Netzausbau erfolgt über alle Netzebenen, nicht "höchstens" wegen Freiflächen-PV sondern auch wegen Aufdach-PV...Buttkiss schrieb:[...] Gezielt lokaler Netzausbau wegen Einspeisung erfolgt höchstens wenn grosse Freiflächenanlagen oder Windparks gebaut werden. [...]
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Deine Behauptung, dass in der Niederspannung kein Netzausbau wegen PV stattfindet ist eine Falschbehauptung. Den gibt es genauso wie den wegen einem höheren Bedarf.
Die Kostenregelung steht im EEG (§16 und §17). Der Anlagenbetreiber bezahlt den Netzanschluss, die Netzverstärkung muss vom Netzbetreiber getragen werden. Die Kosten dafür wandern in die Netzentgelte.Buttkiss schrieb:Diese Kosten dafür trägt der Bauherr aber in der Regel selbst. es findet kein spontaner Netzausbau statt nur weil in der Musterstrasse 3 neue Dachanlagen aufgebaut werden. [...]
Netzausbau erfolgt sowohl kurz-, als auch mittel- und langfristig, weil es sehr unterschiedliche Gründe dafür gibt.Buttkiss schrieb:Der Netzausbau wird langfristig geplant, [...]
Falsch, nennt sich Netzausbauplan.Buttkiss schrieb:nennt sich Netzentwicklungsplan.[...]
Wenn ein Dorf die zehnfache Einspeiseleistung wie Last hat, wie soll diese zehnfache Leistung das Netz "entlasten"? In solchen Gebieten müssen die Netzebenen (Kabel und Trafos) von unten bis oben verstärkt werden, weil der neue Auslegungsfall Einspeisung, den alten Auslegungsfall Last um das Zehnfache übersteigt.Buttkiss schrieb:[...]Stimmt, aber warum? Nicht wegen der privaten PV-Anlagen Besitzer. Die entlasten schließlich das Netz.[...]
Kostentragung siehe oben §17 EEG.
Warum dann die Überschusseinspeisung mit staatlich garantierter Einspeisevergütung?Buttkiss schrieb:Wie schon mehrfach erklärt aber pfleglich ignoriert, die privaten PV-Anlagen werden zur Selbstversorgung installiert, nicht zur Vermarktung. [...]
Warum hört man dies nicht von der Partei Die Grünen?Buttkiss schrieb:Die Einspeisepauschale darf gerne gekippt werden. [...]
Bitte nenne die diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen und Summen. (Bitte Name des Gesetzes, die entsprechenden Paragraphen und die veröffentlichten €-Summen und nicht irgendeine Studie eines grünen Think Tanks mit Zahlen-Voodoo)Buttkiss schrieb:Dann müssen die thermischen Kraftwerksbetreiber aber bitte auch auf sämtliche Förderungen und Subventionen verzichten. [...]
Verursacherprinzip und eine sachgerechte Kostenteilung sehe ich als Grundsatz, nicht nur bei der Energiewende.Buttkiss schrieb:Das wäre ja dann gerecht und das scheint Dir ja sehr wichtig zu sein...[...]
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Das stimmt, als Grund wird in der Regel die erhöhte Einspeisung genannt. Diese Kosten gehen übrigens auch in die Netzentgelte ein.Buttkiss schrieb:[...]Die Bundesnetzagentur veröffentlicht doch jedes Jahr einen Bericht zum Ausbau der Verteilnetze wo Interessierte nachlesen können das massiv in den Ausbau der Hoch- und Mittelspannungsnetze investiert wird. [...]
"können auch", aber nicht nur. Wenn das Kabel zu lang oder der Querschnitt des Kabels zu gering ist, dann geht halt nicht mehr Einspeisung. Sonst kommt es in der Nähe der Ortsnetzstation zu einer Überlastung des Kabels oder weiter entfernt zu einer unzulässigen Spannungserhöhung. Das ist Physik.Buttkiss schrieb:Die Niederspannungsnetze können in der Regel durch Optimierungen ertüchtigt werden.[...]
Der SAIDI setzt sich hierzulande seit Jahrzehnten nur aus Versorgungsausfällen wegen Schäden an Leitungen, Anlagen oder Transformatoren zusammen. Es gab bisher keine Ausfallminute wegen Lastabschaltung aufgrund von Energiemangel.Buttkiss schrieb:Bericht der Bundesnetzagentur: „Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität....die Ausfallquote, macht die Bundesrepublik einmal mehr zu den Ländern mit der höchsten Versorgungsicherheit in Sachen Energie.“
Das System wird anfälliger in kritischen Situationen. Es gibt weniger Reserven und es werden immer mehr Eingriffe (Redispatch) notwendig.
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