Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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Äh habe ich doch extra genannt "Die Bundesnetzagentur bringt dazu immer die Berichte zur Spannungsqualität raus"

Was soll daran jetzt schwer sein sich selber ohne dabei an die Hand genommen werden zu müssen zu infomieren? Geb halt "Bundesnetzagentur spannungsqualität bericht" in google ein?
 
Bohnenhans schrieb:
Was soll daran jetzt schwer sein
Was soll denn jetzt so schwer sein die Quelle direkt zu verlinken wenn sie dir bereits bekannt und somit schnell zugänglich ist?
 
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Bohnenhans schrieb:
Die Bundesnetzagentur bringt dazu immer die Beichte zur Spannungsqualität raus - mit immer schlechteren Werten. Kann jeder sich anschauen.
1681730982461.png


Pauschale Aussagen, nach denen die Spannungsqualität
aufgrund des Ausbaus der erneuerbaren Energien sinken würde, greifen allerdings zu kurz.
Festzuhalten bleibt somit, dass die Ereignisse der Kurzzeitunterbrechungen, Spannungsschwankungen sowie -
einbrüche am häufigsten auftreten und in 2020 auch höhere Werte aufwiesen als in den Vorjahren, aber
trotzdem auf einem Niveau bleiben, das grundsätzlich als akzeptabel erscheint. Allerdings sei angemerkt, dass
die Eingliederung in einen Langzeitkontext nicht möglich ist und somit keine abschließende Aussage zu
einem Trendverhalten getätigt werden kann. Zudem lässt sich feststellen, dass über den betrachteten
Zeitraum hinweg die Anzahl der Störungsereignisse lediglich auf einer geringen Anzahl an Unternehmen
basiert. Die entsprechende Störungsverteilung ausgewählter Ereignisse zeigt Abbildung 7. Es ist zu erkennen,
dass bei einem höheren Auftreten von Spannungsereignissen die Standortbetroffenheit abnimmt.
Quelle

Und wo sind da jetzt die immer schlechteren Werte? Das is eher n Trend nach unten. Davon ab, dass der Bericht nur bis 2020 geht, was halt auch nich so viel bringt, da ja der Zubau in den letzten drei Jahren noch mal deutlich zugenommen hat und deine Argumentation sich ja eher darauf stützte. Also seh ich bisher nicht wirklich einen Beleg für deine Behauptung, die du scheinbar auch nicht untermauern kannst oder willst. Ich frage ja nicht ohne Grund, da ich durchaus vorher recherchiert habe, aber bis auf solche Unterlagen nichts gefunden habe. Nichts in diesem Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich da groß was verändert hat oder es an EE liegen soll. Ausreißer sind drin, das war's aber auch. Und die können viele Faktoren haben, die nicht mal am gesamten Stromnetz hängen müssen sondern lokale Ursachen haben können, darauf geht der Bericht ja nicht mal zu sehr drauf ein.
 
Nero1 schrieb:
Und wo sind da jetzt die immer schlechteren Werte? Das is eher n Trend nach unten. Davon ab, dass der Bericht nur bis 2020 geht, was halt auch nich so viel bringt, da ja der Zubau in den letzten drei Jahren noch mal deutlich zugenommen hat und deine Argumentation sich ja eher darauf stützte. Also seh ich bisher nicht wirklich einen Beleg für deine Behauptung, die du scheinbar auch nicht untermauern kannst oder willst. Ich frage ja nicht ohne Grund, da ich durchaus vorher recherchiert habe, aber bis auf solche Unterlagen nichts gefunden habe. Nichts in diesem Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich da groß was verändert hat oder es an EE liegen soll. Ausreißer sind drin, das war's aber auch. Und die können viele Faktoren haben, die nicht mal am gesamten Stromnetz hängen müssen sondern lokale Ursachen haben können, darauf geht der Bericht ja nicht mal zu sehr drauf ein.

Das sind die Diagramme zu den Ausfallzeiten nicht zur Qualität.

:D
 
Bohnenhans schrieb:
Das sind die Diagramme zu den Ausfallzeiten nicht zur Qualität.
Ich weiß, Ausfälle, Schäden usw. sind dennoch auch ein Merkmal der Qualität (der Bericht heißt sogar so, duh). Am Ende ist entscheidend, ob Änderungen an Spannungen zu Problemen führen oder nicht, denn sonst sind Schwankungen völlig egal. Und da du nix anderes lieferst hab ich ja nur das. Aber da das zu nix zu führen scheint halt ich mich auch einfach raus ab jetzt. Scheindebatten führe ich nur ungern.
 
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@Bohnenhans Genau deswegen gehört es sich direkt den Teil auf den man sich bezieht zu zitieren und seine Quelle unaufgefordert zu verlinken.

Stattdessen forderst du von den Mitdiskutierenden DEINE Quelle zu ergoogeln und dann den Teil auf den DU dich beziehst aus einem 53. seitigen Bericht heraus zu suchen. Das ist ganz schlechter Stil.
 
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Bohnenhans schrieb:
Äh habe ich doch extra genannt "Die Bundesnetzagentur bringt dazu immer die Berichte zur Spannungsqualität raus"
"immer"? Ich finde nur einen einmaligen Bericht aus 2020.
Du hast aber behauptet:
Bohnenhans schrieb:
Gewerbe und Industrie haben damit zunehmend Probleme.
Der Bericht lässt diesen Schluss meines Erachtens nicht zu, da es sich eben um eine einmalige Befragung über die Jahre 2018 bis 2020 (1. Halbjahr) handelt. Du kannst damit keine Aussage über die Veränderung der Probleme (Zunahme/Abnahme/Stagnation) treffen, da es schlicht eine Momentaufnahme ist, zumal 2020 ab März die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren aufgrund besonderer Umstände nicht unbedingt gegeben ist.
Einzig der System Average Interruption Duration Index (SAIDI) wurde ab 2006 aufgeschlüsselt, und der hat sich eher verbessert.

Interessant ist am Ende vor allem das Fazit (Abschnitt IV).
Nach Aussage einiger Unternehmen hat sich aus deren Sicht die Spannungsqualität in den letzten Jahren jedoch stetig verschlechtert bzw. haben Ereignisse die zu einer Störung führen zugenommen. Demgegenüber stehen Statistiken, die von einer nahezu gleichbleibenden Anzahl netzseitiger Störereignisse ausgehen.
Als Erklärung werden erhöhte Anforderungen genannt, nicht abnehmende Qualität der Versorgung.

Deine Aussagen widersprechen dem Bericht also ziemlich deutlich.
 
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link aus #1169 schrieb:
Der höchste Preis trat mit 270,22 Euro/MWh am Montag, den 23. Januar, zwischen 09.00 und 10.00 Uhr auf. Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis der Anrainerstaaten betrug in dieser Stunde 261,49 Euro/MWh. Grund für den höheren deutschen Preis war die in diesem Zeitraum hohe Erzeugung durch konventionelle Energieträger. Mit 54,0 GWh machten sie einen großen Anteil am Stromverbrauch (68,0 GWh) aus. In dieser Stunde importierte Deutschland 1,6 GWh mehr Strom als es exportierte.
Schau an!
Wenn Strom teuer, dann nicht nur bei uns!
Auch in den ach so tollen AKW- oder Kohle-Ländern.
 
Erkekjetter schrieb:
Das ist so richtig Bild Niveau. Ein Fakt wird ausgeschlachtet, der nicht mal flasch ist, abber alles, was diesen Fakt in den richtigen kontext setzt, wird weggelassen. Hier im konkreten Fall wird die Subvention für EE genannt, die für die Fossilen weggelassen...
Mhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh...
Bonanca schrieb:
Hat das jetzt einen bestimmten Grund, dass du Finanzhilfen und Steuervergünstigungen bei Steinkohle zusammenlegst, den Förderwert EEG aber nicht dazu rechnest?


Dafür müssten wir eine Grafik aufgeschlüsselt nach (mittlerer) Förderung je GWh haben.
 
Wenn man dem link von JimmyTheApe zu SMARD folgt findet man Daten zu den Großhandelspreisen und den Nettoexporten, ich habe mal die Liste zu den Nettoexporten und den Großhandelspreisen runtergeladen und dann die Preise periodengleich (Stundenbasis) in die Nettoexportliste eingefügt und dann ein Punktediagramm erzeugt (01.01.23 bis 31.03.23)...

So sieht die Liste aus (Auszug)...

1681750587240.png


Und so das Punktediagramm

1681752211035.png

Die y-Achse sind MWh (Stunde), positiv heißt Export (aus Deutschland raus), negativ entspricht Bezug aus dem Ausland.

Die x-Achse ist der Preis € pro MWh.

Im Zeitraum vom 01.01.23 bis 31.03.23 (2160 Stundenwerte) wurden per Saldo 7.785.746 MWh exportiert.

Links-oben bedeutet niedriger Preis und Export

Links-unten bedeutet niedriger Preis Import

Rechts-oben bedeutet hoher Preis und Export

Rechts-unten bedeutet hoher Preis und Import

Setzt man einen Filter bei 100 € pro MWh (= 10 Cent pro kWh) erhält man...

1681751024154.png


Export: 661 Stunden, Export 5.236.561 MWh

Import: 61 Stunden, Import 118.615 MWh

Saldo: 5.117.946 MWh (ca. 65,7 % vom Gesamtexport)

D. h. ca. 65,7 % der Exporte erfolgten in ca. 33,4 % der Zeit zu einem Preis von unter 10 Cent pro kWh

In 24 Stundenintervallen war der Preis negativ, hier musste für die Abnahme von 277.422 MWh bezahlt werden.

Wie das mit den derzeitgen Ausbauzielen und den damit verbundenen Überschüssen (auch mit Speichern) funktionieren soll?
 
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Vielen Dank für diese Aufbereitung der Zahlen.
Das muss bei mir erst einmal sacken. :)
 
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Heisst also wir exportieren deutlich mehr als wir importieren und das wir dabei nicht drauf legen, korrekt?

Also wären damit 2 Aussagen der kritiker definitiv widerlegt. Korrekt?

Und wenn dem so ist, wird jetzt in frage gestellt, wie man exportieren soll, wenn noch weiter ausgebaut wird. Verstehe ich das so richtig?
 
SW987 schrieb:
Wie das mit den derzeitgen Ausbauzielen und den damit verbundenen Überschüssen (auch mit Speichern) funktionieren soll?
Das mit den Überschüssen ist durch die KKW-Abschaltung ja besser geworden, denn diese liefen als Grundlastkraftwerke und haben munter eingespeist, während durch Wind- und Sonne ein Überschuss da war.
Ein weiteres Problem sind fehlende Netzkapazitäten. Es kommt vor, dass im Norden Windkraft abgeschaltet werden muss, während im Süden relativ teure Regelleistung abgerufen wird. Deshalb baut man das Netz aus.
Bei den Speichertechnologien muss man schauen, was realistisch ist - kann ich nicht sagen. Die größeren Abnehmer, die an der Strombörse einkaufen, werden natürlich versuchen, in Stromspeicher investieren, wenn das mit den Überschüssen zunimmt - dann gibt's den Strom nämlich kostenlos. Vielleicht kommen auch für Privatpersonen entsprechende Tarife, gerade in Hinblick auf batterieelektrische Autos wäre das total sinnvoll. Und langfristig ist die Hoffnung sicherlich, dass wir mit power-to-gas die Überschüsse dauerhaft loswerden. Bis dahin wird es in jedem Fall ein weiter Weg. Bei Problemen kann man aber auch über die Einspeisevergütung für EE die Überschüsse angehen.
 
Erkekjetter schrieb:
Heisst also wir exportieren deutlich mehr als wir importieren und das wir dabei nicht drauf legen, korrekt?
Die Daten beziehen sich so wie ich das sehe nur auf Luxemburg, ein Land das genauso gut ein Bundesland von Deutschland sein könnte.
Geographisch selbst im weitest entfernten Ort sehr nah an DE, und damit natürlich auch sehr ähnlich im Bezug auf das Wetter.
Somit auch nicht representativ für die Gesamtheit des Stromhandelverhaltens Deutschland mit dem Ausland.
 
Erkekjetter schrieb:
Heisst also wir exportieren deutlich mehr als wir importieren und das wir dabei nicht drauf legen, korrekt?
Nein.
Erkekjetter schrieb:
Also wären damit 2 Aussagen der kritiker definitiv widerlegt. Korrekt?
Nein.
Erkekjetter schrieb:
Und wenn dem so ist, wird jetzt in frage gestellt, wie man exportieren soll, wenn noch weiter ausgebaut wird. Verstehe ich das so richtig?
Ja.

Im letzten Monat lag das Defizit bei ca. 630 Mio. € link

Im Moment federt das, "dank" Horrorstrompreisen im letzten Jahr, gefüllte EEG-Konto das Problem noch ab. (Weshalb die Übergewinne bei EE nicht abgegriffen wurden, weiß ich nicht).

Aber der Kontostand fällt und er wird es weiter tun...
1681762978541.png

link
 
SW987 schrieb:
Deine wolke ist aber oberhaöb der y achse deutlich voller als unterhalb. Und mehr rechts als links. Wie kann es da sein, dass wir da kein netto exporteur sind? Steht auch grnauso link. Nettoexporteur. Und dennoch schreibst du nein auf meine aussage. Wie passt das zusammen?

Und beim preis liegen wir derzeit wieder bei ende 2021. alles dazwischen ist mehr oder minder folge des russlandkrieges gewesen. Und mit laufenden akw.
 
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SW987 schrieb:
Weshalb die Übergewinne bei EE nicht abgegriffen wurden, weiß ich nicht)
Von welchen Übergewinnen bei den EE redest du? Soweit ich weiß, bekommen die Betreiber aller EE nur beschlossene Sockelbeträge nah an den Gestehungskosten. Die Differenz zum Marktpreis zahlt der Ü-Netz Betreiber in den EE Topf. Ist bei den fossilen, soweit ich weiß, genauso.
 
Web-Schecki schrieb:
Das mit den Überschüssen ist durch die KKW-Abschaltung ja besser geworden, denn diese liefen als Grundlastkraftwerke und haben munter eingespeist, während durch Wind- und Sonne ein Überschuss da war.[...]
Die aktuellen Ausbauziele für Wind und PV liegen bei über 700 GW, so viele Kraftwerke zum abschalten gibt es gar nicht.
Web-Schecki schrieb:
Ein weiteres Problem sind fehlende Netzkapazitäten. Es kommt vor, dass im Norden Windkraft abgeschaltet werden muss, während im Süden relativ teure Regelleistung abgerufen wird. Deshalb baut man das Netz aus.[...]
Das ist richtig.
Web-Schecki schrieb:
Bei den Speichertechnologien muss man schauen, was realistisch ist - kann ich nicht sagen. [...]
Das ist ein ungelöstes Problem.
Web-Schecki schrieb:
Die größeren Abnehmer, die an der Strombörse einkaufen, werden natürlich versuchen, in Stromspeicher investieren, wenn das mit den Überschüssen zunimmt - dann gibt's den Strom nämlich kostenlos.[...]
Der Strom ist nicht "kostenlos", er wird den Anlagenbetreibern aufgrund der staatlich garantierten Förderung immer vergütet, selbst bei Abregelung.
Web-Schecki schrieb:
Vielleicht kommen auch für Privatpersonen entsprechende Tarife, gerade in Hinblick auf batterieelektrische Autos wäre das total sinnvoll. [...]
Dynamische Stromtarife wird man unbedingt benötigen, ebenso einen hohen Leistungs- und/oder Grundpreis.
Web-Schecki schrieb:
Und langfristig ist die Hoffnung sicherlich, dass wir mit power-to-gas die Überschüsse dauerhaft loswerden. [...]
Das ist ein ungelöstes Problem.
Web-Schecki schrieb:
Bis dahin wird es in jedem Fall ein weiter Weg. Bei Problemen kann man aber auch über die Einspeisevergütung für EE die Überschüsse angehen.
Nicht wenn man die wie zuletzt erhöht und immer noch für 20 Jahre (bis derzeit 2043!) garantiert.

Meine Meinung: Zu viele ungelöste Probleme, deshalb zu viele Absschaltungen.

Südlink sollte bis zur Abschaltung der letzten AKWs fertig sein, ist es nicht, trotzdem wird abgeschaltet. Bis 2030 würden nach jetzigem Stand ca. 50 neue Gaskraftwerke benötigt. Wer glaubt daran?
 
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