Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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SW987 schrieb:
eine Wärmepumpe zieht an richtig kalten Tagen inkl. Heizstab locker 6 kW und mehr.
In deine Fantasie vielleicht. Der Heizstab unsere Wärmepumpe war in 10 Jahren kein einziges mal an. Selbst in Bestandsgebäuden ohne Fußbodenheizung ist das nicht der Fall. Dazu gibt es eine Feldtest des Frauenhofer ISE: "Bezogen auf alle mit Elektroheizstab ausgestatteten Außenluft-Wärmepumpen (24 von 29) betrug der Anteil der Heizstabsarbeit 1,9 Prozent."

Warum wird dieser Schwachsinn mit dem bösen Heizstab immer wiederholt ?
SW987 schrieb:
Man wird früher oder später einen höheren Grundpreis und einen Leistungspreis in der Niederspannung einführen müssen. Sonst fliegt einem das System gesellschaftspolitisch um die Ohren.
Wir zahlen einen Grundpreis weil man im Niederspannungsbereich keine Leistungsmessung macht. Entweder Grundpreis oder Leistungspreis.

Ich hätte übrigens kein Problem damit einen Leistungspreis wie die Industrie zu bezahlen wenn ich auch deren Strompreise bekomme.
 
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Erkekjetter schrieb:
Du hast also weiterhin keine validen, objektiven Argumente und versteifst dich daher immer weiter, wie dein Gesinnungsgenosse SW987, darauf, die person hinter der aussage zu attackieren bzw immer absurdere Situationen zu konstruieren, die immer weiter weg von der praxis sind.

Wir haben ja eigentlich verstanden, dass ihr entgegen aller Fakten an eurem narrativ festhaltet. Ihr könntet nur langsam mal aufhören hier zu missionieren. Euch geht hier keiner weiter auf den Leim, egal wieviel Expertise ihr euch beiden zusprecht und den anderen absprecht.
Ich habe keine Argumente die jemand der nur in schwarz oder weiss denkt verstehen kann, und für jemand der wie ich die Welt als Wahrscheinlichkeiten wahrnimmt - einfach weil sie so ist - brauche ich keine Argumente.


Redispatchkosten sind in D bei 27 Euro / MWh - laut McKinsey

https://www.mckinsey.com/de/news/presse/2023-03-06-energiewende-index
 
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Kassenwart schrieb:
In deine Fantasie vielleicht. Der Heizstab unsere Wärmepumpe war in 10 Jahren kein einziges mal an. Selbst in Bestandsgebäuden ohne Fußbodenheizung ist das nicht der Fall. Dazu gibt es eine Feldtest des Frauenhofer ISE: "Bezogen auf alle mit Elektroheizstab ausgestatteten Außenluft-Wärmepumpen (24 von 29) betrug der Anteil der Heizstabsarbeit 1,9 Prozent."[...]
1,9 % bezogen auf was? Aufs Jahr etwa?

Wenn es richtig kalt ist und die Temperatur auch tagsüber kaum über -10° geht, mit welchen Werten läuft dann die Wärmepumpe plus Heizstab...
1685465455251.png

link

Die Kältephase ging noch bis 02.03.18, also insgesamt sechs Tage (also ca. 1,6 % vom Jahr).

Blöd nur, dass es dann bei allen kalt ist und die Gleichzeitigkeit der Wärmepumpen sich an die 100 % nähert.
Kassenwart schrieb:
Warum wird dieser Schwachsinn mit dem bösen Heizstab immer wiederholt ?[...]
Weil der immer dann mit reingeht, wenn es richtig kalt wird und das für alle gilt. Das ist damit der Höchstlast- und Auslegungsfall.

Genau wie Bremsen beim Auto immer auf Vollbremsung bei Höchstgeschwindigkeit ausgelegt werden obwohl nur ein Bruchteil aller Fahrzeuge in diese Situation kommen.
Kassenwart schrieb:
Wir zahlen einen Grundpreis weil man im Niederspannungsbereich keine Leistungsmessung macht. Entweder Grundpreis oder Leistungspreis.[...]
Grundpreis gibt es schon lange und wird es immer geben. Dazu kommt dann noch entweder ein Arbeitspreis oder (bisher nur bei Großverbrauchern) ein Leistungspreis.
Kassenwart schrieb:
Ich hätte übrigens kein Problem damit einen Leistungspreis wie die Industrie zu bezahlen wenn ich auch deren Strompreise bekomme.[...]
Mach Dir keine Sorgen, Du wirst den Leistungspreis bald bekommen, moderne Messeinrichtungen haben die Leistungsmessung bereits integriert. Glaubst Du das ist Zufall?

Den Industriestrompreis wirst Du nie sehen, denn man kann nicht den Strompreis für alle subventionieren. Wenn man die Energie für die Industrie nicht subventionieren würde, wären die Unternehmen längst nicht mehr wettbewerbsfähig und würden abwandern.
 
Eben edge cases ist IMMER das was entscheidend interessant ist vor allem die, die sogar schon eingetreten sind - umso mehr für das Brown oder Blackoutszenario

Schönwetter use cases sind doch nutzlos wenn es um wirklich wichtige Dinge geht

Leistungspreise sind normal teuer wie jetzt bis 50x teurer als jetzt - welcher Preis dann gegolten hat zum Zeitpunkt x erfährt man hinterher:D
 
Zuletzt bearbeitet:
SW987 schrieb:
Wenn es richtig kalt ist und die Temperatur auch tagsüber kaum über -10° geht, mit welchen Werten läuft dann die Wärmepumpe plus Heizstab...
Hier hast du reale Verbrauchswerte. Kannst dir gerne den Stromverbrauch der Wintermonate anschauen und mir erklären wo ich da die 6 KW finde.

Wie lange betreibst du denn schon eine Wärmepumpe ? Ein Heizstab muss selbst bei -20 Grad nicht zwangsweise zugeschaltet werden.
 
irgendwelche Einzelfälle sind doch komplett irrelevant natürlich gibt es unterschiedliche regionale Bedingungen selbst im kleinen Deutschland

hier kennt sicher auch wer einen starken Raucher der keinen Krebs hat - nur was soll das denn beweisen?

Die Frage ist ist das Wetterszenario realistisch also kann es vorkommen - da es bereits vorkam in jüngster Vergangenheit ist es das wohl. Ausgehend von dem tatsächlich stattgefundenen Wetterszenario wird es halt mit vielen WPs eng, weil deren Effizenz massiv in den Keller geht
 
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Bohnenhans schrieb:
Ausgehend von dem tatsächlich stattgefundenen Wetterszenario wird es halt mit vielen WPs eng weil deren Effizenz massiv in den Keller geht
Und dein Wissen kommt woher ? Bauchhi Bauchi Gefühl ? Langsam wird es lächerlich. Rede nicht von etwas wovon du ganz offensichtlich keine Ahnung hast.

Diese Heizstab Horrorszenarien im Winter sind volkommen unrealisich. Es sei den du willst eine Scheune mit einer WP heizen.
 
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Kassenwart schrieb:
Hier hast du reale Verbrauchswerte. Kannst dir gerne den Stromverbrauch der Wintermonate anschauen und mir erklären wo ich da die 6 KW finde.[...]
Zeig mir bitte die Verbrauchswerte von Wärmepumpen in München vom 25.02.18 - 02.03.2018, dann sehen wir weiter.

Jahresarbeitszahlen sagen nichts über die Lastspitzen aus, welche über mehrere Tage anliegen können.

Man kann Leistungsspitzen kalter Tage, nicht mit niedrigen Leistungsspitzen an warmen Tagen kompensieren. Leistung ist ein Augenblickswert, kein Zählwert wie die Energie.

Wenn Du eine Strecke von A nach B mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h gefahren bist und man hat Dich an einer einzigen Stelle, an der Du kurzzeitig 200 km/h gefahren bist geblitzt, dann wird Dir Deine Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h nichts nutzen.
 
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Kassenwart schrieb:
Und dein Wissen kommt woher ? Bauchhi Bauchi Gefühl ? Langsam wird es lächerlich. Rede nicht von etwas wovon du ganz offensichtlich keine Ahnung hast.[...]
Beruhig Dich und schau in den Spiegel.

Kannst Du die von Dir verlinkte Tabelle überhaupt lesen?

Was steht in der vierten Spalte?

Etwa die Nennleistung der Wärmepumpe?

Ist die Angabe mit oder ohne Heizstab?
 
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Diese umfangreiche, 3300 Einträge umfassende Datenbank ist also ein Einzelfall. Du hast doch im Leben den link nicht angeklickt. XD
Bohnenhans schrieb:
umso mehr für das Brown oder Blackoutszenario
Ah, das Szenario, was du nie propagiert hast und nie behauptet hast, es würde deutlich wahrscheinlicher werden.

Wie kommt ihr beiden eigentlich drauf, dass großflächig alle anderen Verbraucher genau dann auch viel ziehen, wenn WPs mal heizen müssten? Was meist zu Zeiten ist, wo anderer Verbraucher eher tendentiell nicht ziehen. Umhin wird die Verbreitung von WPs gekoppelt mit PVs zunehmenso dass dann schonmal die Heizperioden bei leichter Sonneneinstrahlung zunehmend weitgehend entfallen.

Das Netz ist auch jetzt nicht darauf ausgelegt, eine mögliche theoretische Höchstlast bereitzustellen, die einer Leistung entspräche, die alle Verbraucher gleichzeitig zustande brächten. Sondern nur auf eine statistisch wahrscheinliche Höchstlast + Puffer...
Ergänzung ()

SW987 schrieb:
Kannst Du die von Dir verlinkte Tabelle überhaupt lesen?
Wie war das? Ich argumentiere ad hominem und ihr nicht? XD
 
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SW987 schrieb:
PV ausgebaut werden
Für eine kleine private PV Anlage muss mit Sicherheit nirgendwo das Netz ausgebaut werden. Im Gegenteil, jede dort erzeugte kWh muss nicht durchs Mittel/Hochspannungsnetz bereitgestellt/über tragen werden.
SW987 schrieb:
die Gleichzeitigkeit der Wärmepumpen
Aha. Und damit das Haus nicht kalt wird, läuft die WP dann die ganze Zeit inkl Heizstab auf max. Leistung. Na klar doch. Würde meinen, da hast du allerdings mir der Immobilie ins Klo gegriffen. Kein Haus braucht die ermittelte Heizleistung dauerhaft, dann Nachts wird der ermittelte Wärmeverlust durch Lüften meistens wohl eher nicht erreicht. Und bei Heizlastberechnungen im Altbau wird üblicherweise auch nicht betrachtet, welche Wärme über Sonne eingefangen wird.
 
Nur Du bist nicht der eine mit der einen kleinen Anlage - Du bist nur ein weiterer zusätzlicher Einspeiser

Offensichtlich verstehst Du nicht dass die Wärmepumpe nicht dauerhaft das brauchen müssen für das Blackoutszenario es reicht wenn das in 1,2 oder 5 Nächten bei ausreichend vielen wetterbedingt der Fall ist

Die kann trotzdem an 360 Tagen wenig brauchen das hat keine Bedeutung
 
Bohnenhans schrieb:
Offensichtlich verstehst Du nicht dass die Wärmepumpe nicht dauerhaft das brauchen müssen für das Blackoutszenario es reicht wenn das in 1,2 oder 5 Nächten bei ausreichend vielen wetterbedingt der Fall ist
Und was nützt mir das konkret als Wechselwilliger, wenn dann die WP, wie bei Vonovia, nicht angeschlossen wird, weil die Verteilnetzbetreiber natürlich seit Jahren schlafen (gab es anders herum bei private PV auch schon, aber solche Anlagen gibt es ja erst seit gut 20 Jahren, damit kann man in einem Neubaugebiet nicht rechnen).
https://www.wiwo.de/unternehmen/die...hlt-der-strom-fuer-waermepumpen/29131710.html
Die Politik will bis Anfang 2024 irgnedwas unbrauchbares beschließen (wo sit der Unterschied, ob ich nicht angeschlossen oder andauern abgeregelt werde), die Netzbereiber sehen schließlich keinen Handlungsbedarf (würde ja zunächst einmal ihr Geld kosten, sowas kann die Politik nicht wollen):
https://www.berliner-zeitung.de/wir...u-aeusserung-des-vonovia-chefs-sagt-li.346401
"Lokale Netzbetreiber sehen sich nicht von der Äußerung des Vonovia-Chefs angesprochen. Das Berliner Stromnetz werde künftig „sehr klug planen,"

Prima, da darf man also bis 2095 (oder was man in Berlin unter "zukünftig" versehen mag) mit einer "klugen Planung" (nur Planmnung, nicht umgehenden Handlung) rechnen. Sie "kluge" Planung besteht dann wohl einfach in der Abregelung, wer braucht schon Mobilität und das plus-Energiehaus wird im Sommer aufgeheizt, das muss über den Winter reichen. Wer mehr will, muss gefälligst auf eigenen Kosten für die Speicherung des Stroms sorgen.
 
.. und genau deshalb gibt es die Momentanreserve und die Bundesnetzagentur hat diese ständig und vorausschauend im Blick. :D

Den Vonovia-Leuten würde ich ungeprüft nichts spontan glauben.
Der Zeitungsartikel bezieht sich ja allein auf die Angaben von vonovia.
Wer weis, welche unrealistischen Planungs- und Realisierungsarbeiten da abgelaufen sind.
 
Kassenwart schrieb:
Diese Heizstab Horrorszenarien im Winter sind volkommen unrealisich.
Ach wirklich?
Wärmepumpen können nicht angeschlossen werden, weil das Niederspannungsnetz durch selbige überlastet werden würde.

(
Siehe Link von @gymfan:
gymfan schrieb:
)

Du solltest dich mal mit dem Funktionsprinzip einer Wärmepumpe und den physikalischen Hintergründen beschäftigen.
Da gibt es dann so Sachen wie COP, wobei alles unter COP 2 kontraproduktiv ist, wenn ca. 50% des Stromes mit fossilen Energiequellen erzeugt werden.

Aber Alles ist gut, noch brennen ja die Lichter.

Gruß
R.G.
 
Das zeigt, dass lokal Niederspannungsnetze ausgebaut werden müssen.
Und nu?

Keiner hat gesagt, dass die Energiewende einfach so vom Himmel fällt.
Dafür muss was getan werden.


Und der heutige Strommix ist bei einer Heizung welche 30 Jahre laufen soll relativ uninteressant.
 
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florian. schrieb:
florian. schrieb:
Dafür muss was getan werden.
Na dann nimm doch die Schaufel in die Hand und fang schon mal an zu buddeln.:D
florian. schrieb:
Und der heutige Strommix ist bei einer Heizung welche 30 Jahre laufen soll relativ uninteressant.
Mal abgesehen davon, dass eine Wärmepumpe keine 30 Jahre hält, der Strommix ist für das eigentliche Problem mit dem CO2 entscheidend, und zwar ab jetzt.
Wo bleiben denn die von Olaf postulierten 5 Windräder pro Tag.

Gruß
R.G.
 
Aus:
https://www.dein-heizungsbauer.de/ratgeber/energie-sparen/wirkungsgrad-waermepumpe/

"Die Wärmepumpe sollte im Betrieb mit einer Einheit Strom also mindestens 0,25 Einheiten Wärme erzeugen, sodass sie wirtschaftlich effizienter arbeitet als die bestehende Ölheizung."

Also wenn solche Spezialisten die Energiewende umsetzen, geht die Umwelt zu Grunde und es geht das Licht aus.

PS: 1 kWh aus Heizöl kostet z.Z. ca. 14 ct.

Gruß
R.G.
 
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