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NewsBundesdigitalministerium: Telekom soll nicht allein über Kupfernetzabschaltung entscheiden
Was spräche eigentlich gegen ein Konzept wo die Bundesnetzagentur den Bau der Infrastruktur durchführt und das dann an ALLE derzeitigen und kommenden Anbieter vermietet?
Erstens würde es Einnahmen generieren und kein Anbieter hätte Exklusivrechte, und die Freiheit der Anbieterwahl für den Kunden könnte so gewährleistet werden.
Vor allem würde es doppelte Infrastruktur verhindern. Bei uns in Oberhausen hat sich die Telekom einfach mit einem eigenen Netz ausgebaut, genauso wie die Deutsche Glasfaser. D.h. Ich brauche jetzt zwei Anschlüsse im Haus je nachdem welchen Anbieter ich will…
Wenn man zu fünft im Haus wohnt und neben dem Streaming der Familienmitglieder noch die halbe Woche Homeoffice macht, wo man alleine 250 MBit aufwärts benötigt, um schnell große Dateien von SharePoint oder IMS/MKS synchronisieren zu können sind 1.000 MBit nicht zu viel für einen "privaten" Haushalt.
Und wenn dann noch zusätzlich ein Familienmitglied ein, zwei Tage die Woche Uni-Vorlesungen per Stream verfolgt, dann benötigt man erst recht schnelles Internet.
Ich frag mich da eher, warum die nicht endlich mit diesen kindischen Staffeltarifen aufhören und stattdessen nur noch Anschlüsse mit 1000 MBit Up/Down anbieten.
Weil sie Angst haben, dass sie dann den Traffic handeln müssen, wenn zu viele diesen Tarif ordentlich ausnutzen?
Aber sie könnten ja auch Kontingente statt Flatrates verkaufen.
Also immer symmetrisch 1GBit/s. Und dann die Preise nach Volumen staffeln. So wie im Mobilfunk.
Ist das nicht abhängig vom Tätigkeitsfeld? Oder geht jeder im HomeOffice der gleichen Tätigkeit nach? Kann man eine benötigte Geschindigkeit grundsätzlich pauschalisieren?
Naja, wenn ich Baupläne und Graphiken, die nicht gerade klein sind, verschicke und dazu noch Videokonferenzen mit teilweise 15 Personen habe, kann ich von einem Usecase ausgehen, dass jetzt etwas umfangreicher ist. Echtzeitplanungen, Teammeetings usw kommen dazu.
Und gerne noch einmal. Es geht darum, dass nicht jeder 1000Mbit braucht.
Das zwar schon, aber schau Dir Unternehmen wie z.B. Telekom an. Ich denke, die stehen staatlicher Bürokratie in nichts nach.
Ab einer gewissen Unternehmensgröße sind die Prozesse dermaßen kompliziert, dass es keinen Unterschied macht.
Beruflich kenne ich beide Seiten, habe sowohl jahrelang in der Privatwirtschaft vom mittelständischen Industriebetrieb bis zum internationalen Versicherungskonzern als auch in einem staatlichen Gesundheits-/Krankenhausbetreiber-Unternehmen gearbeitet.
Einziger Unterschied ist das Tempo, in dem Du Deinen Arbeitsplatz verlieren kannst. Ansonsten sehr ähnlich.
Das ist aber eine sehr individuelle Auslegung der Rechtslage. ;-)
Wie vermutlich auch Dir bekannt ist, kann der Staat, die Länder, Städte und Kommunen ihr Eigentum sehr wohl verkaufen. Ob man das für eine besonders kluge Idee hält, dass essenzielle Infrastruktur eines Landes (neben Telekommunikation ja auch zum Teil Wasserversorgung, Straßen, Energienetze oder öffentliche Gebäude) verkauft wird, ist dann eine andere Sache.
Bevor das ganz Off-Topic wird vielleicht nur noch der Hinweis, dass gerade die Privatisierung der Telekom damals durchaus als richtig und fortschrittlich wahrgenommen wurde. Wenn du dich gruseln willst empfehle ich die Wikipedia mal zu BTX, Internet und Bundes Post zu konsultieren.
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wir bekommen im Frühjahr GlasfaserPlus FTTH. Der DSL-Hausanschluss bleibt also erstmal bestehen, und wir könnten dann auch später wieder zurück zu DSL?
Drei Dinge:
1) Müsste es dann für alle Anschlussarten wie bei DSL ne freie Anbieterwahl geben (hat man bei Kabel und Glasfaser oft nicht)
2) Dürfte der Kabel-/Glasfaseranschluss niemals teurer sein wie der vergleichbare DSL-Anschluss
3) Ne Abschaltung dürfte nur erfolgen, wenn alle Haushalte einen dem Stand der Technik entsprechenden alternativen Festnetzanschluss haben - Mobilfunk oder Satellit darf nicht die einzige Alternative bleiben!
Gerade letzterer Punkt bereitet mir Sorgen - Mobilfunk und Satellit reichen bei Stabilität, Zuverlässigkeit und Bandbreite aktuellen Festnetzanschlüssen schlicht nicht das Wasser.
Leider liegt es ja oft nicht in der eigenen Hand, ob man nen Glasfaseranschluss gelegt bekommt oder nicht - und mMn. darf es niemals heißen, dass bei ner ausreichenden Anzahl an Glasfaseranschlüssen im Gebiet der Rest hinten runterfällt.
Für Mieter bräuchte es definitiv eine Regelung, dass der Eigentümer dem Glasfaseranschluss nicht im Weg stehen darf (gleichermaßen dann aber auch ne Regelung, dass die notwendigen Bauarbeiten keine Mietminderungen bringen dürfen)…
… und Eigentümern einer eigenen Immobilie müsste man verdeutlichen, dass ein oft kostenloser oder relativ günstiger Anschluss ans Glasfasernetz eigentlich nur Vorteile hat - wenn die Glasfasertarife dann eben nicht mit Kostensteigerungen einhergehen.
Und verdeutlichen, was für Nachteile irgendwann zwangsläufig einhergehen, wenn man den Glasfaseranschluss aus oft nicht nüchternen/rationalen Gründen ablehnt.
Ich glaube, das wird noch recht interessant werden. Es dürfte sehr viele geben, die einen Glasfaseranschluß durchaus wollen, aber trotz Ausbau nicht bekommen können. Ich denke da insbesondere an die Mietshäuser von Wohnungsbaugesellschaften, welche eine Erschließung ihrer Immobilien im Zuge des Glasfaserausbaus einfach verweigern.
Nach TKG können sie sich zwar nicht verweigern. Aber die Telekom z.B. geht den Weg des geringsten Widerstandes beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Wenn der Eigentümer Nein sagt, wird kein Glasfaser ins Haus gelegt.
Die Telekom hat hier Glasfaser ausgebaut. Mein Glasfaserauftrag wurde storniert, mit der Begründung, das der Eigentümer keine Zustimmung zur Erschließung des Gebäudes mit Glasfaser erteilt hat. Der Ausbau ist mittlerweile abgeschlossen. Heißt Glasfaser liegt in der Straße. Aber bei den Gebäuden, welche dem gleichen Eigentümer hier gehören, liegt nicht einmal die Glasfaser im Keller, da die Zustimmung zur Erschließung verweigert wurde.
wir bekommen im Frühjahr GlasfaserPlus FTTH. Der DSL-Hausanschluss bleibt also erstmal bestehen, und wir könnten dann auch später wieder zurück zu DSL?
Die Telekom sperrt deine Adresse für DSL, sobald der Glasfaserausbau fertig ist. Also über die Telekom kannst du dann nur noch FTTH erhalten. Allerdings kannst du über andere Anbieter noch einen DSL-Anschluss erhalten.
Hier baut derzeit auch GlasfaserPlus aus. Ich habe natürlich bestellt, werde aber trotzdem parallel den o2 DSL-Anschluss weiterlaufen lassen, um eine alternative Leitung mit besserem Peering zu haben. Leider nutzt von den großen Anbietern noch keiner GlasfaserPlus - ich hoffe aber, da tut sich in den kommenden Jahren was.
Als die Bahn noch so richtig staatlich war, nicht bloß ein gewinnorientiertes Unternehmen in 100% Staatsbesitz, lief es deutlich besser.
Ergänzung ()
jimmy13 schrieb:
Umgekehrt muss man leider auch sagen, dass viele der "mir reichen 50 aus" mitunter der Grund sind, warum so wenig voran geht. Und zwar auch für diejenigen, die wirklich mehr brauchen oder wollen.
Nee, die Preise. Ist es günstig, nehme ich mehr als ich brauche. Bei den Preisen, die es hier oft bei Glasfaser gibt, lieber nicht.
Bei meinem neuen Glasfaseranschluss wirds auch das kleinste Paket. Die Preissprünge sind zu groß.
Dass ich bei den Preisen überhaupt Glasfaser hab, liegt daran, dass es sonst nichts gibt. Sonst würde ich gucken, was am günstigsten ist.
Verstehe wirklich nicht warum sich alle über die Geschwindigkeit aufregen, seit doch froh das unser Staat uns noch ins Internet lässt nachdem das alles passiert ist seit der Einführung des Internets für die Masse.
Nicht nur das, bei uns waren die Glasfaserabfragen erst und sind Tagelang von Tür zu Tür gegangen um genug Zustimmung der Mieter zu bekommen um genug "willige" zusammen zu bekommen um die Wohnungsgesellschaft zu übereden.
Voller Fail.
Zum einen deckt der Kabelanbieter hier mit bis max 100 mbit je nach Lage ab, was für die meisten hier ausreichend ist.
Ich weiß zB intern das trotz möglichen 100 die meisten nur 30er, gefolgt vom 16ner Buchen, einfach weil es für die meisten hier P/L mäßig reicht.
Es ist zudem auch eine Zielgruppenfrage, da "die jüngeren" Mieter die es vielleicht brauchen können - wollen würden selbst hier eher ländlich mittlerweile überwiegend "neudeutsche" sind welche auch nicht selbst die Mieter sind und keine Rolle in der Befragung spielen ( logisch da kein echtes Mietsverhältnis und meist auch nicht langfristig ). Was bleibt sind eben kaum noch Mieter welche die Bedarf oder den Willen haben, auf teures Galsfaser.
So einfach wie sich viele das vorstellen ist es nämlich nicht.
@pseudopseudonym Hab heute schon mehrfach geschrieben, dass Telekom Glasfaser doch gar nicht so viel teurer ist, als DSL. Klar, wenn ich von einem 25 Mbit Anschluss komme, wirds halt schwierig. Aber bspw. unser derzeitiger 100 Mbits DSL Anschluss wäre pro Monat ~2€ günstiger, als der 300er(!) Glasfaser.