Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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R.Kante schrieb:
Magst du mir noch kurz eine Definition von Effektivität in Bezug auf einen Energieträger liefern? Irgendwie scheint mir deine Aussage und auch der Verweis stark an der Frage vorbei zu zielen.[...]
Wenn ich von einer sicheren Versorgung über 8.760 Stunden ausgehe, dann sind Erzeugungseinheiten, die planbar (außer Störung) zu jeder Zeit(!) eine vorgegebene Menge an Strom erzeugen können effektiv. Die die das nicht können sind ineffektiv.
R.Kante schrieb:
Falls nicht, kläre mich über den Zusammenhang auf. Eine Definition von Effektivität wie o.g. würde schon mal helfen. Wie effektiv oder ineffektiv sind denn andere Energieträger, welche (messbare) Kennzahl wird dafür verwendet?
Habe ich doch bereits oben verlinkt, aber bitte gerne nochmal.

Der Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz sollte doch klar sein, oder nicht?

Falls nicht, man kann einen Brand mit Champagner löschen, das ist effektiv, aber nicht effizient.
R.Kante schrieb:
Siehe oben und tausche Effektivität gegen Effizienz.[...]
Skaleneffekte, also dass größere Anlagen geringere spezifische Kosten aufweisen, haben nichts mit Effektivität zu tun.
R.Kante schrieb:
Im verlinkten Beitrag zum Thema Soziales hast du leider auch mit keinem Wort klar gemacht auf welcher Basis du dieses Thema bewertest. Was also in welchem Maße sozial und nicht sozial ist, definiere dies doch zunächst, damit nachvollziehbar wird, wann etwas für dich als sozial gilt.[...]
Die Kosten für das Netz und für die nun kommenden Backupkraftwerke sowie für andere Nebenkosten sind derzeit an den Arbeitspreis für den Strom gekoppelt...
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Nun reduzieren viele Menschen ihren Stromverbrauch durch steuersubventionierte PV-Anlagen plus Speicher. Sie vermeiden damit nicht nur die Kosten für die Stromerzeugung sondern auch ihre Beteiligung an den anderen Kosten (Netz, Konzession, Steuern, usw.). Diese müssen nun von immer weniger Leuten bezahlt werden, die kein Eigentum und kein Geld für eine PV-Anlage mit Speicher besitzen.

Ich meine das ist ziemlich asozial.

Deshalb gehört m. E. umgehend die staatlich garantierte 20jährige Einspeisevergütung abgeschafft und ein höherer Grundbetrag sowie ein merklicher Leistungspreis in der Niederspannung eingeführt.
R.Kante schrieb:
Ein Vergleich der Energieträger fehlt leider ebenso, wie konkrete Zahlen. Das ist keine Basis auf der man diskutieren kann.[...]
Ich weiß ehrlich gesagt nicht was Du weiter vergleichen willst. Gesicherte Erzeugungsleistung mit ungesicherter Erzeugungsleistung?
 
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SW987 schrieb:
[...] eine vorgegebene Menge an Strom erzeugen können effektiv. Die die das nicht können sind ineffektiv.
Der Begriff Effektivität ist hier doch offensichtlich vollkommen falsch verwendet. Entweder ist ein Energieträger fähig die Anforderungen zu erfüllen, oder er ist es nicht.
SW987 schrieb:
Habe ich doch bereits oben verlinkt, aber bitte gerne nochmal.
Der Begriff Effektivität kommt in dem Artikel nicht ein einziges Mal vor. Magst du hier mal nachbessern?
SW987 schrieb:
Skaleneffekte, also dass größere Anlagen geringere spezifische Kosten aufweisen, haben nichts mit Effektivität zu tun.
Wie definierst du Effizienz in Bezug auf Energieträger? Welche (messbare) Kennzahl ziehst du hierfür heran und wie sieht eben jene Kennzahl für verschiedene Energieträger aus?
SW987 schrieb:
Nun reduzieren viele Menschen ihren Stromverbrauch durch steuersubventionierte PV-Anlagen plus Speicher. Sie vermeiden damit nicht nur die Kosten für die Stromerzeugung sondern auch ihre Beteiligung an den anderen Kosten (Netz, Konzession, Steuern, usw.).
Und wie verhält sich das jetzt in Zahlen? Was müsste denn jetzt der nicht PV+Speicher Privateigner gegenüber einem PV+Speicher Privateigner mehr zahlen? Werde bitte konkret.
 
R.Kante schrieb:
Der Begriff Effektivität ist hier doch offensichtlich vollkommen falsch verwendet. Entweder ist ein Energieträger fähig die Anforderungen zu erfüllen, oder er ist es nicht.[...]
Können Wind- und PV-Anlagen bei Dunkelflaute mit Nennleistung Strom erzeugen?

Thermische Kraftwerke können das, rund um die Uhr, sie sind diesbezüglich effektiv.

Deshalb werden nun auch die mindestens 25 GW Gaskraftwerkskapazitäten benötigt, was nicht mal die Grünen bezweifeln.
R.Kante schrieb:
Der Begriff Effektivität kommt in dem Artikel nicht ein einziges Mal vor. Magst du hier mal nachbessern?[...]
Wie oft noch? Eine PV-Anlage ist hinsichtlich gesicherter Erzeugungsleistung Nachts nicht effektiv.
R.Kante schrieb:
Wie definierst du Effizienz in Bezug auf Energieträger? [...]
Es geht bei der Effiizienz um die Anlagengröße. Große PV-Freiflächenanlagen sind effizienter als kleine Aufdachanlagen, eben wegen den spezifischen Kosten.
R.Kante schrieb:
Welche (messbare) Kennzahl ziehst du hierfür heran und wie sieht eben jene Kennzahl für verschiedene Energieträger aus?[...]
Die Skaleneffekte unterscheiden sich bei den unterschiedlichen Energieträgern. Alle haben haben aber gemein: Größere Anlage > geringere spezifische Kosten
R.Kante schrieb:
Und wie verhält sich das jetzt in Zahlen? Was müsste denn jetzt der nicht PV+Speicher Privateigner gegenüber einem PV+Speicher Privateigner mehr zahlen? Werde bitte konkret.
Wenn jemand durch PV+Sepcher seinen Jahresverbrauch z. B. von 4.000 kWh auf 1.000 kWh reduziert, dann kannst Du Dir das selber ausrechnen...
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Die Kosten hinter den Positionen z. B. Netzentgelte, Steuern, Konzession, uws. verschwinden ja nicht mit der PV-Anlage des Einzelnen. Die bleiben und müssen nun von den Anderen getragen werden. Noch bessere Zahlen hätte man, wenn man wüsste wie sich das BMWK das mitd en Gaskraftwerken vorstellt. Hast Du dazu Infos?

Und die Körnung ist, dass diese Kostenflucht auch noch mit Steuergeldern gefördert wird.

Im Grunde bezahlen die Opfer für die Tat, die ihnen widerfährt.
 
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The_waron schrieb:
Habe bitte Verständnis dafür das ich nicht tiefgreifend auf Strohmannargumente eingehe und ich diese Logik (woanders ist es schlechter = eigenes System gut) nicht nachvollziehen kann.
Spricht imho dafür, dass Dir rationale Bewertungen einer Situation nicht liegen.
Wenn man in einem Ranking der wenigsten Stromausfälle stets in der Spitzengruppe ist, ist es schon Verbohrtheit/Sturheit/Uneinsichtigkeit, das dahinter stehende System als nicht gut anzuerkennen.
Dieser Rankingplatz ist ja keine Eintagsfliege, sondern kontinuierlich.
 
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SW987 schrieb:
Und die Körnung ist, dass diese Kostenflucht auch noch mit Steuergeldern gefördert wird.

Im Grunde bezahlen die Opfer für die Tat, die ihnen widerfährt.
Fängst du jetzt echt an und erklärst private PV Anlagen Besitzer für asozial? XD Bin ich dann auch asozial weil ich nicht rauche? Wenig trinke? Generell wenig konsumiere? Ein E-Auto fahre? Weil damit spare ich ja überall Steuern und Kosten.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Spricht imho dafür, dass Dir rationale Bewertungen einer Situation nicht liegen.
Wenn man in einem Ranking der wenigsten Stromausfälle stets in der Spitzengruppe ist, ist es schon Verbohrtheit/Sturheit
Möglicherweise, möglich wäre aber auch das ich nicht in ein derartiges schwarz-weiss denken verfalle und immer Potential zur Verbesserung sehe, insbesondere wenn Marker sich negativ ausrichten können.

Das ich zu keinem Zeitpunkt behauptet habe das die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht gut sei, hast du sicherlich "geflissentlich" übersehen, scheinbar reicht schon die Anmerkung das es einen zunehmenden Vertrauensverlust gibt und dies nicht förderlich ist um bei dir und einigen anderen irrationale Beißreflexe zu triggern - ist aber relativ typisch für die Diskussionskultur bei solchen Themen, da viele der Überzeugung sind das eine minimale Abweichung des eigenen Standpunktes gleich "der Feind" ist.

Irgendwo schade.
 
Erkekjetter schrieb:
Fängst du jetzt echt an und erklärst private PV Anlagen Besitzer für asozial? XD Bin ich dann auch asozial weil ich nicht rauche? Wenig trinke? Generell wenig konsumiere? Ein E-Auto fahre? Weil damit spare ich ja überall Steuern und Kosten.
Er sagt das VERHALTEN ist asozial - und da ist es halt, weil PV Besitzer die Kosten für andere sozial in der Regel schwächere erhöhen.

Wer reicher ist - und das sind PV Besitzer nunmal sicher im Durchschnitt - kann sich sehr stark von den Allgemeinkosten ausnehmen und die sozial Schwächeren müssen die dann auch für den Solaranlagenbesitzer mittragen (es sie denn er hat ein 100% Inselbetrieb)

Nun bei den langen Stromausfällen ist D in der Spitzengruppe - aber nur weil es sich NOCH leisten kann dass die Stromkunden bereit (und in der Lage) sind jeden Preis zu zahlen an den Börsen - die für die Industrie aber auch entscheidenden "Microausfälle" erfasst D gar nicht - nach dem Schrödinger Motto wenn wir nicht hinschauen sind die ja eigentlich gar nicht da :D

Mindestens alle 3 Tage gibt es in D inzwischen einen Microstromausfall (< 1 Sekunde) und das ist das Problem für die Industrie (BITKOM als ausreichend neutrale Instanz in der Sache erfasst diese teilweise, weil die auch für vor allem sehr grosse IT Anlagen ein zunehmendes Problem werden und kommt auf ca 130 im Jahr)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohnenhans schrieb:
Mindestens alle 3 Tage gibt es in D inzwischen einen Microstromausfall (< 1 Sekunde) und das ist das Problem für die Industrie (BITKOM als ausreichend neutrale Instanz in der Sache erfasst diese teilweise, weil die auch für vor allem sehr grosse IT Anlagen ein zunehmendes Problem werden und kommt auf ca 130 im Jahr)
Quelle?
 
https://www.pressebox.de/pressemitt...-werden-statistisch-nicht-erfasst/boxid/82119

oder einfach wenn man Mitglied der Bitkom ist da nachschauen - und auch mitmachen beim Erfassen(!)

Das ist schon lange ein grosses Problem und wird inzwischen so gross dass halt Firmen in die USA oder in andere Länder die ein eigenes stabiles Stromnetz (vor allem mit ausreichend dimensionierten rotierenden Massen) haben abwandern.

Gerade im Sommer mit viel PV und eher vor allem in Relation wenig Wind fehlen die rotierenden Massen nunmal extrem - und bei anderen halt nicht.

D bietet im Bereich Energie extreme teuren Preis für extrem schlechte Qualität - alle andern sind besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich empfehle dir dringend, die Jahreszahl (2006) mit zu erwähnen, wenn du derartige Meldungen postest.
Zumindest solange du keine aktuelleren Meldungen hast, alles andere ist für mich Verschleierung.

Heisst "Mitmachen beim Erfassen" dass man mit User-Account die Meldung selbst eingeben kann, ohne Nachweis?

Hat die USA wirklich eine stabileres Stromnetz, wie du implizierst?
 
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SW987 schrieb:
Wenn jemand durch PV+Sepcher seinen Jahresverbrauch z. B. von 4.000 kWh auf 1.000 kWh reduziert, dann kannst Du Dir das selber ausrechnen...
Da die Angaben in der darauf folgenden Grafik Prozentzahlen sind, ändert sich durch eine PV-Anlage nicht die Kostenstruktur des aus dem Netz bezogenen Stroms. Er braucht aber nur ein Viertel dessen, was er ohne PV und Speicher bräuchte.
Der braucht all das, was diese Kosten verursacht in geringerem Ausmaß.
Gemäß dem Verursacherprinzip sollte der dann auch weniger zahlen.

Oder hättest du gerne einen speziellen Arbeitspreis für Betreiber von PV-Anlagen und Speichern?
Wer baut sich dann noch sowas aufs Dach, wenn es ihm keinerlei Kostenersparnis bringt, weil die Ersparnis gleich als "Sozialabgabe" wieder auf die Rechnung aufgeschlagen wird?
Nichtmal die, welche sich die Anlage auch ohne staatliche Förderung leisten könnten, würden sich dann noch sowas hinbauen.

Der Ausbau käme von jetzt auf gleich zum Erliegen ... und ich glaube, genau darum geht es dir. Du willst die "Energiehalse".
 
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Bohnenhans schrieb:
(BITKOM als ausreichend neutrale Instanz
Sorry, aber Bitkom als neutral zu bezeichen ist wohl ein Witz.

Volker Jung ... Vorstandsmitglied bei Siemens AG.

August-Wilhelm Scheer ... und ist Alleininhaber und Geschäftsführer der Scheer Holding in Saarbrücken.

Dieter Kempf ... Kempf war 20 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der DATEV eG in Nürnberg.

Thorsten Dirks ... war von Oktober 2014 bis Dezember 2016 Vorstandsvorsitzender der Telefónica Deutschland Holding und Mitglied des Vorstands von Telefonica Europe plc.

Achim Berg ... ist seit 2017 Präsident des Branchenverbands Bitkom[1].
In den Jahren 1999 bis 2001 war Berg zunächst Geschäftsführer von Fujitsu Computer und nach der Fusion mit Siemens seit Frühjahr 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung der Fujitsu Siemens Computers GmbH. Von 2001 bis 2002 hatte Achim Berg die Position des Chief Executive Officer (CEO) beim Internetunternehmen Guideguide AG in Rolandseck inne.


Das waren / sind die Chefs der Bitkom.
Ausnahmslos Vertreter großer Konzerne.
Das Fußvolk ist auch nicht anders strukturiert.

Da ist kein normaler Arbeiter oder Angestellter dabei und vertreten werden die Interessen der großen Konzerne, nicht des Otto-Normal-Stromverbrauchers.

Die "Empfehlungen" die Bitkom manchmal veröffentlicht empfindet jeder Elektroniker als lächerlich und unwissend.


Sie haben sehr ambitionierte Ziele ( Digitale Teilhabe, Modernisierung von Bildungssystem und Arbeitsrecht,
Ausbau digitaler Infrastruktur für Breitband, Energie und Verkehr, Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Dienstleistungen (E-Government) ... nach außen, aber ihr Verhalten ist dazu völlig getgenteilig:

Im Mai 2017 wurde dem Bitkom der Negativ-Preis Big Brother Award in der Kategorie Wirtschaft verliehen. In ihrer Laudatio führte Rena Tangens drei Hauptgründe an:[17][18]
  1. „unkritisches Promoten von Big Data
  2. „penetrante Lobbyarbeit gegen Datenschutz
  3. weil er „de facto eine Tarnorganisation großer US-Konzerne ist, die bei Bitkom das Sagen haben“.

Der Vorwurf, eine Tarnorganisation großer US-Konzerne zu sein, wird damit begründet, dass fünf von 16 Mitgliedern des Bitkom-Präsidiums (32 %) von einer US-Tochtergesellschaft entsandt seien, während nur acht Prozent der Bitkom-Mitglieder aus den USA kämen.[17][18]

Das ist ein gut getarnter Lobbyistenhaufen, der eindeutige Ziele zur Gewinnoptimierung der Industrie anstrebt, nichts anderes.

Schon bei der Mitgliederliste läuft es einem eiskalt den Rücken runter:
https://www.bitkom.org/Bitkom/Mitgliedschaft/Mitgliederliste
 
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SW987 schrieb:
Können Wind- und PV-Anlagen bei Dunkelflaute mit Nennleistung Strom erzeugen?

Thermische Kraftwerke können das, rund um die Uhr, sie sind diesbezüglich effektiv.
Eine Dunkelfalute tritt in D alle zwei Jahre lokal auf. Daher "verteilen" wir Wind- und PV-Anlage und bauen EU-weit vernetzte Stromnetze. Wahnsinns Idee, oder? Davon abgesehen werden über die Hälfte des regenerativ erzeugten Stroms von wetterunabhängigen Quellen gerliefert.
Wie wir ja jetzt wissen sind thermische Kraftwerke vor allem darin effektiv Steuergelder zu verbrennen und unseren Lebensraum zu verseuchen. Offenbar keine Alternative für die Zukunft.
SW987 schrieb:
Die bleiben und müssen nun von den Anderen getragen werden.
Wie auch Du ja jetzt weisst betragen die Subventionen, auch Einspeisepauschale für PV und Wind nur einen Bruchteil der Subventionen für die thermischen Kraftwerke. Wenn sich also ein Privatmensch eine PV-Anlage aufs Dach setzt spart er sogar Dir ganz persönlich Geld. Gern geschehen :p
 
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Bohnenhans schrieb:
nach dem Schrödinger Motto wenn wir nicht hinschauen sind die ja eigentlich gar nicht da :D
Schrödinger würde sich im Grab umdrehen wenn er das lesen würde
 
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Bohnenhans schrieb:
Er sagt das VERHALTEN ist asozial - und da ist es halt, weil PV Besitzer die Kosten für andere sozial in der Regel schwächere erhöhen.
Und wo ist jetzt genau der Unterschied? Man ist asozial wenn man sich asozial verhält, korrekt?

Ansonsten danke, dass du damit explizit bestätigst, dass hier der Bau und Nutzung umweltfreundlicher Energieerzeugung im Privatbereich als asoziales Verhalten geframt wird. Schon richtig krass...
Ergänzung ()

Bohnenhans schrieb:
Das ist schon lange ein grosses Problem und wird inzwischen so gross dass halt Firmen in die USA oder in andere Länder die ein eigenes stabiles Stromnetz (vor allem mit ausreichend dimensionierten rotierenden Massen) haben abwandern.
1. Wir haben bereits BELEGT hier im Thread, dass deine Aussage Unsinn ist in Bezug darauf, dass die USA ein stabileres Stromnetz hat. Hat sie nachweislich nicht.
2. Deine Quelle ist aus 2006. Zu dem Zeitpunkt gab es kaum EE (2006 dürfte der EE Anteil grade mal 10% betragen haben), Atomstrom war noch stark am Energiemix beteiligt. Daraus jetzt zu spinnen, dass das an den EE liegt, ist schon arg dreist...
 
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Die kindliche Sicht der Welt es gäbe nur schwarz oder weiss ist halt unsinnig - es gibt weder 100% sozial noch 100% asoziale Menschen - es gibt nur einzelnes eher soziales oder eher asoziales Verhalten.

https://www.dena.de/fileadmin/dena/Dokumente/Pdf/9142_Studie_Momentanreserve_2030.pdf

"Die intrinsischen Vorgänge beinhalten die Aktivierung von Momentanreserve (MR) aus der in
den frequenzsynchron rotierenden Schwungmassen gespeicherten kinetischen Energie und
die Frequenzabhängigkeit der Last"

Und die fällt weg ohne dass man entsprechenden Ersatz bisher tatsächlich hat inbes im Sommer wenn PV relativ zu Wind sehr gross ist

Auf einfache physikalische Naturgesetze hinweisen ist nicht wirklich dreist.

"für einen Ersatz der sich durch die geringeren Marktanteile konventioneller Kraftwerke tendenziell verringernde Momentanreserve im deutschen Stromsystem zu evaluieren."

Mehr wird in dem verlinkten Bericht dazu nicht gesagt weil man sagt jeder der sich über Netzstabilität unterhält der muss solche einfachen Zusammenhänge natürlich kennen.

Die Momentanreserve fällt im dt Stromnetz weg - weil Solar diese nicht einfach bietet, Wind im Sommer eher schwach ist - Wasserkraft unbedeutend ist und thermische Anlagen rausgenommen werden
 
Zuletzt bearbeitet:
Jung, tu nicht so als ginge es hier um schwarz/weiß oder Graubereiche.

Das nutzen und bauen von PV Anlagen im privaten Bereich ist einfach unter keinen umständen als "asozial" zu bewerten. Auch nicht nur ein bisschen. Das ist nichts anderes als billigstes Framing und Stimmungsmache gegen EE.
 
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Wer als stärkerer - und das sind die Menschen die sich eine Solaranlage leisten bauen könne - Schwächeren Kosten aufbürdet das Verhalten ist nunmal asozial.

SW987 hat doch viele der mittelbaren Kosten aufgelistet und hinreichend belegt (weil diese anteilig verteilt werden auf Strombezieher) die nun auf die schwächeren abgeschoben werden?

Wenn Du behauptest das stimme nicht dann bitte belegen, dass diese Kosten nicht auf die schwächeren (= nicht PV Besitzer = ausschliessliche Strombezieher) abgeschoben werden.

Jetzt ist es an Dir Beweise zu liefern dass Du mit "Framing Unterstellugnen" nicht nur rumtrollst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohnenhans schrieb:
Wer als stärkerer - und das sind die Menschen die sich eine Solaranlage leisten bauen könne - Schwächeren Kosten aufbürdet das Verhalten ist nunmal asozial.
Weißt du was asozial ist: Die Kosten des Klimawandels auf die nächsten Generationen abzuwälzen.

Du interessiert dich für die Schwächeren ? Du weißt sicherlich welche Länder und Menschen sich um den Müll von uns privilegierten Deutschen kümmern. Soll ich die Liste mal weiterführen ?

Heuchelt doch nicht vor ihr würdet euch für Jemand anderes ausser euch selbst interessieren.
 
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Bohnenhans schrieb:
"Die intrinsischen Vorgänge beinhalten die Aktivierung von Momentanreserve (MR) aus der in
den frequenzsynchron rotierenden Schwungmassen gespeicherten kinetischen Energie und
die Frequenzabhängigkeit der Last"

Und die fällt weg ohne dass man entsprechenden Ersatz bisher tatsächlich hat inbes im Sommer wenn PV relativ zu Wind sehr gross ist

Auf einfache physikalische Naturgesetze hinweisen ist nicht wirklich dreist.

Die Momentanreserve fällt im dt Stromnetz weg - weil Solar diese nicht einfach bietet, Wind im Sommer eher schwach ist - Wasserkraft unbedeutend ist und thermische Anlagen rausgenommen werden
Ich habe mir Deine verlinkte Datei der dena von 2016 durchgelesen und konnte solche eine Aussage nirgends finden. Die konventionellen Kraftwerkskapazitäten mit ihren Schwungmassen verringern sich planungsgemäß, fallen aber in absehbarer Zeit nicht komplett weg. Dazu gibt es technische Alternativen zur Aufrechterhaltung und wie darin beschrieben, zum notwendigen Ausbau der Momentanreserve.
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem zunehmend weiträumigen Stromhandel in Europa
wird es schwieriger Großstörungen, mit einer Aufspaltung des europäischen Verbundnetzes, zu
beherrschen. Es entsteht der Bedarf, zukünftig regional ein ausreichendes Maß an Momentanreserve
vorzuhalten, um die bei einer Störung ggf. entstehenden Netzinseln stabilisieren zu können.
Bisher kann für das Verbundnetz Momentanreserve nur durch konventionelle Kraftwerke und
synchrone Phasenschieber als erprobte Technologien bereitgestellt werden. Mit Blick auf die
kontinuierliche Reduzierung der Marktanteile konventioneller Kraftwerke in der deutschen
Stromversorgung sollten daher dringlich alternative Lösungen basierend auf Umrichter gespeisten
Erzeugungsanlagen entwickelt werden, um aufwendige Lösungen (Phasenschieber, präventiver
Kraftwerksredispatch) und teure Nachrüstmaßnahmen vermeiden zu können.
Die dena-Plattform Systemdienstleistungen spricht folgende Handlungsempfehlungen aus: ...
Das Problem ist also erkannt und in jedem Bericht zur Versorgungssicherheit der Bundesnetzagentur im letzten und aktuellen Jahr wird ganz gezielt auf die Sicherung der aktuellen und zukünftigen Momentanreserve abgestellt.

Ich denke deswegen, die Planung und Sicherstellung dieser Kenngröße ist bei der Bundesnetzagentur in sehr guten Händen.

Aber Du bist ja auch Derjenige, der im letzten Winter nicht auf diese Institution hören wollte, sondern durch eigene Messung der lokalen Netzfrequenzabweichung und alternative Informationsquellen uns schon den sicheren Blackout vorhergesagt/herbeigeschrieben hast. :D
 
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