BluRay-Player gibt Knall von sich, geht aber noch

ThomasK_7 schrieb:
dann den Schaltplan besorgen (nicht einfach) und lesen können, welcher Kondensator auf dem Schaltplan das ist
Warum? Auf dem Kondensator steht üblicherweise drauf was es für einer ist.
ThomasK_7 schrieb:
rd. 10€ inkl. Versand
Eher weniger als 5 €.

Wenn der TE Ahnung hätte, würde er hier nicht fragen, also sollte er eh nen Freund fragen, der was mit Elektro zu tun hat. Kondensatoren hat man normalerweise haufenweise rumliegen, wenn man vom Fach ist und wenn man davon mehrere kauft, ist der Stückpreis bei wenigen Cents. Also wenn mich einer meiner Freunde nach sowas fragen würde, dann würde ich weder die Arbeit noch den Kondensator berechnen. Nach getaner Arbeit trinkt mein Bier zusammen und das wars.
 
ghecko schrieb:
Diese Gefahr geht von jeglichem Gerät mit Stecker aus, wie der TE eindrucksvoll gezeigt hat.
Du behauptest also ernsthaft, dass von einem intakten Gerät die gleiche Gefahr ausgeht, wie von einem nachweislich defekten? Interessant. Worauf begründest du diese Aussage und was qualifiziert dich diese Aussage zu treffen?
 
adfsrg schrieb:
Du behauptest also ernsthaft, dass von einem intakten Gerät die gleiche Gefahr ausgeht, wie von einem nachweislich defekten?
Definiere defekt. Laut Aussage des TE ist die Funktion aktuell nicht beeinträchtigt. Alternde Elektrolytkondensatoren (inklusive Kapazitätsverlust) hast du überall, deshalb werden die entsprechend der gewünschten Lebensdauer auch größer dimensioniert als eigentlich benötigt.
Dieser eine hat sich nun früher verabschiedet als alle anderen um ihn herum, RIP. Das kann viele Ursachen haben, ich jedoch tippe auf einen Produktionsfehler, soweit sonst keine Störungen in der Funktion des Gerätes feststellbar sind.
adfsrg schrieb:
Worauf begründest du diese Aussage
Darauf, das kein elektronische Gerät gebaut ist, um ewig zu funktionieren. Jedes Gerät wird irgendwann störungsbedingt ausfallen. Und ja, ein sehr geringer Teil davon erzeugt eine externe Gefahr für den Betreiber dieses Gerätes. Das Risiko steckt in jeglichem Gerät, ist aber allgemein akzeptiert und reglementiert.
adfsrg schrieb:
was qualifiziert dich diese Aussage zu treffen?
Mechatroniker (Industrie) seit 2007, Meistertitel seit 2015, Spezialisierung auf Speichersysteme und regenerative Energien und deren Steuerung, in der Freizeit repariere ich alte Geräte, entwickle Audioverstärker und anderes analoges und digitales Equipment im Audiobereich, Design von Schaltkreisen und Platinen...
 
Zuletzt bearbeitet:
ghecko schrieb:
Definiere defekt.
Der Kondensator ist doch auf jeden Fall defekt. Das ist absolut unstrittig.
ghecko schrieb:
Darauf, das kein elektronische Gerät gebaut ist, um ewig zu funktionieren.
Und deswegen ist die Gefahr bei einem defekten Gerät nicht höher als bei einem intakten? Das ergibt keinen Sinn
ghecko schrieb:
Mechatroniker (Industrie) seit 2007, Meistertitel seit 2015
Dann solltest du es eigentlich besser wissen. Wenn was passiert ist das nicht mehr nur einfach fahrlässig, sondern mindestens grob fahrlässig - wenn es überhaupt noch unter fahrlässig fällt und nicht unter vorsätzlich.
 
adfsrg schrieb:
wenn es überhaupt noch unter fahrlässig fällt und nicht unter vorsätzlich.
Das Wort ist eher Verhältnismäßigkeit. Aber wir kommen hier wohl nicht auf einen Nenner. Du hast deine Meinung zu diesem Sachverhalt und ich meine.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Incanus
ghecko schrieb:
Du hast deine Meinung zu diesem Sachverhalt und ich meine.
Da stimme ich dir zu. Zum Sachverhalt ist meine Meinung übrigens konform zu VDE, BetrSichV und DGUV, wobei mir klar ist, dass das nicht unbedingt im privaten Bereich anzuwenden ist - sinnvoll ist es trotzdem.
 
adfsrg schrieb:
Dann schlage ich dir vor, unterziehe das Gerät der Prüfung für Ortsveränderliche Geräte nach DGUV V3, Schutzklasse 3. Oder SK1, wobei ich das bei einem BD-Player stark bezweifle.
Und wenn es diese in seinem jetzigen Zustand besteht, dann haben wir wohl unsere gemeinsame Antwort auf die umstrittene Frage.
Und nein, im Prüfablauf ist nicht vorgesehen das Gerät zu öffnen um nach explodierten oder ausgelaufenen Kondensatoren zu suchen. Das weiß ich noch aus der Zeit, wo ich selbst mit dem Prüfgerät durch die Gänge gelaufen bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ja, direkte Gefahr das die Hütte jetzt demnächst abbrennt besteht nicht!😏
Aber (Und jetzt spricht der ausgebildete Informationselektroniker 😎) das kann jetzt noch sehr lange gut gehen (weil die vorgegebenen Toleranzen das hergeben), oder da jetzt ein Wert (Spannung) im System nicht mehr stimmt, kann das die Toleranz des nächsten Bauteils überlasten, so das diese demnächst hin ist.😏

Je nachdem wie alt (Wichtig) das Geräte ist sollte man den Elko ersetzen.
Wenn man sich selber das nicht zutraut, halt wie hier schon geschrieben zum Repair Cafe.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Arboster
ghecko schrieb:
Laut Aussage des TE ist die Funktion aktuell nicht beeinträchtigt
Dann wollte der Kondensator sich nur einmal umsehen oder einen anderen Platz suchen? Gab es Streit mit der Spule oder konnte der Widerstand nicht widerstehen? Oder gibt es einen anderen Grund? Warum ist dieser geborsten?

Wenn ein Gerät wissentlich kaputt ist, sollte das auch repariert oder außer Betrieb genommen werden. Es wird zu einer Überlastung weiterer Bauteile kommen und das Gerät wird schneller nicht reparabel bzw. unwirtschaftlich kaputtgehen. Jetzt sind das auch Cent-Artikel. Alles andere ist eine fahrlässige Empfehlung.

ghecko schrieb:
Mechatroniker (Industrie) seit 2007, Meistertitel seit 2015
Ebenfalls (Handwerk) seit 1994 und Meister seit 2012 mit Auszeichnung. Im Handwerk ist der einfache Industriemeister entsprechend angesehen. Das ist bei der IHK aber im Allgemeinen eher Mittelmaß, welches total überbezahlt wird. Und nun?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: onetwoxx, Samurai76 und adfsrg
ghecko schrieb:
Und wenn es diese in seinem jetzigen Zustand besteht
Man sieht doch auf den Fotos des TE ganz klar den defekten Kondensator, also zumindest seine Kappe. Damit besteht das Gerät noch nicht mal die Sichtprüfung und ist wegen eines schwerwiegenden Mangels stillzulegen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Samurai76
adfsrg schrieb:
Steh ich grad auf dem Schlauch? SK III ist doch nur bis 50 V AC
Das erkläre ich dir gerne.
Solche Geräte, meist erkennbar durch den flachen Eurostecker (230V AC, kein Erdungsleiter) müssen ein isoliertes Gehäuse haben und eine galvanische Trennung zwischen Primär und Sekundärseite. Laptopnetzteile sind ein gutes Beispiel.
Aber auch DVD-Player mit Metallgehäuse und diesem Stecker fallen darunter. Diese haben dann das "isolierte" Netzteil intern, ebenfalls den Eurostecker ohne Schutzkontakt und alles was das Metallgehäuse berühren könnte, arbeitet mit Sicherheits-Kleinspannung.
snoogans schrieb:
Er fragte nach meiner Qualifikation. Und nun?
adfsrg schrieb:
Damit besteht das Gerät noch nicht mal die Sichtprüfung und ist wegen eines schwerwiegenden Mangels stillzulegen.
Nochmals: Das Gerät öffnen ist nicht Teil der Prüfung.
Das Gerät in seinem jetzigen Zustand hat keinen klappernden Kondensatordeckel mehr. Eine Sichtprüfung wird das Gerät also bestehen, denn aufschrauben gehört nicht zu einer Sichtprüfung. Soweit also alle Prüfungen bestanden werden und am ende die korrekte Funktion des Geräts festgestellt wird, ist es laut DGUV V3 geprüft und sicher. Stellt also keine unmittelbare Gefahr für den Nutzer dar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann zählt eine andere Meinung mit gleicher Qualifikation nicht? Immerhin sehen wir beide die Sache ja unterschiedlich. Du kannst ja nicht ausschließen, dass bereits jetzt nicht weitere Bauteile defekt sind. Das wird mit abwarten nicht besser werden.
 
macht doch wegen so einem gammligen Elko nicht so ein Fass auf. das ist ne pillepalle Reparatur für jeden Elektrobastler, vorallem wenn's TTH und nicht SMD ist.

Ersatztyp 1-2 Stufen höhere Spannungsfestigkeit und die Kiste ist in 5 Minuten besser als neu.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: adfsrg, Arboster und und tschüss
snoogans schrieb:
Dann zählt eine andere Meinung mit gleicher Qualifikation nicht?
Vor allem da meine Qualifikation als E-Techniker im Prinzip noch höher ist. Ja, ich weiß, dass beides Niveau 6 ist, aber meine Ausbildung dauerte 2 Jahre in Vollzeit. Der Industriemeister (Mechatronik) dauert nur 4-8 Monate in Vollzeit oder in Intensivkursen kann dies auch in nur 16 Wochen erreicht werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: und tschüss
Wenn da jetzt ein spezieller IC mit zig Beinchen gewechselt werden müsste würde ich sagen: weg damit.
Aber bei nem einfachen Elko kann den jeder Elektronikbastler wechseln.
Repaircafe war die beste Idee.
 
ich greif hier mal ein bevor noch was schief geht.

wie @snoogans richtig gesagt hat ist in jedem fall eine prüfung vor wiederinbetriebnahe durch einen repairshop anzuraten wenn das gerät nicht vollends getauscht werden soll. das risiko noch mehr schaden zu machen ist einfach zu groß wenn man nicht weiß wo welcher Kondensator abgeflogen ist.

@FatManStanding gerne dies als rat nehmen alles andere ist fahrlässig und ich möchte nicht dass hier nach außen der eindruck von leichtsinn entsteht dafür wissen wir einfach zu wenig von weiten
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Samurai76, und tschüss und adfsrg
Zurück
Oben