 400 GW erhöht wird, kann sich jeder ausmalen.

Deshalb muss m. E. die 20jährige garantierte Einspeisevergütung unbedingt auf den Prüfstand.

Oder noch besser, die Trennung von EE-Erzeugung udn Speicherung aufheben. Ersetzt wird gesicherte Erzeugungsleistung, dann muss diese auch durch gesicherte Leistung aus EE+Speicherung ersetzt werden. Wer keinen eigenen Speicher betreiben kann oder will, der muss sich bei einer Speichergesellschaft beteiligen. Über diesen Weg würden auch Langzeitspeicher finanzierbar.
ThomasK_7 schrieb:
Es spricht deshalb nichts dagegen, noch mehr Strom so zu produzieren und zu exportieren.[...]
Doch (siehe oben), insbesondere weil auch in den Ländern, in die wir jetzt noch liefern, auch PV ausbauen.

Wenn das Energiesystem ein Sportler wäre, dann würde man gewissermaßen nur sein rechtes Bein trainieren. Das wird schiefgehen.
ThomasK_7 schrieb:
Die fossilen Brennstoffe werden sich in absehbarer Zeit durch zusätzliche Steuern zwangsweise noch mehr verteuern.[...]
Steuern werden von politischen Mehrheiten in Parlamenten beschlossen, welche vorher Mehrheiten bei den Wählern erringen müssen. Man wird sehen. Einen zu hohen CO2-Preis gegen die demokratische Mehrheit in Deutschland und der EU, wird es nicht geben.
ThomasK_7 schrieb:
Da kommt geplant ab 2027 eine ganz schöne Kostenlawine auf den Verbraucher zu.[...]
Nur wenn dieser CO2-Preis politische Mehrheiten findet.
ThomasK_7 schrieb:
Dies sollte man bei seiner Entscheidung für neue Heizungs- und Stromsysteme schon jetzt berücksichtigen.
Mach ich.
Ergänzung ()

NedFlanders schrieb:
[...]Ich für meinen Teil finde es erschreckend, dass das Szenario aufgrund vieler Faktoren (instabiles Stromnetz, Abschaltung vieler Energieträger, etc.) trotz Warnung diverser Experten bei den Verantwortlichen nicht wirklich auf dem Schirm ist, wenn doch so viel davon abhängt. Sollte es nicht Prio Nummer 1 sein, die Probleme offen anzusprechen und dann anzugehen?[...]
Da kann ich mich nur anschließen...

"Folge einer sogenannten Gasmangellage sei eine „Eskalation der Preissituation“. Industrielle Gasverbräuche und Stromerzeugung durch Gas würden „in die Knie gezwungen“. Die Wärmeversorgung der Haushalte sieht der Verband in solch einem Fall allerdings nicht in Gefahr." link

Die "gute" Nachricht, die Wärmeversorgung wäre sehr wahrscheinlich nicht betroffen.

Die schlechte Nachricht, man hat ohne Not 4 GW gesicherte Stromerzeugungsleistung abgeschaltet.

Nachtrag:

Heutiger Verlauf Stromimport/-export und Großhandelspreise...

1681925053698.png

link

Um Stundenwert 07:00h Import ca. 2,6 GWh, Großhandelspreis ca. 139 €/MWh

Um Stundenwert 15:00h Export ca. 4,6 GWh, Großhandelspreis ca. 2,7 €/MWh

Und hier die EEG Spotmarkt-Preise...
1681925586714.png


link
 
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Samurai76 schrieb:
Aktueller Vergütungssatz 8,2€C, bei größer 10kWp wird es dann weniger. Gilt für alle Anlagen mit Inbetriebnahme 2023.
Ja richtig, aber was ist mit Anlagen, die vor 2023 in Betrieb genommen wurden?

Die Höhe der Einspeisevergütung ist abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage und wird 20 Jahre lang unveränderlich ausgezahlt. Die durchschnittlichen Vergütungsansprüche für Erneuerbare liegen derzeit bei etwa 15 bis 20 Cent/kWh und damit weit unter dem aktuellen Verkaufserlös an der Strombörse.

Wegen der Energiewende ist der Stromexport seit Jahren ein reines Verlustgeschäft.

photovoltaik-einspeiseverguetung-2000-2023.png
 
Quarks hat sich ebenso das Thema Blackouts im Bezug auf die AKW Abschaltung angeschaut.
Fazit: Kein erhöhtes Risiko für Blackouts
 
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SW987 schrieb:
..was droht, wenn die installierte PV-Leistung von derzeit 70 GW auf bis zu über 400 GW erhöht wird, kann sich jeder ausmalen...
Alles zu neuen Einspeisevergütungen, welche nicht höher als 7,1 Cent/kWh sein werden. Müsste man sich die Stromexportpreise der letzten 4-5 Jahren oder 4-10 Jahre ansehen, was da realistisch im Export im Durchschnitt zu erzielen ist.

Trumpf schrieb:
Ja richtig, aber was ist mit Anlagen, die vor 2023 in Betrieb genommen wurden?
ist gegessen, erledigt sich durch Zeitablauf von selbst. Die Einspeisevergütung ist ja bislang von den Endkunden über die EEG-Umlage bereits bezahlt worden. Jede Mehreinnahme durch Verkauf, abgesehen von preislichen Negativausrutschern, reduziert die notwendige Umlage. Jetzt zahlt der allg. Steuerzahler die EEG-Umlage, also rund 50% allein die Spitzenverdiener. Kommt jeder Normalverdiener dadurch finanziell besser weg.
Du darfst auch nicht vergessen, dass der Vergütungspreis damals zwar hoch, aber es auch weniger Anlagen waren.

Die neuen offshore-Windparks sind vor rd. 2 Jahren sogar ohne EEG-Vergütung versteigert worden. Dafür fallen also gar keine Vergütungen an und es sind ja noch einige weitere große offshore-Anlagen geplant. Das alles geht beim Windstrom schon in die richtige preisliche Richtung. Wind weht irgendwo im Land fast immer, auch nachts.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Alles zu neuen Einspeisevergütungen, welche nicht höher als 7,1 Cent/kWh sein werden. Müsste man sich die Stromexportpreise der letzten 4-5 Jahren oder 4-10 Jahre ansehen, was da realistisch im Export im Durchschnitt zu erzielen ist.[...]
Darum geht es doch, die Preise werden sich angesichts der Überkapazitäten extrem verändern. Keiner weiß in welchem Umfang, aber das Szenario ziemlich "niedriger" Preise scheint schon vorgedacht zu sein.

Lies mal §5 Abs. 2 EEV...link

Im Moment sind wir noch bei durchschnittlich 18-20 Cent pro kWh. Bis dieser Wert auf die jetzt gültigen 8,2 Cent pro kWh gefallen ist, vergehen noch 10 Jahre. Bis dahin ist der Strompreis um die Mittagszeit längst dauerhaft um Null oder darunter.
ThomasK_7 schrieb:
ist gegessen, erledigt sich durch Zeitablauf von selbst. [...]
M. E. nicht.
ThomasK_7 schrieb:
Die Einspeisevergütung ist ja bislang von den Endkunden über die EEG-Umlage bereits bezahlt worden. Jede Mehreinnahme durch Verkauf, abgesehen von preislichen Negativausrutschern, reduziert die notwendige Umlage. Jetzt zahlt der allg. Steuerzahler die EEG-Umlage, also rund 50% allein die Spitzenverdiener. Kommt jeder Normalverdiener dadurch finanziell besser weg.[...]
Bleiben wir mal bei dem Umstand, dass hierzulande steuersubventionierter Strom ins Ausland "verschenkt" wird (diese provokative Anmerkung sehe ich durch die obigen Daten als berechtigt an), dann muss das irgendwer bezahlen. Ich bezweifle, dass diesen aus volkswirtschaftlicher Sicht "Abfluss" nur Superreiche bezahlen. Alles wird hierzulande teurer und das werden alle spüren, auch der Ärmste.
ThomasK_7 schrieb:
Du darfst auch nicht vergessen, dass der Vergütungspreis damals zwar hoch, aber es auch weniger Anlagen waren.[...]
Es geht, wie gesagt langsam zurück, der richtige Hype begann 2010 und der Verlauf der Einspeisevrgütung war so...
1681932514256.png


Anlagen mit 40 Cent pro kWh erhalten diese noch bis 2030!

ThomasK_7 schrieb:
Die neuen offshore-Windparks sind vor rd. 2 Jahren sogar ohne EEG-Vergütung versteigert worden. Dafür fallen also gar keine Vergütungen an und es sind ja noch einige weitere große offshore-Anlagen geplant. Das alles geht beim Windstrom schon in die richtige preisliche Richtung. Wind weht irgendwo im Land fast immer, auch nachts.
Wie teilen sich die EE-Mengen "Festvergütung" und "Direktvermarktung" auf und warum?
 
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SW987 schrieb:
Wie teilen sich die EE-Mengen "Festvergütung" und "Direktvermarktung" auf und warum?
Das warum erklärt sich an den zur Verfügung stehenden Strommengen. Wenn du im Jahr nur 50-70€ maximal verdienen kannst durch Direktvermarktung, aber dafür 5€ mtl. zahlst, wer macht dann direkt? Es sei denn, du hast 10 MWh im Jahr über, investierst massiv in Speicher und speist nur bei hohem Preis ein. Dann könnte es ein Geschäft werden. Hat aber, soweit ich weiß, dann einige organisatorische Hürden.
 
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