Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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Diese eigenen Erzeugungskapazitäten laufen oft mit Erdgas.

An das bezahlbare und sichere Wasserstoff-Luftschloss glauben offensichtlich nicht alle.

Ich kann deren Entscheidung zur Abwanderung nachvollziehen und halte sie für richtig.
 
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Wie wäre es eigentlich, wenn Du mal ein paar Fragen beantworten würdest, z. B. bzgl. der notwendigen Gaskraftwerke?

Aus Sicht der Unternehmen geht es um die langfristige Perspektive und um Investitionssicherheit.

Wer baut den hierzulande aus, wenn er weiß, dass es im Rest der Welt noch lange vielen Flecken geben wird, wo ein reiner Erdgas-Marktpreis gelten wird und nicht der politische CO2-Preis der EU oder Deutschlands?

Das Thema Gaskraftwerke wird nach dem Heizungsgesetz, das nächste Fiasko der grünen Eliten.

Nur das es diesmal nicht nur um die wirtschaftliche Existenz vieler Einzelschicksale gehen wird, sondern um die Versorgungssicherheit eines ganzen Landes mit über 80 Millionen Einwohnern.
 
Wie wärs wenn du erstmal Deine these untermauerst? Wieviel teurer ist den Gas nun zu vor der Krise für Industriekunden? Ich nein es wandert ja alles ab deiner meinung nach. Und das wegen hoher energiepreise, vornehmlich strom. Und das obwohl eben die industire oft eigene stromproduktion hat. Was halt deiner vorangegangenen Behauptung widerspricht. Bleibe halt noch der gaspreis. Also: wieviel höher isser denn nu als vor der krise?
 
Wie hoch ist denn derzeit der CO2-Preis für die Industrie?

Wie hoch soll der CO2-Preis für die Industrie bis 2030 steigen?

Ab wann ist der Einsatz von Erdgas verboten?

Das sind die Fragen, die die Entscheidungsträger umtreiben.

Fang doch bitte mal an Fragen zu beantworten anstatt nur mit Gegenfragen und persönlichen Angriffen zu reagieren.

Es geht um die Perspektive.

Grundsätzlich gibt es zunächst einen reinen Erdgas-Marktpreis, der für alle gilt.

Dann gibt es Länder, welche zusätzlich künstlich einen politischen CO2-Preis draufschlagen.

Glaubst Du wirklich, dass alle Länder der Welt sich an den grünen, politischen CO2-Preise orientieren werden?

Die Krönung ist, dass die Grünen bei ihrem Heizungsgesetz argumentieren, dass die Fossilen unbezahlbar werden und das quasi gottgegeben wäre.

Ist es nicht, es ist eine politische Entscheidung.

Es ist m. M. n. eine naive und völlig aussichtslose Selbstverzwergung in einer globalen Realwelt, die nach ihren eigenen Kriterien handelt und bestimmt nicht nach denen der deutschen Grünen.
 
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Mit anderen worten du weisst es nicht und behauptest dennoch, es sei hier so teuer ohne eine grundlage für diese behauptung liefern zu können.
 
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Dann nenn doch einen, ich nenne Dir dann hundert andere.

Es gibt keinen fixen Industriegaspreis.

Du hast von Energiewirtschaft und Energietechnik keinen Dunst.

Und was ist jetzt mit den Gaskraftwerken?

Meinst Du, dass die Grünen im BMWK, das bald hinbekommen?
 
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SW987 schrieb:
Und was ist jetzt mit den Gaskraftwerken?

Meinst Du, dass die Grünen im BMWK, das bald hinbekommen?
wollen und brauchen sie ja nicht, da sie doppelt auf Kohle setzen.
Sie wird zum einen zwecks Energieversorgung verheizt und zum anderen von unten nach oben verteilt.
Die Umwelt ist dabei doch egal, der Profit für wenige muss stimmen.

Gruß
R.G.
 
SW987 schrieb:
in einer globalen Realwelt, die nach ihren eigenen Kriterien handelt und bestimmt nicht nach denen der deutschen Grünen.
Achja, natürlich sind die deutschen Grünen auch für den CO2-Preis in Kanada verantwortlich. Selbst China hat mittlerweile übrigens ein CO2-Handelssystem (Quelle). Alles nur wegen der deutschen Grünen!!!

SW987 schrieb:
Dann gibt es Länder, welche zusätzlich künstlich einen politischen CO2-Preis draufschlagen.

Glaubst Du wirklich, dass alle Länder der Welt sich an den grünen, politischen CO2-Preise orientieren werden?
Sicherlich nicht, aber es ist breiter wissenschaftlicher Konsens, dass die CO2-Bepreisung ein effektives und effizientes Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels ist. Wikipedia zitiert dazu z.B. das hier und das hier.
 
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Web-Schecki schrieb:
[....]Sicherlich nicht, aber es ist breiter wissenschaftlicher Konsens, dass die CO2-Bepreisung ein effektives und effizientes Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels ist. Wikipedia zitiert dazu z.B. das hier und das hier.
Glaub ich sofort, ändert aber nichts am wahrscheinlichen Szenario.

Wo siehst Du die CO2-Preise in folgenden Ländern/Regionen für die Jahre 2024 und 2030, 2040:

  • EU
  • China
  • Indien
  • USA
  • Russland
  • Indonesien
 
SW987 schrieb:
Glaubst Du wirklich, dass alle Länder der Welt sich an den grünen, politischen CO2-Preise orientieren werden?
äh, moment
Schau doch bitte nochmal in das Wahlprogramm der Parteien.

Die FDP hatte den Plan, keine Verbote zu beschließen (Liberal halt)
Dafür wollten sie aber den CO2 Preis sehr hoch ansetzen.
Sodass die Industrie quasi gezungen wird auf CO2 alternativen Umzustellen.

Aber klar, jetzt sind natürlich die Grünen an der CO2 Abgabe schuld.
Generell sind immer die Grünen schuld, Das ist einfacher...

Klima
Auch beim Klimaschutz setzt die FDP auf die freie Marktwirtschaft und tritt für eine Ausweitung des Emissionshandels ein. Demnach soll die Politik vorgeben, wieviel CO2 im Jahr verbraucht werden darf. Für den Ausstoß müssen dann Zertifikate erworben werden. Über eine Klimadividende sollen Einnahmen aus den CO2-Preisen wieder an die Bürgerinnen und Bürger ausgeschüttet werden
 
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Du hast den wesentlichen Unterschied zwischen:

- Emissionshandel

und

- 1,5° Ziel

verstanden?

Sieht für mich nicht danach aus.
 
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SW987 schrieb:
Es gibt keinen fixen Industriegaspreis.
Aber einen durchschnittspreis. Bzw einen preiskorridor. Tu doch bitte nicht so, als könne man das nicht darstellen. Und bitte unterstelle anderen nicht unwissenheit um von deiner eigenen Unfähigkeit abzulenken, konkrete Fragen nicht beantworten zu können, die die grundlage zur deiner behauptung wären.

Die Gaspreise, generell die energiepreise, waren auch vor 20 oder 30 jahren in de teurer als in osteuropa oder den usa. Demnach hätte die deindustrialisierung schon damals beginnen müssen.
 
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Du hast von den zuletzt gestellten Fragen keine einzige beantwortet.

Schade, denn gerade zum Thema Gaskraftwerke hätte mich Deine Expertise interessiert.
 
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Warum muss ich die beantworten? Habe ich irgendeine these dazu aufgestellt? Habe ich irgendwie irgendwann was zu dem thema gesagt? Ich bin auf deine these eingegangen und du bist mit gegenfragen gekomemn statt antworten, nicht andersherum.
 
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SW987 schrieb:
Wo siehst Du die CO2-Preise in folgenden Ländern/Regionen für die Jahre 2024 und 2030, 2040:
Meine Meinung dazu ist vollkommen irrelevant, da ich kein Hellseher bin. Was in einer rationalen Diskussion zählt, sind Fakten.
Und Fakt ist, dass mittlerweile 17% der weltweiten CO2-Emissionen bepreist sind. Da von Luftschlössern deutscher Grüner zu sprechen, ist Realitätsverweigerung.
Fakt ist auch, dass die USA derzeit einen CO2-Preis ablehnen und damit die vielleicht wichtigste Industrienation nicht mitzieht. Es gibt aber auch hierfür politische Instrumente, die in der EU diskutiert werden, z.B. die Erhebung von Zöllen. Ein konkret diskutierter Vorschlag dafür ist der Carbon Border Adjustment Mechanism. Fakt: Die EU ist ein wichtiger Absatzmarkt und hat damit auch einen gewissen Handlungsspielraum. Reicht das aus? Weiß ich nicht. Aber wenn selbst die EU-Komission daran arbeitet, dann scheint der politische Wille in einer Breite vorhanden zu sein, die diametral der mantraartigen Erwähnung der deutschen Grünen in diesem Zusammenhang gegenüber steht.
 
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Web-Schecki schrieb:
Fakt ist auch, dass die USA derzeit einen CO2-Preis ablehnen und damit die vielleicht wichtigste Industrienation nicht mitzieht. Es gibt aber auch hierfür politische Instrumente, die in der EU diskutiert werden, z.B. die Erhebung von Zöllen.
nun ja, man kann es ja auch noch locker mit den USA verschei*en.
Wenn dann auch noch die Beziehungen mit China getrübt werden, brauchen wir uns keine Sorgen mehr über Energieversorgung machen.
Ein unbedeutendes Agrarland braucht nämlich kaum Energie, es geht halt nur dem Großteil seiner Bevölkerung schlecht.

Gruß
R.G.
 
SW987 schrieb:
Wie hoch ist denn derzeit der CO2-Preis für die Industrie?

Wie hoch soll der CO2-Preis für die Industrie bis 2030 steigen?

Ab wann ist der Einsatz von Erdgas verboten?

Das sind die Fragen, die die Entscheidungsträger umtreiben.
Einige der wirklichen Entscheidungsträger (also nicht die Hansels in Berlin, die zwar entscheiden dürfen, die die Konsequenzen ihrer Entscheidung aber nicht tragen müssen, ihre Pension bekommen sie selbst mit der nächsten Abwahl) treiben genauso die Ausgangsfrage des Threads um: bekomme ich im nächsten Winter (und auch die folgenden) genug Gas, um meinen Betrieb aufrecht erhalten zu können. Da gibt es durchaus Betriebe, die sich in H2/2022 noch Alternativen aufgebaut haben, auch mit dem Wissen, dass diese locker das Doppelte in Betriebskosten (plus Invest für weitere Öltanks und co) kostet.

Web-Schecki schrieb:
Fakt: Die EU ist ein wichtiger Absatzmarkt und hat damit auch einen gewissen Handlungsspielraum.
Noch ist sie in einigen Bereichen sogar ein wichtiger Lieferant. Aber auch daran/dagegen lässt sich hervorragend arbeiten.
 
Erkekjetter schrieb:
Warum muss ich die beantworten? [...]
Du musst gar nichts, aber wenn man sich an einem thread zur Versorgungssicherheit beteiligt, dann darf man auch was zu den (zweifelsfrei) mindestens 25 GW notwendigen Gaskraftwerkskapazitäten sagen, für die es seitens des BMWK bisher kein Konzept gibt.

Wer finanziert, baut, betreibt diese und wer bezahlt dafür?

Dazu hast Du keine Meinung?

Wie kannst Du dann eine Energiewende befürworten, für die diese Karftwerke von zentraler Bedeutung sind?
Web-Schecki schrieb:
Meine Meinung dazu ist vollkommen irrelevant, da ich kein Hellseher bin. Was in einer rationalen Diskussion zählt, sind Fakten.[...]
Ok, dann ein Blick auf die Fakten.
Web-Schecki schrieb:
Und Fakt ist, dass mittlerweile 17% der weltweiten CO2-Emissionen bepreist sind.[...]
D. h. 83 % sind es nicht.

Ich gehe davon aus, dass Du wikipedia als Quelle benutzt hast, dort steht auch...

"Im Jahr 2022 wurden 17 % der weltweiten Treibhausgasemissionen durch CO2-Bepreisung abgedeckt, ein erheblicher Anstieg aufgrund der Einführung des chinesischen CO2-Handelssystems"

Jetzt stellt sich noch die Frage, wie hoch diese 17 % im Verhältnis zu den angedachten Preisen der EU bzw. der derzeitigen Bundesregierung bepreist sind. (In China sind es 7 $ pro Tonne)

Das IPCC fordert (selber link oben):

  • Für das Jahr 2030 einen Preis von 135 bis 5.500 $
  • Für das Jahr 2050 einen Preis von 245 bis 13.000 $

Mal abgesehen von den bizarren Preisspannen, wie will man mit derart unrealitischen Zielen vorankommen?

Das ist angesichts der Entwicklungen in China und Indien in meinen Augen Nonsens und Volksverdummung.

Web-Schecki schrieb:
Da von Luftschlössern deutscher Grüner zu sprechen, ist Realitätsverweigerung.[...]
Wer da welche Realität verweigert ist die Frage.
Web-Schecki schrieb:
Fakt ist auch, dass die USA derzeit einen CO2-Preis ablehnen und damit die vielleicht wichtigste Industrienation nicht mitzieht. Es gibt aber auch hierfür politische Instrumente, die in der EU diskutiert werden, z.B. die Erhebung von Zöllen. [...]
Wenn sich zur Realitätsverweigerung auch noch Allmachtsphantasien gesellen wird es m. E. besonders problematisch.
 
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