Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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j-d-s schrieb:
Aber in D ist ja die Nutzung von Bodenschätzen nicht en vogue.
Schwer zu sagen ob dir da die 120k Menschen die wegen der Braunkohle ihre Lebensgrundlage und Heimat verloren haben zustimmen würden.
Es sind nur die Bodenschätze nicht mehr "en vogue" die zur Energiegewinnung verbrannt werden. Das ist das Dumme daran, die sind dann nämlich einfach futsch.
Mehr als die Hälfte der Erneuerbaren Energien werden aktuell aus wetterunabhängigen Quellen wie z.B. der Biomasse gewonnen, für die den Ausgleich wetterabhängiger Quellen besitzen wir Stromnetze.
 
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Buttkiss schrieb:
Mehr als die Hälfte der Erneuerbaren Energien werden aktuell aus wetterunabhängigen Quellen wie z.B. der Biomasse gewonnen, für die den Ausgleich wetterabhängiger Quellen besitzen wir Stromnetze.
Und selbst bei den Wetterabhängigen.
Hier scheint momentan keine Sonne (dichte Wolkendecke) aber dafür weht ein steter Wind, der zumindest genug Energie mitbringt, dass kein Baum hier momentan still steht.

Die Energie von Wasser, Wind und Sonne ist da ... ganz egal, ob man sie nutzt, oder nicht. An nahezu jedem Standort in DE könnte mit einer Kombination aus allen vertfügbaren Erneuerbaren 24/7 Strom produziert werden.

Den Streit darum, wie die Menschen heizen, sollte man durch eine wirklich saftige CO2-Zulage lösen.
Je höher die ausfällt, desto schneller amortisiert sich auch der Umstieg auf CO2-neutrale Heiztechnologien.
Es ist so einfach ... man muss die umweltschädlichen Technologien nur extrem teuer machen.
Und dann regelt wirklich der Markt ... einfach, weil die Leute ja doch keinen Bock haben, mit dem Öl, dem Gas, dem Benzin/Diesel oder der Kohle ihr letztes Hemd zu verbraten.
Was die Preisschraube bringt, haben wir seit Februar 2022 erlebt ... nie war die Nachfrage nach EE und die Bereitschaft zum Sparen höher, als heute ... und das passiert trotz des Bürokratiemonsters "Genehmigungsverfahren in DE" und trotz der "ich gönn mir"-Mentalität vieler Deutscher.
 
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DerOlf schrieb:
Die Hütte ist mir lieb, und ich genieße es gerade wirklich, wie günstig wohnen im Eigentum sein kann. Ich zahle warm keine 5,- pro Quadratmeter und auch das werde ich mir bald noch mit jemandem teilen (die Hütte ist mir allein zu groß) und kann dann auch endlich an den Aufbau einer dringend nötigen Rücklage gehen
DerOlf schrieb:
Den Streit darum, wie die Menschen heizen, sollte man durch eine wirklich saftige CO2-Zulage lösen.
Je höher die ausfällt, desto schneller amortisiert sich auch der Umstieg auf CO2-neutrale Heiztechnologien.
Und wenn die saftige CO2-Zulage kommt, bevor Du das Geld für entsprechende Modernisierungen zusammen hast, bist Du im Besitz der berühmt berüchtigten A-Karte.

Gruß
R.G.
 
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rgbs schrieb:
Und wenn die saftige CO2-Zulage kommt, bevor Du das Geld für entsprechende Modernisierungen zusammen hast, bist Du im Besitz der berühmt berüchtigten A-Karte.
Durch eben diese A-Karte würde eine CO2-freie Heizung für mich zur Top-Priorität.
Es würde ausgetauscht, sonbald es finanziell möglich wäre.
Und da wäre ich gewiss nicht der einzige, der so denkt. Es ginge nicht mehr um eine energetische Komplettsanierung, sondern zunächst darum, die CO2-Kosten los zu werden.
Aus dem gleichen Grund gäbe es dann auch einen Stromtarif, der ohne Kosten für den CO2-Rucksack daherkommt.

Ich nehme es der Merkel-Regierung übel, dass sie keine saftigere CO2-Zulage hat einführen wollen.
 
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Wenn Deutschland nicht so lange an Gas und Öl zur Wärmegewinnung festgehalten hätte gäbe es heute auch keine A-Karten zu verteilen und wir bräuchten überhaupt kein neues Heizungsgesetz. Andere, vor allem nordische Länder wie Dänemark oder Norwegen haben sich staatlich gelenkt früh genug um Alternativen gekümmert und sind heute fein raus.
DerOlf schrieb:
Ich nehme es der Merkel-Regierung übel, dass sie keine saftigere CO2-Zulage hat einführen wollen.
Die CDU hat unpopuläre Beschlüsse schon immer gerne anderen Parteien überlassen wenn es längst zu spät war. Danke nochmal...
 
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Buttkiss schrieb:
Die CDU hat unpopuläre Beschlüsse schon immer gerne anderen Parteien überlassen
nun ja,
von 2013 bis 2021 hat die SPD in der großen Koalition mitregiert und von 2013 bis 2018 den Wirtschaftsminister / die Wirtschaftsministerin gestellt.
Aber bei der SPD leidet halt nicht nur Olaf an retrograder Amnesie.

Gruß
R.G.
 
"Agenda 2010" schon vergessen?
Wohl auch retrograde Amnesie (wo liegt eigentlich dieses Retrograd? ... klingt russisch).

Eingeführt wurden die "Agenda 2010" unter Schröder (SPD) ... reformieren musste das ganze wieder die SPD weil die CDU unter Merkel halt keinerlei Interesse daran hatte ... 16 Jahre lang.
Die CDU hat aus der Opposition heraus gegen die Agenda 2010 protestiert, aber kein Wort mehr darüber verloren, nachdem sie wieder in der Regierungsverantwortung war.
Jeder Versuch der 16 Jahre unter Merkel, an den Hartz-Reformen etwas zu verändern, kam von SPD, Grüne oder Linke.

Ich wette meinen Arsch drauf, dass die CDU das Thema wieder herausgekramt hätte, wenn die SPD nicht schon vor den Koalitionsverhandlungen auf einer Reform bestanden hätte.

Aber die CDU hat auf jeden Fall Skills, wenn es darum geht, einen Koalitionspartner in die Bedeutungslosigkeit zu regieren. Erst hat man die FDP aus dem Bundestag regiert und dann das gleiche mit der SPD versucht.
Letztere war zum Glück im zweiten Anlauf klug genug, ihr "nein zur GroKo" auch einzuhalten. Beim ersten mal (Schulz) war ich echt herbe enttäuscht, als es dann doch wieder die GroKo wurde.
 
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DerOlf schrieb:
"Agenda 2010" schon vergessen?
Was hat jetzt die Agenda 2010 damit zu tun, dass die SPD von 2013 bis 2021mitregiert hat? Und wenn es der SPD wirklich wichtig gewesen wäre, den alten Müll neu zu verpacken, hätte sie das auch während dieser Zeit anleiern können.

Gruß
R.G.
 
DerOlf schrieb:
Durch eben diese A-Karte würde eine CO2-freie Heizung für mich zur Top-Priorität.
Es würde ausgetauscht, sonbald es finanziell möglich wäre.
Und da wäre ich gewiss nicht der einzige, der so denkt.[...]
Klingt erst mal logisch, es gibt aber ein globales Problem.

Nicht alle Länder werden so denken wie Du, denn der CO2-Preis ist ein politischer Preis, kein Marktpreis.

Sich selbst alles zu verteuern und dann durch zusätzliche Ausgaben versuchen diese Kosten-Selsbtkasteiung weniger schlimm zu machen, da kann man echt nur noch mit dem Kopf schütteln.
 
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DerOlf schrieb:
Den Streit darum, wie die Menschen heizen, sollte man durch eine wirklich saftige CO2-Zulage lösen.
Warum wieder diese Einseitige Betrachtungsweise? Es muss eine Gesamt-Umweltbilanz für jeden Energieträger her und von jedem Nutzer selber und ohne Förderung bezahlt werden. Das selbstverständlich für die gesamte Lieferkette von der Rohstoffgewinnung, über die verarbeitenden Anlagen und den ausgelieferten Energieträger bis zum Verschrottunsaufwand bei der Stilllegung der Anlagen. Dann fallen ganz schnell gewisse regenerative Energieerzeuger auch durchs Raster und werden teuer. Und andere würden endlich so lange genutzt, wie es technsich sinnvoll wäre und nicht nur bis zum Ende der staatlichen Förderung.

DerOlf schrieb:
Je höher die ausfällt, desto schneller amortisiert sich auch der Umstieg auf CO2-neutrale Heiztechnologien.
Mag sein, und da, wo es sich nie lohnen wird, werden halt die Altbauten abgerissen und durch klimaneutrale Neubauten ersetzt, das kostet kaum etwas und die Zemetherstellung erzeugt heute in D schon kein CO2. Irgendwann sind wir dann bei 50-70% Wohngeldbezieher, nachdem es die überwiegende Abschaffung des Sozialen Wohungsbaus inkl Verscherbelung der Wohnungen nicht geschafft hat.

DerOlf schrieb:
weil die Leute ja doch keinen Bock haben, mit dem Öl, dem Gas, dem Benzin/Diesel oder der Kohle ihr letztes Hemd zu verbraten.
Dann aber bitte den gesamten Umbau ohne Förderung. Warum musste ich die energetischen Maßnahmen in meiner Wohung selber finanzieren und soll jetzt auch noch den Umbau für die Leute mit bezahlen, die bisher dazu keine Lust hatten?

DerOlf schrieb:
Durch eben diese A-Karte würde eine CO2-freie Heizung für mich zur Top-Priorität.
Es würde ausgetauscht, sonbald es finanziell möglich wäre.
Du weist auch, dass dies überhaupt ohne begleitende Massnahmen am Haus möglich ist? Was machst Du, wenn der Preisschock lange vor Deinen finanziellen oder logistischen Möglchkeiten kommt. Erwartest Du dann staatliche Hilfen? Mit der "tollen" Gas- und Strompreisbremse hat man ja gesehen, wieviel Aufstand die Leute machen, wenn sowas nicht extremst bezuschusst wird.

Immerhin ist bei der aktuellen Planung, egal ob über gesetzlichen oder finanziellen Zwang, derjenig noch einigermaßen gut dran, der die Modernisierung rausgeschoben hat und noch weiter heraus zögert. Also auch genau die, die von der Bremsen am Meisten profitieren.

Wenn das Energieeffizienzgesetz in der derzeitigen Planung kommt, sind auch dort insb. die Betriebe die Dummen, die sich schon früher um Energieeinsparung gekümmert haben.

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1199532.html

Kollateralschäden sind von der Politik ja gewollt, wie man auch an den Ausnahmen bei den Heizungen sieht. Bürgergeldemfänger im Eigenheim dürften, genauso wie Alte, danach weiterhin die Umwelt verpesten. Und Vermieter dürfen die Kosten für Modernisierungen wohl nicht (im derzeit noch erlaubten Rahmen) auf die Mieter umlegen. Bleibt zu hoffen, dass dann möglchst alle privaten Vermieter ihre Immobilie verkaufen. Wir bekommen den Mietwohnungsmarkt in D schon noch völlig zum Erliegen. Immerhin verhindert eine höhere Anzahl an Wohnungslosen die Gefahr eines Blackouts.
 
Leute, der Thread braucht wirklich nicht noch ein politisch aufgeladenen Thema als Paralleldiskussion.
 
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DerOlf schrieb:
Eingeführt wurden die "Agenda 2010" unter Schröder (SPD) ... reformieren musste das ganze wieder die SPD weil die CDU unter Merkel halt keinerlei Interesse daran hatte ... 16 Jahre lang.

ernst gemeinte Frage , was hat sich denn mit der Reform, für die betroffenen geändert?

Ausser ne Namensänderung und ne Art Inflationsausgleich, sehe ich da keine großen Änderungen

Harz4 heißt nun Bürgergeld, Eingliederungsvereinbarung heißt nun Kooperationsplan, Sanktionen gibt es immer noch, Vermittlung in Sinnlos Maßnahmen gibt es immer noch ( gut für die Statistik und sehr gut, für Maßnahmeträger, die damit Geld verdienen )

so großartig hat sich das SGB 2 nach der Reform nicht verändert
 
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außer das das Schonvermögen niedriger ausgefallen ist, ist alles umgesetzt worden, was die SPD von Anfang an wollte.

von daher sehe ich nicht das es gescheitert ist, denn das SPD Konzept " neuer Sozialstaat " von 2019 ist , außer das mit dem Schonvermögen, umgesetzt worden ;)

die SPD wollte von Anfang an " alten Wein , in neue Schläuche "

und btw das mit den max 30% Sanktionen, ist nicht auf dem Mist der SPD gewachsen ( was sie ja 2019 in ihrem Konzept " neuen Sozialstaat " verkündet haben ), sondern das Bundesverfassungsgericht hat 2019 so entschieden
 
Skaiy schrieb:
Das ist eine Antwort, mit der ich, als außenstehender Leser, der das geplante Konzept von der SPD nicht auswendig kennt, direkt erkennen kann, dass du Recht hast und die Ziele von der SPD offensichtlich nicht alle umgesetzt wurden.
 
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@wuselsurfer

1. Das stimmt einfach nicht. Lediglich auf den paar letzten Seiten wurde vom Thema abgewichen, was noch leicht ausgemistet werden könnte.

2. Bist Du genau so eine Themaverfehler-Pfeife, z. Bsp. hier in 1241. Ich habe gar nicht weiter zurück gesucht, würde bestimmt aber auch noch mehr von Dir finden. :(
 
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