chainr3action schrieb:
Wusste gar nicht, dass hier so viele anstrengende Sensibelchen unterwegs sind. Krass…
Immer wieder interessant, wie manche Leute auf Kritik nicht mit Argumenten reagieren, sondern direkt mit irgendwelchen Etiketten wie Sensibelchen...
Was genau ist eigentlich so verwerflich daran, sich an etwas zu stören? Warum wird so getan, als wäre Gleichgültigkeit automatisch eine Stärke und Kritik automatisch Schwäche? Wenn jemand eine Überschrift hinterfragt, die einen (fiktiven) Krieg mit Formulierungen wie ‚tolles Comeback‘ bewirbt, dann ist das erstmal eine völlig legitime Reaktion. Man muss diese Kritik nicht teilen, aber man kann sie zumindest inhaltlich behandeln, vor allem in der heutigen Weltlage mit dem Irankrieg und der Grönland Sache...
Dieses ständige Gerede von ‚Sensibelchen‘ basiert auf der merkwürdigen Vorstellung, dass man möglichst abgestumpft sein sollte, um ernst genommen zu werden. Als wäre es irgendwie bewundernswert, bei allem die Schultern zu zucken und jede Kritik lächerlich zu machen. Tatsächlich ist es eher ein Zeichen von Reife, zwischen einem fiktiven Spiel und der Sprache zu unterscheiden, mit der darüber gesprochen wird. Niemand kritisiert, dass ein Kriegs-Shooter existiert. Kritisiert wird die Wortwahl einer Überschrift.
Krieg ist ein Thema, bei dem Sensibilität nichts Schlechtes ist. Krieg bedeutet Tote, Verstümmelte, Traumatisierte, zerstörte Familien und ganze Generationen, die mit den Folgen leben müssen. Gerade deshalb sollte man vorsichtig sein, wenn man Begriffe verwendet, die nach Begeisterung oder Feierlichkeit klingen. Krieg ist kein ‚tolles Comeback‘. Ein Spiel kann ein erfolgreiches Comeback haben. Das ist ein Unterschied der hier völlig verhauen wird.
Wer darauf hinweist, ist sicher kein Sensibelchen. Sprache hat Bedeutung. Dass man Krieg nicht unnötig glorifizieren oder verharmlosen muss, sollte eigentlich keine kontroverse Position sein.