Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

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rgbs schrieb:
Mal abgesehen davon, dass eine Wärmepumpe keine 30 Jahre hält
Ist das eine Vermutung ? Unsere WP jedenfalls läuft seit 10 Jahren störungsfrei.

Dagegen bei der Ölheizung in unserem zweiten Haus muss immer mal wieder was getauscht werden.
Die erste Ölheizung in dem Haus hat übrigens nach 18 Jahren den Geist aufgegeben.

Ich glaube nicht das man jetzt pauschal sagen kann eine WP hat eine kürzere Lebensdauer als eine Gas- oder Ölheizung. Man kann bei beiden Pech haben.
 
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Kassenwart schrieb:
Ich glaube nicht das man jetzt pauschal sagen kann eine WP hat eine kürzere Lebensdauer als eine Gas- oder Ölheizung
Kann man auch nicht. WPs haben 15-20 Jahre durchschnittliche Lebensdauer für oberirrdisch, 25-30 Jahre für Erdreich WPs.
Somit liegen sie auf oder über dem Schnitt anderer Wärmeerzeuger.
 
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SW987 schrieb:
Das Netz muss wegen E-Fahrzeugen, Wärmepumpen und PV ausgebaut werden zusätzlich werden Backupkraftwerke benötigt. Das alles wird zu steigenden Netzentgelten führen.
Das Netz wird wegen allgemein erhötem Strombedarf ausgebaut, nennt sich Energiewende. Aber nicht wegen der privaten PV-Anlagen wird ein Stromnetz ausgebaut, denn diese belasten das Netz nicht etwa sondern entlasten es, und zwar deutlich. klick
Also wieder sparen die PV Anlagen Besitzer Dir Geld... das soll gerecht sein?
 
florian. schrieb:
Das zeigt, dass lokal Niederspannungsnetze ausgebaut werden müssen.
Und nu?
Ja, wir hatten die ganze Diskussion doch schon mehrfach. Da ist einfach jemand absolut nicht in der Lage zu begreifen, dass wir morgen noch keine flächendeckende Umstellung auf Wärmepumpen realisiert haben, wenn wir heute den Einbau von Öl- und Gasheizungen verbieten würden.

Natürlich geht es beim Netzausbau auch darum, dass man die Niederspannungsnetze entsprechend erweitert. Die Dekarbonisierung der Sektoren Gebäude und Verkehr sind ein zentraler Baustein der Energiewende und falls wir nicht plötzlich alle Dörfer mit Fernwärmenetzen ausstatten und die Leute weg vom ineffizienten Individualverkehr hin zum ÖPNV bewegen, dann wird der Bedarf an elektrischer Energie pro Gebäude mit Sicherheit zunehmen. Diese Transformation findet ja aber nicht von heute auf morgen statt, sondern ist ein jahrzehntelanger Prozess. Und schon heute gibt es Wärmestromtarife, sodass der Netzbetreiber bei hoher Gleichzeitigkeit eingreifen und Wärmepumpen zeitweise abwerfen kann. In dieser Hinsicht müssten wir froh über jede Wärmepumpe sein. Bei einer Gasmangellage, wie sie für den letzten Winter befürchtet wurde, hätten die dann womöglich gleichzeitig laufenden Heizlüfter, die eben nicht vom Netzbetreiber abgeworfen werden können, für eine Überlastung sorgen können.

Welchen Wärmepumpen-Verbreitungsgrad können wir uns in welchen Netzen selbst bei kalten Wintern leisten? Welchen Verbreitungsgrad haben wir aktuell, und wie schnell erhöht dieser sich? Das wären doch die interessante Fragen, um ernsthaft abschätzen zu können, ob die Niederspannungsnetze schnell genug ausgebaut werden können. Alles andere ist sinnlos.
 
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Kassenwart schrieb:
Die erste Ölheizung in dem Haus hat übrigens nach 18 Jahren den Geist aufgegeben.
Unsere hier rennt seit 1990 ohne Probleme.
Trotzdem wird sie dann demnächst gegen eine Wärmepumpe getauscht werden. Hoffentlich rennt die genauso problemlos.
 
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Web-Schecki schrieb:
Welchen Wärmepumpen-Verbreitungsgrad können wir uns in welchen Netzen selbst bei kalten Wintern leisten? Welchen Verbreitungsgrad haben wir aktuell, und wie schnell erhöht dieser sich? Das wären doch die interessante Fragen, um ernsthaft abschätzen zu können, ob die Niederspannungsnetze schnell genug ausgebaut werden können.
Es läuft andersrum.
Wenn die Netze nicht entsprechend ausgebaut sind, wird vom Energieversorger einfach keine Wärmepumpe ans Netz geschaltet (siehe #1417), um einen längeren Stromausfall zu verhindern.

Gruß
R.G.


 
rgbs schrieb:
Wenn die Netze nicht entsprechend ausgebaut sind, wird vom Energieversorger einfach keine Wärmepumpe ans Netz geschaltet (siehe #1417)
Also weil ein lokaler Netzbetreiber es nicht gebacken bekommt Zeitnah eine dickere Leitung an das Wohngebäude zu legen, können wir Deutschlandweit die Energiewenge vergessen?
Du gibst aber schnell auf!
 
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Buttkiss schrieb:
Das Netz wird wegen allgemein erhötem Strombedarf ausgebaut, nennt sich Energiewende. Aber nicht wegen der privaten PV-Anlagen wird ein Stromnetz ausgebaut, denn diese belasten das Netz nicht etwa sondern entlasten es, und zwar deutlich. klick
Also wieder sparen die PV Anlagen Besitzer Dir Geld... das soll gerecht sein?
Pauschal ist das falsch.

Es ist richtig, dass es auch Netzausbau wegen höherem Strom-/Leistungsbedarf geben wird, aber ein Großteil erfolgt wegen den Einspeiseanlagen.

Dies gilt insbesondere für die ländlichen Regionen, in denen viele Netzgruppen jetzt schon "rückwärts laufen" und ins HöS- oder HS-Netz einspeisen.

Anbei zwei Beispiele realer PQ-Wolken (alle Viertelstundenwerte eines Jahres) ländlicher Umspannwerke...
1685550039367.png

1685550071562.png

Auf der x-Achse ist die Wirkleistung P dargestellt, die y-Achse zeigt die Blindleistung Q.

Zunächst ein Blick auf die Wirkleistung P, ein positiver Wert bedeutet Last, ein negativer Wert bedeutet Einspeisung.

Man erkennt, dass in beiden Fällen, die Einspeiseleistung bereits jetzt die Last um mehr als das Doppelte übersteigt.

Die Folge sind dann Verstärkungsmaßnahmen von Umspannwerken sowie der zugehörigen Hochspannungsleitungen...

1685550332824.png

1685550374346.png

Der Auslegungsfall auf dem Land ist in der Regel der Einspeisefall (dünn besiedelt, viel Platz für PV, wenig Verbraucher, geringe Lastdichten.

Aber auch in vorstädtischen Gebieten mit einigen Ausläufern kann es wegen PV-Anlagen zu Maßnahmen kommen. Dort muss dann wegen der Spannungsbandproblematik (Einspeiser heben die Netzspannung lokal an) entweder klassisch ausgebaut werden oder es kommen neue (teuere) Netzbetriebsmittel wie regelbare Ortsnetztrafos oder Längsregler zum Einsatz (steht auch in dem Text aus Deinem link, der übrigens sehr oberflächlich ist).

Das alles führt zu deutlich steigenden Netzentgelten. Viele Netzbetreiber planen derzeit mit einer Verdopplung bis Vervierfachung ihrer Investitionen, was zu entsprechenden Kapitalkosten führen wird. Abgesehen davon, dass niemand weiß woher das Personal und Material für diese Maßnahmen in so kurzer Zeit kommen soll.

Fakt ist:

1. Die Netzentgelte steigen
2. Bei der bisherigen Netzentgeltsystematik werden Menschen ohne Eigenerzeugung doppelt zusätzlich belastet, da sie die ohnehin steigenden Netzentgelte und dann noch den Anteil der Eigenerzeuger, den diese abdrücken, tragen müssen.

Und zu Deiner Aussage:
"
Also wieder sparen die PV Anlagen Besitzer Dir Geld... das soll gerecht sein?"
Sag ich: Verzichte auf die staatlich garantierte Einspeisevergütung und vermarkte Dein Produkt bitte selbst.

Gerechter geht es gar nicht.
Ergänzung ()

Web-Schecki schrieb:
[...]Welchen Wärmepumpen-Verbreitungsgrad können wir uns in welchen Netzen selbst bei kalten Wintern leisten? Welchen Verbreitungsgrad haben wir aktuell, und wie schnell erhöht dieser sich? Das wären doch die interessante Fragen, um ernsthaft abschätzen zu können, ob die Niederspannungsnetze schnell genug ausgebaut werden können. Alles andere ist sinnlos.
Und warum hat dann Herr Habeck ein Heizungsgesetz rausgeballert, wenn die wichtige Wärmeleitplanung noch nicht erfolgt ist und die Menschen jetzt gar nicht wissen können ob es bei ihnen in 10 Jahren ein Fern- oder Nahwärmenetz geben wird oder das Gasnetz auf H2 umgestellt wird oder ob z. B. Pellets noch erlaubt sind oder...?
 
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SW987 schrieb:
Und warum hat dann Herr Habeck ein Heizungsgesetz rausgeballert
Ganz einfach: Weil wir dringend mit der Umrüstung beginnen müssen, wenn wir bis 2045 keine Fossilen mehr verheizen wollen und Heizungen normalerweise 20-30 Jahre laufen.

Wenn der Anschluss an ein Wärmenetz in Aussicht steht, sind m.W. Übergangsfristen von 10 Jahren vorgesehen.
Im Zweifel hat man halt eine funktionierende Wärmepumpe statt einer Gasheizung und bekommt trotzdem einen Anschluss an ein Wärmenetz. Wo ist das Problem?

Doof wäre, wenn wir jetzt überall die Niederspannungsnetze erneuern und dann feststellen, dass wir das gar nicht gebraucht hätten, weil wir doch auf Wärmenetze setzen. Halte ich aus mehreren Gründen für eher unplausibel.
 
florian. schrieb:
können wir Deutschlandweit die Energiewenge vergessen?
Du gibst aber schnell auf!
A: Welche Energiewende? Bis jetzt ist es nur eine Kostenwende mit vollmundigen Ankündigungen.
B: Ich gebe nicht auf, sondern bin nur Realist.
Web-Schecki schrieb:
Im Zweifel hat man halt eine funktionierende Wärmepumpe statt einer Gasheizung und bekommt trotzdem einen Anschluss an ein Wärmenetz. Wo ist das Problem?
Das Problem ist, dass irgendjemand das Ganze bezahlen muss.

Gruß
R.G.
 
SW987 schrieb:
Und welche mehrere Gründe sind das genau?
Dazu müssten in größerem Umfang Niederspannungsnetze überhaupt ohne Bedarf erneuert werden, man müsste dann irgendwann in größerem Umfang überraschend Wärmenetze bauen und dann müsste entgegen der aktuellen Erwartung der Bedarf an entsprechend ausgebauten Niederspannungsnetzen nicht durch andere Faktoren steigen, etwa durch individuelle Elektromobilität und privaten PV-Anlagen auf den Dächern.

Unwahrscheinlich.
 
SW987 schrieb:
Und warum hat dann Herr Habeck ein Heizungsgesetz rausgeballert, wenn die wichtige Wärmeleitplanung noch nicht erfolgt ist und die Menschen jetzt gar nicht wissen können ob es bei ihnen in 10 Jahren ein Fern- oder Nahwärmenetz geben wird oder das Gasnetz auf H2 umgestellt wird oder ob z. B. Pellets noch erlaubt sind oder...?
Ich wusste nach einem Blick in die Planung unsere Stadtwerke, dass an meinem Standort für die nächsten 15 Jahre kein Wärmenetzausbau geplant ist (ich find's Scheiße).

Wenn sich das ändert, dann werde ich das mitbekommen, denn diese Planungen werden veröffentlicht.
Man muss nur mal ein bisschen im Netz suchen, um sie zu finden und man kann sogar versuchen, diese Pläne zu beeinflussen.
Man kann beispielsweise den Anschluss beantragen, und dann muss die Stadt zumindest prüfen, ob ein Ausbau an der Stelle möglich ist.
Man kann Petitionen starten, um Pläne zur erneuten Verhandlung zu bringen oder sie gar zu stoppen u.v.m.

Einige machen das einfach ... andere regen sich lieber über Politiker auf.
 
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florian. schrieb:
Das zeigt, dass lokal Niederspannungsnetze ausgebaut werden müssen.
Und nu?
Steht dazu auch etwas im Gesetz? Bei dem tollen Gesetz zu PKW-Lademöglichkeiten von Mietern wurde das (mit Sicherheit nur versehentlich) vergessen. Die einzigen Pläne, die ich dazu bisher gelesen habe, haben eher etwas mit einem möglichen Blackout zu tun. Danach darf der Versorger nach Gutdünken (ups, natrülich nach selber nicht zu verantwortender Versorgungsknappheit, er konnte ja nicht ahnen, dass ein paar Leute heizen und andere ihr Auto laden wollen) den Strom für Heizung und und PKW-Ladung abdrehen.

Buttkiss schrieb:
Das Netz wird wegen allgemein erhötem Strombedarf ausgebaut, nennt sich Energiewende.
Dann darf man Dir gratulieren, wenn Du entweder eine entsprechende Erhöhung des der Hausanschlussleistung noch beantragen darfst oder Dir der lokale Netzbetreiber mitteilt, dass er die Kapazität in absehbarer Zukunft real erhöhen wird.

Buttkiss schrieb:
Aber nicht wegen der privaten PV-Anlagen wird ein Stromnetz ausgebaut, denn diese belasten das Netz nicht etwa sondern entlasten es,
Folgendes ist halt nur wieder eine (von mehreren) bedauerlichen Einzelfällen, von denen im Zweifel viele garnicht erst in der Presse auftauchen, weil die Eigentümer bereits bei der Planung die Absage erhalten und das einfach schlucken.

https://efahrer.chip.de/news/famili...nicht-benutzen-das-ist-schiefgegangen_1012387

Da war der Versoirger offensichtich schon zu blöd, in einem Neubaugebiet das Netz passen dzu planen. Obwohl man das ohne notarielle Beglaubigung sowieso genauso wenig glauben wird wie den Meldungen von/über Vonovia oder vergleichbaren Meldungen in der Presse.

Ähnlich wie bei uns in der Straße und konkret im Haus, wo der Hausanschluss ausgelastet ist und eine Erhöhung (oder gar ein zweiter) halt nicht mehr möglich ist. Wie das dann 2045 wird, wenn wir den Gas-Zuheizer für die WP nicht mehr betreiben dürfen (bzw. er vermutlich schon vorher durch irgendwas anderes auszutauschen ist), wird noch lustig. Hoffentlich wollen vorher nicht noch mehr Eigentümer/Mieter eine Wallbox haben.

Vermutlich dürfen wir dann die Steuerung der Heizung mit der von den TG-Wallboxen kombinieren, weil die letzte mögliche Erhöhung des Hausanschlusses vor 2 Jahren für die Wallboxen genutzt wurde.

DerOlf schrieb:
Ich wusste nach einem Blick in die Planung unsere Stadtwerke, dass an meinem Standort für die nächsten 15 Jahre kein Wärmenetzausbau geplant ist (ich find's Scheiße).
Was nützt mir der Anschluss an das Wärmenetz, wenn dann klar ist, dass die Stadtwerke das Heizkraftwerk mit Gas und Hackschnitzel betrieben werden. Da kann man fast nur hoffen, dass Habeck Holzheizungen auch noch verbieten wird. Aber Feinstaub und Transport der Biomasse mit LKWs hat ja nichts mit einem möglichen Blackout zu tun und ist damit per Definition Klimafreundlich.

Kleiner Funfact am Rande:
Ein vergleichbares Hackschnitzel-Kraftwerk wurde vor ein paar Jahren per Bürgerentscheid einem lokal ansässigen Konzern im 4km entfernten Industriegebiet untersagt, die Stadtwerke bauen das jetzt halt mitten in der Stadt und müssen dort die Brennstoffe (hoffentlich bleibt es nur beim echter Biomasse, Nachbargemeinden sind teils creativer) auch per LKW anliefern. Das sind aber nach Planung von 2020 nur 9 LKW-Ladungen pro Woche, wobei damals zwei Erdgas-Spitzenlastkessel zusätzlich geplant waren.
 
SW987 schrieb:
Pauschal ist das falsch.

Es ist richtig, dass es auch Netzausbau wegen höherem Strom-/Leistungsbedarf geben wird, aber ein Großteil erfolgt wegen den Einspeiseanlagen.
Pauschal ist dass Richtig.
Deine Aussage leider nicht. Gezielt lokaler Netzausbau wegen Einspeisung erfolgt höchstens wenn grosse Freiflächenanlagen oder Windparks gebaut werden. Diese Kosten dafür trägt der Bauherr aber in der Regel selbst. es findet kein spontaner Netzausbau statt nur weil in der Musterstrasse 3 neue Dachanlagen aufgebaut werden. Der Netzausbau wird langfristig geplant, nennt sich Netzentwicklungsplan.
SW987 schrieb:
Die Netzentgelte steigen
Stimmt, aber warum? Nicht wegen der privaten PV-Anlagen Besitzer. Die entlasten schließlich das Netz.
SW987 schrieb:
Sag ich: Verzichte auf die staatlich garantierte Einspeisevergütung und vermarkte Dein Produkt bitte selbst.
Wie schon mehrfach erklärt aber pfleglich ignoriert, die privaten PV-Anlagen werden zur Selbstversorgung installiert, nicht zur Vermarktung. Die Einspeisepauschale darf gerne gekippt werden. Dann müssen die thermischen Kraftwerksbetreiber aber bitte auch auf sämtliche Förderungen und Subventionen verzichten. :p
Das wäre ja dann gerecht und das scheint Dir ja sehr wichtig zu sein...
 
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gymfan schrieb:
Steht dazu auch etwas im Gesetz?
Das steht im EnWG § 11 Abs 1: "Betreiber von Energieversorgungsnetzen sind verpflichtet, ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Energieversorgungsnetz diskriminierungsfrei zu betreiben, zu warten und bedarfsgerecht zu optimieren, zu verstärken und auszubauen, soweit es wirtschaftlich zumutbar ist."
 
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gymfan schrieb:
Folgendes ist halt nur wieder eine (von mehreren) bedauerlichen Einzelfällen, von denen im Zweifel viele garnicht erst in der Presse auftauchen, weil die Eigentümer bereits bei der Planung die Absage erhalten und das einfach schlucken.

https://efahrer.chip.de/news/famili...nicht-benutzen-das-ist-schiefgegangen_1012387

Da war der Versoirger offensichtich schon zu blöd, in einem Neubaugebiet das Netz passen dzu planen. Obwohl man das ohne notarielle Beglaubigung sowieso genauso wenig glauben wird wie den Meldungen von/über Vonovia oder vergleichbaren Meldungen in der Presse.
Im verlinkten Artikel steht doch ganz klar, wer den ursächlichen Fehler gemacht hat.
verlinkter Artikel schrieb:
.. erfuhr, dass die Leitungen bei ihnen nicht dafür ausgelegt sind, größere Mengen Solarstrom einzuspeisen. .... Anders sieht es beim Elektriker aus. Der hätte beim Einbau näher nachfragen müssen und sieht seinen Fehler ein..
Du bist anscheinend Hellseher, das die Straßenleitung und nicht die Hausanschlussleitung den zu geringen Querschnitt hat und demzufolge der Netzbetreiber der Schuldige ist.

Ich z. Bsp, kann bei mir im Haus 1x22 kW oder 2x 11kW Wallbox bekommen, weil ich 3x63A Haussicherung bei 8 WE habe. Mehr ist leistungstechnisch wohl nicht drinnen, wie mir mein Hauselektriker erklärt hat. Ich bräuchte also für eine mit Strom betriebene größere Wärmepumpe oder weitere wallboxen einen noch höheren Hausanschlusswert = Kosten.
Jeder Bauherr bekommt zu 98% den Hausanschluss, den er beim Netzbetreiber bei Errichtung/Erschließung beauftragt hat. Wer jetzt mehr Hausanschlussleistung braucht, muss sie halt beauftragen und auch bezahlen.
Das ganze ist eine Thematik, welche mehr in die Öffentlichkeit gebracht werden sollte.

Mir sind keine Zahlen bekannt, in welchem Maße die Niederspannungsnetze für diese Energiewende unterdimensioniert sind. Für solch einen negativen Fall wie oben verlinkt, wird es bestimmt 10 Fälle geben, in denen ausreichend Netzkapazitäten vorhanden sind.
Zu guter letzt lässt sich vieles bestimmt auch mit Zeitstaffelregelungen über die bestehenden Netze abwickeln. Große Probleme sehe ich dabei aber mit den billigen neuen digitalen Zählern, welche außer digital anzeigen, nicht viel mehr können. Aber auch hier gilt, Jeder darf sich für einen besseren Zähler entscheiden und dann auch nutzen.

Im Sinne von Vermeidung eines Blackouts ist es sogar zu begrüßen, dass ein Netzbetreiber Anträge ablehnt, wenn die Netzstabilität dadurch gefährdet wird.
Da es hier im verlinkten Fall wohl um einen städtischen Netzbetreiber geht, können die Bürger ja über die Stadtverordneten entsprechenden Druck aufbauen, dass dieser Netzbetreiber seinen Versorgungsaufgaben im Sinne der Energiewende besser nachkommt und sein Netz leistungsfähiger dimensioniert. Da dies nicht von heute auf morgen geschehen wird, wäre eine baldige Auseinandersetzung mit diesem Thema anzuraten.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Jeder Bauherr bekommt zu 98% den Hausanschluss, den er beim Netzbetreiber bei Errichtung/Erschließung beauftragt hat.
Und wenn die Hütte in den sechziger Jahren gebaut und erschlossen wurde sind Hausanschluss und Ringleitung nicht auf die sogenannte Energiewende ausgelegt.
ThomasK_7 schrieb:
Mir sind keine Zahlen bekannt, in welchem Maße die Niederspannungsnetze für diese Energiewende unterdimensioniert sind.
Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es für nahezu alle Netze zutrifft.
ThomasK_7 schrieb:
Im Sinne von Vermeidung eines Blackouts ist es sogar zu begrüßen, dass ein Netzbetreiber Anträge ablehnt, wenn die Netzstabilität dadurch gefährdet wird.
Eben.
Siehe #1426

Gruß
R.G.
 
@rgbs
Äh, hast du gerade ernsthaft das Fehlen von entsprechenden Zahlen als Beweis für deren Unterdimensionierung gebracht?
Liest sich nämlich so. :p
 
rgbs schrieb:
Und wenn die Hütte in den sechziger Jahren gebaut und erschlossen wurde sind Hausanschluss und Ringleitung nicht auf die sogenannte Energiewende ausgelegt.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Unser Haus ist von 1890, ähnlich alt wie die anderen Häuser in unserer Strasse und dort hängen mittlerweile einige Wallboxen und PV_Anlagen. Die Niederspannungsnetze und Hausanschlussleitungen sind tatsächlich weniger das Problem, s.u..
rgbs schrieb:
Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es für nahezu alle Netze zutrifft.
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht doch jedes Jahr einen Bericht zum Ausbau der Verteilnetze wo Interessierte nachlesen können das massiv in den Ausbau der Hoch- und Mittelspannungsnetze investiert wird. Die Niederspannungsnetze können in der Regel durch Optimierungen ertüchtigt werden.

Bericht der Bundesnetzagentur: „Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität....die Ausfallquote, macht die Bundesrepublik einmal mehr zu den Ländern mit der höchsten Versorgungsicherheit in Sachen Energie.“
 
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