Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Was wurde hier nicht alles propagiert bezüglich der Abschaltung der Kernkraftwerke...

Naja, die Grünen hatten Mal wieder Recht :D
Nicht nur CSU-Chef Söder hatte Sorge, dass die Strompreise in Deutschland steigen, wenn die letzten Atomkraftwerke vom Netz gegangen sind. Doch das Gegenteil ist bislang der Fall, berichtet die Bundesnetzagentur.

Einen Monat nach Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke sieht die Bundesnetzagentur kaum Auswirkungen auf den Strommarkt. An der Börse seien keine Preissteigerungen festzustellen, Strom sei im Gegenteil sogar billiger geworden, sagte die Vizepräsidentin der Behörde, Barbie Kornelia Haller, dem Bayerischen Rundfunk (BR). "Die Auswirkungen sind extrem gering", stellte sie fest. Offensichtlich werde der Wegfall des deutschen Atomstroms überlagert von anderen Effekten, so Haller. So steige der Anteil erneuerbarer Energien im Frühjahr an.

Jaja, jetzt kommt: ist ja nur kurzfristig..

Naja:
Die verbleibenden 20 Terawattstunden werden nach der Prognose Burgers bereits im Laufe dieses Jahres vollständig durch erneuerbare Energien ersetzt, jeweils zur Hälfte durch den Zubau von Photovoltaik und Windenergie. Ähnlich sei dies auch bei den vorherigen Akw-Abschaltungen gewesen.
Quelle:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/strompreise-atomkraft-energiewende-100.html
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: marcodj
meine Stadtwerke haben heute angekündigt den Strompreis zu senken.. ab 1.6. ab 1.7. bei meinem Tarif um 2,58 Cent.. zahle dann 30,52 Cent / kWh
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Gefällt mir
Reaktionen: marcodj
Achim_Anders schrieb:
Was wurde hier nicht alles propagiert bezüglich der Abschaltung der Kernkraftwerke...

Naja, die Grünen hatten Mal wieder Recht :D
Das Problem entsteht verzögert, weil es Wirkmechanismen gibt die das abfedern. Daraus entsteht aber eine Abhängigkeit, deren Ausmaß nicht abzuschätzen ist.
 
Piecemaker schrieb:
Das Problem entsteht verzögert, weil es Wirkmechanismen gibt die das abfedern. Daraus entsteht aber eine Abhängigkeit, deren Ausmaß nicht abzuschätzen ist.

Was ist denn das für ne ominöse Aussage? Von was für Abhängigkeit und Wirkmechanismen sprichst du?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nacho_Man, tha_mos und marcodj
Piecemaker schrieb:
Das Problem entsteht verzögert, weil es Wirkmechanismen gibt die das abfedern.
Und die deutsche Netzagentur kennt Diese noch nicht? Oder warum geben sie bekannt, dass der Ausstieg zu keinen Problemen geführt hat und im Laufe des Jahres vollständig kompensiert wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: tha_mos, ThomasK_7, marcodj und eine weitere Person
Andy4 schrieb:
Bin Mal sehr gespannt, was da bei raus kommt. Eon hat letztes Jahr, als sie ja "großzügigerweise" die Kostensteigerung für ihre Kunden abgefangen haben über 2 Milliarden Euro Gewinn gemacht (EBITDA sogar 8 https://www.iwr.de/ticker/aktie-klettert-eon-steigert-gewinn-2022-auf-8-milliarden-euro-artikel5280, kenn mich mit der Relevanz dieser Kenngrößen aber nicht aus) und jetzt wo die Preise an der Börse wieder runter sind müssen sie die Endkundenpreise um 50% anheben? Scheint mir nicht so ganz plausibel.

Ich Frage mich ja, ob man sich mit der Strompreisbremse einen Gefallen getan hat. Da werden sich sicher einige Stromanbieter darauf verlassen, dass die Kunden nicht abspringen, weil ein Teil der Preiserhöhung von der Allgemeinheit übernommen wird - also indirekt auch wieder vom Kunden aber halt weniger sichtbar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: marcodj
Samurai76 schrieb:
Und die deutsche Netzagentur kennt Diese noch nicht? Oder warum geben sie bekannt, dass der Ausstieg zu keinen Problemen geführt hat und im Laufe des Jahres vollständig kompensiert wird.
Ich will nicht sagen, dass die Bundesnetzagentur lügt, aber wir haben während Corona auch gesehen, dass Politik + Robert Koch Institut hier sehr voreilig Sachen von sich gegeben haben (Bevor mir jemand was in den Mund legt, was ich nicht gesagt habe: Ich will in keinster Weise an Corona zweifeln, ich bin selbst 3x geimpft, blabla). Mir geht es lediglich um die Äußerungen, die während Corona gefallen sind.
Also, was ich meine: Nur weil irgendein Amt oder ein Politiker sagt, dass etwas so ist, heißt das nicht, dass es so ist. Das Vertrauen ist auf quasi jeder Ebene bei allen Ämtern nicht mehr vorhanden, zumindest für mich.

Dennoch halte ich die Versorgungssicherheit aktuell für gegeben, und das auch noch für die kommenden Jahre. Liegt aber aus meiner Sicht für die schlechten Wintermonate, vor allem im Dez/Jan, an den Kraftwerken in den Ländern um uns herum. Aber da profitieren wir sehr stark von den Französischen AKWs, so wie die von unserem Solarstrom profitieren.

Zum Thema Preise: Ich kenne die aktuellen Preise für Wärmeenergie bei mir nicht (Offiziell Fernwärme, inoffiziell kaufen wir die Wärme von einem BHKW im Keller, das von einer Drittfirma betrieben wird, was eklig teuer ist, aber auch sehr intransparent).
Aber Rheinenergie ist ja für Fernwärme in Köln zuständig, und da wurden die Preise vom 01.04.23 bis 30.09.23 angepasst auf 21,39c pro kWh Fernwärme und 33,28€ pro m³ Warmwasser, wobei hier für mich nur mit viel gesuche nachvollziehbar wird, auf welche Temperatur sich das bezieht. 1m³ Wasser bei 40° kostet halt weniger, als 1m³ Wasser bei 60°. Wonach wird hier gemessen? Muss man suchen, nervt mich. Aber gut, betrifft mich ja leider/zum Glück nicht. Immerhin gibt es aber die Preisbremse bei 9,5c pro kWh für Fernwärme. Da bin ich mal auf meine Abrechnung mit diesem komischen Konstrukt gespannt, bzw. frage mich schon, ob das ein Fall für meine Rechtsschutzversicherung wird.

Die Preise sind echt unverschämt geworden, und wenn die Wohnadresse verpflichtet wird Fernwärme zu nutzen, bist du gerade echt angeschmiert.
Gaspreis bei mir aktuell 11-12ct/kWh. Mit Brennwerttherme hast du sicher >90% Effizienz, also vielleicht effektiv 13ct/kWh Wärmeenergie. Schon unverschämt, wie die Fernwärmeläden jetzt Geld einsacken.
 
Samurai76 schrieb:
Und die deutsche Netzagentur kennt Diese noch nicht? Oder warum geben sie bekannt, dass der Ausstieg zu keinen Problemen geführt hat und im Laufe des Jahres vollständig kompensiert wird.
Die deutsche Netzagentur kennt einige, weis aber nicht ob die greifen. Siehe Frankreich -> Atomkraft oder Norwegen -> Windkraft. Das kompensiert wird, können sie auch nicht wissen sondern nur das widergeben was die Politik erzählt "Kanzler Scholz fordert 4-5 neue Windräder pro Tag.". SOllte nicht schon jeder mindestens 50 oder waren es gar 100Mbit Internet haben? Oh ...

Miuwa schrieb:
Was ist denn das für ne ominöse Aussage? Von was für Abhängigkeit und Wirkmechanismen sprichst du?
Abhängigkeit von französischem Atomstrom oder norwegischer Windkraft. Wirkmechanismus über Strombörse.
 
Piecemaker schrieb:
Abhängigkeit von französischem Atomstrom oder norwegischer Windkraft
Ja, die Abhängigkeit von solchen Staaten sehe ich nicht als Problem. Bundesweit hätten wir statistisch 1x pro Jahr eine Woche ohne viel EE ('Dunkelflaute'. Im Europäischen Verbundnetz sinkt das Risiko dessen auf 1x in 5 Jahren. Wenn wir also das Bundesweite Risiko minimieren wollen, brauchen wir 5x so viel (Speicher oder Geld, egal). Das Risiko, dass ein Europäischer Staat auf die Ideenumsetzung wie ein W.P. kommt, halte ich für nicht gegeben.
Piecemaker schrieb:
weis aber nicht ob die greifen
Sie können aber abschätzen, wenn in den ersten drei Monaten des Jahres schon 50% mehr PV installiert wurde als geplant war, dass es den Rest des Jahres auch so weitergehen könnte. Geplant sind dieses Jahr glaube um 6GW, in den ersten 4 Monaten sind davon schon 3,6GW (mehr wie die Hälfte) installiert. Hält der Trend an, werden es dieses Jahre über 10GW, also fast doppelt, wie geplant.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Miuwa und marcodj
Piecemaker schrieb:
Ist egal. Abhängigkeit vorhanden
Ich wüsste nicht, welches Land von keinem anderen Abhängig ist, kannst du mir da ein Beispiel geben, damit ich entscheiden kann, ob mir der daraus resultierende Lebensstil gefällt? Ich befürchte nämlich, dass sich in der heutigen Zeit eine Abhängigkeit (von wem auch immer) einfach nicht vermeiden lässt. Aber evtl. kannst du mir ja ein Beispiel aufzeigen, um die Folgen einer absoluten Unabhängigkeit aufzuzeigen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nacho_Man, Miuwa, Andy4 und 2 andere
Samurai76 schrieb:
kannst du mir da ein Beispiel geben
Ein Land vielleicht nicht, aber bestimmte Völker und Stämme sind im Prinzip unabhängig. Die Sentinelesen zum Beispiel. :)
Man könnte zwar behaupten sie sind in der Hinsicht von Indien abhängig, dass Indien sie vor anderen beschützt, aber nun gut.
 
Bisher galt m. W. n. der strategische Grundsatz, dass man als Land seine eigene gesicherte(!) Erzeugungsleistung vorhält.

Das soll nun für das europäische Verbundnetz (und seine Länder) gelten (wenn ich es richtig verstanden habe).

Auch wenn man den Extremfall, das Auseinanderbrechen/Zerfallen... der EU vernachlässigt, ergibt sich m. E. für Länder (mit nicht gesicherter Erzeugungsleistung) ein Schwachpunkt, der bei vielen "kleinen" Verhandlungen mit den "Freunden" zum Tragen kommen werden. Deutschlands Rolle in der EU wird als Nettoimporteur geschwächt werden.

Man kann der Meinung sein, dass eine freiwillige Verzwergung für eine Industrienation gut ist. Ich bin es nicht.
 
Samurai76 schrieb:
Ich wüsste nicht,
Wie ich Eingangs schrieb:
Piecemaker schrieb:
Das Problem entsteht verzögert, weil es Wirkmechanismen gibt die das abfedern. Daraus entsteht aber eine Abhängigkeit, deren Ausmaß nicht abzuschätzen ist.
Es geht um Verlagerungseffekte.

Beispiel:
Strom teuer, Industrie wandert ab. Die ist aber nicht weg, sondern nur woanders. Wahrscheinlich mit geringeren (Öko)Auflagen. Resultat: Das Produkt muss jetzt importiert werden, und der CO2 Ausstoß ist gestiegen. Durch mehr Import und industriell weniger Regeln zu können, entstehen Abhängigkeiten.

Das Gleiche ist mit den Atomkraftwerken passiert. Von uns aus wo anders hin geschoben. Kontrolle abgegeben.
 
Bisher galt m. W. n. der strategische Grundsatz, dass man als Land seine eigene gesicherte(!) Erzeugungsleistung vorhält.

Das soll nun für das europäische Verbundnetz (und seine Länder) gelten (wenn ich es richtig verstanden habe).

Auch wenn man den Extremfall, das Auseinanderbrechen/Zerfallen... der EU vernachlässigt, ergibt sich m. E. für Länder (mit nicht gesicherter Erzeugungsleistung) ein Schwachpunkt, der bei vielen "kleinen" Verhandlungen mit den "Freunden" zum Tragen kommen wird. Deutschlands Rolle in der EU wird als Nettoimporteur geschwächt werden.

Man kann der Meinung sein, dass eine freiwillige Verzwergung für eine Industrienation gut ist. Ich bin es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Piecemaker schrieb:
Das Gleiche ist mit den Atomkraftwerken passiert. Von uns aus wo anders hin geschoben. Kontrolle abgegeben.
Das verschieben wird aber noch Jahrzehnte dauern und vermutlich für diese Länder am Ende genau so teuer wie alternativ der Bau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen werden. Zudem ist man dann zu fast 100% vom EU-Ausland abhängig, was den Brennstoff betrifft.
Uranprod1.png
So richtig unabhängig wird man nach diesen Zahlen also auch nicht.
Wind + Sonne + Biomasse + Wasser kann man uns in Europa dagegen nicht wegnehmen, das steht immer zur Verfügung. Ich mein ja nur, so wegen langfristiger Versorgungssicherheit usw. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mental.dIseASe, marcodj, florian. und eine weitere Person
Man könnte Uran schon in D abbauen. Im Erzgebirge gibt es große Mengen Uran, sogar von exzellenter Qualität. Zu DDR-Zeiten wurden große Mengen exportiert, auch in die UdSSR.

Aber in D ist ja die Nutzung von Bodenschätzen nicht en vogue. Steinkohle wurde vor ein paar Jahren komplett eingestellt, Fracking von Erdgas ist verboten, Uran baut man schon seit über 10 Jahren nicht mehr ab, Braunkohle soll auch in ein paar Jahren nicht mehr verwendet werden (obwohl D riesige Vorkommen hat und bis vor wenigen Jahren auch weltgrößter Produzent war).

Von daher gibt es zwar eine Abhängigkeit - aber die besteht vor allem, weil wir uns weigern, unsere eigenen Bodenschätze abzubauen. Es ist halt billiger, welche aus dem Ausland zu kaufen, und wenn man die Umweltproblematiken nur dort hat, ist das für D natürlich auch besser (deshalb kaufen wir ja fleißig Fracking-Gas aus den USA).

Erneuerbare Energien sind ohne Zweifel ne tolle Sache, hängen aber leider vom Wetter ab. Im Winter braucht man eben Atomkraft - oder Kohle.
 
j-d-s schrieb:
Man könnte Uran schon in D abbauen.
Kann man nicht mehr. Der Rückbau ist nahezu abgeschlossen und es müsste alles neu erschlossen werden. Das wäre kostentechnisch ein absolutes Desaster und könnte nicht kostendeckend betrieben werden.
j-d-s schrieb:
Aber in D ist ja die Nutzung von Bodenschätzen nicht en vogue.
Ohhh mann.... Und dann die folgende Aufzählung. Was hat das mit en vouge zu tun? Nichts davon kannst du in DE abbauen ohne massivste Umweltzerstörung und im Falle der Braunkohle von Umsiedelungen.
j-d-s schrieb:
Von daher gibt es zwar eine Abhängigkeit - aber die besteht vor allem, weil wir uns weigern, unsere eigenen Bodenschätze abzubauen
KLar, dann nenn mir mal unsere Kobaltvorkommen, seltene Erden, Lithium und der sonstigen Rohstoffe, die ein LAnd wie DE benötigt.
Wir wären auch dann nicht autark, wenn wir jeden Fitzel, den es bei uns gibt, abbauen würden. Du hast eine sehr eingeschränkte und einseitige Wahrnehmung zu dem Thema. Siehe auch dein letzter Satz. Kompletter Unfug und widerspricht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen (mal davon abgesehen dass einige EE schlicht und ergreifend nicht wetterabhängig sind...)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mental.dIseASe, Nacho_Man, Skaiy und eine weitere Person
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Ähnliche Themen

Zurück
Oben