BU abschließen

Warum nicht in Kombination mit einer Rentenversicherung?

Ich habe das gemacht und mein Sparanteil in die Rentenversicherung wird im BU-Fall jedes Jahr um 10% dynamisiert.
Das gleicht mir dann die einbußen durch die BU in der gesetzlichen Rente aus.

Außerdem besteht so die Möglichkeit in einer Elternzeit oder während einer Arbeitslosigkeit den Vertrag ggf. zu pausieren.
 
Warum keine Kombination?

  • I.d.R. sind Kombinationsverträge wesentlich teurer oder bieten einen schlechteren Versicherungsschutz.
  • Ich weiß nicht wann du deinen Vertrag abgeschlossen hast, aber das was jemand aktuell an Zinsen bei solch einem Kombivertrag bekommt ist höchst unrentabel. Zudem gehen meistens erst einmal 5-10% der Versicherungssumme für die Rentenversicherung als Kosten weg. Das ist eine ganze Menge. Wenn du hier keinen Altvertrag mit >=4% Garantiezinst hast, dann solltest du das mal nachrechnen.
 
Wieso sollte bei einem Kombi Vertrag der BU Anteil teurer und schlechter sein?

Ich habe überhaupt keinen Garantiezins bei meinem Vertrag.
 
Weil es statistisch so ist.

Du kannst natürlich am besseren Ende liegen, aber Deine bisherigen Ausführungen lassen nicht darauf schließen, dass Du genauer verglichen hast.
 
Kombiverträge sind immer schlechter, da gibts auch genug Statistiken drüber und seriöse Berater weisen dich auch darauf hin, Kombiverträge geben aber mehr Provision, gut das du nicht bei einem Honorarberater warst, der hätte dir das eventuell erklärt.
 
Welche Statistik soll das sein?

Kannst dazu mal eine Quelle nennen?

Oder noch konkreter: Bei welchem Anbieter ist das z.B. der Fall?
 
Bei einem Kombivertrag ist es so, dass die Rentensumme geringer ist als würdest du eine separate Versicherung dafür und eine für die Berufsunfähigkeit abschließen. Bzw. dass deine Beitragszahlung höher bei einem Kombivertrag als bei zwei Einzelverträgen mit der gleichen abgesicherten Summe ausfällt.
Ist zumindest bei Abschluss heute so, ob es früher gleich war kann ich nicht beurteilen.
Ist z.B bei der Allianz und der Provinzial so, sollte jedoch im Normalfall bei jeder Versicherung gleich sein.
 
Hallo,
würde mich gerne mal einklinken und etwas nachfragen.
Bin derzeit Student und nun kommen genau solche Fragen auf:
Brauche ich eine BU? Wenn ja, wieso, wo und wie?
 
Lese dir doch mal den Fred durch. Dann kannst du entscheiden ob dir eine BU wichtig ist.
Ich glaube ich habe ziemlich deutlich gemacht, warum ich mich für eine BU entscheiden habe.
 
@ Nanotic

Als Student brauchst du keine BU. Dein Einkommen wird noch so niedrig sein, dass die BU Absicherung unter der Grundsicherung liegt. Sprich, wenn du BU wirst bekommst du Sozialhilfe ... und die Leistungen aus der BU würden nur der Sozialhilfe angerechnet.
Somit lohnt es sich für dich nicht eine BU abzuschließen.

Erst mit dem Eintritt ins Arbeitsleben sieht es dann anders aus ... aber dann kannst du nochmal fragen.

PS der Unterschied in den Beiträgen ist auch nur sehr gering, ob man nun mit 19 Jahren abschließt oder mit 25 ... da sichert man sich nix.
 
Das ist komplett falsch. Auch als Student sollte man sich gegen Bu absichern, denn es kann schon während der Studienzeit geschehen das man mit dem angestrebten Abschluss Krankheitsbedingt nichts mehr anfangen kann. Auch darf man sich nicht auf Sozialhilfe verlassen denn es gilt da der Grundsatz von Bedarfsgemeinschaften, so das diese im Fall von Partnerschaften usw selbst nicht in Kraft tritt
 
Bin derzeit dualer Student und verdiene im Jahr 14.000€, womit ich denke mal darüber liege. Ist es also ratsam?
 
Klar. Je nach Risikogruppe und Alter wird es nicht wirklich teuer. Ich bin leider ein paar Jahre aus dem Thema raus, darum fallen mir die Besonderheiten gerade nicht ein bezüglich Absicherung auf den zukünftigen Verdienst oder den aktuellen. Suche dir einen guten Berater, der es ernst meint und an langfristiger Kundenbindung und nicht nur an hoher Bewertung interessiert ist. Ich kenne davon nur einen
 
über das Thema mach ich mir grad auch Gedanken.
Fakt ist, dass es nur zum Teil bei Berufsunfähigkeit einen Erwerbsminderungsrente gibt. die deckt maximal die grundsicherung ab. also vielleicht 700€ im Monat. man sollte wenn dann zwischen 2/3 oder besser 3/4 seines Nettogehaltes versichern lassen. mehr macht nicht unbedingt Sinn und die Beiträge steigen sehr stark.

was ich mich frage: jetzt schließe ich eine BU ab und was passiert, wenn der BU Fall nicht eintritt? bis zum 65. Lebensjahr z.b.? das Geld, was ich Jahre lang eingezahlt habe, bekomm ich ja nicht zurück. das wäre dann also futsch? das ist ja dann das Risiko was man dabei trägt...oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Thema Erwerbsminderungsrente: Wieviel man da erhält, steht im Rentenbescheid. Allerdings gibts die volle Erwerbsminderungsrente nur dann, wenn es ÜBERHAUPT keine Arbeit gibt, die man mindestens 3 Stunden am Tag machen kann (also nicht mal z.B. 3 Stunden am Museum an der Kasse sitzen). Realistischerweise sollte man deswegen nur von der halben gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ausgehen, die gibt es schon, wenn man weniger als 6 Stunden pro Tag arbeiten kann.

Wenn keine BU eintritt, ist das Geld natürlich weg. Ist aber genauso wie bei jeder anderen Versicherung, sei es Haftpflicht, Krankenversicherung o.ä. Aber das ist ja auch der Grundgedanke einer Versicherung: Man zahlt Geld an eine "Solidargemeinschaft", dafür weiß man, dass im man im Fall der Fälle nicht blank da steht und entsprechend massive finanzielle Einbußen erleidet (bei BU) bzw. gar in die Privatinsolvenz (z.B. bei Haftpflichtschäden) muss. Und etwas überspitzt: Wer würde nach 40 Jahren unfallfreiem Autofahren sagen, jetzt braucht man einen Unfall, damit sich die Versicherung gelohnt hat? Da sollte man lieber froh sein, dass eben nichts passiert ist.

Es sei auch erwähnt, dass viele Versicherungen BUs mit "Beitragsrückerstattung" anbieten. Die sind aber Käse, denn da wird quasi zusätzlich zur BU eine Mini-Kapitallebensversicherung abgeschlossen, die natürlich extra kostet und deren Rendite recht übersichtlich ist. Da macht man lieber die BU zu dem, was sie sein soll, nämlich eine reine Risikovorsorge.
 
Smash32 schrieb:
Bei einem Kombivertrag ist es so, dass die Rentensumme geringer ist als würdest du eine separate Versicherung dafür und eine für die Berufsunfähigkeit abschließen. Bzw. dass deine Beitragszahlung höher bei einem Kombivertrag als bei zwei Einzelverträgen mit der gleichen abgesicherten Summe ausfällt.
Ist zumindest bei Abschluss heute so, ob es früher gleich war kann ich nicht beurteilen.
Ist z.B bei der Allianz und der Provinzial so, sollte jedoch im Normalfall bei jeder Versicherung gleich sein.

Das hat den Grund, weil es ja nicht nur die Rente im BU Fall gibt, sondern auch die Beitragsbefreiung für den Sparanteil bei Berufsunfähigkeit.

Rechnet man den mit ein, so ist die BU wieder exakt gleich teuer.

Faluröd schrieb:
Es sei auch erwähnt, dass viele Versicherungen BUs mit "Beitragsrückerstattung" anbieten. Die sind aber Käse, denn da wird quasi zusätzlich zur BU eine Mini-Kapitallebensversicherung abgeschlossen, die natürlich extra kostet und deren Rendite recht übersichtlich ist. Da macht man lieber die BU zu dem, was sie sein soll, nämlich eine reine Risikovorsorge.

Finde ich nicht.

Jede BU arbeitet mit Überschüssen.
Man hat die Möglichkeit diese auf den Beitrag sofort anrechnen zu lassen, oder diese anzulegen.

Wähle ich eine BU bei der die Überschüsse in Fonds angelegt werden, so ist die Auszahlung am Schluss sogar steuerfrei!
Das ist also eine sehr clevere Möglichkeit steuerfrei zusätzliche Altersvorsoge zu betreiben.
 
Nanotic schrieb:
Bin derzeit dualer Student und verdiene im Jahr 14.000€, womit ich denke mal darüber liege. Ist es also ratsam?

Ich war auch dualer Student und hab die BU erst gemacht wo ich schon fertig mit dem Studium war und voll gearbeitet habe. Ich zahl monatlich glaub 60 oder 61€ und bekomme 1600 oder 1700€, weiß es aktuell nicht auswendig :D
Während der Ausbildung oder Studienzeit wo man eh nicht viel Geld hat, halte ich es für nicht sinnvoll. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 
Diese Denkweise ist mit Risiko verbunden.

Wenn du während der Zeit BU wirst, hast du keinen Schutz

Es reicht auch aus, während der Zeit eine etwas größere Krankheit/Verletzung zu haben und man bekommt seinen BU Schutz im Anschluss entweder gar nicht mehr, oder nur noch mit Risikozuschlag oder Einschränkungen.

Inzwischen bieten viele Anbieter sogenannte Starter-BUs an, bei denen der Beitrag in den ersten Jahren niedriger ist.
Genau so etwas würde ich als Student abschließen.

Oder zumindest eine Erwerbsunfähigkeit mit anschließendem Optionsrecht auf eine BU.
 
Gibt es denn einen Anbieter der auch im Fall der Fälle tatsächlich zahlt ohne das man vor Gericht jehrelang kämpfen muss?

Typischerweise dürfte es wohl sein, das man selbst denkt es wäre so das die VS zahlen muss,
hat das ggf auch nachgewiesen durch einen Arzt,
aber zahlen tut die VS trotzdem nicht, weil der Erwartungswert nach einem Gerichtsprozess(zu 95% Vergleich) besser für die VS ausfällt.

Ich würde auch eine BU abschließen, wenn ich die Garantie hätte das die VS in Vorleistung geht und wenn Sie tatsächlich vor Gericht geht und dagegen vorgehen darf, die Beiträge zurückfordern kann.
Wenn ich aber sowohl mit den Beiträgen und auch dem Risiko des Nichtzahlens in Vorleistung gehe, dann ist mir die Versicherung zu riskant.
 
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