News Breitbandausbau: Das 50-Mbit/s-Ziel auf dem Land rückt in weite Ferne

digitalangel18 schrieb:
Hängt dann vermutlich auch an der DOCSIS (Kabel) Leitung dran.

Das Kabelfernsehnetz (DOCSIS) und das klassische Telephonnetz (DSL, Vectoring) sind zwei vollkommen voneinander unabhängige Infrastrukturen und Netze.
 
xexex schrieb:
Der Bedarf ist nicht da, die Probleme hingegen vorprogrammiert, wieso sollte man dann umsteigen?
Der Bedarf ist schon lange da. Ich habe heute wieder an einer 16.000 Leitung Windows installiert, einen SmartTV und Blueray Player aktualisiert, ein iPad, ein Smartphone und Cloud Synchronisation für Firefox, Onedrive, Office 365 etc pp. Alles sinnvolle Dienste im jeweiligen Einsatzgebiet.
Solche Leitungen sind erbärmlich im Cloud Zeitalter. Und wenn die Herrschaften nur die ÖR Mediathek nutzen wollen.

Wenn die Verbraucher keinen Bedarf schaffen, wird die Telekom und Konsorten sich weiterhin zurücklehnen und nichts für den Netzausbau tun. Alles unter 50 Mbit ist für mich kein Breitband Internet. Und ich bin froh um jeden der solche Zustände nicht ertragen muss für seine 40 € im Monat.

Deutschland ist ein Internetentwicklungsland - Die Steam Datenbanken belegen das. Sogar Spanien hängt uns locker ab, trotz hoher Arbeitslosigkeit, dort kostet ein Schmalbandiger Internetanschluss auch keine 40 €.

An solchen Verhältnissen ist vor allem die Deutsche "bloß nichts ändern" Mentalität schuld. Wenn Sie könnte würde die Telekom das Analognetz und ISDN sich auch weiterhin bezahlen lassen.
 
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alQamar schrieb:
Wenn die Verbraucher keinen Bedarf schaffen,

Wieso sollten sie das? Die meisten schauen heutzutage noch immer über Kabel oder Satellit fern und nutzen ihr Smartphone oder Tablet um etwas im Internet nachzuschlagen oder Emails abzurufen.

Schon die Konsolenfraktion ist lächerlich klein. Schaue dir mal an wie viele aktuelle Konsolen Sony und Microsoft zusammen weltweit verkauft haben und rechne das mal auf die Bevölkerung hoch.

Der Bedarf wird von ein paar "Digitalos" herbeigesehnt, die Realität sieht in Wirklichkeit ganz anders aus.

Wir haben in Deutschland eine Lebenserwartung von 81 Jahren. Grosse Teile der Bevölkerung sind älter als 60 Jahre und haben mit der Technikentwicklung nur wenig am Hut. Selbst in meiner Altersklasse (40+) haben die meisten die ich kenne kein Problem mit ADSL Leitungen, für Netflix und Email reicht das vollkommen aus.

Da nützt es nicht wenn DU behauptest mehr zu benötigen, denn eigentlich tust du es gar nicht! Wenn du mal darüber nachdenkst, ist der von dir beschriebener Fall kein Bedarfsfall, du hast eine einmalige Installation durchgeführt und warst nur ungeduldig. Verstehen kann ich das zwar, aber Glasfaser legen zu lassen um einmal im Jahr ein Update schneller machen zu können, ist kein Argument für die Notwendigkeit nach schnellerem Internet.
 
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Stell dir vor die Nutzer waren 85 und 90.
Und keine Einzelfälle. Mein Dad ist 76 und auch ihm reicht keine ADSL Leitung.

Wahrscheinlich ist er genau so ungeduldig wie sein Sohn und Bedarfsspitzen gibt es mehrfach im Monat. Da dein Cisco Modem dir das leider nicht auswertet....

Aber gerne kannst du es weiterhin schlecht reden statt Menschen mit positiver Adaption von Technologien zu überzeugen.

Viel Spaß im Internet des Mittelalters. Wieso brauchst du eigentlich 120 Mbit? Auch ungeduldig?
 
alQamar schrieb:
Wieso brauchst du eigentlich 120 Mbit? Auch ungeduldig?

Weil es damit lächerliche 6Mbit Upload gab, im Vergleich zu noch viel lächerlicheren 3Mbit bei der 50Mbit Leitung. :p

Da ich selbst in der IT tätig bin, habe ich durchaus einen Nutzen von so einer Leitung. Ich würde auch nie behaupten, dass schnelle Leitungen unnütz wären und alle mit ADSL doch glücklich sein müssten.

Es gibt nur einen riesigen Spagat zwischen normalen Nutzung und dem wan manche sich wünschen würden. Mit 6Mbit Download werden heutzutage schon einige nicht mehr zurecht kommen, mit 16Mbit sieht das allerdings schon anders aus und bei 50Mbit muss man schon Anwendungsfälle suchen.

Deshalb halte ich von dem ganzen Geschrei nach FTTH um ehrlich zu sein wenig. Denkt man an die Zukunft so sind kabelgebundene Netze doch sowieso jetzt schon veraltet. Was nützen einem die tollsten Leitungen und damit einhergehend die Cloud, wenn man dann mobil nicht an seine Daten kommt? Und wenn ich mal Mobil jederzeit und von überall auf die Daten in der Cloud zugreifen kann, dann brauche ich auch keine eigene Leitung in der Wohnung

Das eine ohne das andere geht vermutlich auch nicht. Bevor man aber anfängt Glasfaser bis in die Wohnungen zu legen, soll man lieber damit anfangen Glasfaser an Laternen zu legen um dort Microzellen für G5 oder Nachfolger unterbringen zu können.

Bei einer Sache bin ich mir nämlich sicher. Bis man es in Köln schafft von allen Wohnungseigentümern die Erlaubnis zu bekommen, Leitungen bis in die Wohnung legen zu können, kriegt man an jeder Ecke schnelles Internet über G5. Der Telekom LTE Tarif für 200€ Flat ist nur ein Anfang und schon damit haben wir in der Firma mittlerweile mehrere Kunden dauerhaft und zu vollsten Zufriedenheit angebunden. Pingzeiten von 25-35ms, 100-200Mbit Download und 20-30Mbit Upload, bei mehreren Zweigstellen kostet das ganze keine 70€ (3SIM). Da geht mir der Kabelausbau mittlerweile am A vorbei.
 
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Kann dich absolut verstehen @xexex

Vor 3 Jahren bin ich von einem UMTS-Stick von O² mit 10 GB/Monat auf Easybell 16k DSL umgestiegen und kam im 1sten Monat auf einen Verbrauch von 500 GB (Windows + Games 1x alle up-to-date schieben). Dann bin ich Dezember 2015 auf Kabel von RFT umgestiegen mit 120k down und 4k Upload. Der Unterschied Battlefield 4 in 9h oder in 1 - 1,5h runterladen war schon ein Zeitersparnis bzw. konnte ich das Internet nebenbei noch nutzen und nicht wie bei 16k mich anderweitig beschäftigen müssen. Vor 5 Monaten hatte ich dann telefonischen Kontakt mit Telekom und mir wurde ein VDSL 100 Angebot gemacht was ich nicht ausschlagen konnte. Die bis zu 4k Upload von RFT mögen für den einen reichen, doch dadurch dass ich son kleiner Streamer bin (973 Follower nach knapp 2 Jahren), möchte ich nach 2 Jahren 720p30FPS meinen Viewern und künftigen Viewern 720p60FPS bis 1080p60FPS bieten bzw. möchte ich meine Videos (Highlights bzw. erstellte Tutorials in unter 10 Minuten (bei 40k wären es 6 Minuten) hochladen und nicht aktuell in 1h + 6 min. Mit dem neuen Upload kann ich mich beruhigt drum kümmern Vids zu erstellen und im Anschluss gleich hochzuladen ;)

Bei meinem Kabelanbieter wäre nach meinem Vertrag 120ER 4k Upload (29.90€), 200ER (39.90) 6k Upload & 400 ER 10k Upload (69.90€) alle 3 Verträge + 11,82€ Kabel-Gebühr.

Bei Telekom VDSL 100 habe ich 100k Down- bzw. 40k Upload für 24,89€ im 1sten Jahr und erst 49,89€ ab dem 2ten Jahr. Die "höheren" Kosten mit diesen Speed-Werte ist mir lieber als Kabel-Internet mit dem höhren Download und den mickrigen Upload.
 
xexex schrieb:

Das ist alles einleuchtend. kabelgebundene Netze sind teuer lassen sich aber besser managen.

Wie ich schon sagte sind wir in Deutschland ein Internetentwicklungsland.


Anderenorts wird z. B. 5 GHz WLAN für die Anbindung von Stadtteilen bereitgestellt. Der Nachteil ist jedoch das wir bei so einer Technik private WLAN Netze überdecken da deren Abdeckung und Signalstärke sowie die verwendete Bandbreite die Nutzung anderer SSDs beeinträchtigt.

Wie es zeigt ist man woanders wesentlich dynamischer was die Internetanbindung angeht.

Wenn man jetzt über LTE oder 5G redet, haben wir einfach zu viele Geräte und damit zu viele inteferenzen. Oftmals hat man technisch vollen Empfang und trotzdem keinen Internetzugriff oder beschränkte Bandbreiten.
 
alQamar schrieb:
Anderenorts wird z. B. 5 GHz WLAN für die Anbindung von Stadtteilen bereitgestellt. Der Nachteil ist jedoch das wir bei so einer Technik private WLAN Netze überdecken da deren Abdeckung und Signalstärke sowie die verwendete Bandbreite die Nutzung anderer SSDs beeinträchtigt.
Dafür gibt es in Deutschland extra Kanäle im 5GHz Spektrum:
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2007/070830BFWA.html
Damit sind private WLAN Netze völlig ungestört und stören auch nicht.
Wird/wurde auch hier viel gemacht, vor allem im ländlichen Raum, wo es kaum andere Möglichkeiten gibt.

Kann aber mit den heutigen Anforderungen (50MBit/s+) nicht mehr ganz mithalten.
 
alQamar schrieb:
Anderenorts wird z. B. 5 GHz WLAN für die Anbindung von Stadtteilen bereitgestellt..

Die dort verwendeten Kanäle sind dafür reserviert und dürfen nicht von "normalen" APs verwendet werden. (BFWA)

https://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Local_Area_Network

Die Sendeleistung darf 4 Watt betragen, wohingegen sonst nur 200mW erlaubt sind. Verwendet wird sowas vor allem in den Bergen oder allgemein in schwer zugänglichen Regionen.

alQamar schrieb:
Der Nachteil ist jedoch das wir bei so einer Technik private WLAN Netze überdecken da deren Abdeckung und Signalstärke sowie die verwendete Bandbreite die Nutzung anderer SSDs beeinträchtigt..

Diesen Müll haben wir in vielen Städten bereits und es nennt sich FreeWifi etc. Das ist das unsinnigste was man eigentlich machen kann. Statt LTE Netze auszubauen und das Geld in deren Ausbau und Kostensenkung zu stecken, hängt man alle paar Meter Wifi APs auf, die dann wiederum die lokale Nutzung von WLAN im Heimnetzwerk stören.

alQamar schrieb:
Wenn man jetzt über LTE oder 5G redet, haben wir einfach zu viele Geräte und damit zu viele inteferenzen.

5G kann genauso wie LTE in der Reichweite und der Anzahl der Geräte beschränkt werden. Niemand würde einen Mast in für eine Stadt aufhängen um dann tausende Clients damit anzubinden. Wenn man von einer guten Planung von 5G ausgeht, geht es dort auch darum lokale Microzellen aufzubauen, die dann 50-100Meter Reichweite haben. Die Lücken zwischen diesen Zellen schließt man dann, mit weiter reichenden Basisstationen und zu Hause kann man ja noch weiterhin selbst Netze auf Basis von 5Ghz oder 60Ghz aufbauen.

Der Vorteil ist die hohe Mobilität solcher Netze, gepaart mit hohen Geschwindigkeiten. 5G Netze sollen ja bis zur 10Gbit/s pro Zelle erreichen. Bindet man solche Zellen entsprechend mit 10GBE per Glasfaser an und hängt so eine Zelle in einer Stadt alle 50-100Meter auf, kann man mit Leichtigkeit und zum Bruchteil der Kosten einer umfassenden FTTH Vernetzung eine zufriedenstellende Internetversorgung gewährleisten.
evolution-mit-5g.gif

http://www.lte-anbieter.info/5g/

Das würde selbst heutzutage mit LTE schon zu großen Teilen möglich sein, dafür müssten nur die Zellen verkleinert werden. Deswegen sehe ich persönlich einen "koste es was es wolle" Glasfaserausbau als unsinnig an. Das Geld soll man lieber in Zukunftsnetze investieren und da sehe ich Kabel nur zu Anbindung des Backbones sinnvoll und nicht für die letzte Meile zum Kunden.

Was wir brauchen ist sowas...
sp_123683-127934-i_rc.jpg

https://www.golem.de/news/funkzelle-vodafone-deutschland-funkt-aus-gullydeckeln-1610-123683.html
... und nicht die jahrelange Diskussionen wer nun wo sein Glasfaserkabel verbuddeln darf.

EDIT:
Jetzt nur für Köln gesprochen.

Haut die ganzen NetCologne, Unitymedia und Telekom (WLAN) APs, die an jeder Ecke hängen doch alle mal in die Tonne und baut stattdessen an jede zweite Laterne und/oder Gullideckel eine LTE/5G Zelle auf. Schon könnte man sich hier was den Netzausbau anbetrifft gemütlich zurücklehnen und vielleicht auch wieder 2,4Ghz WLAN in eigenen vier Wänden nutzen.

"Dummerweise" hat NetCologne in der ganzen Stadt die Gebäude mit Glasfaser angebunden und auch Unitymedia hat ein weitreichendes Netz in der ganzen Gegend, da beide allerdings keine Lizenzen für LTE oder 5G haben bleibt sowas nur Zukunftsmusik.
 
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Danke für die Infos. Der Artikel in Wikipedia war sehr aufschlussreich und ich werde die teils neuen Erkenntnisse bei der Planung berücksichtigen.

Bezüglich free wifi kann ich nur zustimmen. Unitymedia geht mir damit ziemlich auf den Senkel.
Da werden nämlich, wenn man nicht Widerspruch erheben jedem geeigneten Router ein Unitymedia Hotspot aufgedrängt. Alleine bei mir zuhause gibt es 3 Hotspots die das 2.4 GHz Netz ziemlich einschränken.
 
Haut die ganzen NetCologne, Unitymedia und Telekom (WLAN) APs, die an jeder Ecke hängen doch alle mal in die Tonne und baut stattdessen an jede zweite Laterne und/oder Gullideckel eine LTE/5G Zelle auf. Schon könnte man sich hier was den Netzausbau anbetrifft gemütlich zurücklehnen und vielleicht auch wieder 2,4Ghz WLAN in eigenen vier Wänden nutzen.

Warum 4..5..6G an jede Laterne, warum nicht jedes Haus. Dann hat's auch Glasfaser.
 
senf.dazu schrieb:
Warum 4..5..6G an jede Laterne, warum nicht jedes Haus. Dann hat's auch Glasfaser.

Weil es darum geht das Netz auch unterwegs zu Fuß, im Bus oder Auto zu haben und Einrichtungen im Haus setzen zwingend auch immer die Einverständnis der Hauseigentümer voraus. Eine Laterne könnte gut 50 Wohnungen und alle Geräte die sich im Umkreis befinden mit schnellen Internet versorgen. Selbst wenn es anfangs mit einem Gigabit losgeht und/oder die Zellen etwa größer sind ist es für die meisten bereits mehr als ausreichend.
the-function-modules-of-BluePillar-smart-lighting-system.jpg

http://smallcells.3g4g.co.uk/2017/08/ztes-4g-5g-street-lights.html

5G wird ja zumindest in der Anfangszeit Kabelinternet nicht vollständig ersetzen können. Schon alleine die lokalen Provider ohne 5G Netze werden eine gesunde Konkurrenz zu Funknetzen erhalten wollen, daran ist ja auch nichts auszusetzen. Garantierte Bandbreiten lassen sich in einem Kabelnetz noch am einfachsten umsetzen.

Zwischen FTTC, FTTB und FTTH liegen aber Welten und hier würde man noch viele Milliarden versenken bevor man jede Wohnung mit einer Faser anbinden kann.

Deshalb muss man auch teilweise die Überlegung und das Zögern von Telekom verstehen. Mit VDSL sind 400Mbit/s möglich was den Bandbreitenbedarf der meisten Menschen auch noch in weiter Zukunft deckt. Der Ausbau der Backbone Netze nimmt bei der Telekom einen höheren Stellenwert ein, weil sie die Netze später eben auch als 5G Backbone nutzen können. Mit FTTH könnte die Telekom zwar einzelnen Haushalten mehr Bandbreite zur Verfügung stellen, allerdings ist der Bedarf nach solchen Leitungen bei den Privatkunden gering. Wer als Unternehmen anfragt bekommt heutzutage aber durchaus die Möglichkeit 1-10GBE bis ins Haus zu bekommen. Kostet dann halt ein wenig.

Was die jeweiligen Provider selbst machen ist letztlich aber irrelevant, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Man sollte halt nur vorsichtig mit damit sein vom Staat Subventionen zu fördern, für eine Technik die am Ende schon unseren Anforderungen nicht gewachsen ist. Die Zukunft liegt nun mal nicht im Kabel, sondern in schnellen Datenverbindungen überall. Wenn wir schon unser Geld (Steuern) in etwas investieren, dann sollten wir es auch in die richtige Technik tun.

Wenn man etwas spinnt und an öffentliche Datenterminals denkt, an die Cloud, an autonome Fahrzeuge oder AR merkt man schnell, dass man da mit Kabeln in Wohnungen am Ziel vorbei geplant hat.
 
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Wenn man mit jeder Laterne 50 Haushalte versorgen kann, kann man das auch mit einem zustimmenden Haushalt unter 50 tun der auch gern FTTH haben möchte.

Und das mit dem mangelnden Interesse ist ja wohl eine Mär. 25% der Leute die Glasfaser haben können nehmen sie auch auf Anhieb. Damit gibt's so 10 Mio potentielle Kunden in DLand. Das als mangelndes Interesse zu beschreiben ist absurd. Und die Mrden werden nicht dadurch versenkt das man GF ausbaut sondern durch den volkswirtschaftlichen Entwicklungsschaden wenn man's nicht tut.

Und es würde mich nicht wundern wenn bei >5G die Netze so kleinzellig werden das dann eh die Gebäudedächer gefragt sind. Und was macht man dann mit den "bildschönen" Laternen ?
 
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senf.dazu schrieb:
Wenn man mit jeder Laterne 50 Haushalte versorgen kann, kann man das auch mit einem zustimmenden Haushalt unter 50 tun der auch gern FTTH haben möchte.

Weiss du wie hoch der Aufwand ist eine Wohnung an ein Glasfasernetz anzubinden? Es ist ja nicht so als würden in den ganzen Gebäuden vorgefertigte Kabelkanäle rumliegen die nur darauf warten, dass jemand dort eine Faser verlegt.

Als ich seinerzeit von Unitymedia ein neues Coaxkabel bekam. Waren dafür die Genehmigung von Hauseigentümer notwendig, der Schornsteinfeger musste vorbeikommen und für die Nutzung von dem vorhandenen und stillgelegtem Kaminschacht seine Freigabe erteilen, dann durften die Techniker erst das Kabel ziehen und einmessen.

Nun habe ich schnelles Internet.... Zuhause... Sonst nicht.

Natürlich müssen die dabei entstandenen Kosten von den mickrigen 30€ im Monat, die jeder maximal bereit ist für seine Leitung zu bezahlen auch gedeckt sein. Not!

Unitymedia hat es trotzdem getan. Das darf ein privat agierendes Unternehmen auch tun. Allerdings wäre es höchstfragwürdig für diesen Aufwand Steuergelder zu verschwenden. In meinem Fall liegt hier im 8 Parteien Haus sowieso schon eine Glasfaser von NetCologne (FTTB), die aber niemand nutzt und ein Kasten von der Telekom (FTTC) ist auch in Sichtweite.

senf.dazu schrieb:
Und das mit dem mangelnden Interesse ist ja wohl eine Mär. 25% der Leute die Glasfaser haben können nehmen sie auch auf Anhieb.

Quelle?

Ich kenne nur gegenteilige Aussagen.
https://www.golem.de/news/kleinstadt-glasfaser-findet-nicht-genuegend-abnehmer-1708-129259.html
http://www.ruhrnachrichten.de/Staedte/Olfen/Glasfaser-Bisher-zu-wenig-Interesse-in-Vinnum-55234.html
http://www.azonline.de/Gescher/2912...ht-ausgebaut-Glasfaser-Das-Ziel-klar-verfehlt
 
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Du willst uns wohl veralbern ? In jeder Meldung bei Heise,Golem oder CB über die Zahl der Glasfaseranschlüsse aufgeschlüsselt in homes passed und homes booked wird über diese "gottsjämmerliche" Akzeptanzrate gejammert.
 
senf.dazu schrieb:
Du willst uns wohl veralbern

Ich will niemandem veralbern, aber wenn du Behauptungen aufstellst die fernab der Realität liegen, solltest du Quellen für deine Aussagen vorlegen können. Ich kenne jedenfalls keinen Ort und keine Gegend wo 25% der Anwohner sich bei Verfügbarkeit von Alternativen für Glasfaser entscheiden würden.

Ich könnte ja auch in den Keller gehen, mir den leicht angestaubten NetCologne Kasten anschauen und behaupten 0% haben Interesse an Glasfaser.
 
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Ich will niemandem veralbern, aber wenn du Behauptungen aufstellst die fernab der Realität liegen, solltest du Quellen für deine Aussagen vorlegen können. Ich kenne jedenfalls keinen Ort und keine Gegend wo 25% der Anwohner sich bei Verfügbarkeit von Alternativen für Glasfaser entscheiden würden.

Ich könnte ja auch in den Keller gehen, mir den leicht angestaubten NetCologne Kasten anschauen und behaupten 0% haben Interesse an Glasfaser.

Soso.

Die erste beste Quelle:

https://www.golem.de/news/ftth-b-wer-in-deutschland-die-meisten-glasfaserkunden-hat-1702-126203.html

Selbst die Telekom hat bei 515000 homes passed offenbar 120000 zahlende Kunden.
Und da du grad bei Netcologne bist: 470000 homes passed und 230000 zahlende Haushalte.

Und wenn dir die zugrunde liegende Quelle oder die Recherche von golem zu suspekt sind:

http://www.monopolkommission.de/index.php/de/gutachten/sondergutachten/sondergutachten-78

208. Als eine Ursache für den bisher vergleichsweise geringen Ausbaustand hochleistungsfähiger Breitbandnetze gilt die unzureichende Nachfrage nach hochbitratigen Anschlüssen im Zusammenspiel mit einer gering ausgepräg- ten Bereitschaft der Nutzer, für solche Anschlüsse höhere Entgelte zu zahlen als für einen Standardanschluss. Die gering ausgeprägte Nachfrage zeigt sich an den sog. Take-up-Raten, die für FTTB/FTTH-Anschlüsse regelmäßig erhoben werden. Ende des Jahres 2016 waren 2,65 Mio. Glasfaseranschlüsse in Haushalten verfügbar, wovon lediglich 29,2 Prozent (0,75 Mio.) genutzt wurden.195


Ich find übrigens den Zungenschlag der Monopolkommission ganz interessant - während man bei den Online Portalen regelmäßig und platt liest "nur 25% take up Rate - also braucht und will's noch keiner" wird dort der Zusammenhang mit dem Preis gesehen - die Leute wollen halt nicht mehr als für einen "Standardzugang" bezahlen und deshalb ist die Rate so wie sie ist. Sprich es ist also nur ne Frage der Preisgestaltung.
 
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senf.dazu schrieb:
Und da du grad bei Netcologne bist: 470000 homes passed und 230000 zahlende Haushalte..

Die ist aber hoffentlich schon bewusst, das die NetCologne praktisch nicht einen einzigen FTTH Zugang hat (abgesehen von GK Anschlüssen)? Alle Internetleitungen die NetCologne bereitstellt, terminieren an einem Kasten im Keller und werden dem Endkunden über vorhandene Kupferleitungen als VDSL Zugang zur Verfügung gestellt.

Eine "echte" Glasfaser mit der Möglichkeit dort seinen eigenen Router anzuschließen sieht NetCologne für Privatkunden nicht vor!

Am Ende sagt gerade bei NetColgne die Zahl gar nichts aus. Niemand hat sich hier bewusst für eine Glasfaser entschieden (was du behauptest hast), NetCologne baut schlichtweg vorhandene VDSL Zugänge auf FTTB um.
http://www.glasfaser-internet.info/anbieter/netcologne.html

In deinem verlinkten Artikel wird explizit auf den geringen Bedarf hingewiesen und auch der Ausbau von G5 Netzen vorgeschlagen.

Größtes Hindernis für mehr Investitionen in moderne Breitbandnetze sind die hohen Ausbaukosten in Verbindung mit einer noch schwach ausgeprägten Nachfrage nach sehr schnellen Breitbandanschlüssen.
...
In ihrem heute veröffentlichten Sondergutachten mit dem Titel „Telekommunikation 2017: Auf Wettbewerb bauen!“ macht die Monopolkommission Vorschläge, wie ein zügiger und umfassender Ausbau hochleistungsfähiger Fest- und Mobilfunknetze gelingen kann.
...
Im Bereich des Mobilfunks sollte der Ausbau von Mobilfunknetzen der fünften Generation (5G) durch die frühzeitige Bereitstellung geeigneter Frequenzen durch die Bundesnetzagentur gefördert werden. Die Frequenzvergabe sollte an die Verpflichtung geknüpft werden, Anbietern ohne eigenes Mobilfunknetz Vorleistungsprodukte zu diskriminierungsfreien Bedingungen anzubieten

Zu deiner Take-up-Rate, wo du deine Angabe auch immer her hast.

Was man beim „Spiegel“ wohl gar nicht verstanden hat, ist der Unterschied zwischen verfügbarer Bandbreite und bestellter Bandbreite. Take-up-Rate nennt sich das im Fachjargon und bezeichnet die Anzahl der Anschlüsse, wo Kunden tatsächlich die maximal verfügbare Bandbreite gebucht haben. Und siehe da: Bei den VDSL- und HFC-Anschlüssen lag diese 2012 immer noch unter 10 Prozent. Daraus kann man aber wohl weder der Kanzlerin noch der Deutschen Telekom einen Vorwurf machen: offenbar sind 90 Prozent der Kunden zufrieden mit ihrer bisherigen Geschwindigkeit.
http://www.theeuropean.de/thomas-jarzombek/7106-meinungsmache-pro-glasfaserausbau

 
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M-net macht's ja ähnlich sie legen FTTB und g.fast für die Wohnungszuleitung - um sich (noch) nicht mit den Hausbesitzern rumärgern zu müssen - aber vielleicht auch um nicht in die Niederungen der Hausverkabelung herabsteigen zu müssen.

Aber ich seh nicht wirklich einen Unterschied zwischen FTTB und FTTH. Ob der jeweilige Anbieter im Augenblick nur "langsame" Glasfaserzugänge (bis z.B. 200 MBit/s) anbietet bleibt letztlich bei mangelnder Konkurrenz ihm überlassen - egal ob FTTB oder FTTH. Aber der wesentliche Aufwand nämlich das Buddeln der Glasfaser bis zum Haus ist ja bereits getan. Und auch netcologne wird sich bei weiteren Installationen sicher überlegen wann sie zumindest auf g.fast oder auf vom Hausbesitzer selbst verlegte Mikroröhren oder Glasfasern umsteigen und damit das GBit möglich machen - auch sie müssen ihre Investition bestmöglich monetarisiern. Allerdings wird netcologne an dem Wechsel in bestehenden Mehrparteienhäusern vielleicht nicht viel Spaß haben - weil g.fast und VDSL für die Inhouseverkabelung sich wohl in die Quere kommen könnten (Störungen).

Ich vermute mal das das durchaus übliche Anbieten "langsamer" Glasfaserzugänge nicht nur an dem Ärger mit der Inhouseverkabelung sondern andererseits auch gewollt ist - das hält das Preisniveau noch für eine Weile hoch.

Deutschland ist halt Entwicklungsland - auf allen TK-Ebenen inkl. Mobile - da muß man sich als Nutzer halt noch ein wenig in Geduld üben - und bis dahin nicht zu viel Geld für nix ausgeben ..
 
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Was NetCologne oder M-Net macht ist irrelevant, sie haben die Netze mit eigenem Geld finanziert. Da spricht doch gar nichts dagegen.

Es spricht aber vieles dagegen mit Steuermitteln FTTH finanzieren zu wollen obwohl der Bedarf nicht da ist und in der Zukunft vermutlich auch nicht sein wird.

Zwischen FTTC, FTTB und FTTH liegen Welten! Gerade das letzte Stück ist kostenintensiv, weil man in jedem Haus neue Leitungen legen muss und dies in den meisten Gebäuden nicht ohne weiteres möglich ist. Deshalb macht die Telekom ja auch FTTC und NetCologne FTTB. Nur in Testgebieten oder bei neu erschlossenen (gebauten) Siedlungen legt man von Anfang an Glasfaser.

Neben der technischen Schwierigkeiten kommen noch rechtliche Probleme dazu. Bei Eigentumswohnungen müssen ja letztlich auch die Wohnungseigentümer allesamt mit diesen Umbauten einverstanden sein. Die meisten juckt es aber schlichtweg nicht, erst recht nicht wenn sie bereits durch den FTTC Ausbau der Telekom, den FTTB Ausbau von NetCologne und Kabelanschluss genug Möglichkeiten für einen schnellen Internetzugang haben.

Bezahlen will diesen Ausbau sowieso niemand, die Kosten bleiben also zunächst beim Provider und beim Staat (wenn subventioniert wird), womit wir Zugänge finanzieren die kaum einer will und in der Zukunft kaum einer nutzen wird.
 
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